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Der_Basti

Mo24-Probefahrer

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1

Dienstag, 6. Juli 2010, 15:56

maximal sicher und maximal luftig: nur Protektoren?

Hallo, ich bin neu und suche Motorradklamotten.

Ich habe folgende Idee, weiß aber nicht ob es praxigerecht ist, da es sonst wohl jeder machen würde..
Ich will nur Protektorenjacke, - Hose ,Knieschutz und Handschuhe, Stiefel anziehen (und Helm natürlich).
Das soll für den Schutz ausreichen. Darüber will ich dann im Sommer nur ein lockeres Hemd ziehen.

Also ich möchte vermeiden eine Lederkobi oder Textiljacke zum Schutz der Haut zu tragen, das sollen die Protektoren können!

Ich habe beim flüchtigen Suchenn folgende Sachen von Dainese gefunden:

Jacke:

bei der Jacke denke ich, dass nur der Bauch nicht vor Abschürfungen geschützt ist. Die Protektoren sollen schon auch beim Rutschen über Asphalt ein Abschaben der Haut verhindern!

Hose:

Die Hose schützt den Hintern, die Oberschenkel und die Hüftknochen. Wenn man auf dem Bauch schlittert, müssen halt die Knieschoner das abfangen.

Ansonsten hat man ja zum Abstützen noch Handschuhe und Stiefel.
Was meint ihr schützt das Zeug genug vor Abschürfungen? Es wäre ja eine wesentlich luftigere Angelegenheit als eine Kombi mit eingenähten Protektoren.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Der_Basti« (6. Juli 2010, 15:58)


Lille

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2

Dienstag, 6. Juli 2010, 16:47

Die Frage ist: Hast Du im Falle eines Falles noch irgendeine Chance, in den Ablauf einzugreifen? Wenn Du auf dem Bauch übern Asphalt schlidderst, hast Du eine Chance mit Schuhen/Handschuhen einzugreifen?

Das Problem ist: Egal, welchen Ablauf und welches Szenario Du Dir ausmalst - SO wird es garantiert nicht ablaufen.

Vielleicht fährst Du 10 Jahre unfallfrei mit der Methode, dann sind alle Überlegungen unnötig. Vielleicht legst Du Dich zwei Tage Später ausgerechnet so blöd ab, daß die Protektoren versagen und Du den blanken Knochen über Asphalt schrabbelst.Oder vielleicht trägst Du auch ne gute Lederkombi, und wirst bei einem Unfall doch trotzdem verletzt.

Das kann Dir leider keiner vorab sagen.... :S

Ich würde, wenn schon luftig, eher auf perforiertes Leder oder einen Sommer-Textilkombi gehen. Ich persönlich würde mich damit wohler fühlen.

Ob es im Fall eines Unfalles besser/schlechter/gleich gut funktiert, kann keiner vorhersehen. Zumal eben jeder Unfall immer wieder anders abläuft.

Buzztc13

Mo24-Probefahrer

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3

Dienstag, 6. Juli 2010, 16:49

Hi ich glaube eher das, das eher dafür gedacht ist eine normale jacke drüberzuziehen oder so.
Glaube nicht das es damit schongetan ist wie du ja selbst schreibt.
MfG Andy

Lille

Café & Pension

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4

Dienstag, 6. Juli 2010, 16:56

Im Normalfall werden die Protektorenjacken/-hosen druntergezogen, z.B. beim Crossfahren, und dann kommt ein Hemd und eine Stoffhose drüber. Aber beim Cross rutscht man selten über Asphalt, bzw.man nimmt ganz andere Verletzungen in Kauf als auf der Straße... :cursing:

Man kann aber die Protektorenjacken auch mit Stoffjacken/Lederjacken für die Straße kombinieren. Dann eben ohne Protektoren in der Jacke selbst.

Evo2k6

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5

Dienstag, 6. Juli 2010, 17:02

Die Protektoren sollen schon auch beim Rutschen über Asphalt ein Abschaben der Haut verhindern!

ÄÄÄhm NEEEEIN. Ein Protektor mag vllt. auch eine gewisse Abriebsfestigkeit haben aber das ist nicht seine Primär Aufgabe. Der Protektor ist dafür da um Stöße abzufangen und abzudämpfen. Für die Abriebssicherheit ist das LEDER oder der STOFF zuständig.

