Und wieso darf man nicht in die falsche richtung drehen?
Welle und dazugehöriger Wellendichtring zur LiMa bilden zusammen eine Labyrinth und Schleuderdichtung....die Lamellen der Dichtung und die eingedrehten Riefen der Welle stehen so zusammen, dass sie das Öl aus dem Kurbelgehäuse wegdrücken....dreht man die Welle andersherum wirkt die Dichtung mit der Welle wie eine Schraubenpumpe und es wird Öl ins LiMa Gehäuse gedrückt...auch wenn man ganz langsam dreht...
Die Gleitlager der Kurbelwelle haben auch eine Drehrichtung und funktionieren auch nur in dieser Richtung....beim langsamen Drehen von Hand sollte es aber egal sein da eh kein Öldruck vorhanden ist und die Lager egal in welcher Richtung ohnehin nicht geschmiert sind...
Bei einem Viertakter können Steuerkettenspanner und Kette u.U. beleidigt reagieren wenn sie verkehrt herum gedreht werden, gerade ältere Motoren mit automatischem Spanner können sich dabei verstellen und die Steuerkette im Normalbetrieb beschädigen wenn sie durch Rückwärtsdrehen zu straff gespannt wurde....gehört hab ich davon noch nie, aber ich kenne auch niemanden der absichtlich seinen Motor verkehrt herum dreht...
Die Nocken der Nockenwelle sind bei einigen Motoren mit scharfen Steigungen versehen auf der Schließseite...dreht man verkehrt können die Kipphebel Schaden nehmen...
Wer noch eine Unterbrecherzündung hat und den Motor rückwärts dreht sollte gleich alles neu daneben liegen haben....
PS: ältere Zweitakter hab ich auch schon selber rückwärts laufen lassen zur Gaudi