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Zottelc4

Team MO24

  • »Zottelc4« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 14. September 2008, 17:36

Regenfahrten

Schon im Sommer kann es etwas unangenehm sein, wenn man mit dem Motorrad bei Regen unterwegs ist. Aufgrund der warmen Temperaturen ist es jedoch nicht ganz so schlimm, wenn man mal nass wird und die Reifen erreichen auch noch ihr Temperaturfenster, haben also halbwegs Grip.
Jetzt im Herbst sieht das etwas anders aus. Wenn man nass wird, wird es ganz schnell sehr kalt, man sitzt u.U. völlig verkrampft auf dem Bock, was im Ernstfall eine schnelle Reaktion fast unmöglich macht, und die Reifen haben auch viel weniger Grip.

Ich bin nun bei fast jedem Wetter unterwegs und möchte hier ein paar Tipps weitergeben, die Ausrüstung und Fahrtechnik betreffen, um gut durch den Herbst zu kommen. Weitere Tipps und Tricks sind natürlich ausdrücklich erwünscht. Da ich eine Textilkombi trage, kann ich natürlich wenig zu Lederbekleidung und Regenkombis sagen.

Eine gut gepflegte Lederkombi hält einer kurzen Husche problemlos stand, bei einer längeren Regenfahrt ist allerdings eine Regenkombi nötig. Wer häufig bei schlechtem Wetter unterwegs ist, wird sich deshalb wahrscheinlich für eine Textilkombi mit wasserdichter Membran entscheiden. Diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, auf die ich jetzt nicht weiter eingehen möchte. Wichtig ist, dass die Klamotten dicht sind. Wenn sie euch als wasserdicht verkauft werden, dann solltet ihr auch kleinere Wassereinbrüche reklamieren.

Auch eine völlig dichte Kombi hat einige Problemzonen. Der Halsabschluss sollte individuell einstellbar sein. Er muss eng anliegen, sonst läuft euch das Wasser oben rein. Wenn ihr einen Schal tragt, solltet ihr die Enden nicht in die Jacke stecken. Der Schal wirkt wie ein Docht und saugt das Wasser in die Jacke. Besser ist eine wasserdichte Sturmhaube. Sitzt dann der Kragen schön eng, dringt kein Wasser in die Jacke und auch der Hals bleibt trocken und warm.
Ich benutze die Haube von Rukka, die zwar Geld kostet, aber diesen Job hervorragend erledigt.

Die nächste Problemzone ist die Verbindung Ärmel-Handschuhe. Die Stulpen der Handschuhe gehören in die Ärmel, sonst läuft das Wasser von oben in die Handschuhe, oder der Kapillareffekt der Jackenfasern sorgt dafür. Dazu müssen die Bündchen natürlich fest verschlossen werden können. Gerade bei dicken Winterhandschuhen ist dies nicht immer einfach.
Es empfiehlt sich übrigens immer, ein zweites Paar Handschuhe dabei zu haben. Auch wenn sie dicht sind, weicht das Obermaterial irgendwann durch. Wenn man dann nach einer Pause, oder nach der Arbeit die klammen Handschuhe wieder anziehen muss, ist das unangenehm. Sollte dann noch eine Autobahnetappe anstehen, dann gibt es selbst bei 20°C schnell sehr kalte Hände. Ich schreibe da aus leidvoller Erfahrung. :durchgeknallt:

Aus dem gleichen Grund habe ich bei solchem Wetter immer ein Sweatshirt dabei. Die Membran ist eklig und kalt auf dem nackten Arm.
Ich vermeide dann auch Stopps, wo es geht. Zumeist bekommt man die Hände nicht mehr trocken in die Handschuhe. Kann ich aber einen Tankstopp nicht vermeiden, dann trockne ich zuerst die Jacke im Bereich der Handgelenke mit Papiertüchern von der Tanke. Dann läuft von dort kein Wasser über die Hände.