Schau dir doch die Jacke mal genauer an auf der hinterseite vom Oberarm z.B ist nur Netzstoff und der Ist schneller verpufft als du selbiges sagen kannst.


Selbiges gilt für die Beine. Die, wenn du nur eine normale Jeans z.B drüber ziehen willst, gnadenlos dem Aspahlt ausgesetzt sind. Abgesehen von denn par Protektoren und dem bisschen Netzstoff um den Schniedelbrerich herum.

Die Kniegelenke z.B sind, davon abgesehen das Sie eine sehr empfindliche Stelle sind, auch oft eine gefährdete Stelle bei Unfällen weil du dort z.B aufschlagen kannst wenn du in der Kurve wegrutscht. Deshalb haben Kombis dort nicht umsonst dicke Protektooren.



Und von diesen Sicherheitslücken abgesehen glaub mal das diese Klamotten nur kombiniert mit nem coolen Hawaihemd und ner Jeans bei 25-30 Grad auch kalt werden können. Das ist nämlich neben der Abriebssicherheit und Protektorherberge auch noch eine Aufgabe der Kombi, denn Körper vor Auskühlung zu schützen. Denn selbst 25-30 Grad ist Fahrwind durchaus als angenehm bis Kühl zu bezeichnen. Je nach Tempo und wo du fährst. z.B Landstraßen in Waldgebiet.


Wenn du das Ding wirklich tragen willst dann nur mit einer ordentlichen Leder oder Stoffjacke drüber und selibgem als Hose.



Sowas ist eher etwas für Crossfahrer auf Möp oder MTB oder Ski Fahrer mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis und nichts für auf die Landstraße nur mit nem bisschen Stoff verdeckt. Siehe oben wofür Protektoren da sind. Denn im Cross bereich kommt es eher auf Stoß als auf Abriebsabsorbtion an. Denn Ich glaube bei einem knutscher mit einem baum machen Protektoren mehr Sinn als Abriebsschutz. Umgekehrt macht beim schrebbeln auf Asphalt der Schutz vor Abrieb mehr sinn als vor Baumknutschern.


Es hat schon seine Gründe warum jeder Motorradfahrer der Wert auf einen heilen Pelz legt eine Kombi fährt.


Davon abgesehen müsstest du die Hose und Jacke schon enorm weit kaufen um soetwas darunter verstauen zu können.



Ich will ja kein Spielverderber sein aber, freunde dich wenn du sicher Straße fahren willst, entweder damit an das du ne ordentliche Kombi trägst, oder riskier das Risiko wie ne gepulte Krabbe zu enden.

Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Evo2k6« (6. Juli 2010, 17:07)


elbstrand

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6

Dienstag, 6. Juli 2010, 17:08

nicht sparen!

hi basti,,

wenn du motorrad fährst, kommst du an guter schutzkleidung nicht vorbei. das heisst, ne lederkombi. welche?, ist ein anderes thema.. zusätzlich/alternativ kann man sich eine weniger sichere textilkombi für die warmen tage (die ja die ausnahme sind) zulegen. tests sind im netz zu finden, bspw adac. entscheiden wird deine hauptsächliche nutzung (touren vs. stadtfahrten)

entscheidend ist die abriebfestigkeit des materials, die vernähnung mit den protektoren, der bombenfeste sitz der protektoren. das kostet sehr viel geld. aber alles andere ist im nachhinein dopppelt gekauft und kaum billiger.

sorry für die eher kostspielige meinung von

janneck

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7

Dienstag, 6. Juli 2010, 18:40

WIe schon gesagt, die Jacke nebst Hose nützt dir nichts, wenn du über den Asphalt schlidderst. Letztendlich bleibt es dir überlassen. Besser als ohne alles ist es, aber optimal ist anders.
Und lass dir gesagt sein...Asphaltflechte brennt Tage später noch ;) Und das nur bei ganz leichter. Erst die Woche hat es einen Bekannten von mir ganz übel erwischt ohne Leder und er wollte, nur "kurz" durch den Ort.
Für den Preis, den die Kombi von dir da kostet, bekommst du bei Polo oder Louis schon komplette Kombis aus Leder inklusive Protektoren an Gelenken und am Rücken. Denk nochmal drüber nach.
Zig tausend Kilometer muss nichts passieren und dann hauts dich beim Brötchen holen weg.

