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1

Mittwoch, 20. April 2011, 09:08

Welches Motorrad genügt meinen Ansprüchen???

Guten Morgen zusammen.

Ich bin im Begriff meinen Autoführerschein, den ich seit nunmehr 15 Jahren besitze, um den Motorradführerschein zu ergänzen bzw. zu erweitern.

In diesem Zusammenhang stellt sich mir die Frage, da ich absoluter Laie auf diesem Gebiet bin, welches Motorrad passt eigentlich zu mir?
Das Motorrad soll primär den Ansprüchen einer täglichen Pendelstrecke von insgesamt knapp 80 bis 100 km genügen (überwiegend Autobahn).

Ich bin mit 178 cm normal gewachsen und ich favourisiere ein gemütliches Fahren, d.h. Knieschleifen ist kein muss. Das Teil sollte sich zwar gut von der Stelle bewegen, auf der anderen Seite will ich damit aber auch keine Rennen veranstalten.

Zudem sollten sich die Kosten in einem überschaubaren Rahmen bewegen... ich denke, dass ich nicht gewillt bin mehr als 4.000 Euro für ein gebrauchtes Gefährt auszugeben. Gibt es hier eigentlich eine Laufleistung, die man beachten sollte?

Habt recht herzlichen Dank für Eure hoffentlich zahlreichen Antworten und Anregungen.


Gruß

biboty

Team MO24 - Posting-Queen

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2

Mittwoch, 20. April 2011, 10:58

Hallo Popey

Es gibt etliche Motorräder,die für dich infrage kommen könnten.Auch vom Preis her hast du eine große Auswahl.
Es kommt in erster Linie darauf an,wie wohl du dich auf dem Motorrad fühlst,und dazu kann man hier schlecht etwas sagen.Bei deiner Größe sollte es mit keinem Modell große Probleme geben.
Vielleicht könnten wir die Vorschläge hier etwas eingrenzen,indem du uns sagst,was du von der Optik her bevorzugen würdest.
Es macht ja keinen Sinn,dir vollverkleidete Motorräder vorzuschlagen,wenn du Naked-Bikes lieber magst.

Was als "komfortabeles fahren" angesehen wird,ist von Mensch zu Mensch derartig unterschiedlich,das man da pauschal keine Aussage treffen kann.

Zu der Laufleistung...tja-es gibt Motorräder,die nach 20.000 Kilometern schon "hingerichtet" sind,während es andere gibt,die ich mit 60.000 auf der Uhr noch ohne Bedenken kaufen würde.

Bei einer höheren Laufleistung solltest du allerdings den Ersatz von Verschleißteilen schon vorher mit einkalkulieren.

Falls du ein Motorrad besichtigen willst,nimm immer jemanden mit,der etwas Ahnung von Motorrädern hat,dazu diese Liste
Klick....dann bist du schon ganz gut beraten.

Du hast ja den Vorteil,das du den offenen Schein machst,also kannst du nach bestandener Prüfung in aller ruhe alle möglichen Motorräder Probe fahren.

LG Sabine

oelfinger

Mo24-Fan

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3

Mittwoch, 20. April 2011, 11:03


Das Motorrad soll primär den Ansprüchen einer täglichen Pendelstrecke von insgesamt knapp 80 bis 100 km genügen (überwiegend Autobahn).


Da würde ich folgende Modelle empfehlen:
-VW Polo
-Opel Corsa
-Ford Fiesta
-kleinen Toyota, oder Mazda...
...und viele andere Kleinwagen mehr.

