Ich möchte mich ganz herzlich für jeden einzelnen Beitrag bedanken!! Ich fühle mich insgesamt sehr gut reflektiert.
Das zentrale Problem der Gefährlichkeit von Motorradfahren im Gegensatz zum Autofahren ist sowohl in der Öffentlichkeit als auch in meinem Innern kaum geklärt. Ich kann das nicht!
Ebenso kann ich auch nicht mehr ohne weiteres Nein generell zum Mitfahren meines Kindes sagen. Er hat einmal sozusagen Lunte gerochen und wenn ich ihm das jetzt verbiete, hätte ich den Eindruck, als wenn ich ihm ein ganzes Stück Freude nehmen würde. Zudem ist es etwas (ob das nicht auch der eigentliche Grund ist, weshalb mein Sohn so gerne mitfährt, laß ich mal dahingestellt), was Vater und Sohn gemeinsam haben. Für meinen Sohn bedeutet es auch ein ganz schönes Stück sich an ihn anzunähern, bzw. eher gesagt "groß" zu werden. Andere Väter haben da eben andere Hobbys und Vorlieben wo sie ihre Kinder mitnehmen.
Wenn man mich allerdings vorher gefragt hätte, tatsächlich so gefragt hätte, dass meine Entscheidung egal wie sie ausfällt positiv Beachtung gefunden hätte, dann hätte ich es nicht erlaubt.
Trotzdem würde ich mich mitschuldig fühlen, wenn da irgendetwas passieren würde, eben weil die Gefährlichkeit des Motorradfahrens immer noch höher eingestuft wird als das Autofahren.
Aber, vielleicht lernt er so für später auch gleich einen verantwortungsbewußten Umgang mit dem Motorradfahren.
Mit Schutzkleidung ist er komplett und gut ausgestattet. Ich freue mich auch, dass ich auf den Koffer hinten nun doch etwas nachdrücklicher bestehen kann. Wurde bisher nicht so ernst genommen. Im Gegenteil, meinem Sohn wurde wohl suggeriert, dass das uncool sei. Pausen - ja machen sie. Zeichen haben sie vereinbart. Meinen Sohn halte ich bezüglich des Festhaltens für sehr zuverlässig. Allerdings bei der besagten Strecke handelt es sich um eine 1,5 stündige Fahrt freitags abends ab ca. 20.30 Uhr - nach den ganzen Anstrengungen des Tages. Das habe ich erstmal verboten und möchte jetzt sagen, dass ich es bei diesem Verbot auch noch eine Weile belassen will.
Was die Gesundheit betrifft, habe ich da aber schon noch ein Anliegen:
Mein Sohn kam beim letzten Mal mit geplatzten Äderchen in den Augen nach Hause. Sein Vater meinte zwar, dass sei normal, er wäre zeitweise ohne Visir gefahren, aber ich denke, dass das für so Kinderaugen nicht so gut sein kann. Ich werde diesbezüglich wohl auch nochmal den Augenarzt drauf ansprechen.
Ich will mal hoffen, dass ich mein bestmögliches tue.