Vor dem Anziehen der Handschuhe trockne ich damit die Hände noch einmal richtig ab.
Übrigens, stolze Besitzer von Heizgriffen sollten diese bei Handschuhen mit Membran tunlichst abgeschaltet lassen. Ansonsten kehrt sich die Funktion der Membran nämlich um und die Hände werden auch noch nass. Sind die Handschuhe nicht wasserdicht, kann man die Heizgriffe natürlich einschalten.
Es empfiehlt sich, von Zeit zu Zeit die Klamotten zu imprägnieren. Egal, welches Mittel man benutzt, es wirkt besser, wenn man die Klamotten nachher in den Trockner steckt, oder notfalls mit dem Föhn behandelt. Die Wärmeeinwirkung unterstützt die Imprägnierung.

Am unteren Ende gehören die Hosen natürlich über die Stiefel. Wenn die Stiefel nicht wasserdicht sind, kann man sich prima mit Plastiktüten oder Müllbeutel behelfen. Diese gehören in die Stiefel, ansonsten gehen sie zu schnell kaputt.
Regenprofis haben übrigens immer ein paar Müllbeutel dabei. Darin kann man auch das Gepäck prima schützen. Bei längeren Touren leistet auch eine Rolle Küchenpapier gute Dienste.

Am anderen Ende des Körpers ist eigentlich nur die Beschlagsneigung des Visiers interessant. Hier gibt es m.E. nur eine Empfehlung, und die lautet Pinlock.
Alles andere ist nur Stückwerk. Ich fahre das seit zwei Jahren und habe seitdem kein beschlagenes Visier mehr gehabt.

So ausgerüstet kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen. Wenn da nicht unser Kopf wäre. Der verhindert nämlich, dass wir sicher unterwegs sind und uns dabei auch noch wohl fühlen. Dabei kann das Fahren bei Regen sogar Spaß machen, wenn man einige wenige Punkte beachtet.

- Entspannen
Auch ich merke immer wieder, wie ich beim Fahren verkrampfe. Deshalb entspanne ich mich immer wieder ganz bewusst. Vor allem der Kinnbereich, die Arme und die Schultern sind davon betroffen. Das macht die Fahrt natürlich unsicher und ein harmloser Rutscher kann so bis zum Sturz führen.
Den Lenker unbedingt locker halten, das Motorrad fängt sich bei kleinen Rutschern selber ab.

- langsam Fahren
Wer auf nassen öffentlichen Straßen in den Grenzbereich fährt, ist kein Könner, sondern ein Idiot! Ich habe überhaupt kein Problem dabei, wenn ich bei rutschigen Verhältnissen in manchen Kurven die PKW's aufhalte. Die schert es auch nicht, wenn es umgekehrt ist.
Einfache Regel: Wenn die Straße glänzt, ist sie rutschig! Liegt etwas auf der Straße (Blätter, Blütenstaub, Schmutz) ist sie noch rutschiger.
Auch Bitumenstreifen sind schwerer zu erkennen. Jetzt im Herbst ist die Straße kalt, die Reifen werden durch das Wasser gekühlt und bauen nur wenig Grip auf.
Also sollte man immer genug Reserve lassen. Das ist keine Angst, das ist Vernunft. Erst letzte Woche ist hier in der Nähe ein erfahrener Motorradfahrer ganz alleine auf nasser Straße tödlich verunglückt.

- Blickführung
Bei nassen Straßen ist die Blickführung noch viel wichtiger, als sonst. Man sollte immer immer immer zum Kurvenausgang schauen. Ansonsten läuft man Gefahr, aus lauter Angst vor der Schräglage in die Leitplanke oder den Gegenverkehr zu fahren. Ich fahre dabei die Kurven sehr aktiv, lehne den Oberkörper nach innen und drehe den Körper in die Kurve. Das gibt mir ein sehr sicheres Gefühl.

- Abstand halten
Zum Einen ist Bremsen ohne ABS auf nasser Straße mit wechselden Reibwerten recht anspruchsvoll, zum Anderen perlt die aufgewirbelte Gischt nur schlecht oder gar nicht vom Visier ab. Also halte ich Abstand. Außerdem ist das Hinterhergondeln hinter einem LKW eine tolle Möglichkeit, ganz entspannt zu fahren und mal nach rechts und links zu schauen. Achtet mal darauf, wie die Landschaft bei Regen riecht.

