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1

Samstag, 30. Juni 2007, 13:38

unpraktische Kombihose

Hi ihr,

ich hab da noch ein Problem das ich lösen sollte. Vielleicht habt ihr mir ja bitte nen Tipp dazu?

Ich habe eine komplette Lederkombi im Schrank, die zieh ich auch immer an. Aber ich würde
gerne öfters mit dem Motorrad fahren, grade jetzt im Sommer. Zum Beispiel mal in die Stadt
zum Kleinigkeiten besorgen oder so. Die Kombijacke is da auch nicht das Problem. Nur die Hose!
Bis ich die unten zu hab fühl ich mich schon wie nach nem Marathon. Außerdem find ich
kommt es nicht besonders toll in Lederkombi in der Stadt rumzulaufen.

In Jeans fahren kommt nicht in Frage da ich schon diverse Bilder von
Leuten gesehen habe die es in Jeans gelegt hat.

Gibt es den keine Hosen die unten weit sind und aussehen wie Jeans?
Am besten Mit Protektoren.. halt nicht so auffälligen? Ich meinte ich
hätte sowas mal gesehn, weiß aber nicht wo.

Espi

NickNack

Mo24-Kultanhänger

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2

Samstag, 30. Juni 2007, 14:25

RE: unpraktische Kombihose

Gibt es...

bei den "großen drei" louis, hein gericke und polo..

schau einfach mal die Kataloge durch, da findest du sicher was.
und googeln ist auch immer a gute idee.

mfg
Benny
Ein Bayer ohne Bauch ist ein Krüppel ;-) Als kluger Mensch kann man sich dumm stellen, anders rum erschwert sich diese Sache erheblich. Der Unterschied zwischen einem angefahrenem Hund und einem angefahrenem Anwalt, sind die Bremsspuren vorm Hund :-D

3

Samstag, 30. Juni 2007, 14:31

Hi NickNack,

das einzige was ich bisher gefunden habe sind Textilhosen.
Gibts aber meist nur in schwarz. Ob das so zu meiner
Kombijacke passt?

Vor allem was mich viel mehr hinter sowas zu kaufen ist die
Frage ob man Textil einfach so mit Leder kombinieren kann?
Ein Material ist doch
dabei immer das schwächere...

Kann mir im moment noch nicht vorstellen das das gut sein soll.

Espi

Der Töff

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4

Samstag, 30. Juni 2007, 17:08

RE: unpraktische Kombihose

Hallo...

...vor langer Zeit habe ich mal bei "BMW" Motorrad - Bekleidung gesehen, die auf den ersten Blick wie normale Jeans - Jacken und Hosen aussahen.

Es war aber eine spezielle Faser und natürlich an allen Ecken und Kanten verstärkt, gedoppelt und natürlich mit Protektoren versehen.

Da würde ich zuerst mal nachfragen, die haben eine sehr umfangreiche
Bekleidungsschiene..die sich natürlich an dem für diese Marke typischen
Kundenkreis orientiert...Life - Style...und Teuer !!!

Vielleicht kriegst Du so etwas ja auch schon "Gebraucht"...z. B. weiter unten
im BMW oder Bekleidungs - Bereich...!

Ansonsten. wie bereits empfohlen: Die großen Drei: Gericke, Louis und Polo.

Viel Glück beim Suchen....

Vom Töff
*Flott mit Schrott!*

blahwas

Asphaltschinder

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5

Samstag, 30. Juni 2007, 17:10

Wenn ich bei http://www.polo-motorrad.de "Jeans" in die Suche eingebe, finde ich da auch welche. Nur eben ohne Protektoren.

Ne normale Textilhose mit Protektoren ist doch völlig ok, viele fahren damit ausschließlich rum. Ob das jetzt besser oder schlechter als Leder ist, spielt eigentlich erstmal keine Rolle - besser als ne nicht zum Motorradfahren gedachte Hose ist es auf jedenfall.

