Hallo Mädels,
Also: Habe meine Mopped-Batterie wieder laden lassen können - is wieder voll. Zusätzlich noch ne Autobatterie von nem Kumpel bekommen, beide abwechselnd angeklemmt, Anlasser dreht nicht mehr, surrt nur noch.
Es stellte sich bald heraus, dass das Anal-oge Multimeter, das ich mir für 2 EUR bei nem Restposten-Markt geholt habe, für diese Zwecke ungeeignet war. Messungen daher eingestellt.
Durch nen Tip eines Bekannten habe ich dann versucht, rauszukriegen, ob trotz durch den Schalter der den Stromkreis unterbricht, Strom gezogen wird.
Also: Massekabel von der Batterie abgetrennt und eine Prüflampe zwischen Massekabel und Minuspol geklemmt.
Bei durch den Schalter unterbrochenem Stromkreis leuchtete oder glimmte die Lampe NICHT.
Bei geschlossenem Stromkreis glimmte die Leuchte schwach = Normaler Ruhestrom - also i.O..
Bei Drücken des Anlasserknopfes leuchtete die Lampe hell auf. Schien also i.O.
Der Anlasser drehte übrigens nicht. (Weiss jetzt auch nicht mehr, ob er wenigstens surrte)
Hier dann die Lösung meines Problems (oder zumindest eines Teils)
Nachdem ich den Anlasser direkt an die Batterie angeschlossen habe und dieser dann auch nicht drehte, sondern nur surrte, baute ich ihn nochmals aus (übrigens eine Scheissarbeit, weil man nicht gut rankommt ).
Erstmal im Getriebehäuse, wo der Anlasser antreibt, das Zahnrad versucht zu drehen, geht in eine Richtung recht leicht, in die andere blockiert es - das ist also i. O.
Am Anlasser geprüft, ob sich die Welle leicht drehen lässt. Ergebnis: mittelmässig.
Also auseinandergebaut. Das Problem erkannte ich dann sogleich, die Schleifkohlen waren in der Halterung festgesetzt, sodass kein Kontakt zum Abnehmer am Rotor mehr entstehen konnte.
Habe mir sagen lassen, dass dieses Problem auch öfters bei Lichtmaschinen auftaucht.
Bisschen Rostlöser drauf (weiss allerdings auch nicht, ob das das richtige Mittel ist - evtl. ist Bremsenreiniger besser?) und und die Kohlen mehrmals gegen die Feder drücken, bis diese leicht in der Führung hin und herzuschieben sind (evtl. zum Lösen der Kohlen vorsichtig dagegenklopfen).
Überall etwas die Kohlenstaubablagerungen mit ner Zahnbürste und wenig Rostlöser vorsichtig geschrubbt und mit Papierhandtücher sauber- und trockengemacht. Etwas Kettenfett in die Lagerbuchse, wo die Welle gelagert ist, den Rotor (das schwere Teil mit den Wicklungen, dass sich im Inneren des Stators=Gehäuse, drehen soll) nur mit Klopapier etwas sauber gemacht. Der ist bei mir mit ner Art Kunststofffolie komplett verschlossen.
Die Kontakte des Rotors sahen unbedenklich und nicht verschmutzt aus, daher keine besondere Reinigung vorgenommen.
Das ganze zusammengebaut, an der Batterie direkt angeschlossen, dreht sich - WUNDERBAR ! *FREU* Wieder ans Möppi dran, Test, Funzt, *DOPPELFREU* Dann gleich ne lange Runde gedreht

, zwischendurch 3 x Angelassen, nach Hause gefahren, ein letzter Test - funzt immer noch, mit guter Laune Feierabend gemacht.
Jetzt werd ich erstmal beobachten, ob sich mein Problem mit der leeren Batterie wiederholt

, falls ja, wird das allerdings etwas ganz anderes sein. Das Problem werde ich dann aber auch lösen und hier posten.
Bis die Tage
Gruß
BlutFest