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Harleycruiser

Mo24-Probefahrer

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1

Montag, 13. Juni 2011, 20:02

alter Helm ein Risiko?

Hallo,
ich hätte gerne mal Meinungen zum Thema Helmalterung von euch.
Mein Jethelm war jetzt 8 Jahre alt und optisch neuwertig. Ein Caberg im Pilotendesign.
Da man immer gesagt bekommt, nach etwa 4 Jahren soll man Helme austauschen, war es Zeit.
Nach all den Horrorgeschichten wollte ich jetzt mal sehen, was passiert, wenn man den "alten brüchigen Helm" mit einer Plastiktüte gefüllt
mit Wasser aus einer Höhe von etwa 3,5 Metern auf eine gepflasterte Terrasse fallen lässt.
Resultat: nichts passiert. Ein paar kleine Kratzer. Eine Stelle, die wohl kurz eingedellt war und sich wieder
ausgeformt hat. Wer von dem Versuch nichts wüsste, würde ihn einfach wieder aufsetzen.
Der neue Helm ist aus Lexan, hat 5 Jahre Garantie. Im Laden findet sich sicher jemand, der den Austausch nach 4 Jahrem empfiehlt.
Tja, was soll ich nun davon halten?
Alles nur Gerede, damit mehr Helme verkauft werden?

Bin gespannt.

Carina

Mo24-Inventar

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2

Montag, 13. Juni 2011, 20:31

Ist dein Kopf eine mit Wasser gefüllte Plastiktüte?? 8|



Kuck mal >>hier<<, die Haltbarkeit hängt hauptsächlich vom verwendeten Material ab.

MaxvomOrlandshof

Mo24-Kultanhänger

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3

Montag, 13. Juni 2011, 20:36

Helm oder Pudelmütze

In Ostfriesland fährt man nur noch mit Pudelmütze, nachdem ein ultimativer Testabwurf mit drei verschiedenen Helmen und drei Pudelmützen vom höchsten Kirchturm nachgewiesen hat, dass alle Helme zersplitterten, die Pudelmützen aber heil blieben.

Max, der dir leider auch nicht weiter helfen kann

Shergar the Raven

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4

Montag, 13. Juni 2011, 20:41

Wollt' ich grad' schreiben... :thumbsup:
Was man nicht macht, passiert nicht... Mit Hilfe eines guten Psychiaters wirst auch du mich mögen... :grin:

Dirk U.

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5

Montag, 13. Juni 2011, 21:10

Ich habe vor kurzem einen Test gelesen bei dem man in einem Labor von (ich meine) Schuberth alte Helme getestet hat. Fast alle haben kaum Probleme gezeigt und so lange auch das Innenleben, welches ja zu einem Großteil aus Styropor besteht, intakt war hätte man die Helme durchaus noch verwenden können. Mal abgesehen das die Hersteller im Laufe der Zeit auch Fortschritte machen was die Technik, den Komfort und die Optik angeht. Da darf man sich nach einem Jahrzehnt bestimmt mal einen neuen gönnen. Das macht dann vielleicht 40 € im Jahr die man für seine Sicherheit und sein Wohlbefinden ausgibt.

Raucher wissen das man in 10 Jahren durchaus mehr ausgeben kann.



Harleycruiser

Mo24-Probefahrer

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6

Montag, 13. Juni 2011, 21:19

Danke Dirk, das war hilfreich, der Rest nur witzig.

Das mit der Pudelmütze finde ich aber interessant. Ich hab mal einen Finnen in der Sauna getroffen, der dort eine Pudelmütze trug.
Also die Dinger halten ganz schön was aus.
Vielleicht ziehe ich eine über den neuen Helm, damit ihm nix passiert ;-))
:cool:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Harleycruiser« (13. Juni 2011, 21:22)


mattekudasai

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7

Montag, 13. Juni 2011, 21:23

Ich habe vor kurzem einen Test gelesen bei dem man in einem Labor von (ich meine) Schuberth alte Helme getestet hat...


Du meinst bestimmt das hier von motorradonline: link

Das stammte von hier aus dem Forum: link

Dirk U.

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8

Montag, 13. Juni 2011, 21:35

Du meinst bestimmt das hier von motorradonline: link

Das stammte von hier aus dem Forum: link

Ja und Ja. :thumbsup:

Zitat

Vielleicht ziehe ich eine über den neuen Helm, damit ihm nix passiert ;-))

:thumbsup:



Harleycruiser

Mo24-Probefahrer

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9

Mittwoch, 15. Juni 2011, 09:38

So, das mit der Pudelmütze habe ich in abgewandelter Form auch gleich erledigt.