Und schwarz passt doch zu allem :)
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

angel777alexa

unregistriert

6

Samstag, 30. Juni 2007, 18:07

RE: unpraktische Kombihose

hallo,

ich habe bei louis (unter anderem) auch eine textilkombi gekauft - mein mann auch - die sehen optisch so ähnlich wie cargo-hosen aus, habe aber verstärkte nähte und natürlich protectoren, vielleicht gefällt dir ja sowas?

mir ist es mit lederkombi ( den habe ich auch) im sommer nämlich auch zu blöd in der stadt, wenn man irgendwo einfach mal noch ein eis essen möchte.

lg annette :mo24:

Artist

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7

Samstag, 30. Juni 2007, 19:19

schau mal bei held vorbei. die haben sowas im angebot. die Hose heißt outlaw und kostet um die 100 eronen. musst dann nur noch nen händler dazu finden.

edit: hier

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Artist« (30. Juni 2007, 19:20)


biboty

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8

Sonntag, 1. Juli 2007, 00:40

Hallo Espi

Na klar kann man Leder und Textil miteinander kombinieren-ich trage auch öfter mal eine Lederhose und eine Textiljacke.
Das geht dann auch andersrum...eine Textilhose und eine Lederjacke.
Und wegen der Optik...such dir eine schlicht schwarze Hose mit Protektoren-dann passt das schon vom aussehen her.

LG Sabine

9

Montag, 2. Juli 2007, 09:00

Guten Morgen zusammen,

das sind ja n paar echt coole Tipps! Die Hose von Held ist echt cool, muss ich gestehn.
Ich dacht immer Held macht nur geniale Handschuhe...
Und ich wollt doch schon immer ein Held sein ;)

Da ich noch nie Textil gefahren, geschweige denn an gehabt habe,
würd mich jetzt nur noch interessieren ob so ne Textilhose auch
das mitbringt was ich mir vorstelle?

Wenn ich aus meiner Lederhose raus möchte belästige ich meist
nämlich meinen Dad damit ich das auch klappt. Sonst dauert
das ewig. Die saugt sich nämlich dermaßen an mir fest das es echt
kein morgen mehr gibt *g*.

Wie groß ist der Unterschied da bei Textil?
Wie athmungsaktiv ist es den wirklich?

Espi

10

Montag, 2. Juli 2007, 09:10

Zitat

Original von Espi

Wenn ich aus meiner Lederhose raus möchte belästige ich meist
nämlich meinen Dad damit ich das auch klappt. Sonst dauert
das ewig. Die saugt sich nämlich dermaßen an mir fest das es echt
kein morgen mehr gibt *g*.

Wie groß ist der Unterschied da bei Textil?
Wie athmungsaktiv ist es den wirklich?

Espi


Das Zauberwort heißt: Funktionsunterwäsche... dann flutscht es genauso raus wie rein :D

und wie ne Jeans trägt sich der Textilkram auf keinen Fall.
Ich habe auch darunter immer die Funktionsunterwäsche an, da es im Textil auch ordentlich warm wird.

Ich habe für wärmere Tage eine Textilkombi die aus dem Air Mesh Material besteht.

Gibts bei Polo für kleines Geld...

11

Montag, 2. Juli 2007, 12:35

Hey Tom06,

und so ne Funktionsunterwäsche macht dann aber nicht noch wärmer
in der Kombi? Normal heißt ja jede zusätzliche Schicht speicht Wärme,
oder?

Apropo noch wärmer, ich hab mir vor n paar Monaten nen Halsschutz
gekauft. Hatt ich vorher nie weil ich dacht braucht man ned unbedingt.
Bis ich mir dann beim Fahren mal ne jenseits Erkältung geholt hab,
obwohl es schön warm war. Fahrt ihr auch mit sowas? Ab wann kann
man das Teil den wieder weg lassen?

Espi

12

Montag, 2. Juli 2007, 12:57

Zitat

Original von Espi
Hey Tom06,

und so ne Funktionsunterwäsche macht dann aber nicht noch wärmer
in der Kombi? Normal heißt ja jede zusätzliche Schicht speicht Wärme,
oder?

Apropo noch wärmer, ich hab mir vor n paar Monaten nen Halsschutz
gekauft. Hatt ich vorher nie weil ich dacht braucht man ned unbedingt.
Bis ich mir dann beim Fahren mal ne jenseits Erkältung geholt hab,
obwohl es schön warm war. Fahrt ihr auch mit sowas? Ab wann kann
man das Teil den wieder weg lassen?

Espi


Diese Funktionsunterwäsche hat mehrere Vorteile, und viel wärmer ist es damit auch nicht....

Erstens transportiert sie den Schweiß weg von der Haut... Du fühlst dich also trockener, und zweitens schützt sie zusätzlich im Falle eines FALLES.
Denn, wenn das Leder auf der Haut klebt, und Du Dich mal ablegst kann es schon mal passieren das es Dir die Haut wegschürft....das Leder meine ich.....und dann Fasern Deiner Kombi oder normalen Underwear in die Wunde kommen...und dann wirds schmerzhaft beim Entfernen... Das bisschen Futter in so ner Jacke oder Hose hilft da nicht viel. (Durfte ich selber schon erleben)

Ach so...