Fahren bei Regen ist also gar nicht so schlimm. Nur anders!
Gruß
Zottel

Ryllan

The Incredible

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2

Sonntag, 14. September 2008, 17:49

Hoffe mal ich mache jetzt nix falsch wenn ich hier was rein poste.

@ Zottelc4

Super gemacht!! :respekt:


Einiges habe ich schon selber erlebt oder mache es genau so wie du beschrieben hast und kann deine Aussagen nur bestätigen.

LG Alex
Wer sich angesprochen fühlt, der war gemeint !!
Futtertruppenmember !!
alle wörter klein schreiben is cool !!

Kuestennebel

Mo24-Hobbyist

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3

Sonntag, 14. September 2008, 17:53

Guter Beitrag Zottel!

Dem kann ich eigentlich nichts Neues mehr hinzufügen.
Der Punkt tunlichst mit trockenen Händen in die Handschuhe ist Gold wert.
Meine Erfahrung sagt mir auch, dass es ganz wichtig ist trocken in seine Klamotten zu steigen. Ansonsten ist auch eine tolle Goretex-Kombi nicht mehr viel (Komfort) wert.
Und wenn es doch durchgegangen ist, die unteren Klamottenschichten wechseln, bevor es weitergeht. Ist übrigens auch beim Offshoresegeln so.

Küstennebel

Eckes

Mo24-Inventar

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4

Sonntag, 14. September 2008, 18:01

1a Hinweistext Zottelc4 :respekt: und :danke:

Fahre auch seit Jahren jeden Tag mit dem Roller (gut nicht dasselbe, aber läuft aufs gleich hinaus..) zur Schule und kann das alles nur bestätigen.
2 Tipps noch von mir:
- Immer durch die Nase atmen, wenn man nur durch den Mund atmet kriegt man sogar das beste Pinlockvisir beschlagen! (spreche aus Erfahrung :grin: )
- Kennt ihr diese Wärmkissen? Wo man so ein Blättchen knickt und dann werden sie warm? Hab davon immer 4-5 Stück dabei und werden bei kurzen Stopps während der Fahrt an kühlgefährdeten Zonen eingesetzt ( Meistens am Hals und in der Nähe der Hände). Da sie klein sind, kann man sie auch beim weiterfahren einfach an der entsprechenden Stelle stecken lassen.
Nowadays people know the price of everything and the value of nothing.

- Oscar Wilde

5

Sonntag, 14. September 2008, 18:16

schöner und lesenswerter Beitrag:respekt:


Gruss Heiko

blahwas

Leisereitung

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6

Sonntag, 14. September 2008, 18:50

Gute Sache!

Kleine Ergänzung: An besseren Tankstellen gibt es Dieselhandschuhe. Die haben 5 Finger und passen über kleinere Handschuhe (Vorsicht: geringerer Reibwert am Lenker) oder zwischen Außen- und Innenandschuhe, falls man Mehrteiler trägt. Dieselhandschuhe kann man auch auf Vorrat mitnehmen ;)

Helmbelüftung "oben" zumachen, sonst wird man von oben nass.

Gelegentlich aufstehen, damit die Pfütze, in der man sitzt, verschwindet.

Bei Regen merkt man erst so richtig, ob man noch genug Profil auf den Reifen hat - im Trockenen ist das ja fast egal.

biboty

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7

Sonntag, 14. September 2008, 18:54

Super Beitrag.... :danke: und :respekt:

bluebandit

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8

Sonntag, 14. September 2008, 19:54

@zottel :1:
Guter beitrag.
ich erwische mich auch immer wieder bei Nässe, total zu verkrampfen,wobei ich doch dieses Jahr in den Alpen genug Gelegnheit hatte im Nassen zu üben :P
Grüssle
Bluebandit

baser

Mo24-Inventar

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9

Sonntag, 14. September 2008, 20:39

Hallo zottel,

danke für den Beitrag! :)

Ich finde auch, dass durch eine lockere & entspannte Fahrweise der Regen viel von seinem Schrecken verliert.
Mein Tipp ist noch, dass man den Gashahn nach Kurven sehr dosiert aufdreht- wenn man merkt, dass etwas rutscht kann man dann besser reagieren. Auf Bitumen sollte man immer besonders aufpassen.


