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Handi

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1

Dienstag, 19. Februar 2008, 22:34

Moppedunfall in Speyer am 7.2.

Ist bei mir vor der Haustür passiert. Hat zufälligerweise jemand eine Info, ob's der Fahrer überlebt hat (kam mit schwersten Verletzungen in die BG-Klinik LU)? Ich hab leider keine lokale Zeitung abonniert.

Manfred

PS: Es geht mir hier *nicht* um Sensationslust! Ich hab dem Kerl nur erstmal das Überleben ermöglicht.
Speyer, BMW K1200R

andy78

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2

Mittwoch, 20. Februar 2008, 01:07

Boah Mensch Manfred...


...was hab ich mich eben erschreckt. Speyer, Dein Nick und Unfall....:suspekt:


Ich hab da gar nichts mitbekommen von. Also weiß ich auch gar nichts dazu.... Was genau ist passiert und wo?

Gruß
Andy
Fettflecken bleiben länger frisch, wenn man sie ab und an mit Butter bestreicht !!!

Bandit 650 SA

Deanna

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3

Mittwoch, 20. Februar 2008, 08:41

Die Lokalzeitungen sind doch meistens auch im Internet vertreten. Versuch doch mal da dein Glück.
Ist ein Keks, der unter einem Baum liegt, nicht ein wunderbar schattiges Plätzchen?

waland

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4

Mittwoch, 20. Februar 2008, 08:53

er schwebt weiterhin in Lebensgefahr

http://www.speyer-aktuell.de/html.php/mo…nid/10644/rub/3


Hallo Manfred,
du hast Erste Hilfe geleistet? Verstehe ich das richtig?

Andi
Mannheim, K12R

Coyote

crashed the gate doin' ninety-eight

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5

Mittwoch, 20. Februar 2008, 09:01

Zitat

Original von waland
er schwebt weiterhin in Lebensgefahr


Naja, das sagt die Meldung vom 7.2. Ist inzwischen auch zwei Wochen her, hoffen wir, dass es sich gebessert hat.


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

Handi

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6

Mittwoch, 20. Februar 2008, 09:45

Zitat

Original von waland
er schwebt weiterhin in Lebensgefahr

Die letzte Meldung da ist vom 8.2., also nicht sonderlich aktuell.

Zitat

du hast Erste Hilfe geleistet? Verstehe ich das richtig?

Ja, ich bin kurz danach dazu gekommen, weil sich das ganze ja vor meinem Fenster abgespielt hat. Nachdem sich außer seinem Kumpel, der hilflos daneben gekniet ist, niemand um den Verunfallten gekümmert hat (es standen sicher schon 20 Leute außen rum), hab ich ihm erstmal den Helm abgenommen, ihn wg. Atemstillstand reanimiert (zum Glück ist er bei der 2. Atemspende wieder "angesprungen") und anschließend in die stabile Seitenlage verfrachtet. Ohne mein Zutun wäre er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch vor dem Eintreffen des Notarztes verstorben (weil erstickt). Das ist der Grund für mein Interesse (d.h. ob mein Einsatz wenigstens dauerhaft von Erfolg gekrönt war).

Einer Bekannten, die erst im Herbst den Führerschein gemacht hat, hat man im Rahmen der Sofortmaßnahmen am Unfallort noch gesagt, man dürfe den Helm nicht abnehmen. Ich find' das sowas von zum Kotzen! :(

Naja, immerhin hat sich meine regelmäßige Ersthelfer-Ausbildung bei der Gelegenheit bewährt. War jetzt der 2. Unfall innerhalb von gut 10 Jahren mit Schwerverletzten. Beim ersten Mal war ich trotz eines nur ein dreiviertel Jahr zurückliegenden EHK noch ein klein wenig planlos, aber dieses Mal hat alles bestens funktioniert.

Ich kann jedem Moppedfahrer nur dringend raten, regelmäßig eine Erste-Hilfe-Ausbildung zu machen! Und bei Bewußtlosigkeit kommt immer der Helm runter, unabhängig von irgendwelchen befürchteten Folgeschäden, weil der Verunfallte sonst erstickt und dann schlicht und einfach tot ist!

Manfred
Speyer, BMW K1200R

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Handi« (20. Februar 2008, 09:51)


7

Mittwoch, 20. Februar 2008, 10:04

Die Kommentare im Link sind sehr heftig , da von überhöhter Geschwindigkeit , Blindheit der Autofahrerin (72 J alt)unterstellt wird,
oder Selbstverschulden niemand was wissen will .......
So traurig diese Meldung anmutet :
Jeder sollte ein "akzeptables Miteinander" finden , den 12 . ten Sinn finden ...
und sofern er/sie zu nem unfall kommt /ist
genauso reagieren wie Manfred - das ist beileibe nicht alltäglich ....
Beste Genesungswünsche an den Verunfallten und allen traumatisch Beteiligten .

gruss
PETER
hart-aber herzlich

Handi

Mo24-Hobbyist

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8

Mittwoch, 20. Februar 2008, 10:55

Zitat

Original von HOTDOG
Die Kommentare im Link sind sehr heftig , da von überhöhter Geschwindigkeit , Blindheit der Autofahrerin (72 J alt)unterstellt wird, oder Selbstverschulden niemand was wissen will .......