Ich fahre immer mit Halstuch, nicht nur um Zugluft zu vermeiden...
Ich seh das auch als Schutz vor ungewollten Einschlägen von Wespen und Hummeln...die können nämlich ganz schön schmerzhaft werdn bei hohem Tempo... stechen tun die dann zwar nicht mehr, aber trotzdem.
Letztes Jahr ist mal ne Wespe an meinen Hals geknallt und dann in den Helm zwischen das Wangenpolster und meine Wange gefluppt... die letzte Aktion von ihr war dann der Stich in meine Wange. Ich hab damals gleich reagiert und nen Apotheke angesteuert um mir was zu holen damit es nicht so anschwillt und mir der Helm vielleicht nicht mehr passt :grin:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom06« (2. Juli 2007, 13:01)


TurBini

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13

Montag, 2. Juli 2007, 13:02

Zitat

Original von Tom06

Diese Funktionsunterwäsche hat mehrere Vorteile, und viel wärmer ist es damit auch nicht....

Erstens transportiert sie den Schweiß weg von der Haut... Du fühlst dich also trockener, und zweitens schützt sie zusätzlich im Falle eines FALLES.
Denn, wenn das Leder auf der Haut klebt, und Du Dich mal ablegst kann es schon mal passieren das es Dir die Haut wegschürft....das Leder meine ich.....und dann Fasern Deiner Kombi oder normalen Underwear in die Wunde kommen...und dann wirds schmerzhaft beim Entfernen... Das bisschen Futter in so ner Jacke oder Hose hilft da nicht viel. (Durfte ich selber schon erleben)



Hm. Ist es aber nicht andererseits so, daß sich durch die Reibungshitze beim Schürfen u.U. die Kunstfasern in die Haut brennen können? Als zusätzliche Schutzfunktion würde ich die U-Hosen daher nicht wirklich betrachten. Als Festklebverhinderer auf jeden Fall. Und man schwitzt halt die U-Hosen durch und nicht sofort die Schutzkleidung.

Gruss
TB

14

Montag, 2. Juli 2007, 13:10

Zitat

Original von TurBini

Zitat

Original von Tom06

Diese Funktionsunterwäsche hat mehrere Vorteile, und viel wärmer ist es damit auch nicht....

Erstens transportiert sie den Schweiß weg von der Haut... Du fühlst dich also trockener, und zweitens schützt sie zusätzlich im Falle eines FALLES.
Denn, wenn das Leder auf der Haut klebt, und Du Dich mal ablegst kann es schon mal passieren das es Dir die Haut wegschürft....das Leder meine ich.....und dann Fasern Deiner Kombi oder normalen Underwear in die Wunde kommen...und dann wirds schmerzhaft beim Entfernen... Das bisschen Futter in so ner Jacke oder Hose hilft da nicht viel. (Durfte ich selber schon erleben)



Hm. Ist es aber nicht andererseits so, daß sich durch die Reibungshitze beim Schürfen u.U. die Kunstfasern in die Haut brennen können? Als zusätzliche Schutzfunktion würde ich die U-Hosen daher nicht wirklich betrachten. Als Festklebverhinderer auf jeden Fall. Und man schwitzt halt die U-Hosen durch und nicht sofort die Schutzkleidung.

Gruss
TB


Eben gerade das kann die Funtionsunterwäsche auch verhinden, da sich deren Fasern eben nicht "einbrennen"...
Wobei das auch nicht ganz richtig ist. Vielmehr ist es ein verbleiben von Fasern in der Schürfwunde, und da sind Baumwollfasern schlimmer...

Siehe hier:

7.2 Der Blick auf das „Darunter“ – Funktionswäsche
Für Wohlbefi nden, Gesundheit und damit die aktive Sicherheit spielt das richtige
„Darunter“ eine wichtige Rolle. Was nützt beispielsweise atmungsaktive Bekleidung,
wenn sich die Unterwäsche mit Wasser voll saugt? Moderne Bekleidungskomponenten
mit Membranen funktionieren nur dann richtig, wenn zwischen Haut und Membran die
passende „Zwischenschicht“ sitzt. Passend ist diese, wenn sie atmungsaktiv ist und
Feuchtigkeit vom Körper weg transportiert.
Baumwolle kann dies nicht leisten, denn sie nimmt die Körperfeuchtigkeit auf und
speichert sie. Ist der Körper erst feucht und kalt, beginnt der Fahrer über kurz oder
lang nach dem Schwitzen zu frösteln.
So genannte „Funktionsunterwäsche“ hat der Baumwolle in Sachen
Funktionalität den Rang abgelaufen. Sie nimmt Körperfeuchtigkeit auf
und transportiert sie nach außen in Richtung Membran. Des Weiteren hat eine
Anwendung aus der Raumfahrt – die so genannte „Outlast-Technologie“
– Einzug in die Motorradwelt gehalten. Sie ermöglicht es, überschüssige
Körperwärme zu speichern und in Phasen der Abkühlung an den Körper
zurückzugeben.
Tipp: Tragen Sie immer lange Motorrad-Unterbekleidung. Sie reduziert im
Sturzfall die Reibungshitze zwischen Haut und Futter und kann Hautverbrennungen
verhindern.