Nimms mir nicht übel, aber, daß was du mit dem Motorrad vorhast ist kein Motorradfahren...........wenn du nur über die Autobahn (schon mal überlegt warum die "Auto-"bahn heisst) damit 80-100km zur Arbeit kariolen willst, wirst du schnell den Spaß daran verlieren........bestimmt hast du noch keine AB-Fahrstunde genommen....... :whistling:

Motorrad und Autobahn machen zusammen keinen Spaß (zumindest den allermeisten Motorradfahrern, die ich bisher kennengelernt habe)..........Kosten sparst du auch keine, Mittelklassemotorräder sind heutzutage alle vom Verbrauch her so zwischen 5-7 Liter, da kannst du auch locker einen der oben genannten Kleinwagen von bewegen. Von den für das Auto günstigeren Wartungs-, Reifen- und sonstigen Kosten ganz abgesehen.

Darf ich dich mal fragen, wie du auf die Idee gekommen bist, mit dem Motorrad über die Autobahn künftig fahren zu wollen?
Was erwartest du dir davon?

Wäre wichtig um deine eingangs gestellte Frage beantworten zu können.

Morrison

Team MO24 - Biomod

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Motorrad: Suzuki GSF 650 S

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4

Mittwoch, 20. April 2011, 11:16

Da würde ich folgende Modelle empfehlen:
-VW Polo
-Opel Corsa
-Ford Fiesta
-kleinen Toyota, oder Mazda...
...und viele andere Kleinwagen mehr.

qft. Ein Motorrad zum Pendeln auf der Autobahn macht 0,0 Prozent Spaß und ist sehr viel anstrengender als Autofahren. Beim Autofahren drückst du auf´s Knöpfchen, hast Radio und Klima, kannst vielleicht sogar einen Kaffee schlürfen und brauchst auf der Arbeit keine Klamotten wechseln. Motorradfahren macht einen haufen Spaß, aber nur wenn man ganz entspannt auf der Landstraße Kurvensurfen kann. Bei schönem Wetter mit dem Motorrad zur Arbeit hin (Autobahn) und über schöne geschwungene Landsträßchen zurück kann sehr viel Spaß machen und lässt dich entspannt zu Hause ankommen. Das funktioniert allerdings nur, wenn du nach der Arbeit noch einigermaßen fit bist. Sich kaputt und unkonzentriert auf´s Motorrad zu setzen und dann Kurvenwedeln zu wollen, kann sehr schnell schief gehen. Man braucht einfach viel Konzentration um sicher zu fahren.

LG
Thilo

5

Mittwoch, 20. April 2011, 11:20

Die Frage ist ganz schnell beantwortet... mit einem Motorrad kann ich mich zum einen etwas flexibler im Strassenverkehr bewegen, zum anderen denke ich schon, dass man hier und da Euros sparen kann und was für mich ganz wichtig ist... ich muss in die Düsseldorfer City und die Vakanzen hinsichtlich Parkplätze sind enorm eingeschränkt. Mit dem Moped bin ich auch hier flexibler.

Kritik in allen Ehren, solange sie konstruktiv und sachlich geäußert wird, also wäre ich sehr dankbar, wenn man mir entsprechend begegnen könnte, zumal ich eingangs erwähnte, dass ich absoluter Laie bin. Vielen Dank.

6

Mittwoch, 20. April 2011, 11:42

Ich denke, meine Prioritäten reduzieren sich auch vielmehr auf die Funktionalität als auf den Spaßfaktor. Ich will von A nach B kommen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige hier das nicht nachvollziehen können, aber für mich soll das Motorrad ein Fortbewegungsmittel sein und bleiben... bitte nicht falsch verstehen.

Zottelc4

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7

Mittwoch, 20. April 2011, 11:45

Ich fahre sehr viel Autobahn mit dem Motorrad. Mir persönlich ist Verkleidung oder nicht, völlig egal. Die meisten würden sich aber eine verkleidete Maschine kaufen. Wenn Du während der Rush Hour nach D'dorf fährst, wirst Du auch keine Gwschwindigkeitsrekorde auf der Bahn aufstellen können. Trotzdem würde ich die 98 PS Klasse ins Auge fassen. Die wird auf der Bahn einfach nicht so beansprucht.
Mir fällt spontan eine 1200er Suzuki Bandit mit Halbschale (S-Version) ein. Die ist sehr robust und schon für Deine anvisierte Preisklasse zu haben.