Sportyzilla

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Mittwoch, 15. Juni 2011, 10:51

Moin,

wäre natürlich cool, wenn man vom Hersteller Informationen über das verwendete "Masterbatch" bekommen würde und einhergehend damit die entsprechenden Hinweise bzgl. Haltbarkeit unter UV Licht.

Unter Masterbatch versteht man alle Zusätze (Kunststoffadditive), die dem Granulat (Kunststoffrohstoff) beigefügt werden, um die technologischen Eigenschaften zu verändern. Man kann damit die Farbe, die UV-Beständigkeit oder Entflammbarkeit des Grund-Polymers modifizieren.
Für Motorradhelme dürfte vor allem die UV-Beständigkeit ein wichtiges Thema sein, weil genau die den Helm "altern" lässt, da Thermoplaste dadurch sozusagen wieder aufgetrennt werden: Nämlich in das Polymer und z.b. Ethylene (Beispiel: PE = Poly-Ethylene Verbund). Dann sind alle tollen Eigenschaften dahin. :grin:

Im Bausektor gibt es deswegen z.b. Vorschriften, wie lange und wo Kunststoffprodukte zu lagern sind, damit sie nicht "überjährig" werden und somit ihre Flexibilität o.ä. verlieren.

Ich bin sicher, es gibt seitens der Hersteller Empfehlungen zur Einsatzzeit eines Helmes, aber die kennt vielleicht nur der TÜV. :rolleyes:
Allgemeine Empfehlungen sind übrigens schwierig, weil manch einer fährt 5, ein anderer 10 tkm im Jahr damit.

Gruß,
Robert

Carina

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11

Mittwoch, 15. Juni 2011, 10:57

Allgemeine Empfehlungen sind übrigens schwierig, weil manch einer fährt 5, ein anderer 10 tkm im Jahr damit.

Hat das wirklich etwas mit dem Alterungsprozess zu tun? ?( Ich dachte eig. dass das hauptsächlich durch UV-Strahlung verursacht wird, und die kriegt der Helm ja auch ab, wenn er nur ungenutzt auf der Ablage rumliegt... Ein 10 Jahre alter, aber nie getragener Helm ist ja auch nicht wirklich als neuwertig anzusehen?!

Ich hab mich damit noch nie wirklich auseinandergesetzt, deswegen frag ich so dumm...

Sportyzilla

Schüttelshaker

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12

Mittwoch, 15. Juni 2011, 11:10

Ein 10 Jahre alter, aber nie getragener Helm ist ja auch nicht wirklich als neuwertig anzusehen?!


Das Material ist da ganz wesentlich:

Duroplaste: alterungs- und UV-beständig, formbeständig in Wärme, bruchfest in Kälte, chemikalienbeständig

Thermoplaste: eingeschränkte Alterungs-, UV-, Chemikalien- und Wärmeform-Beständigkeit sowie Kälte-Bruchfestigkeit

Quelle: Kroschke.com

Dafür bei DPs höhere Herstellungskosten und nicht recyclebar, TPs günstiger und wiederverwendbar! TPs sind übrigens nicht gar nicht Kälte Bruchfest, aber man muss ja irgenwelche Unterschiede rausstellen!
Ein ungetragener Duroplasthelm kann also tatsächlich als neuwertig bezeichnet werden, bei einem Theroplasthelm muss man wohl eher Abstriche machen. Ob man beim Kauf eines Duroplasthelms den wahrscheinlich höheren Kaufpreis (kompliziertere Herstellung, kein Spritzguss!) irgendwann wieder rausbekommt, hängt an vielen weiteren Faktoren. Kann man nicht individuell beantworten, denke ich.

TPs halten übrigens auch, wenn sie kein UV Licht abbekommen. Bei nem normalen Masterbatch darf man Kunststoffprodukte mit sicherheits- oder bruchtechnischen Anforderungen beispielsweise 4 Jahre oberirdisch lagern!
Das gilt für den Bausektor, nicht für Motorradhelmde!

Dazu kommt, dass der Helm nicht nur aus einem Kunststoff hergestellt sein wird: Polysterol, ABS, PE/PP o.ä. finden vielleicht Anwendung bei Kleinteilen, der Fütterung oder beim Visier. :smirk:

Gruß,
Robert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sportyzilla« (15. Juni 2011, 11:13)


bdr529

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13

Mittwoch, 15. Juni 2011, 11:25

Das mit der Alterung ist viel Theorie, aber wie sich das tatsächlich auf die Funktionsfähigkeit eines Helms auswirkt, erfährt man nur durch Tests.
Sie dazu den Test von "Motorrad" und Schuberth (Link siehe oben).