Gefunden hier:

http://www.ifz.de/download/motorrad-bekl…-broschuere.pdf

TurBini

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15

Montag, 2. Juli 2007, 13:26

Na ich weiss nicht... Bin vor Jahren mal in Laufhosen aus Herzogenaurach in der Sporthalle beim Volleyball geschlittert.... Die Hose hatte danach Schmelzflecken und die Haut darunter sah auch nicht so nett aus. Oder ist das wieder was anderes wenn ich darüber noch ne Schicht Hosenstoff habe?

16

Montag, 2. Juli 2007, 13:36

Zitat

Original von TurBini
Na ich weiss nicht... Bin vor Jahren mal in Laufhosen aus Herzogenaurach in der Sporthalle beim Volleyball geschlittert.... Die Hose hatte danach Schmelzflecken und die Haut darunter sah auch nicht so nett aus. Oder ist das wieder was anderes wenn ich darüber noch ne Schicht Hosenstoff habe?


Das denke ich schon das das was anderes ist.

und sind die Laufhöschen aus dem gleichen Stoff wie Funktionsunterwäsche ??

TurBini

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17

Montag, 2. Juli 2007, 13:59

yes sir. cool max irgendwas...

18

Montag, 2. Juli 2007, 14:10

RE: unpraktische Kombihose

Gute Funktionsunterwäsche

von Dr. Christoph Scholl 27.03.2000 Artikel : Protektiver Wert von Motorradbekleidung Mehr als bei anderen Sportarten kommt der Schutzkleidung beim motorisierten Zweiradfahrer eine besondere Bedeutung zu. Anderseits macht das "Frischluft-Feeling" und das mit allen Sinnesorganen die Umwelt wahrnehmen, auch den besonderen Reiz des Motorradfahrens aus. Die Schutzfunktion ist vielschichtig. Erstens spielt das "Hautklima" eine wichtige Rolle, der Kopf muß gut belüftet sein, Hände und Füße müssen vor allen Dingen warm sein, die Haut sollte nicht naß werden, sollte nicht der Zugluft ausgesetzt sein. Kalte Hände und Füße können einem nicht nur den Spaß am Motorradfahren verderben, sie sind auch ein erhebliches Risiko für den Fahrer, weil Oberflächensensibilität und Tiefengefühl bei nur 4-5° Unterkühlung an Händen und Füßen (statt 29°, ca. 24°) dramatisch abnimmt. Aus medizinischen Gründen ist jedoch die Schutzfunktion der Kleidung als Schutz vor Verletzungen auch besonders wichtig (Oberflächenperforationsschutz, Druckverteilung,Energieabsorption, Negativbeschleuni- gung, in Newton-Meter). Es ist zum Beispiel seit Einführung der allgemeinen Helmpflicht 1974 der Anteil von Schädel-Hirn-Verletzungen beim Motorradfahren ganz entscheidend zurückgegangen. Zweifelsfrei ist das wichtigste Synonym für Schutz des Motorradfahrers der Helm. Zu den Helmen kann man allgemein sagen, nicht die Art des Helmes ist entscheidend, das wichtigste Kriterium ist, daß der Helm optimal paßt auf den jeweiligen Kopf. Alle in Deutschland zugelassen Helme unterscheiden sich nur unwesentlich in Schutzfunktion und Dämpfungseigenschaften. Der Helm sollte ferner auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein; d. h. Tragekomfort, Belüftung, Blickfeld und Visiermechanismus, das sind Kriterien die viele Motorradfahrer je nach Einsatzzweck unterschiedlich beurteilen. Als synonym für Schutzkleidung ist häufig die Lederkombi genannt. Allgemein ist zu sagen, daß der Tragekomfort bei textiler Schutzkleidung wesentlich höher ist als bei Leder. Für Straßenrennsport und hohe Beanstandung empfehlen wir natürlich Leder, weil Eigendämpfung und Abrissfähigkeit wesentlich besser sind als bei textiler Schutzkleidung. Zudem lassen sich entsprechende funktionelle Verstärkungen (Protektoren) an Gelenken wesentlich besser und rutschsicherer platzieren als bei textiler Schutzkleidung. Mit Helm und Lederkombi ist man noch nicht ausreichend ausgerüstet. Wichtig