Edit
Gegen den Spaß wirst Du Dich kaum wehren können, solltest Du einmal über Land fahren. ;)

8

Mittwoch, 20. April 2011, 12:12

Vielen Dank für Deinen Post. Ich will mich ja auch gar nicht gegen den Spaß wehren, ganz im Gegenteil. Ich spiele schon seit Jahren mit dem Gedanken, mir den Traum vom Motorradführerschein zu erfüllen, allerdings habe ich bisher immer Abstand davon genommen, da mir zum Fahren einfach die Freizeit fehlt, aber warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden? Bin Dir auf jeden Fall sehr dankbar dafür...

Ein Freund meinte, ich solle mir eine BMW GS holen... die düfte sich preislich aber in anderen Dimensionen bewegen...

Lille

Café & Pension

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Motorrad: Brevinchen & Möhrchen

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9

Mittwoch, 20. April 2011, 12:31

Kritik in allen Ehren, solange sie konstruktiv und sachlich geäußert wird, also wäre ich sehr dankbar, wenn man mir entsprechend begegnen könnte, zumal ich eingangs erwähnte, dass ich absoluter Laie bin. Vielen Dank.

Die Kritiken waren durchaus konstruktiv. ^^

Also ganz einfache Frage: Wie weit bist Du mit Deinem Führerschein? Hast Du schon Praxisstunden gemacht? Überland? Autobahn?

Wenn Du Überland und Autobahn hinter Dich gebracht hast, verstehst Du, was die andern gemeint haben. :rolleyes:


Autobahn macht keinen Spaß! - Es ist laut, es ist monoton, man muß aber im Gegensatz zum Auto trotz allem durchgängig bewusst bei der Sache sein. Man fährt die Reifen eckig -> Motorradreifen schlagen mit ca. 100-200€ (je nach Größe und Motorradtyp) je Stück zu Buche.
Als Motorradfahrer ist man auf der Autobahn (natürlich nicht nur dort) gefährlicher unterwegs als im Auto.
Man muß sich morgens in die Motorradklamotten quetschen, in der Firma umziehen, Abends das selbe wieder für den Rückweg.

Ansonsten - zum Motorradtyp:
Empfehlen würde sich bei dem, was du angedacht hast, etwas zumindest Teilverkleidest oder mit ausreichend hoger Scheibe. Autobahn bedeutet Winddruck (also 100kmh+ Wind von vorne auf den Körper - macht keinen Spaß auf Dauer). Dazu eine Aufrechte Sitzhaltung, und Gepäckmöglichkeit (Du musst ja mindestens Hose und Schuhe mitnehmen, um die Kleidung zu tauschen)

Einfach mal so grob gesucht -->> KLICK

Also Stichworte wären: Sporttourer / Tourer / Reiseenduro. Evtl bei einer Gebrauchten gleich auf Koffer achten.

Aber letztendlich solltest Du den FS erstmal fertig machen. Dann hast Du mit den Motorrädern, die Du dort fährst, eine Basis an Erfahrung. Damit kannst Du dann andere Maschinen ankucken und bewerten. Sitzt Du besser/schlechter, wie gerade ist der Rücken, wie ist die Sitzbank, wie passt der Lenker usw. Und dann eben: Probefahren. Ruhig auch unterschiedliche Typen. Mal eine hohe Enduro (z.B. Richtung BMW 1100 / 11050 /1200 GS - Liegt zwar über Deinem Budget, aber zum Vergleich), dann mal einen komplett verkleideten Tourer, etwas halbverkleidetes - und mal eine Naked. Und das sinnvollerweise dann eben auch mal durch die City (=> Handling) und über die Autobahn / Schnellstraße (=> Winddruck / Geräuschentwicklung).