Gruß,

baser

wermi01

unregistriert

10

Sonntag, 14. September 2008, 20:42

RE: Regenfahrten

Danke Zottelc4,

Sehr gute Tipps.:danke:

Sportyzilla

Schüttelshaker

Beiträge: 23 344

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Motorrad: *

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11

Sonntag, 14. September 2008, 21:06

RE: Regenfahrten

sehr schön geschrieben, zottel. :respekt:


das wichtigste meiner meinung nach bei regenfahrten ist der sicherheitsabstand und das "locker bleiben".

wer seinem vordermann mit 2 metern abstand hintendrauf hängt, der wird evtl. merken, dass so ein auto bei einer starken bremsung irgendwie besser zu kontrollieren ist, als ein mopped - womöglich ohne ABS und trägheitsdämpfer. :P

daher ist mein sicherheitsabstand bei regen immer extrem groß, sicher 3-4 mal so groß, wie vorgeschrieben in der fahrschule.

eine freundin, mit der durch regen nach hause gefahren bin fand das zunächst auch seltsam, aber ich hab dann mal etwas mehr gebremst und ihr gezeigt, dass das hinterrad fast gar keine bremskraft mehr überträgt, da es sofort blockiert - vorne verzichte ich auf solche experimente.



eine bewusst entspannte haltung auf dem bock reduziert die psychische anspannung außerdem.


ich habe aber mein mopped auch schon abgestellt und einen schauer abgewartet - ich berichtete neulig und hatte sogar fotos eingestellt.
ich fands verünftig, da man nichts mehr gesehen hat.


überdies schalte ich bei regen möglichst schnell hoch bzw. beim bremsen sehr spät runtern, damit nach möglichkeit kein rutschen entstehen kann.

beim abbiegen gebe ich auch nicht das volle drehmoment auf die straße ab...


noch ein letztes:

fahrbahnmarkierungen:
auch wenn es trocken ist "scanne" ich die straße praktisch nach markierungen und bitumenstreifen, so dass ich im regen bereits eine art gespür dafür habe - automatismus!

wenn man das immer so macht, dann verschwendet man im ernstfall keine "kapazitäten" für sowas.


:gruss:
Der siebte Sinn der Westfalen: Der Starrsinn.

Bastor

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12

Montag, 15. September 2008, 15:56

Klasse Beitrag ! :respekt:


Ist mir bisher erspart geblieben in der Fahrschule , im nassen zu Gurken. Aber wenn ich so raus gucke und die Wolken sehe werd ich wohl nicht drum herum kommen die nächsten Stunden nass zu werden ^^


Mir fehlen aber irgendwie Tipps für leute mit 2-teiliger Lederkombi :D
Ich kann meine Hose nicht über die Stiefel pappen , oder den Ärmel über die Handschuhe!?

Bin ich als Lederkombi Fahrer dazu verdammt nass zu werden ?^^

Hab mir allerdings wasserdichte stiefel gekauft , frage mich nur wie weit mich das bringt wenn die Hose ja eh im Stiefel steckt , lol :heuldoch:


MFG

Schneiber

unregistriert

13

Montag, 15. September 2008, 16:45

Zitat

- Blickführung
Bei nassen Straßen ist die Blickführung noch viel wichtiger, als sonst. Man sollte immer immer immer zum Kurvenausgang schauen. Ansonsten läuft man Gefahr, aus lauter Angst vor der Schräglage in die Leitplanke oder den Gegenverkehr zu fahren. Ich fahre dabei die Kurven sehr aktiv, lehne den Oberkörper nach innen und drehe den Körper in die Kurve. Das gibt mir ein sehr sicheres Gefühl

Diesen Punkt könnte ich so unterschreiben, so gings mir während ich noch Roller gefahren bin und auch als ich meinen Motorradführerschein gemacht habe. Ich seh ja bei anderen, dass trotz nasser Fahrban eine gewisse Schräglage absolut machbar ist, aber die Angst, umzukippen, ist dann einfach doch ziemlich groß. xD

