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1

Samstag, 2. Juni 2007, 16:31

Wir bauen uns einen Synchrontester

Moin,

da Nippon ja kürzlich sehr schön beschrieben hat, wie man einen Ölwechsel macht, zeige ich euch nun, wie ein selbstgebauter Synchrontester aussehen kann.

Hintergrund dieses Eigenbaus ist, dass mein Motorrad nicht so läuft, wie es sollte. Daher bin ich nun auf Fehlersuche und versuche sämtliche Einstellungen zu optimieren. Dazu gehört auch die Synchronisierung der Vergaser.

Vorweg eine kurze Info zur Synchronisation: Der Vergaser erzeugt ein Benzin-Luft-Gemisch, das mit einem Unterdruck in den Brennraum gesaugt wird. Das Verbindungsstück zwischen Vergaser und Brennraum nennt sich Ansaugstutzen. Die sind aus Gummi, damit sie eng anliegen und verhindern, dass der Motor "Falschluft" zieht und nur das vorbereitete Gemisch in den Zylinder kommt.



Hier sieht man die Ansauggummis. Daran sind kleine Schläuche befestigt, die man an einen Synchrontester anschließen kann. Damit misst man dann den jeweiligen Unterdruck. Bei Louis ist gerade eines dieser Geräte im Angebot (49,95€), aber vor genau diesem Modell wird immer wieder abgeraten, weil es extrem ungenau sein soll.

Dieses hier

http://www.louis.de/_10e9ca3cde9bd04624c…34102-9_910.JPG

soll viel besser sein, kostet allerdings auch 160€.

Also bauen wir uns selbst ein solches Gerät. Unser Vorteil ist, dass der absolute Unterdruck kaum eine Rolle spielt, wichtig ist nur, dass überall der gleich Druck herrscht, die Vergaser also synchron arbeiten.

Um ein entsprechendes Gerät herzustellen, benötigen wir:

- ca. 10m durchsichtigen Schlauch, in etwa so dick wie die Schläuche am Ansaugstutzen
- eine Flasche Mineralwasser
- eine Heißklebepistole
- einen Messingstab, der in die Schläuche passt (1m kostet 1,50€)
- etwas Altöl (gute Dämpfung; kein Weltuntergang, wenn's in den Brennraum gelutscht wird)
- eine Holzlatte
- ein paar Kabelbinder
- optional einen dünneren Schlauch und eine Plastikspritze aus der Apotheke

Die Materialkosten liegen bei ca. 10€ und man findet das meiste im Baumarkt.

Wir fangen also an und zerteilen den langen Schlauch in vier gleichlange Teile. Die vier Enden plus das Ende des kleinen Schlauchs fixieren wird mit Heißkleber.



http://www.directupload.com/files/2zn0mwzrzkmmmwkdecdy.jpg

Das Ganze stecken wir nun in die mit Altöl gefüllte Flasche:

http://www.directupload.com/files/wxmjnyzeefk4mnwmyjwd.jpg

Sitzt!



Dann verschließen wir den Flaschenhals Luftducht mit einer dicken Portion Heißkleber:



Und schließen an den kleinen Schlauch die Apothekenspritze an. Die soll dazu dienen, im Nachhinein den Gesamtflüssigkeitsstand zu variieren.



Fast fertig! Nun müssen wir nur noch einen Adapter haben, mit dem wir die durchsichtigen Schläuche an die Ansaugstutzen anschließen können. Dazu zerschneiden wir den Messingstab in kurze Stückchen und proppen sie rein.

http://www.directupload.com/files/4nztgzdzzmmk4imf1dah.jpg

Zum Messen klemmen wir mit Kabelbinder noch unsere Holzlatte hinter den Viererpack:



Man sieht genau, dass ohne weitere Druckeinwirkung der Flüssigkeitsstand nahezu perfekt gleich ist. Unser Gerät hat also den Augenmaß-Eichtest mit Bravour bestanden.



Also ran an die Messung. Wir bauen dazu den Tank des Motorrades ab. Bei Maschinen ohne Kraftstoffpumpe ist einer der dort angebrachten Schläuche bereits der Unterdruckschlauch, den wir für unsere Messung brauchen. Er zieht durch den Unterdruck eine Membran nach unten, die den Sprit aus dem Tank laufen lässt. So läuft nur bei eingeschaltetem Motor Benzin. Simpel aber genial. Nun brauchen wir noch etwas Sprit, damit der Motor überhaupt läuft, während wir synchronisieren. Wir haben uns dazu aus einer Plastikbierflasche eine Benzinflasche gebaut.

http://www.directupload.com/files/oondvmyt4ycdjdvkn4yg.jpg

So sah es dann beim Messen aus:



Und hier der Flüssigkeitsstand:



Man sieht genau, wie unterschiedlich stark die Vergaser ziehen. Mit den Einstellschrauben kann man nun das Saugverhältnis korrigieren. Das ist allerdings gar nicht so einfach, da die Vergaser seeeeeeeeehr empfindlich auf einen Dreh an der Schraube reagieren. Meist reicht es, nur ein klitzekleines bißchen zu drehen und dann zu warten, bis sich der neue Stand eingependelt hat. Mein Endergebnis sah dann so aus:



Ist zwar nicht perfekt synchron, aber erstens viel besser als vorher und zweitens muss man bedenken, dass unsere Skala um einiges größer und damit genau ist, als die popeligen Louis-Uhren. Man vergleiche nur mal den "Indikatorweg" des Zeigers einerseits, bzw. des Öls andererseits. Beim Hochdrehen schossen auch alle vier Säulen mehr oder weniger gleichmäßig hoch. Synchronisieren fertig!