Wenn Du dann rausgefunden hast, welcher Typ zu Dir passt, kannst Du gezielter suchen.

Falls Du nach der Autobahnfahrstunde immer noch der Meinung bist, daß das der geplante Einsatz Deines zukünftigen Zweirades ist... :whistling:

labete

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10

Mittwoch, 20. April 2011, 12:40

Ich denke, meine Prioritäten reduzieren sich auch vielmehr auf die Funktionalität als auf den Spaßfaktor. Ich will von A nach B kommen, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich kann mir gut vorstellen, dass einige hier das nicht nachvollziehen können, aber für mich soll das Motorrad ein Fortbewegungsmittel sein und bleiben... bitte nicht falsch verstehen.

Suzuki Bandit oder Honda CBF. Gebraucht, 2-5 Jahre alt , 30-60 Tkm.

Mit ein bißchen Mühe kannst du bei beiden den Spaßfaktor unterdrücken. ;)

Edit: Vielleicht wär auch ein Großroller etwas für dich.

Just do go ahead.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »labete« (20. April 2011, 12:44)


biboty

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11

Mittwoch, 20. April 2011, 12:41

@Popey

Hast du eine Vorstellung davon,in welcher Kubikklasse du dich bewegen möchtest ?

Ich werfe jetzt mal die Yamaha XJ 6oo in den Raum....und die 750er Zephyr.....die 1200er Bandit von Suzuki....drei verschiedene Hzbraumklassen aber meiner meinung nach für das,was du mit dem Mopped vorhst,alle durchaus geeignet.
Mir fallen ganz sicher noch eine Menge Motorräder mehr ein...entscheidend wird aber dein Popometer sein,denn du willst sicher ausgeruht und ungestresst am Ziel ankommen. :)

Welches Motorrad wirst du denn in der Fahrschule haben ?

LG Sabine

12

Mittwoch, 20. April 2011, 13:59

Also noch ist das alles reine Theorie, weil ich vom Tuten und Blasen nun mal wirklich keine Ahnung habe und mir von erfahrenen Leuten wie euch Rat einholen möchte.

Ich gehe schon etwas verhaltener mit dem Thema um, seitdem mir hier schon mehr oder weniger der Kopf gewaschen und die Augen geöffnet worden sind. Ich bin nie mehr als frisierte Mofas mit 80 km/h Spitze gefahren, das sind somit die letzten und einzigen Erfahrungen die ich zu bieten habe und garantiert kein Vergleich. EIn Freund weiß auch nicht um Rat, weil er persönlich sagt, dass die Angst immer mit fährt...

So und jetzt soll mir mal jemand sagen, ob sich das ganze überhaupt lohnt... :-D Alternativ verbleibt mir in meiner Freizeit nämlich so gut wie keine Zeit für dieses Vergnügen.

Buckbeak

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13

Mittwoch, 20. April 2011, 14:07

Also, finanziell wird es sich nicht lohnen. Berechne nicht nur den Spritverbrauch, sondern auch den Reifenverschleiß und die Wartungskosten, die nun mal höher sind als bei einem (kleinen) Auto.
Dazu wird es im Winter schwierig mit Möp - bei Glätte musst Du komplett darauf verzichten.
Aber der Spaßfaktor kommt hinzu - das ist einfach etwas Superwichtiges, das Du austesten solltest.
Und wer gut gelaunt zur Arbeit kommt und auf dem Rückweg extra schöne Umwege einplant (das wirst Du dann tun, wirst schon sehen... :grin: ), hat eine Menge davon, dazu noch ein neues Hobby!

liebe Grüße
Buckbeak

14

Mittwoch, 20. April 2011, 14:58

Hab recht herzlichen Dank. Nichts desto trotz bin ich so weit wie vorher. Finanziell würde es wegen Nachwuchsplanung am besten jetzt passen, da dann ein Gehalt weg fällt. So´n Schein will ja auch erst mal bezahlt sein.