DerJimmy

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14

Montag, 15. September 2008, 16:48

sehr schön und ausführlich geschrieben! :respekt:

dieser thread sollte nicht in den tiefen des forums verschwinden:grin:

gruß jimmy
Gruß Jimmy

hoggish

unregistriert

15

Donnerstag, 29. Januar 2009, 21:09

zottel, auch von mir neuling hier nochmal dickes dankeschön für die zusammenfassung.
nur noch zwei kleinigkeiten:

1.@ bastor: ich selber fahre zwar keine kombi (würd auf der shadow auch schön blöd aussehen), habe aber bei regenstopps an tanken und anderen orten doch schon viele fahrer gesehen, die in einem solchen falle schlicht aus ihrem rucksack die einteilige regenkombi rausgeholt und angezogen haben. das sah alles in allem sehr praktisch aus und ging auch sauschnell (kann man also auch mal eben unter nem kleinen unterstand machen).

2. gehts um den punkt membranbekleidung. diese art bekleidung hat sich in den letzten jahren stark entwickelt und inzwischen sind auch sehr schöne ausführungen in verschiedenen laminierungen zu haben. nichtsdestotrotz: wenn ich unter meiner membranoberbekleidung baumwolle, wolle oder wasweissich trage, die wiederum den schweiß am körper hält und nicht weiterdiffundiert, nützt die membran eben nur gegen die nässe von außen. und situationen (gerade bei regenfahrten), in denen man ins schwitzen kommen kann, sind dann doch recht häufig. :grin: wer also in den genuss der vollen funktion seiner funktionsbekleidung kommen will, sollte auch darauf achten, was er darunter anhat.

greetz vom kiez!

Oldi1963

Mo24-Inventar

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16

Sonntag, 1. Februar 2009, 11:43

Hallo Zottelc,
erstmal :danke: und :respekt: für diesen super geschriebenen Beitrag! Da ich ja selbst sehr oft in den Regen komme, kann ich mehrere Hymnen von solch Ereignissen singen. Sobald es Anfängt zu regnen, geht mir der A**** auf grundeis, besonders vor den schwer zu sehenden und erkennbaren Bitumenstreifen. Selbst verkrampfe ich dann besonders, merke das jedesmal sobald ich in den Regen komme.

@Bastor,
da ich seit Jahren eine Lederkombi habe, mich damals dafür entschieden habe, wollte ich auch Wissen, auf was ich Achten muss, bei einem Kauf, seitens der Pflege.
Seit 2006, benutze ich zusätzlich eine Regenkombi.

Um Aufschluß zu geben, wie ich eine Lederbekleidung reinige bzw. Pflege, habe ich ein paar Links zu dieser Frage hier eingestellt. Hoffe diese helfen euch weiter! ;)

Pflege Lederbekleidung

Pigmentiertes Glattleder

Leder - Textilmixe

Eine trockene und sturzfreie Saison 2009 wünsch ich euch!

Lg Oldi :mo24:

sir lonn

Mo24-Bewohner

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Motorrad: Kawasaki Versys 1000

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17

Sonntag, 1. Februar 2009, 11:47

echt super anleitung
ICH LASSE NICHT VON ANDEREN ÜBER MEINE LAUNE BESTIMMEN!

Matthias K.

unregistriert

18

Dienstag, 17. Februar 2009, 23:00

Super Tipps.

Ich hab ihm Regen eigentlich nur ein Problem: Trotz schrägem Reisverchluss bildet sich in den Falten beim Sitzen ein Teich und dann rinnts beim besten Reißverschluss rein.
Sonst komm ich mit Hofer-Kombi gut zurecht.

Bei mir rinnts beim Kragen nie rein, obwohl ich nen Crosshelm hab und ohne Haube drunter fahre.
Ist oft praktisch. Wenn man so am Land fährt wo noch nicht so ein Dreck aufgewirbelt wird wie in der Stadt, dann kann man sich über die Oberlippe lecken und hat bisschen was feuchtes. :grin:
Mein Kopf bleibt trotzdem immer trocken.
Beim Crosshelm hat man nur beim Hagel probleme. Hat mich mal überrascht und hat mir die Lippe aufgeschlagen.