Klerkx81

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8

Dienstag, 6. Juli 2010, 20:44

Von FLM gäbe es jetzt auch Airmesh und Sommerjacken (Polo) die sind auch sehr luftdurchlässig. Ein bekannter hat sich kürzlich eins von beiden geholt weil der keine Funktionsunterwäsche mag.
Auf diesem Planet leben Autos.
Sie haben zweibeinige Sklaven die sie hegen und pflegen,
sie gehen sogar für sie arbeiten.

mraks3

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9

Dienstag, 6. Juli 2010, 21:36

Da fällt mir eine super Jacke ein...von IXON mit Air Flow Process. Kostenpunkt um die 300 Euro mit abnehmbaren Teilen- also praktisch ohne Ende.
Die reicht von Wasserfest bis T-shirt Feeling :)

TelosNox

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10

Mittwoch, 7. Juli 2010, 08:39

Wir hatten am Samstag einen beim Sicherheitstraining, der genau das Ding so luftig getragen hat. Dort war auch Einstimmig die Meinung, dass das so zu wenig ist.

Lille

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11

Mittwoch, 7. Juli 2010, 09:14

Wobei ich sagen muß:

Ich hab einen ganz normalen Textil-Kombi von Polo aus Cordura. Und der ist selbst bei 30°C noch nicht zu warm. Mit dem Fahrtwind wird's mitunter sogar etwas frisch da drin.... :rolleyes: Ich vermute mal, daß der TE bisher noch nicht selber Motorrad fährt.. einfach mal so geraten.... ;)

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12

Mittwoch, 7. Juli 2010, 09:42

Zitat

Dort war auch Einstimmig die Meinung, dass das so zu wenig ist.

Das ist keine Meinung, das ist eine Tatsache. Ohne abriebhemmende Stoffe zwischen Protektor und Untergrund ist der Protektor auch ziemlich schnell auf, bzw. reißt ab und trennt sich vom Träger.

Servus,

Holger
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Der_Basti

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13

Mittwoch, 7. Juli 2010, 09:49

Sowas ist eher etwas für Crossfahrer auf Möp oder MTB oder Ski Fahrer mit erhöhtem Sicherheitsbedürfnis und nichts für auf die Landstraße nur mit nem bisschen Stoff verdeckt. Siehe oben wofür Protektoren da sind. Denn im Cross bereich kommt es eher auf Stoß als auf Abriebsabsorbtion an. Denn Ich glaube bei einem knutscher mit einem baum machen Protektoren mehr Sinn als Abriebsschutz. Umgekehrt macht beim schrebbeln auf Asphalt der Schutz vor Abrieb mehr sinn als vor Baumknutschern.
Was ist denn, wenn ich in einer Rechtskurve wegrutsche, und mit 30 km/h in eine Leitplanke rutsche? Die Geschwindigkeit reicht locker, um alle Knochen zu brechen (außer vielleicht den Schädel) Der Brustprotektor könnte wenigsten den Druck einer scharfen Kante verteilen.
Wieso sollte ich, als Nicht-Crossfahrer, nicht doch mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Rutschen "geknutscht" werden? Wer rutscht denn schon auf einer Geraden weg?

@ Lille: stimmt ich bin noch nie Motorrad gefahren.
Und wenn man sich über solche Dinge Gedanken macht, wie den Schutz und die Bike-Klamotten, dann vergeht einem ein bischen der Spass an der Sache. Ich denke nun langsam, dass es nur einen marginal kleinen Unterschied macht, ob man nun High-End oder Low-Budget-Kombi trägt. Hauptsache die Pelle wird nicht abgeschruppt. Protektoren, die da integriert sind, dampfen vielleicht 5% der Aufprallenergie. Knochenbrüche und zermanschte Organe wird keine ach so tolle Lederkombi verhindern. Jezt kann man sich noch Gedanken machen, ob wenn die Pelle beim Rutschen schon nicht abgeschmirgelt wird, auch die Hitzeentwicklung nicht so hoch wird, wie auf ner Herdplatte.
Eigentlich kann man sich keinen Unfall leisten, egal mit was für Klamotten.

Ich werde mir irgendwas schönes in Orange kaufen, wahrscheinlich eher textil. Ich kann mir bei den heutigen Materialien kaum vorstellen, dass die Fasern dieser Belastung nicht standhalten. Nicht übersehen zu werden ist wahrscheinlich der beste Schutz. Ich verstehe eh nicht, wieso alle so geil auf Schwarz sind? Ist total langweilig, wird warm und wird gut übersehen!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Der_Basti« (7. Juli 2010, 09:57)


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14

Mittwoch, 7. Juli 2010, 10:00

Zitat

Wer rutscht denn schon auf einer Geraden weg?