Die Frage ob es sich für mich lohnt hat weiterhin Bestand, ist halt ziemlich blöde für jemanden, der nicht weiß was ihn erwartet.

Panther

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15

Mittwoch, 20. April 2011, 16:51

ich kann mich meinen vorspostern nur anschließen, ein motorrad als autobahnfortbewegungsmittel kann ich dir auch nicht anraten....mir stinken schon die 30km ins "bergigere land" die ich brauch bevor der spass losgeht :P

die frage ist auch was du arbeitest...weil anzug/hemd etc überstehen so eine anfahrt auch nicht ungeknittert....

hast du evtl die möglichkeit bei einem bekannten mal mitzufahren, va auf der autobahn...dann kannst du nachvollziehen was wir meinen....

wenn würde ich auch etwas (voll)verkleidetes nehmen mit nicht zu wenig ps....aber die meisten möpps brauchen dann auf der bab genauso viel wie ein auto....

preislich solltest du zu den möppkosten nochmal kanpp 1500 führerschein und 1000 ausrüstung rechnen....bei 100km täglich kannst du auch mehr als einen reifensatz pro saison einplanen...
If you run away you have to fight another day!!

Dirk U.

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16

Mittwoch, 20. April 2011, 17:22

Ein BMW K 1100 RS oder K 100 RS wäre auch zu überlegen. Zügig, relativ sparsam und bequem. Für die BAB sehr gut geeignet und auch auf der Landstraße perfekt. Nur in der Stadt etwas schwer zu rangieren.













Eine 1100er hätte ich übrigens noch zum Verkauf ;)



Panda

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17

Mittwoch, 20. April 2011, 17:28

Hallo Popey,

niemand hier wird Dir die Entscheidung abnehmen können.

Mit einem Motorrad bist Du aber prinzipiell weniger flexibel als mit einem Auto. Du kannst nur begrenzt Sachen auf dem Motorrad transportieren, Du bist dem Wetter extrem ausgesetzt und der Spassfaktor im Berufsverkehr auf der Autobahn dürfte sich auch in Grenzen halten.

Mit einem Auto ist es im Berufsverkehr auf der Autobahn zwar auch ätzend, Da sitzt Du aber im trockenen, hast evtl. Klimaanlage und kannst Musik hören. Und wenn Du mal was zu transportieren hast, geht das mit dem Auto besser. Und wie einige Leute hier schon geschrieben haben: Im Winter kannst Du Motorradfahren teilweise komplett vergessen. Bei Minusgraden auf der Autobahn und das evtl. noch bei Schneefall oder Schneeregen und glatter Fahrbahn ist das sehr riskant und wenn Du auf der Arbeit ankommst, bist Du durchgefroren und siehst aus wie ein Schwein.

Ab und zu mit dem Motorrad auf die Arbeit fahren ist ok, wenn man nur bei passendem Wetter fährt, als Alltagsgefährt das ganze Jahr über schneidet ein Motorrad im Vergleich zum Auto eben einfach schlechter ab.

Die laufenden Kosten dürften auch in etwa mindestens so hoch sein wie bei einem Auto. Ausserdem musst Du Dich regelmässig darum kümmern, dass Kette und Reifen in Ordnung sind. Das ist aus Sicherheitsgründen noch wichtiger als beim Auto, weil Du nur zwei Räder hast.

Und dann kommen eben noch die Kosten für die Klamotten dazu. Wenn Du jeden Tag fahren willst, solltest Du schon über entsprechende Schutzkleidung nachdenken. Da kommen dann schnell 800,- bis 1.200,- Euro zusammen, nur für die Klamotten.

Ich stehe auch noch ganz am Anfang und hab noch nicht mal ein Motorrad, die paar Mal, die ich in der Fahrstunde aber auf der Autobahn unterwegs war, haben mir klar gemacht, dass ich mir das mit dem Motorrad nicht ständig geben will. Auf einer unverkleideten Maschine wird es ab Tempo 130 langsam unangenehm, mit Verkleidung geht das noch.