Es wird da in diversen Foren immer wieder behauptet, dass die Styropur-Dämpfung altert und schrumpft und der Helm schon deswegen nach 5 Jahren ausgetauscht werden sollte. Schuberth und Motorrad kommen da aber zu einem ganz anderen Ergebnis. Die Dämpfung scheint gar nicht altersbedingt zu leiden. UV-Strahlung kommt bei einem Motorrad-Helm auch nicht ans Styropur.

Für mich überraschend war allerdings, dass auch die Polycarbonat-Helme keine sicherheitsrelevanten Alterserscheinungen aufweisen.
Kritisch wird es laut Test nur, wenn der Helm durch die Tragedauer nicht mehr stramm sitzt, was nachvollziehbar ist. Ein selten getragener Helm, der aber fest sitzt, ist laut Test daher unproblematisch.

Auch der technische Fortschritt hat bei Helmen keine nennenswerten Fortschritte bei der Schutzfunktion gebracht. Bei Komfort, Belüftung und Anti-Fog sieht es da schon besser aus.
VG
Michael

"Liebe deinen Nächsten wie dich selbst" - Kurt Cobain

Ich finde Warnwesten sehr nützlich, weil man gelb so gut erkennen kann!

Dirk U.

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14

Mittwoch, 15. Juni 2011, 12:26

Ach kommt, so schlimm kann das gar nicht sein mit dem Alterungsprozess von Plaste (DDR Begriff) denn der Trabant wurde auch von 1957 - 1991 gebaut und es gibt jetzt sogar noch ca. 30.000 angemeldete Fahrzeuge in Deutschland. In den Ostländern sollten auch noch ein paar Tausend rumfahren.

Das ist hier aber mit ein wenig ;) gesehen werden.



Sportyzilla

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15

Mittwoch, 15. Juni 2011, 13:01

In den Ostländern sollten auch noch ein paar Tausend rumfahren.

Man könnte den Trabbi auch als "Ersatzstoff-Fahrzeug" bezeichnen...
Öl muss ja in der SU und DDR vorhanden gewesen sein, denke mal durch Gewinnung in den SU Staaten. So ein Duroplast-Karösschen bietet sich da ja an. Spritzguss aus Thermoplasten war da wohl auch noch nicht üblich, spekuliere ich mal!

leroy

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16

Mittwoch, 15. Juni 2011, 20:02

Da muß ich doch mal eben widersprechen. Der Trabbi besteht aus kunstharzgetränkten Lumpen (baumwollverstärkter Phenoplast).

Gruß
Leroy

Harti

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17

Mittwoch, 15. Juni 2011, 20:22

... jetzt weiß ich warum es da keine Kriminalität gab!
Obwohl ich das ganz schön krass finde alle Lumpen in Kunstharz zu ertränken und
Autokarosserien draus zu formen! 8| :thumbdown:
Ist ja wohl bis jetzt auch nie so an die Öffentlichkeit gekommen!
Skandal! :grin:

LG! Mathias
:motorrad: An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.:smirk:

leroy

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18

Mittwoch, 15. Juni 2011, 20:47

Na jaaa... das kommt jetzt wieder auf die Lumpen an. Im Politbüro und der Volkskammer saßen ja auch einige davon, und komischerweise wurde ja die Produktion des Trabbi nach 1991 eingestellt. Ob da ein Zusammenhang besteht?

Gruß
Leroy

Sportyzilla

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19

Samstag, 18. Juni 2011, 11:34

Ob da ein Zusammenhang besteht?

Würde auch lieber Mercedes-Benz fahren... Ähm wie, Produktion eingestellt? ^^

Diese schichtenweise Formgebung des Trabbis würde man heute mit Duroplasten umsetzen. Deswegen auch die aufwändige Herstellung.

Ryllan

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20

Samstag, 18. Juni 2011, 14:19

Das Helme ne Tragezeitbegrenzung hätten wäre mir neu.
Das einzige was ich weis ist, das regelmäßig die Prüf und ECE Normen geändert werden und daraus ergibt sich wiederrum, das bestimmte Helme (Herstellerdatum) nicht mehr getragen werden dürfen.
Also wenn auf einem Helm der schon länger irgendwo rumliegt eine güliges ECE Sigel klebt dann kannste den noch gut und gerne tragen.

Wenn du ihn natürlich einem Falltest unterzogen hast, kannste ihn in die Tonne treten.
Auch wenn auf der Ausenschale keine sichtbaren Mängel festzustellen sind, wird er sicher im "Innenleben" deformiert sein.
Wird/könnte somit bei einem erneuten Unfall nicht die volle Aufprallkraft absorbieren werden und dann sollte man sich fragen ob´s sich gelohnt hat, wenn man anschliesend im Rollstuhl sitzt.
Wer sich angesprochen fühlt, der war gemeint !!
Futtertruppenmember !!
alle wörter klein schreiben is cool !!

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