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1

Dienstag, 27. Juni 2006, 11:31

Hinterrad bewusst überbremsen

Hallo,

da mein Hinterreifen in zwei Wochen sowieso ersetzt wird, habe ich mir überlegt, ich könnte ja noch einmal eine Vollbremsung mit überbremsten (blockierenden) Hinterreifen machen.

Meine Fragen: Besser bei Nässe oder wenns trocken ist? Soll man mit der Vorderradbremse mitbremsen, um das Motorrad zu stabilisieren?


Dachte, dadurch bekommt man vielleicht ein besseres Gefühl, wie stark man im Notfall wirklich runterbremsen kann.

MfG,

baser

2

Dienstag, 27. Juni 2006, 12:12

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Zur optimalen Vollbremsung gibt es ja geteilte Meinungen. Habe da gerade erst ein bißchen nachgelesen. Manche Profis empfehlen, Notbremsungen nur mit der Vorderradbremse durchzuführen. Da die Hinterradbremse dabei nur eine marginale Bremskraft übertrage, sei der Instabilisierungseffekt stärker als die Bremswirkung.
Andere sagen, dass das zwar für Profis gelte, der gemeine Straßenmotorradfahrer aber immer hinten mitbremsen sollte. Da, im Gegensatz zum Auto, die beiden Bremssysteme unabhängig voneinander betätigt werden, sich aber doch gegenseitig beeinflussen (je stärker ich vorne bremse, desto schneller blockiert's hinten), sei es unmöglich, eine optimale Bremsung zu erzielen weil unser Gehirn nicht zwei höchst anspruchsvolle Vorgänge parallel koordinieren kann. Ein Vorgang muss also automatisiert werden. Die Devise heißt "Hinten blockieren, vorne dosieren". Und genau das solltest du (nachdem du beide Bremsen einzeln ausgetestet hast) auf einem Parkplatz trainieren.

biboty

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3

Dienstag, 27. Juni 2006, 13:28

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

@horneburg
Deine Ausführung ist mal wieder tadellos-wollte nur noch dazu sagen,das man diese Aktionen doch besser erstmal im Trockenen ausführen sollte.
LG Sabine

4

Dienstag, 27. Juni 2006, 13:50

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Hallo

Vielen dank für die Antworten...

Was meint ihr, welche Geschwindigkeiten sind am besten dazu?

Bei mir hat in den 5 Monaten, in denen ich jetzt fahre ca. 5 Mal das HR blockiert, 4x davon bei Nässe, wobei das eine Mal in einer Kurve war und ich regelrecht um die Kurve gerutscht bin...

In der Fahrschule bin ich einmal gestürzt, weil ich die Bremse nicht wieder rechtzeitig gelöst hatte...



MfG,

baser

sultalian

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5

Dienstag, 27. Juni 2006, 14:07

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Wenn du das üben willst, dann mach ein Sicherheitstraining! Da hats Instruktoren! Auf dem Parkplatz auf eigene Faust legst du dich irgendwann hin, vor allem bei Nässe!

Bisschen Bremsen üben kannste ja machen, aber mit blockiertem Hinterrad legts dich eventuell! Mit Instruktor ist das Risiko geringer und du lernst mehr als alleine.

6

Dienstag, 27. Juni 2006, 14:26

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Ich würde zum alleinigen Üben Geschwindigkeiten um die 50km/h empfehlen, so wird es ja auch in der Fahrschule gemacht.
Ich mache von Zeit zu Zeit starke Bremsungen auf leeren Landstraßen und taste mich so an die Blockiergrenze des Vorderrades heran. Die Hinterradbremse lasse ich dabei aber unangetastet, damit ich mich voll auf die Vorderbremse konzentrieren kann.
Bei 50km/h auf einem Parkplatz kannst du sie aber sich mitbenutzen. Achte aber darauf, deine Aufmerksamkeit dem Vorderrad zu widmen.
Ein Sicherheitstraining ist natürlich das Nonplusultra, aber man möchte ja auch auf eigenen Faust üben und lernen.

easyridersw9

Kreiselbezwinger

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7

Dienstag, 27. Juni 2006, 14:40

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Hallo,

also es wurde in diesem Forum ja schon häufig über dieses Thema geschrieben, aber jetzt möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben.

Meiner Erfahrung nach ist das Gefühl für die Maschine beim Bremsen das Wichtgste!

Ich kann mir kaum vorstellen, daß man mit einem Supersportler genauso bremst wie ich mit meinem kleinen Youngtimer.

Meine VN800 sprach ganz anders auf mein Bremsen an als jetzt die 400er Kawa, und die Guzzi, die ich früher hatte (mit der Fußbremse, die hinten und vorne gleichzeitig bremste), wieder ganz anders.

Mein Tipp: Teste Vorder- und Hinterradbremse erstmal einzeln aus, nicht gleich volle Pulle, sondern Stück für Stück immer mehr, damit Du ein Gefühl dafür bekommst, wie sensibel oder auch nicht sie ansprechen.

Danach kannst Du das gleiche dann mal mit beiden Bremsen gleichzeitig probieren.

