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61

Freitag, 3. November 2006, 10:43

Re: Ein offener Brief an alle MC's!!!!! Bitte lesen und verbreiten!!!

Respekt - der offene Brief trifft direkt ins Markt!
Allerdings glaube ich auch nicht das er etwas "gravierend" ändern würde, vielleicht regt er ja zum nachdenken an, vielleicht bewirkt er ja was, aber große Veränderung....hey, wir leben in Deutschland - sowas kriegen wir nicht hin ;(

62

Montag, 6. November 2006, 11:27

Re: Ein offener Brief an alle MC's!!!!! Bitte lesen und verbreiten!!!

Hier etwas, was die Bemühungen und Gedanken von "Bruder" mehr als rechtfertigt, aber dennoch zunichte macht...

Rockerkrieg verhindert

Polizei beendete in Cottbus Zusammenrottung der "Bandidos" - 130 Festnahmen


COTTBUS/BERLIN. Die Polizeiaktion traf die "harten Männer" der Rockerformation "Bandidos MC" offenbar einigermaßen unvorbereitet: Als Spezialeinsatzkräfte der Berliner und Brandenburger Polizei am Samstagabend den Brandenburger Platz im Zentrum von Cottbus abriegelten, fügten sich die etwa 130 hier versammelten Rocker nahezu widerstandslos in ihr Schicksal. Die Rocker, die ihre schweren Motorräder an diesem regnerischen Tag daheim gelassen hatten und zumeist mit Pkw angereist waren, wurden "zur Gefahrenabwehr" vorläufig festgenommen.

Worauf die "Bandidos" aus waren, zeigte sich bei der Durchsuchung ihrer Taschen und Fahrzeuge. Insgesamt 219 gefährliche, zum Teil verbotene Gegenstände stellten die Beamten sicher, sagte der Cottbuser Polizeisprecher Berndt Fleischer gestern der Berliner Zeitung. Unter anderem wurden Messer, Äxte, Macheten, Sprays, Schlagstöcke, Ketten und Baseballschläger eingezogen. Nach Informationen der Berliner Zeitung trugen 21 der Festgenommenen sogar schusssichere Westen. Schusswaffen und Drogen wurden nicht gefunden. Wie aus einer gestern verbreiteten gemeinsamen Mitteilung der an der Aktion beteiligten Polizeipräsidien von Berlin und Frankfurt (Oder) hervorgeht, wurden gegen alle 130 festgenommenen Personen Ermittlungsverfahren wegen Bildung bewaffneter Gruppen eingeleitet. Sie verbrachten die Nacht nach der Überprüfung und erkennungsdienstlichen Behandlung in der Gefangenensammelstelle Cottbus im Polizeigewahrsam. Sie seien gestern Vormittag auf freien Fuß gesetzt worden.

Wären die beiden Rockergruppen aufeinandergetroffen, hätte es zu Toten kommen können, betonte Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch.

Die Polizei, die am Sonnabend seit dem frühen Morgen mit einem Großaufgebot von insgesamt 500 Beamten im Einsatz war, hatte rechtzeitig Wind von einer unmittelbar bevorstehenden gewaltsamen Konfrontation zwischen den "Bandidos" und Angehörigen des mit ihnen verfeindeten "Hells Angels MC" bekommen. Einsatzleiter Axel Bede sagte: "Eine gewaltsame Auseinandersetzung stand unmittelbar bevor. Die konnten wir verhindern." Das geht auch der gemeinsamen Mitteilung der Polizeipräsidien hervor. Danach war bereits am Freitag im Landeskriminalamt (LKA) Berlin bekannt geworden, "dass es zwischen den rivalisierenden Rockergruppen ,Bandidos MC' und ,Hells Angels MC' am Wochenende im Raum Cottbus zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung kommen" sollte. Hintergrund des Konflikts seien massive Expansionsbestrebungen beider Gruppierungen in Ostdeutschland. Als Beleg dafür wertete die Polizei eine schwere Prügelei am 24. Oktober in der Lausitz, bei der eine Überzahl von "Hells Angels" mehrere "Bandidos" erheblich verletzt haben soll.

Nach Einschätzung der Polizei hatten die "Hells Angels" am Freitag den Tipp bekommen, dass die "Bandidos" für Sonntag einen Angriff planten. Alle ihre Gliederungen in Ostdeutschland seien alarmiert worden. Diese Information erreichte auch die Berliner Polizei. Spezialkräfte des LKA Berlin hätten am Sonnabend im Bereich des Lausitzrings Angehörige des "Hells Angels MC Berlin" gestoppt und ihnen Platzverweise für den Raum Cottbus erklärt. Die Angehörigen der "Bandidos" hätten sich am Sonnabendnachmittag zunächst in Berlin versammelt und sich dann auf den Weg nach Cottbus gemacht, wo sie gegen 17 Uhr auftauchten. Der Zugriff erfolgte gegen 18 Uhr.

Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch sagte gestern in Cottbus: "Der Einsatz hat gezeigt, dass die Berliner Polizei und die Brandenburger Polizei bei der Bekämpfung der sogenannten Rockerkriminalität nicht nur eng, sondern auch erfolgreich zusammenarbeitet. Kriminelle Rockergruppen müssen zur Kenntnis nehmen, dass sie weder in der Hauptstadt noch im weiteren Umland ungestört agieren können." Nach Angaben Glietschs zählt die Rockerszene in Berlin und Brandenburg derzeit insgesamt rund 1 500 Anhänger. Etliche von ihnen haben Verbindungen zum Rotlichtmilieu oder zur Türsteherszene. Auch Frankfurts Polizeipräsident Klaus Kandt würdigte das professionelle Zusammenwirken der Polizeikräfte beider Länder. "Wir werden diesem kriminelle Phänomen keinen Spielraum im Land Brandenburg lassen", erklärte er.

Berliner Zeitung, 06.11.2006

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