Die Probefahrt hat mich dann echt überrascht. Die Gasannahme war viel direkter und das Hochdrehen runder. Werde auch noch mal mit meinem Autoreifen, der bald runterkommt auf die Bahn gehen, um zu sehen, ob sich mein Leistungsdefizit im oberen Drehzahlbereich nun auch erledigt hat.

Viel Spaß bei Nachbauen! ;)

Edit: Ich musste einige Bilder verlinken, da der Beitrag sich sonst nicht posten ließ.

Edit2: Inhalt auf Wunsch des Autors durch überarbeitete Version ersetzt.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »klanor« (2. Juni 2007, 20:14)


ChopperDet

unregistriert

2

Samstag, 2. Juni 2007, 17:32

RE: Wir bauen uns einen Synchrontester

Zitat

Original von horneburg1234
Dieses hier

Bild
soll viel besser sein, kostet allerdings auch 160€.




Hällo und tachchen !

wo find ich diesen Tester ?

...nicht für mich, Kumpel - Trike - Webervergaser, muß syncronisieren, will ihm bloß den Tip geben. Der hat Kohle ;)

Gruß Detlef

biboty

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3

Samstag, 2. Juni 2007, 17:44

RE: Wir bauen uns einen Synchrontester

Das noch mal zu Ergänzung....der Beitrag,den ich da kopiert habe,ist auch nicht schlecht...vor allem der link von DieLegende..
Timo,ich finde,das dein Beitrag auch zu "most wantet" geschoben werden sollte... :respekt:

Synchontester selber baun

4

Samstag, 2. Juni 2007, 17:58

RE: Wir bauen uns einen Synchrontester

@ChopperDet:

Den gibt es bei Louise für 160€. Bei Ebay liegt der bei 100€. Für wiederum 160€ bekommst du bei Ebay dieses Modell mit Fehlerkorrektur oder sowas. Keine Ahnung, wie das funktioniert. In der Beschreibung steht, dass damit die letzten 1,6% Messungenauigkeit, die das 100€-Modell hat, eliminiert wird.

@biboty:

Ich verlinke meinen mal dort, vielleicht liest er das. Ist ja eigentlich genau das, was er sucht.

biboty

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5

Samstag, 2. Juni 2007, 18:00

RE: Wir bauen uns einen Synchrontester

Ja mach das mal.Mir fällt positiv auf,das du immer mehr sachen selber machst-das ist toll. :respekt:

ReinhardS

unregistriert

6

Samstag, 2. Juni 2007, 18:02

Danke für die Mühe - aber die Bilder sind ja viel zu groß! Kannst Du die nicht noch etwas handlicher z.B. max 600x450/JPG machen?

LG
Reinhard

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ReinhardS« (2. Juni 2007, 18:04)


7

Samstag, 2. Juni 2007, 18:09

@biboty:

Ja, es rechnet sich einfach und macht Spaß. Wenn ich mal so überschlage:

Hätte ich mir bei Yamaha neue Ansagustutzen reinmachen lassen und die Vergaser synchronisieren lassen, hätte ich so über den Daumen 230€ gezahlt. Beim Kauf eines Synchrontesters wäre ich auch nicht besser dran gewesen.

So habe ich 20€ für Ebay-Stutzen und 10€ für Material bezahlt. Macht 30 Ocken. Das ist ein Satz Reifen, den ich gespart habe. Und eben den habe ich gerade bestellt. :grin:

@Reinhard:

Ist mir gar nicht aufgefallen, weil die bei mir nach dem Laden automatisch an die Bildschirmgröße angepasst werden. Ich gucke mal, was ich machen kann...

8

Samstag, 2. Juni 2007, 18:40

finde ich auch ne gute Idee, bewundernswert Deine Bastelkünste, ich hätte ein bisschen Angst das mir der Motor bei fehlmanipulation wasser ansaugen könnte aber no risk no fun...

Edit: äh oel natürlich ist ja oel in den schläuchen, mit wasser gings ja auch aber mit oel ists besser das kann er wenigstens verbrennen wenn was schief gehen sollte...

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »pbsd« (2. Juni 2007, 18:43)


9

Samstag, 2. Juni 2007, 19:42

Wir haben's ja zu zweit gemacht. Alleine hätte ich da wohl keine Lust zu gehabt.