sind gute Handschuhe, die möglichst mit dem Leder fest verbunden sind, die an sturzgefährdeten Partien auch ausreichend verstärkt sein sollen. Wie heute bei allen dynamischen Sportarten kommt auch beim Motorradfahren der Unterwäsche eine besondere Bedeutung zu. Sie soll zum einen die Haut klimatisieren, d. h. Feuchtigkeit von der Haut weg transportieren und die Haut trocken halten. Zum zweiten hat sie eine wichtige Funktion als Verschiebesicht zwischen Haut und Kombi, insbesondere wenn die Haut geschützt ist, damit die Kombi nicht an der Haut kleben kann und es trotz intakter Lederkombi an sturzgefährdeten Partien, wie Ellenbogen, Hüften und Schultern, zu Haut- und Weichteilverletzungen kommt. Der Tragekomfort von Leder, insbesondere bei großer Hitze, kann durch das Tragen von funktioneller Unterwäsche, auch als Skiunterwäsche bezeichnet, ganz entscheidend verbessert werden. Anzumerken ist noch, daß es medizinisch sinnvoll ist, unter dem Helm eine sogenannte "Sturmhaube" zu tragen, am besten auch aus Mikrofaser, weil dadurch Schweiß, Talg und Salze nicht in den Helm ziehen können. Ferner sollte man den Hals schützen, am besten durch eine Fleece- oder Mikrofaser Halskrause, damit nicht die Halsmuskulatur einer unterschiedlichen Temperatur wie Kopf und Stamm durch den Fahrtwind ausgesetzt wird. Der Nierengurt ist heute keine Frage mehr zur Stützung der Nieren, sondern man kann dem Bauchraum unter Kompression setzen, wenn man sicherheitsbewußt ist, weil dadurch die Gefahr von stumpfen Bauchverletzungen verringert wird. Bei sportlichem Motorradfahren empfehlen wir unbedingt das Tragen eines Rückenprotektors, der ausreichend groß dimensioniert sein muß und verrutschungssicher plaziert sein sollte. Motorradschutzkleidung kann nicht Unfälle verhindern, sie kann aber dramatisch Unfallfolgen reduzieren und uns damit unser schönes Hobby Motorradfahren besser mit Freude erhalten. Dr. Christoph Scholl

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Tom06« (2. Juli 2007, 14:16)


19

Montag, 2. Juli 2007, 16:55

*schluck*

oke oke ich kauf mir passendes Unterzeug....
hätt ich jetzt aber echt nicht gedacht dass das so wichtig ist. Aber wenn
ich dann so aus der Kombi raus, wie anfangs rein, gleite dann bin ich
sofort dabei :)

Wenn wir grad beim Thema sind...
darf ich dann auch mal fragen was ihr so für Rückenprotektoren zur
Zeit empfehlen würdet? Ich hätte schon einen im Auge nur bin
ich mir nicht sicher ob der mir wirklich passt. Unter S gibts da nämlich
nichts, und ich bin leider wirklich sehr klein. Kleiner als die Größe die
auf dem Panzer angegeben ist als Mindestmaß. (Und nein, die
Verkäuferin in dem Laden konnte mir dabei nicht wirklich helfen...)

Espi

TurBini

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20

Montag, 2. Juli 2007, 17:06

In einem Protektorentest letztes Jahr hatten der Büse Belluno und der Dainese Wave als sehr gut abgeschnitten. Der Belluno ist so eine Art Weste, währen der Wave aussieht wie ein Gürteltier, also auch sehr bewegungselastisch ist und mit Schultergurten (rucksackähnlich) und einem nierengurtähnlichen Klettverschluss um den Bauch fixiert wird.

Bzgl der Grössen musst du mal bei den Herstellern auf der Website gucken, da ist auch das Maß in cm angegeben (in dem Fall die Länge, die der Protektor auf dem RÜcken abdeckt).

Ich fahr mti dem Wave, und find den superklasse, weil er duch seine Rippenstruktur alle Beugebewegungen des Rückens mitmacht und auch so eine Art Gittergewebe hat, sodaß er nicht platt auf liegt und man am Rücken nicht so schwitzt.

Gruss
TB

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