Aber es gibt doch oft nichts Schöneres als trocken eingepackt am Bock sitzen und mit den Autos "mitschwimmen" während sich andere in Bushaltestellen verkriechen.

Auf der Heimfahrt vom See hab ich mal ne Sozia drauf gehabt und es hat angefangen zu schütten. Nett wie ich bin, hab ich Jacke und alles ihr gegeben und bin Kurzärmelig im Wolkenbruch gefahren. Die Blase hats mir nächsten Tag gedankt. :grin:

Der einzige Nachteil ist, dass wenn man wohin muss (Arbeit, Schule etc...) dann schauen immer einen alle so komisch an, wenn man daherkommt wie ein Astronaut und überall tropfts runter.

Bansidhe

unregistriert

19

Montag, 9. März 2009, 12:36

In einem anderem Forum habe ich mich zu dem Thema ebenfalls mal geäußert:

Die Regenfahrt aus einer anderen Perspektive:

Es gibt viele Tipps, eine Regenfahrt zu verbessern. Die meisten kennen wir alle:



  1. Locker bleiben
  2. eine weiche Linie fahren
  3. Auf Blickführung achten (Nicht "zu kurz" vors Motorrad schauen)
  4. Tempo anpassen



Alles vier sind Techniken, die wir anwenden müssen. Die Techniken 2,3 und 4 erarbeiten wir uns durch den Zuwachs von Fahrerfahrung bei nassem Wetter und natürlich dadurch, das wir uns der Bedeutung dieser Aspekte bewusst werden.

Viel komplexer jedoch ist die erste Technik und auf die möchte ich eingehen:

Locker bleiben

Bernt Spiegel hat auf Seite 190 seines Buches "Die obere Hälfte des Motorrads" diese Thematik vertieft. Er erklärt warum man locker bleiben muss und welche Gefahren entstehen, wenn man verkrampft und ängstlich durch den Regen fährt.

So sehr ich diesen Ausführungen auch zustimme, so sehr ich seine Worte auch als die wichtigsten Regeln betrachte, so sehr sollte noch etwas erwähnt werden.

Die Auskühlung

In den gängigen Paradebeispielen wird eines selten erwähnt (nicht ausführlich genug):

Der Regenfahrer muss sich kleidungstechnisch dringend den Wetterbedingungen anpassen.

Regen im Frühjahr oder Herbst bringt meist auch Wind und kalte Luft mit sich. Doch auch ein Sommergewitter, das uns schlecht vorbereitet trifft kann den Körper auskühlen lassen.

Wenn Regen (also Feuchtigkeit/Nässe) an unsere Haut dringt und dazu ein starker Wind blässt, dann kühlen wir Menschen nun einmal ab! Unser Körper reagiert auf die Zustände "Kalt + Warm" in zwei Weisen:

Bei Kälte wird das Blut aus den äußeren Regionen des Körpers abgezogen. Dieser Prozess beginnt nicht erst, wenn man kurz vor dem erfrieren steht, sondern viel früher, er beginnt mit dem Frieren.

Bei Wärme wird das Blut verstärkt durch die Haut und äußeren Körperteile transportiert, wir beginnen zu schwitzen und die entstehende Feuchtigkeit (Schweiss) transportiert die Wärme ab. Wir kühlen uns also.

Der Verlust/Gewinn von Wärme durch Konvektion ist es, was uns hier interessiert:

Konvektion beschreibt z.B. den Wärmeverlust durch ein weiteres Medium. Ein solches Medium ist Wasser oder allgemein gesagt: Feuchtigkeit (Schweiss genauso wie Regen)

Beim Schwitzen wollen wir diesen Effekt und brauchen ihn sogar, bei Kälte jedoch kann dieser Prozess sehr negativ sein. Ein Beispiel:

Wir fahren Motorrad und werden nass bis auf die Haut. Durch den Effekt der Konvektion verlieren wir nun Energie, da die Körperwärme durch die Nässe abgeleitet wird. Wenn jetzt noch Wind dazu kommt, dann fangen wir meistens sehr schnell an zu frieren.

