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1

Sonntag, 25. April 2010, 22:09

Anfänger-Motorrad für 1000 Euro - realistisch?

Hallo zusammen,

ich werde mir dieses Jahr wohl den Motorrad Führerschein gönnen. Nachdem es aber wenig Sinn macht den Schein zu machen ohne einen passenden fahrbaren Untersatz dazu zu haben, möchte ich mir auch gleich ein Motorrad kaufen. Nun gibt es aber zwei Probleme: Da der Schein schon sehr teuer ist und ich als Student nicht unbegrenzt Kohle zur Verfügung habe, liegt mein Budget bei knapp 1000 Euro. Da ich leider überhaupt keine Ahnung in dieser Richtung habe und leider auch niemanden im Bekanntenkreis habe der mir da weiterhelfen könnte, würde ich gern wissen wie realistisch dieses Budget überhaupt ist? Ich würde eine beschränkte Maschine (34 PS) suchen. Vielleicht kann sich ja jemand von euch mal ein wenig dazu äußern. Bin natürlich auch konkreten Vorschlägen gegenüber offen.

Vielen Dank schon mal im Vorraus!

Viele Grüße

ECKI

x-stars

Mo24-Bewohner

Beiträge: 1 481

Registriert: 21.05.2008

Region: Sachsen

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2

Montag, 26. April 2010, 08:07

1000Euro sind schon knapp, vielleicht eine alte GS500 oder ähnliches. Schutzkleidung hast du auch eingeplant?

blahwas

Asphaltschinder

Beiträge: 18 466

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3

Montag, 26. April 2010, 09:00

Hi,
das ist durchaus machbar. ABS geht natürlich nicht. Habe in einer ähnlichen Situation zu einer Honda NTV gegriffen, die hat damals 1300 gekostet. Es war aber Zubehör im Wert von ~300 Euro dabei (Hauptständer, Koffersystem). Das ist auch noch 'ne Maschine wo die Kette nie kaputt geht (hat keine ;) ) und die auch sonst als unanfällig geht. Und mit 34 PS geht sie ganz gut. Spritverbrauch um die 4,5 Liter. Beispiel

Neben Schutzkleidung solltest du noch die Gebühren für Ummeldung und Versicherung/Steuer beachten.
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

DieLegende

Master of desaster

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4

Montag, 26. April 2010, 09:58

Worauf Du achten solltest:

Das Alter einer Maschine ist absolut kein kaufentscheidendes Kriterium. Ich selbst fahre nichts mit Ersatzulassung NACH 1988.
Meine teuerste Maschine hat bislang 1.200 € gekostet.

Allerdings ist das Problem, daß viele Motorräder kaum oder schlecht gewartet werden, und das ist unabhängigvom Alter des Motorrads ist.
Auch setzen sich viele Eigentümer nicht mit der technischen Seite auseinander, wenn sie Änderungen vornehmen, was gerade bei der Elektrik zu sehr "interessanten" Lösungsansätzen führt.
Schau Dir also die Maschine, die Du kaufst, sehr genau an.Der optische Pflegezustand ist dabei nur ein Indiz, nicht mehr. Die wichtigen Dinge spielen sich hinter der Verkleidung ab;

Das heißt, bau diese, sofern ohne weiteres möglich, auch bei der Besichtigung ab oder laß sie durch den Besitzer abbauen.
Insbesondere natürlich bei den mehr oder weniger gelungenen Umbauten, am besten ist ein Motorrad im serienmäßigen Originalzustand mit höchstens sicherheitsrelevanten Änderungen, d.h.:
- Federbein aus dem Zubehör
- Umrüstung auf Stahlflexleitungen statt Gummileitungen
- progressive Gabelfedern aus dem Zubehör.
Bereits bei einer Zubehör-Abgfasanlage wäre ich sehr kritisch, denn hier besteht das Problem, daß die zum einen nicht immer einen ABE haben oder eingetragen sind, zum anderen verschlechtern die Zubehöranlagen ohne tiefgreifende Abstimmung des Ansaugtraktes, der Spritzufuhr (v.a. bei Vergasern) und der Nockenwellen die Leistungsabgabe.
Auch sind sie in der Regel auch lauter als die Original-ESD, d.h., Du kannst schneller als Dir lieb ist, mit den Gesetzeshütern in Kontakt treten.
Achte auch darauf, daß die eingetragene Leistung mit der tatsächlichern übereinstimmt. Du hast als Käufer die Pflicht, Dich davon zu überzeugen, daß hier alles mit rechten Dingen zugeht.