Meiner Meinung nach ist der Fahrer zu 100% selbst schuld, da er mit mindestens 80 km/h (wohl eher 100) die Straße entlang kam. Die Frau hat den Moppedfahrer zwar gesehen, aber da war er weit weg. Man muß nicht davon ausgehen, daß jemand die zulässige Höchstgeschwindigkeit um 100% überschreitet.

Meine Einschätzung der Geschwindigkeit rührt übrigens einerseits von Zeugenaussagen her, die 300 m enfernt mitbekommen haben, wie die beiden das Gas aufgerissen haben (wenn man bei einer Duc 916 das Gas aufmacht, dann ist die Beschleunigung schon nicht ganz gering). Zum anderen von den Unfallfolgen. Das Mopped ist nach 30 m Rutschen in einen entgegenkommenden PKW eingeschlagen, was die auf dem Bild ersichtliche Zerstörung der Front verursacht hat.
Speyer, BMW K1200R

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Handi« (20. Februar 2008, 10:56)


Fischi

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9

Mittwoch, 20. Februar 2008, 12:13

Hi Manfred

schön das es noch so Typen wie Dich gibt....mehr davon und die Welt wäre viel schöner...
Hut ab! :)

Ich bin auch erst erschrocken als ich das Topic gelesen habe und dachte sofort das Dir was passiert ist :durchgeknallt:

Wenn er im Klinikum Mannheim liegen würde könnte ich was erfahren....zur BG hab hab ich leider keine Connections...


Ist mir egal wer da zu schnell war oder nicht aufgepasst hat....ein Leben zu Retten ist etwas ganz anderes.....als Menschenfreund sag ich einfach nur Danke...
Das Leben ist kein Ponyhof, aber es lebt sich nicht schlecht wenn man in einem wohnt :rolleyes:

:mo24: FT1, FT2, FT4, FT5, FT6, FT7, FT9, FT11, FT12 ...to be continued :route88:

blahwas

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10

Mittwoch, 20. Februar 2008, 12:48

Zitat

Original von Fischi
Ist mir egal wer da zu schnell war oder nicht aufgepasst hat....ein Leben zu Retten ist etwas ganz anderes.....als Menschenfreund sag ich einfach nur Danke...

Ditto.
:respekt:
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

TronWorrior

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11

Mittwoch, 20. Februar 2008, 13:51

HI!

@ Handi:
ich ziehe vor dir meinen hut! und den motorradhelm!

menschen deiner sorte bräuchten wir öfters!

cu
Südschwarzwald-Kurven-Fachmann
oder
Wenn meine Drosselklappen senkrecht stehen, steht das Tor zur HÖLLE WEIT OFFEN^^....
-------------------
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12

Mittwoch, 20. Februar 2008, 16:59

Entschlossenes (und dann auch noch richtiges) Handeln ist in so einer Situation wohl das Einzige, was Leben retten kann. :respekt:

Nictom

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13

Mittwoch, 20. Februar 2008, 17:10

Hast du gut gemacht Handi! :respekt:

Hier sieht man wieder mal, wie wichtig es ist, solch Lebensrettende Maßnahmen zu kennen und anwenden zu können.
Ob ich dies von mir sagen kann, weiß ich nicht, obwohl ich regelmäßig einen solchen Kurs besuche. Ich hoffe allerdings, dass mir dann an Ort und Stelle die richtigen Dinge einfallen und ich nicht gelähmt bin vor lauter Schock.
In eine solche Situation möchte ich allerdings auch nicht wirklich gelangen :durchgeknallt:

Hoffentlich hats der Motorradfahrer überstanden, ob selber Schuld oder nicht, ist in einem solchen Fall egal.

Danke dir, Handi!

LG
Nictom

Handi

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14

Mittwoch, 20. Februar 2008, 17:43

Zitat

Original von NictomIch hoffe allerdings, dass mir dann an Ort und Stelle die richtigen Dinge einfallen und ich nicht gelähmt bin vor lauter Schock.

Hier hilft wie in vielen anderen Fällen auch: Situation oft geistig durchspielen, dann muß man im Zweifelsfall nicht mehr nachdenken, weil man nur noch einen Handliungsablauf abspult. Ob man schockiert ist, hängt natürlich von der persönlichen Konstitution ab. Bei mir ist es zum Glück so, daß ich da zu 100% funktioniere und alles beiseite schiebe. Ich hatte nur am Abend etwas Probleme einzuschlafen.
Speyer, BMW K1200R

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15

Mittwoch, 20. Februar 2008, 17:51

Regelmaessig solche Kurse zu besuchen ist mit Sicherheit richtig, verantwortungsbewusst und hilfreich.

ABER alle Kurse nutzen nicht viel (ich sage jetzt nicht, dass sie nichts nutzen!!!), wenn die regelmaessige Anwendung und damit das InFleischundBlutUebergehen fehlen.