Das passiert recht häufig, v.a. bei
- verdreckten Straßen, insbesondere Öl oder Laub
- Fehlverhalten bei Bremsungen
- abgefahrenen Reifen
- übermäßigem Beschleunigen (meist in Verbindung mit nassen Straßen und / oder neuen Reifen).

Zitat

Knochenbrüche und zermanschte Organe wird keine ach so tolle Lederkombi verhindern.

Das ist auch nicht das Ziel, wenngleich mitunter Nebenprodukt. Das eigentliche Ziel einer Kombi ist es, Verletzungen, die ohne Kombi letal wären, in weniger gravierendere Verletzungen zu verwandeln. Sie soll Dir vornehmlich die Zeit erkaufen, die der Notarzt braucht, um einzutreffen und Dich für den Transport ins nächste Rettungszentrum zu stabilisieren.
Alles andere ist Bonus.

Servus,

Holger
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15

Mittwoch, 7. Juli 2010, 10:15

Zitat

Ich denke nun langsam, dass es nur einen marginal kleinen Unterschied macht, ob man nun High-End oder Low-Budget-Kombi trägt. Hauptsache die Pelle wird nicht abgeschruppt. Protektoren, die da integriert sind, dampfen vielleicht 5% der Aufprallenergie.


Dann schau dir mal die Tests an, da gibt´s riesen Unterschiede!!!! Eine Textilkombi, auch eine superteure ist bei einem Sturz bei 100km/h schon ordentlich perforiert - eine teure Lederkombi hat da grade mal oberflächlichen Abrieb und sonst nix.

Und zu den Protektoren: Das kannst du auch selbst ausprobieren, lass dich mal mit Protektor einfach aus dem Stand auf die Knie fallen - tut überhaupt nicht weh - null - jetzt mach das gleiche nochmal ohne Protektor....Ouch!

Lille

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16

Mittwoch, 7. Juli 2010, 10:29

Also...

Ich hatte mit meinem Lederkombi schon zweimal Bodenkontakt.

Einmal mit 50kmh das Motorrad seitlich ausgebrochen (Fehler beim Bremsen) - und ein paar Meter weit übern Asphalt geschliddert.

Das zweite Mal ebenfalls Bremsfehler im Abbiegen, 50kmh, übern Asphalt geschliddert.

Beim ersten mal hatte ich eine blau-grün-gelbe Hüfte (da ich keinen Hüftprotektor im Kombi hatte), beim zweiten Mal tat ÜBERHAUPT nix weh.

So - und nun einfach mal überlegen, wie sich 50kmh mit blanker Haut übern Asphalt schliddern angefühlt hätte. Mal vorstellen, wie es sich anfühlt, mit dem Fahrrad wegzurutschen und über die Straße zu rutschen. :cursing:

Anderer Test - ich bin mit dem Textilkombi 3m in hohem Bogen eine Böschung runter. Unten auf dem Schotter aufgeschlagen - WOW - der Rückenprotektor hält (Dong.. der Helm auch.. Wow...)

Also nix mit "zermatschten Organen und Knochenbrüchen" - die Protektoren halten schon viel aus.

Es ist einfach die Kombi aus beidem: Die Protektoren für die Knochen - wobei eben in erster Linie um die Gelenke zu schützen. Ein gebrochenes Schiebbein ist das eine - aber ein zertrümmertes Knie etwas ganz anderes.
Und der Stoff dient dazu, rutschen zu können, ohne daß man Haut, Fleisch, Muskeln usw. auch 10m Straße verteilt - um es krass auszudrücken.

Schau Dir die Stürze bei der Moto GP an. Die Jungs stehen auf und der Kombi hielt. Mit >100kmh schliddern überstehst Du ohne Kombi nicht.



Was ich mit dem Punkt

Zitat

daß der TE bisher noch nicht selber Motorrad fährt.. einfach mal so geraten.... ;)
Sagen wollte:

Halt mal bei 100kmh die Hand ein paar Minuten aus dem Fenster und spür den Fahrtwind. Wie fühlt sich die Hand danach an? Arschkalt.

100kmh auf blanker Haut, auch bei 30°C im Schatten, sind gefühlt max. 10°C. Und das mach mal eine Stunde. Du bist danach grün und blau gefroren.
Was sich so nett anhört - locker luftig bei strahlendem Sonnenschein im T-Shit cruisen - ist auf der Landstraße alles andere als angenehm.