Wenn Du noch mehr Info brauchst, melde Dich.
Fahrzeuge für unter 1.000 € findest Du ja genug auf mobile und Co.

Servus,

Holger
Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!
- Nämbercher XJ-Fanatiker -

5

Montag, 26. April 2010, 11:09

Wow! Vielen Dank erstmal für die schnellen und vorallem hilfreichen Antworten!

"Schutzkleidung hast du auch eingeplant?"

Ja. Schutzkleidung ist extra kalkuliert. Das Budget gilt rein dem Bike.

"ABS geht natürlich nicht"

Ja, das dachte ich mir fast.

"Gebühren für Ummeldung und Versicherung/Steuer beachten"

Kennt jemand in etwa die Gebühren für Ummeldung? Fallen die so ins Gewicht? Google gleich selbst noch ein wenig, aber wenn jemand die Kosten grade im Kopf hat, kann man das ja vielleicht abkürzen. ;) Versicherung und Steuern sollten tragbar sein.

@DieLegende: Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. (An euch anderen natürlich auch nochmal!)

Es ist also nicht unmöglich ein akzeptables Anfänger-Bike in dieser Preiskategorie zu finden! Das war mir die wichtigste Sache. Das Budget hat sicher auch nen kleinen Spielraum von +200/300 Euro. Nur war mir wichtig, zu wissen ob ich diesen Sommer noch damit rechnen kann ein eigenes Bike zu besitzen oder ob ich diesen Plan erst einmal verschieben muss!

below

Mo24-Kultanhänger

Beiträge: 569

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Motorrad: Suzuki VX 800 `96

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6

Montag, 26. April 2010, 11:57

Hab mir für ungefähr den Betrag ne Suzuki VX800 von `96 gekauft - war zwar von nem Bekannten daher etwas unter Marktwert - für knapp über 1000€ bekommste aber öfters mal ein Modell. Ich bin jedenfalls mit der VX als Anfängermopped mehr als zufrieden!
Gruß, Michael

7

Montag, 26. April 2010, 12:20

Vielen Dank! Optisch auch sehr ansprechendes Bike!

Noch eine Frage: Die Legende meinte das Alter ist kein entscheidender Faktor. Mit dem Alter steigt ja zumeist auch die gelaufene Kilometerzahl. Heisst das die ist auch nicht unbedingt relevant? Würde mir das eher so vorstellen, dass durch die "kleineren" Motoren (im Vergleich zum PKW) die Motoren mit hoher Laufzeit eher anfälliger werden/sind, oder lieg ich da falsch?