Am Anfang war's echt ein ganz schöner Drahtseilakt. Wir haben das Ding an einem Nachmittag gebaut und dann abends gemessen. Da mussten wir dann aber abbrechen, weil es dunkel wurde. An jenem Tag hatten wir auch noch keine Benzinflasche und keine Latte. Ergo hat mein Kumpel die Schlüche gehalten, während ich gleichzeitig zusehen musste, dass der Motor Sprit hat (da haben wir mit einer zweiten Apothekenspritze gearbeitet), sich nicht überhitzt, das Öl nicht zu weit einsaugt und nebenbei noch an unzugänglichen Schrauben drehen musste. :durchgeknallt:

Tags drauf mit Benzinflasche und Latte war's dann relativ entspannt.

Shadow49

unregistriert

10

Samstag, 2. Juni 2007, 21:22

Kompliment für deine Arbeit. Gute Idee und interessant umgesetzt.

Allerdings ist mir eines nicht ganz klar:
Die Schläuche sind ja recht lang und können sich bei Druck/Unterdruck durchaus unterschiedlich ausdehnen/zusammenziehen. Gibt jetzt ein Schlauch in deiner Konstruktion mehr nach als z.B sein Nachbar, so kann das dein Ergebnis verfälschen.
Allerdings habe ich kein Gefühl dafür ob das für dein Ergebnis relevant ist.
Trotzdem: Daumen hoch !!
Gruss
Gerhard

V2-Cruiser

unregistriert

11

Samstag, 2. Juni 2007, 21:35

Hi Horneburg,

Haste schön umgesetzt!

Idee und Beschreibung verdienen Lob!!

Vor allem, damit kann sich jeder mit wenig Aufwand und Kosten schonmal selst helfen!

Gruß Hannes

12

Samstag, 2. Juni 2007, 22:01

Wenn ich mir mal angucke, was du und Nippon gepostet haben, merke ich mal, wie wenig Ahnung ich von Technik habe :grin:

:respekt: , haste schön und anschaulich gemacht ;)
Sitzenbleiben hilft :P

blahwas

Leisereitung

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13

Samstag, 2. Juni 2007, 22:40

Wow, genial, Danke!

Wieder etwas, wo man's als 2-Zylinder-Fahrer leichter hat ;)

Zitat

Die Schläuche sind ja recht lang und können sich bei Druck/Unterdruck durchaus unterschiedlich ausdehnen/zusammenziehen. Gibt jetzt ein Schlauch in deiner Konstruktion mehr nach als z.B sein Nachbar, so kann das dein Ergebnis verfälschen. Allerdings habe ich kein Gefühl dafür ob das für dein Ergebnis relevant ist.

Nein, da er die gleiche Sorte Schlauch für alle Vergaser verwendet hat und er sich deshalb bei allen gleichmäßig ausdehnt.

14

Sonntag, 3. Juni 2007, 15:46

So ist es. Zudem habe ich in dem hier über zwei Ecken verlinkten Thread aus dem XJ-Forum gelesen, dass 1cm Flüssigkeitsstand in den Schläuchen 1Millibar Druck entspricht. Freilich kommt es auf die Dicke des Schlauchs an, aber die Dimension der Genauigkeit ist erstaunlich. Und wie man sieht, war das Messinstrument sogar so genau, dass ich gar nicht in der Lage war, perfekt zu synchronisieren.

15

Donnerstag, 5. Juli 2007, 15:46

Ich sehe gerade, dass die Bilder raus sind. directupload.com scheint platt zu sein. Bei Interesse: PN.

blahwas

Leisereitung

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16

Freitag, 10. August 2007, 00:14

Mit Einverständnis des Autors für die Ewigkeit konserviert:

http://motorrad.wikia.com/wiki/Synchront…au_(4_Zylinder)

Restliche Bilder kommen noch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »blahwas« (10. August 2007, 00:15)


oelfinger

unregistriert

17

Freitag, 5. Oktober 2007, 16:56

Hi,

hab zum synchronisieren bisher gute Erfahrungen mit dem Twin-Max gemacht. Das ist ein Differenzdruckmesser.



gibts für 70 Euro, ist sehr genau und sehr einfach zu bedienen.

Eignet sich aber am besten für 2-Zylinder.....für 4-Zylinder kann man nur über einen Referenz-Zylinder messen (bissel fummlig)

18

Samstag, 6. Oktober 2007, 08:37

Zitat



Ich will ja nicht unken, aber Du hast in's Wiki den Text komplett übernommen. So auch

"...Bei Louis ist gerade eines dieser Geräte im Angebot (49,95€), aber vor genau diesem Modell wird immer wieder abgeraten, weil es extrem ungenau sein soll. Ein anderes soll viel besser sein, kostet allerdings auch 160€."

Das könnte Ärger geben!

Ich habe mir erlaubt, das zu ändern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »CHiP« (6. Oktober 2007, 08:42)


19

Montag, 8. September 2008, 00:12

Vergaser synchrnonisieren???

Mache ich mit 8 mm Bohrern.
Wenn alle gleichzeitig rausfallen ist gut.

Dann ist auch egal ob die Ventile 100 pro stimmen.

biboty

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20

Montag, 8. September 2008, 01:23

DAS hilft den meisten aber auch nicht gerade weiter... :grin: :grin: :grin:

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