Und Punkt zwei - eine Hummel, die eine mit 100kmh auf die Brust trifft, hat eine ganz gute Wucht. Auch nedd lustig.


Deshalb eben: Wenn du nicht weißt, was 100kmh auf dem Motorrad in real bedeuten, kannst Du auch noch nicht nachvollziehen, wie man sich mit Leder/Textilkombi, bzw. nur mit Jeans und T-Shirt fühlt.

Das hält man mal ein kurzes Stück aus. Aber wie manche das über längere Distanzen machen, ist mir ein Rätsel.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lille« (7. Juli 2010, 10:32)


DieLegende

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Mittwoch, 7. Juli 2010, 11:35

Zitat

Eine Textilkombi, auch eine superteure ist bei einem Sturz bei 100km/h schon ordentlich perforiert - eine teure Lederkombi hat da grade mal oberflächlichen Abrieb und sonst nix.

Abgesehen davon, daß ich auch nach einigen Stürzen Löcher im Textil nicht bestätigen kann, kann eine "teure Lederkombi" auch schon ein paar Kröten mehr kosten als eine "superteure Textilkombi". Auch ein Faktor, meiner Meinung nach. Und natürlich kommt der Faktor "Temperatur- und Feuchtigkeitsgrenzen von Leder" auch ins Spiel, da ein nasser oder unterkühlter Fahrer wegen Konzentrationsverlust unfallgefährdeter ist als einer, der trocken und angenehm temperiert unterwegs ist.

Beide Varianten haben eben Vor- & Nachteile, welche die unterschiedlichen Fahrer unterschiedlich beeinträchtigen.
Als Allwetterfahrer käme ich nie im Leben auf den Gedanken, mir eine Lederkombi zu kaufen. Ein reiner Schönwetterfahrer sieht in der Textilkombi mehr Nachteile.
Beiden gemeinsam ist aber, daß sie deutlich mehr Schutz bieten als irgendwelche Experimente oder gar Freizeitbekleidung.

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Mittwoch, 7. Juli 2010, 12:05

Selbst eine billige Lederkombi ist sicherer als eine teure Textilkombi. Schaut euch doch mal die Tests beim ACAC an. Die billigste Lederkombi hat perfekt gehalten. Die teuerste Textilkombi war trotzdem durch (zwar nur kleinere Löcher und Risse aber die Haut wäre an den Stellen abgeschürft gewesen).

Das Beste was man machen kann ist meiner Meinung nach eine Kombination aus Brust/Rückenpanzer + Protektorenhose + Lederkombi drüber. Alles was fehlt (Schulter, Ellbogen, Knie) bringt die Kombi mit.

Textil würde ich mir nur dann kaufen, wenn ich mit Leder absolut nicht zurecht komme oder wenn ich bei absolut eisigen Temperaturen fahren will. Wenn es heiß ist, dann trägt man perforiertes Leder und gut ists. Ein wenig Schwitzen muss man schon in kauf nehmen, in Textil schwitzt man aber genauso, wenn man an der Ampel steht.

Jimbo88

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19

Mittwoch, 7. Juli 2010, 12:37

@TelosNox: Genau die ADAC Tests wollte ich auch grade ansprechen - war echt schon überrascht wie es die High End Textilkombi im Vergleich zum Billigleder zerlegt hat!

Ich bin auch Allwetterfahrer und fahre mit Leder. Im Sommer bei 30° und im Winter bei -15° (war das maximale letzten Winter). Bei der Kälte bin ich von Stuttgart nach Karlsruhe gefahren, das war echt übel, richtig richtig kalt! Aber im Sommer fühl ich mich Pudelwohl in meinem Leder und hab eher das Gefühl das die Textilmenschen mehr leiden...
Vor allem spürt man die Temperaturschwankungen so schön durchs Leder durch, da fühl ich mich dann nicht so abgeschottet.

Selbst bei Regen hält das Leder dicht, nur durch die Stretcheinsätze kommt es halt irgendwann durch...

Lille

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20

Mittwoch, 7. Juli 2010, 12:56

Was war das für ein Test und wie wurde getestet?

Manchmal Tests finde ich nämlich eher.. mmhhh... Also wenn dann Dummys 500m hinter einem Auto hergeschleift werden, finde ich das eher unrealistisch...

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