Natuerlich will niemand diese erlernten Faehigkeiten staendig anwenden muessen. Um Himmels Willen, nein! Das waere ja furchtbar.

Was aber dazu beitraegt, dass jemand das Erlernte nicht vergisst und dass da ein gewisser Automatismus im Handeln eintritt, ist, wenn man sich oefters mal Notsituationen im Geiste vorstellt und sich fuer bestimmte Situationen einen Plan ausdenkt.

Wir haben das in Kursen zur Tauchsicherheit und -rettung immer so gemacht. Den Schuelern wurde eine Hausaufgabe mit einer bestimmten Tauchnotsituation aufgegeben. Sie sollten sich dann einen Ablauf ausdenken, wie sie mit dieser Situation umgehen wuerden. Dazu gehoerte dann alles; vom Erkennen und Einschaetzen der Situation ueber das Zuweisen von wichtigen Aufgaben (z. B. Einleiten und Sicherstellen der Rettungskette) an zufaellig Anwesende bis hin zum eigenen Handeln. Die Loesungsvorschlaege haben wir dann gemeinsam mit der gesamten Gruppe diskutiert.

Zugegebener Weise haben wir als Tauchlehrer am Ende am meisten davon profitiert, weil wir uns alle paar Wochen mit dem Thema beschaeftigt haben und somit immer neue Varianten von Notszenarien durchdenken konnten.

@Nictom: Was ich damit sagen will: vielleicht hilft es Dir und auch anderen, wenn Du Dir einfach ab und zu mal eine Verkehrsnotsituation vor dem inneren Auge vorstellst und Dir dann eine Loesung dazu ausdenkst (mit jedem einzelnen notwendigen Handgriff und jeder einzelnen wichtigen Aktion). Dann hast Du Dich zumindest theoretisch oefters mal mit solchen Notsituationen beschaeftigt und kannst dann bei einem tatsaechlichen Unfall schneller und richtiger reagieren, weil in Deinem Kopf schon alles automatisch ablaeuft.

@Handi: Sorry fuer den langen Aufsatz, der hoffentlich nicht ganz OT ist. Ich freue mich aber fuer Dich und auch den Verunfallten, dass Dein Einsatz ja anscheinend von Erfolg gekroent war.:) Es wuerden bestimmt viel mehr Verkehrsopfer ihre Verletzungen ueberleben, wenn mehr Leute sich trauen wuerden entschlossen das Richtige zu tun!

Edith ruegt mich dafuer, dass ich viel zu langsam und viel zu viel geschrieben habe. Handi hat es kurz und knapp formuliert. ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Inukshuk« (20. Februar 2008, 17:53)


Coyote

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16

Mittwoch, 20. Februar 2008, 17:53

Zitat

Original von Nictom
Ich hoffe allerdings, dass mir dann an Ort und Stelle die richtigen Dinge einfallen und ich nicht gelähmt bin vor lauter Schock.


Meiner Erfahrung nach wirst Du das nicht sein - oder es ist irgendwie generell eine Hemmschwelle da. Wenn ich einen Unfall gesehen habe ist "anhalten und Warndreieck und Verbandskasten rausholen" immer die erste Reaktion gewesen, ohne dass ich weiter drüber nachgedacht hätte.

Gottseidank hab ich den Verbandskasten bisher nur einmal tatsächlich gebraucht.


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bluebandit

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17

Mittwoch, 20. Februar 2008, 18:04

@Handi
mein :respekt:
Ich besuche auch alle 2 Jahre einen Erste Hilfe Kurs,wird bei uns im Betrieb angeboten.
Ob ich bei einem solchen Unfall richtig gehandelt hätte,weiss ich nicht,in solchen Dingen haben die meisten kein Routine,ich eingenommen.
Gut gemacht :danke:
Gruss
Blueb.
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albe86

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18

Mittwoch, 20. Februar 2008, 20:43

Von mir auch "HUT AB"!
Finde es echt Klasse, dass du so selbstverständlich geholfen hast!
Why is 6 afraid of 7? Because 7 8 9...

19

Mittwoch, 20. Februar 2008, 20:43

:respekt: auch von mir Handi. Ich wünsche mir jemanden wie Dich in meiner Nähe, wenn mir mal so was passiert.

Ob Schuld oder nicht spielt hier keine Rolle. Der Biker und seine Familie werden es Dir danken. Hoffen wir, dass er den Unfall übersteht und möglichst keine Spätfolgen ertragen muß.

Euch allen eine Saison ohne ein solches "Event".

T1000

waland

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20

Mittwoch, 20. Februar 2008, 22:36

@Manfred: Danke für dein Engagement und auch den Thread hier, denn er regt zum Nachdenken an und zeigt, dass die grausame Realität manchmal näher ist als man denkt. Aber auch, dass es Menschen gibt die sich um andere Menschen kümmern obwohl sie diese nicht kennen. Das gibt ein gutes Gefühl.


Andi
Mannheim, K12R

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