Und was frieren auf dem Motorrad bedeuted, wird meiner Meinung nach oft unterschätzt. Beispiel:

Es fällt (hoffentlich) jedem leicht, einen Besenstiel auf der Handfläche zu balancieren und noch leichter fällt es uns, diesen Besen zu greifen und vom Körper weg zu halten (ausgestreckt, Besen als Zeiger verwenden).

Nun geht einmal ins Badezimmer und kühlt mal Eure Hände stark ab, soweit bis sich die Hand "eiskalt" anfühlt. Versucht direkt danach den Besen ausgestreckt als Zeiger zu verwenden, bzw. ihn zu balancieren.

Ihr werdet feststellen, das es erheblich mehr Kraft erfordert, den Besen ausgestreckt als Zeigestab zu verwenden (so erscheint es uns). Je nach zugeführter Kälte, kann das soweit gehen, das wir den Besen kaum noch halten können.

Wir verwenden einfach viel zuviel Kraft, da wir bedingt durch die Abkühlung nichts mehr spüren. Diesen Prozess wird hier sicherlich JEDER kennen. (z.b. nach einer Schneeballschlacht ohne Handschuhe)

Egal wo am Körper wir stark auskühlen, unsere Motorik wird dadurch stark beeinträchtigt.

Wenn wir also sicher bei Regen Motorrad fahren wollen, dann muss uns bewusst sein:

Ohne guten Regen- und Windschutz nutzen all die guten Tipps nur noch die Hälfte, wenn überhaupt. Denn - und das ist mein wichtigster Punkt - wie soll man das Fahren bei Regen lernen oder verbessern, wenn wir zwar psychologisch perfekt vorbereitet sind, alles gelesen und verinnerlicht haben, es aber dann zunichte machen, weil wir nasse Finger haben, die Füsse durchfrieren und im schlimmsten Fall noch andere Stellen nass werden.

Das Motorrad ist kein Gerät für Grobmotoriker, dazu braucht man sich nur vor Augen zu führen, wie sensibel wir Lenkimpulse geben um Kurvenfahrten einzuleiten. Wenn dieser Prozess durch mentale und organische Probleme gestört wird, dann brauchen wir uns wirklich nicht wundern, das wir bei Regen/Nässe wie auf Eiern fahren.

Nässe ist unser Feind. Sie stört nicht nur unser Seelenwohl, sondern auch unsere Fähigkeit das Motorrad zu steuern. Dringt Nässe ein, nutzt die Thermounterwäsche nichts mehr, im Gegenteil, sie kann bei anhaltenden Eindringen von Nässe zur Abkühlung beitragen. Da braucht man sich nicht rausreden und sagen, das diese Wäsche extra schnell trocknet.

Die perfekte Regenfahrt beginnt also mit dem Anlegen der richtigen Kleidung. Dieser banal klingende Satz, den bestimmt jeder hier im Schlaf aufsagen kann, hat es aber in sich. Er zieht deutlich weitere Kreise als uns manchmal bewusst wird.

Ist der Nacken richtig geschützt?
Sind die Handschuhe wirklich dicht?
Dringt Feuchtigkeit in die Schuhe?
Oder noch schlimmer, dringt Nässe im Bereich des Hosenbundes ein?
Ist der Übergang zwischen Handschuh und Ärmel dicht?

Eine Regenkombi nutzt wirklich nicht viel, wenn die Hände auskühlen, die Füsse nass werden und wir anfangen zu frieren. Regenschutz soll nicht unsere Leder- oder Textilkleidung schützen, jedenfalls nicht hauptsächlich. Sie soll uns schützen.

Eine Regenkombi dient aber nicht nur als Nässeschutz, sie dient uns als Windschutz und damit wiederum als Kälteschutz. Denn durch Konvektion verlieren wir durch Wind genauso Wärme, wie durch Nässe.

Deswegen kann man nur empfehlen:

Führt bei Fahrten mit Regenrisiko immer einen kompletten Regenschutz mit Euch:

Regenhandschuhe, Regenschuhe, Regenkombi und dichtet den Halsbereich gut ab. Nur dann gebt Ihr Euch selber die Chance, eine Regenfahrt genießen zu können und zu echten Regenprofis zu werden.


MfG

schuran

unregistriert

20

Mittwoch, 11. März 2009, 21:04

super thread :mo24:

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