DieLegende

Master of desaster

Beiträge: 5 679

Registriert: 31.01.2006

Region: Bayern

Motorrad: Gesamt: 4x XJ 600 51J, EZ 1985 - 1988 / FJ 1200, EZ 1987

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8

Montag, 26. April 2010, 20:16

Ab den '80er Jahren kannst Du bei gepflegten Vierzylindern als Standardlaufleistung etwa 100.000 Kilometern annehmen.
Explizit, um Beispiele aus dem Hause Yamaha zu nennen:
Die ersten beiden XJ-Serien (XJ 400, 550, 600, 650, 650 Turbo, XJ750, XJ 900, in Chopperform: die Maxim-Modelle, und XJ 600 S Diversion, XJ 600 N, XJ 900 S Diversion) und die FJ- / XJR- / FJR- Modelle sind für durchschnittliche Laufleistungen von deutlich über 200.000 Kilometern bekannt, in Einzelfällen wurden bereits 400.000 Kilometer in 30 Jahren gefahren.
Voraussetzung dafür ist ein regelmäßiges penibles Warmfahren vor dem Treten (bei den XJ-Modellen dauert das ca. 30 Kilometer, je nach Wetter), und eine ebenso penible Einhaltung der Ventilspielkontrolle / -einstellung wie auch das Wechseln von Öl und Ölfilter.

An- / Ummeldung dürfte ca. 50 € kosten.

Steuern 1,84 € je angefangene 25 ccm³, Versicherung ist individuell.

Servus,

Holger
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- Nämbercher XJ-Fanatiker -

Klerkx81

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Beiträge: 537

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Motorrad: Yamaha R6

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9

Montag, 26. April 2010, 20:34

An- / Ummeldung dürfte ca. 50 € kosten.


Die Gebühr würde ich auf um die 30€ schätzen (beim Kreis mal auf die Homepage der Zulassungsstelle schauen), vielleicht wirds auch teurer wenn die den Brief auf die neue Papiere umschreiben. Dazu kommt noch das Kennzeichen und die Steuern werden für das Jahr auch sofort per Bankeinzug oder Vorkasse eingezogen. Ach so, ein Wunschkennzeichen reservieren kostet auch extra (auch wenn das 5 min vor dem anmelden ist).
Auf diesem Planet leben Autos.
Sie haben zweibeinige Sklaven die sie hegen und pflegen,
sie gehen sogar für sie arbeiten.

Groanin

Mo24-Probefahrer

Beiträge: 30

Registriert: 23.02.2010

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Motorrad: Suzuki Bandit 600 S

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10

Montag, 26. April 2010, 20:44

Hi,

ich hatte letztes Jahr auch ne GS 500 in der engeren Auswahl, sollte 1200,- kosten. Also ganz unrealistisch ist Dein Limit nicht. Zur Haltbarkeit der Motoren: Ich weiß nicht, wie es bei anderen Modellen aussieht, aber im Bandit- Forum gibt es User, deren Maschinen über 100 000 km auf dem Buckel haben. Kommt natürlich immer auf die Pflege und den Umgang an. Leider sieht man ja nicht unbedingt, ob der Vorbesitzer der Fraktion angehört, die gern einen kalten Motor in den Begrenzer jagen :durchgeknallt:
Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß schon mal beim Führerschein machen, der Rest kommt dann schon. Ist auf jeden Fall ne gute Entscheidung :grin:

blahwas

Asphaltschinder

Beiträge: 18 466

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Region: Nordrhein-Westfalen

Motorrad: Kawasaki Versys 650, Honda NTV 650

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11

Montag, 26. April 2010, 20:54

Habe inkl alles schonmal 85 Euro fürs Ummelden bezahlt: Sondergebühren weil die alten deutschen gegen neue europäische Papiere getauscht werden mussten, Ausnahmegenehmigung für "kleines" 22 cm Kennzeichen (FU, Bochum!), Jede Eintragung nochmal 10.- extra usw.
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

Seni

Mo24-Hobbyist

Beiträge: 51

Registriert: 23.04.2009

Region: Baden-Württemberg

Motorrad: Honda Transalp

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12

Montag, 26. April 2010, 21:09

Die Beiträge machen einem ja wirklich Mut. Hab gerade mal beim kleinen m geschaut und für 1300 scheint man da laut Beschreibung schon was zu finden.

Wenn ich mir da so überlege, dass ich für eine Vespa PX mal 800 Euro hingelegt habe und nach einer Saison gleich mal 500 Euro in die Reparatur :cursing:

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