Dazu sollte man vielleich mal ein paar grundlegende Sachen anmerken:
Die Luftdruckanzeigen an den Tankstellen und ebenso die der kaufbaren Test-Manometer können bis zu 1 bar variieren. Selbst wenn man immer an der selben Tanke mit dem selben Gerät prüft, kann es Abweichungen (Messfehler) geben, die allein durch die intensive Benutzung der Geräte verursacht werden, da diese selten oder nie nachkalibriert werden und die Kunden sie auch nicht gerade mit Samthandschuhen anfassen.
Ein billiger Kompressor aus dem Baumarkt mit eingebautem Manometer dürfte den Ansprüchen an Genauigkeit auch nicht gerade genügen.
Wer ganz auf der sicheren Seite sein will, kauft sich ein geeichtes Prüfmanometer, aber das ist viel zu teuer für diese Anwendung.
Ich selbst habe mir ein digitales Prüfgerät (ich glaube bei Louis oder ATU gibt es das) besorgt, bei dem ich davon ausgehen kann, dass es über viele Jahre ohne große Abweichungen funktionieren wird.
Die Anzeige ist tatsächlich recht genau - die Abweichung liegt < 0,08 bar, wie ich durch Vergleich mit einem geeichten Manometer feststellen konnte.
Aber es geht nicht unbedingt um die absolute Messgenauigkeit des Manometers, denn je nach Außentemperatur hat ein "kalter" Reifen schon so unterschiedlichen Druck, dass die angezeigten Werte einfach keine Rolle mehr spielen.
Wichtig ist es eher, unter einigermaßen gleichen Bedingungen halbwegs aussagekräftige Messungen machen zu können.
Wenn ich also im Sommer bei etwa 20°C Lufttemperatur im Schatten gestanden habe und messe, sollte ich einen bestimmten Reifendruck erwarten. Wenn ich im Winter messe, wo es um 0°C ist, sollte ich einen anderen Druck erwarten und ebenso, wenn im Hochsommer der "kalte" Reifen durch die Mittagssonne alleine schon richtig warm ist.
Wenn man sich angewöhnt, den Luftdruck regelmäßig zu messen, stellt sich dafür auch ein Gefühl ein, und genau danach kann und sollte man sich richten, und nicht nach den Anzeigen irgendwelcher ominöser Manometer an Tankstellen oder aus der Zubehör-Wühlkiste.
Zum Pumpen bevorzuge ich persönlich übrigens die Zweikolben-Fußpumpe ( für 6,95 €

) bei der man einen Kolben öffnen kann, um weniger Volumen mit geringerem Kraftaufwand zu pumpen. Diese Pumpe eignet sich für Auto, Motorrad, Fahrrad, Schlauchboot etc. und ersetzt den Stepper...

Aber wenn man ein vernüftiges Messgerät hat, um den Druck zu kontrollieren, ist der Kompressor natürlich die angenehmere, weil mühelose Variante.