Übrigens, wenn ich mit der vorderen Bremse voll bremse und trete dann auch noch die Hinterradbremse, verstärkt sich sehr wohl recht deutlich die Bremsleistung!!! Theorie hin, Theorie her, bei meiner Maschine ist das erfahrungsgemäß so! ;)

Den Tipp mit dem Fahrsicherheitstraining unterstütze ich voll und ganz! Ist sicherer als alleine auf dem Parkplatz!

LG

Thomas :moped:

8

Samstag, 1. Juli 2006, 17:44

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Zwar ein idiotischer Vergleich, aber auf dem Fahrrad merkt man auch ne deutliche Bremsleistungs-Steigerung wenn man ne Vollbremsung (ich sprech auch von ~45 km/h :> ) vorne und hinten macht. Klar leistet die vordere Bremse mehr, aber das Fahrrad wird durch die hintere Bremse auch etwas stabilisiert (wenn mans nich übertreibt..)

baser

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9

Samstag, 1. Juli 2006, 17:48

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Ne, ich denke in Bezug auf sportliche Motorräder hat horneburg schon recht... Da hebt das HR wahrscheinlich recht früh ab, sodass die Bremsleistung dort dann belanglos wird (wenns hr oben ist)...

Heckler

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10

Samstag, 1. Juli 2006, 21:01

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Wieso bei sportlichen Motorrädern?
Ich finde es ist egal ob Sportlich oder Chopper, wenn du vorne bremst hast du hinten nicht mehr soviel Grip... aber du hast noch welchen und es ist auf jeden Fall besser wenn du hinten mitbremst. Den mir kann keiner erzählen das der Bremsweg mit nur der Vorderradbremse kürzer ist als mit Beiden!

11

Sonntag, 2. Juli 2006, 01:41

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

@ Heckler

Bei ner Chopper hast du den Schwerpunkt viel weiter hinten als auf ner Supersportler, also bei der virago hab ichs bisher nicht ein einziges mal geschafft stark genug die vorderrad bremse zu nehmen das se hinten abhebt, da hebts mich eher aussm sitz...

Und das Fahrsicherheitstraining vom tüv is ja kein prob, nach einem Jahr führerschein bekommste automatisch ne karte zugeschickt das du kostenlos dran teilnehmen kannst, und ansonsten einfach beim tüv nachfragen, da kann man sich glaub auch einfach so anmelden, vorrausetzung is das du eigenes Fahrzeug mitbringst (auto/motorrad)

Im Auto haste dann son netten menschen neben dir sitzen der dir genau sagt was du machen sollst (und das geht dann wirklich an die grenzen und wird wiederholt bis du das genau so gemacht hast wie er das verlangt) und beim Möp denk ich mal wern ses wie in der Fahrschule machen, also Knobb im Ohr und ab dafür...

mfg

Ingo

Fischi

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12

Sonntag, 2. Juli 2006, 08:07

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Ein Motorrad bremst mit beiden Bremsen auf jeden Fall besser....ganz egal welcher Art es ist....

Der Vergleich mit dem Fahrad hinkt leider gewaltig ==> Träge Masse! Der Schwerpunkt eines Motorrades wandert mit zunehmender Bremsleistung dynamisch nach vorne....ein Fahrrad hat diese Masse nicht!


Hinterrad überbremsen.....also Blockieren lassen....kann man sehr schön auf Schotter testen da es dort sofort eintritt...so bekommt man ein Gefühl für das schwänzelnde Mopped, dann das Ganze auf Parkplatz oder ähnlichem.....und fang nicht mit 50km/h an....30 reichen für den Anfang aus....
Warum? Viele erschrecken wenn sie zum ersten mal merken wie lächerlich gering ein blockiertes Hinterrad bremst....meine Kuh rutscht aus Tempo 120 ca. 200 Meter weit bis sie nur mit Hinterradbremse steht (abgesperrtes Gelände beim Endurotraining auf Asphalt) .....es braucht also ordentlich Auslauf bei solchen Aktionen!!! (Übrigens mit ABS ca.70m)


Vorderrad überbremsen bitte nur in Schrittgeschwindigkeit mit übergreifen der Gashand....ein blockiertes Vorderrad ist sofortiger Verlust aller Führungskräfte ==> Sturz! Aber es ist eine verdammt gute Übung um das Gefühl für die Maschine zu bekommen....ich schaff knappe 2m bis es zu kippelig wird....

Heckler

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13

Sonntag, 2. Juli 2006, 10:35

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Genau darum ging es mir Fischi.
mit der Hinterradbremse mitzubremsen ist immer besser.

Denn ein blockierendes Hinterrad bremst besser als ein gar nicht gebremstes. :grin:

14

Sonntag, 2. Juli 2006, 12:45

Re: Hinterrad bewusst überbremsen

Das es mit abs besser geht is schon klar da blockiert das hinterrad ja auh nicht wirklich, das ja der sinn und zweck von abs...

und wegen vorderrad... jo wär besser wenn man das sehr langsam macht nicht das es hier noch einen vorn überhebt, was evtl zu folge hat das die schöne maschine noch auf einen drauf fällt... stell mir das bei ca. 200 kg doch sehr unangenehm vor...

mfg

Ingo

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