Motorradfahren ist letztendlich eher eine "unvernünftge" Entscheidung. Und welches Motorrad zu Dir passt ist eben auch eine Geschmackssache. Da kann Dir niemand sagen "DIESES Motorad ist das Beste!".

Mach doch einfach mal eine Fahrstunde zum reinschnuppern aus. Dann siehst Du, ob Du Spass dran hast. Bei mir war nach der ersten Fahrstunde klar, dass ich das unbedingt machen will, auch wenn es wirtschaftlich keinen Sinn macht. :)
Ride YOUR ride

blahwas

Asphaltschinder

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18

Mittwoch, 20. April 2011, 23:46

Da wurden schon sinnvolle Sachen gesagt, und ein paar sinnvolle Motorräder genannt. Honda VFR möchte ich noch einwerfen. Da ist das Alter eigentlich egal, wenn sie die letzten Jahre jeweils mindestens 4x bewegt wurde und frischen TÜV hat.


Suzuki RF600/900 (auf Rost achten):


kawasaki ZZR600/1100:


Ideal für wirklich jeden Tag wäre natürlich was mit Kardan, da gibt's in der Preislage als Sporttourer wohl wirklich nur BMW.
K1000/1100/1200 RS oder mit R statt K ;)
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

19

Donnerstag, 21. April 2011, 07:33

Ich möchte mich an dieser Stelle für die zahlreichen Postings bei euch bedanken. Sie waren sehr aufschlußreich und haben mich auf jeden Fall dazu bewegt, die eigentlichen Beweggründe etwas in den Hintergrund zu stellen. Nichts desto trotz halte ich an dem Gedanken fest, zumindest erst einmal den Führerschein zu erwerben. Wie ich dann damit umgehe und was ich daraus mache werde ich mir dann überlegen. ;-)

20

Donnerstag, 21. April 2011, 08:36

Ich werfe auch mal die GSX600F und 750F in den Raum!

Bezüglich der Kosten:
Je nachdem wie genau man es mit der Wartung nimmt, ist in meinen Augen ein Motorrad unverhältnismäßig teuer und vor allem Zeitraubend.

Beispiel:

Meine Bandit hat 6.000er Wartungsintervalle. Wenn ich jetzt jeden Tag 100km über die Bahn bügel, kann ich nach rund zwei Monaten schon in die Inspektion gehen. Große und Kleine wechseln sich ab, die Große kostet schon ca. 250€ ...

Dazu kommen Reifen. Mein Satz Reifen für die Bandit hat rund 300€ gekostet. Die Haltbarkeit wird im Netz mit 7.000-12.000 Km angegeben. Selbst wenn wir hier mit 12.000 Kilometern rechnen, darf nach rund 4-5 Monaten ein neuer Satz reifen drauf ...

Dazu kommt: Jeden Tag nur "geradeaus" über die Bahn zu bügeln wird den Reifen wohl Ecken einhauchen, bei denen es dann irgendwann auch keinen Spaß mehr macht zu fahren.

Nervig ist auch: Inspektionstermine. Die sind bei Autos schon relativ schlecht zu bekommen, bei Motorrädern IN der Saison noch schlechter. Je nach Hersteller kann man da schon "etwas länger" drauf warten. ("Wir haben einen Termin in 3 Wochen frei!")

Und wegen dem Winter: Einerseits ist es schon gesagt mit Eis und Schnee, bei Kälte ist es DEIN Empfinden ob du fährst. Ich bin auch bei -10 Grad gefahren.

Ansonsten kann ich sagen, dass der Wunsch Motorrad zu fahren eine gute Idee ist. Regelmäßig zur Arbeit: Leider nein. Zumindest in diesem Fall. (Meine Meinung)
Und nu?

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