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biboty

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21

Freitag, 14. November 2008, 01:45

RE: Grundlagen Bremsenkunde

Bremsscheiben :

Starre Bremsscheiben sind die einfachste und preisgünstigste Lösung.
Sie haben den Nachteil,das sie sich bei Erwärmung ausdehnen .
Der starre Verbund mit der Felge verhindert eben dieses ausdehenen - darum verformen sie sich geringfügig.
Das bedeutet , das sie dann nicht mehr plan sind sondern eine wellige Form annehmen.
Wenn man dann aus hohem Tempo heraus abbremsen muss, treten Vibrationen auf,weil die welligen Scheiben zwischen den Bremsbelägen hindurch gezogen werden,


Halb schwimmend montierte Bremsscheiben haben dieses Problem nicht,weil sie in den Montagepunkten Radialspiel von innen nach außen haben.
Sie können sich über ihren Umfang hinweg ausdehnen und bleiben auch bei Erwärmung plan.
Das erreicht man zum Beispiel durch Verschraubung der Scheiben in Langlöchern mit Bundschrauben.


Noch weiter gehen komplett schwimmend gelagerte Bremsscheiben. Sie haben radiales und axiales Spiel...also auch quer zur Fahrtrichtung.
Sollten sich diese Scheiben trotz Radialspiel noch verformen, werden die Vibrationen zwischen Scheiben und Belägen wegen dem Axialsspiel ( der Bewegung in Achsrichtung ) nicht auf die Felge übertragen.

Die Bauform ist ziemlich aufwändig ,da es eine Schwierigkeit darstellt,eine Aufhängung für die Scheibe zu bauen,die auf der einen Seite nach allen Richtungen Spiel hat und auf der anderen Seite einen einwandfreien Kraftschluss zwischen Felge und Bremsscheibe garantiert.
Das geschieht dann durch eine zweiteilige Ausführung der Scheibe.

Ein Innenkranz wird starr mit der Felge verschraubt ,und auf diesem Innenkranz sitzt die eigentliche Bremsscheibe in so genannten "Floatern".



Das Material :

Üblich sind Stahl , Grauguss und rostfreier Stahl,der oft auch als Edelstahl bezeichnet wird.
Die Unterschiede ergeben sich aus der Gefügestruktur des Materials.
Grauguss hat das gröbste Gefüge,also die raueste Oberfläche.Damit ergibt sich der größte Reibewert zwischen Scheibe und Belag,was eine gute Bremsleistung garantiert.

Graugussscheiben haben durch ihren hohen Reibewert auch einen hohen Verschleiß. Dadurch sind sie auch recht rostanfällig.
Schon bei höherer Luftfeuchtigkeit bildet sich Flugrost auf der Scheibe,der zwar beim bremsen verschwindet,was aber jedes Mal zu einem höheren Abrieb führt.

Scheiben aus rostfreiem Stahl haben dieses Problem nicht.Die Materialstruktur ist extrem fein,die Oberfläche ist dadurch entsprechend glatt.
Durch speziell darauf angepasste Beläge hat man auch hier eine gute Bremsleistung.

Die häufigste Bauform und ein guter Kompromiss sind Stahlscheiben.
Das Material ist langlebiger als Grauguss und preisgünstiger als Edelstahl.
Die im Rennsport verwendeten Carbon-Bremsen spielen wegen ihrer hohen Preise eigentlich keine Rolle bei Serienmotorrädern.

biboty

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22

Sonntag, 16. November 2008, 03:08

RE: Grundlagen Bremsenkunde


biboty

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23

Dienstag, 3. März 2009, 00:10

Zur Trommelbremse :

Die Radnabe ist bei der Trommelbremse mit einem zylindrischen Ring , der Bremstrommel ausgerüstet.

Auf einer Bremsankerplatte , die mit der Rdaufhängung verbunden ist , sitzen die Bremsbacken.

Die werden über einen Spreizmechanismus , den Bremsnocken , über Gestänge oder Seilzug ,von Hand oder Fuß an die rotierende Trommel gedrückt werden und so das Rad abbremsen.

Trommelbremen gibt es als Simplexbremse und als Duplexbremse.


Ein Nocken spreizt bei der Simplexbremse die beiden Backen :




Die Duplexbremse arbeitet mit zwei Nocken , einem für jede Bremsbacke:





*Wird fortgesetzt*

biboty

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24

Dienstag, 3. März 2009, 00:43

Die Trommelbremse packt zwar nicht so doll zu wie eine Scheibenbremse mit Sechskolbenbremszange,reicht aber für Chopper und Tourenmotorräder aus.
Die Trommelbremse hinten ist für 20. bis 30.000 Kilometer gut.
Durch die gekapselte Form kann der Bremsabrieb nicht so leicht ins Freie.

Bei der Trommelbremse kommt man (im Gegenteil zur Scheibenbremse) nur an die Beläge,wenn man das Rad ausbaut...und dann ist man mit ein paar Handgriffen auch schon an den Belägen.

Manche Trommelbremsen haben eine Inspektionsöffnung,die mit einem kleinen Stopfen verschlossen ist.
Wenn man den Stopfen entfernt,kann man die Stärke der Beläge durch die Öffnung erkennen.

Man misst den Belag an der dünnsten Stelle-als Faustregel gilt eine Mindeststärke von 2mm.
Es gibt auch Kontrollanzeigen in Form eines am Bremshebel befestigtem Zeiger.
Dieser zeigt auf eineMarkierung die auf der Bremsträgerplatte hervorgehoben ist.
Zeigt der Zeiger auf das Ende der Markierung,wenn man das Bremspedal betätigt,müssen die Beläge gewechselt werden.

Eine wirklich sichere Aussage bekommt man aber nur , wenn man das Hinterrad ausbaut,denn nur dann kann man die Beläge wirklich komplett untersuchen und nach evtl. verglasten oder gerissenen Bremsbelägen sehen.
Sollten die Bremsbeläge verölt sein,kann ein defektes Radlager Schuld haben.

Bei einer Simplexbremse ist der Verschleiß der Beläge bauartbedingt ein wenig einseitig.


*Wird fortgesetzt*

Echnaton

unregistriert

25

Dienstag, 3. März 2009, 23:08

mensch,die frau wird immer besser:D :D :D

Panscher

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26

Donnerstag, 28. Mai 2009, 22:00

was mich mal interessiert:

Wenn ich meine bremse entlüfte und keine bläschen mehr kommen und ich nen klaren druckpunkt fühle kann ich dann sicher sein das alle luft raus ist oder kann da immer noch irgenwo nen bläschen festhängen was durch die vibration beim fahren dann "wandert" und mit die bremse schwammig macht?

Panscher

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27

Donnerstag, 28. Mai 2009, 22:39

Das habe ich noch nicht gehabt...wenn die Luft raus war,war immer alles in Ordnung.

Und wenn man sich nicht sicher ist - gerade bei Sachen wie den Bremsen - nie alleine dabeigehen,sondern jemanden zu Rate ziehen,der sich damit gut auskennt und die Sache beherrscht.

Dann kann man unter Aufsicht die Bremsen entlüften und das auf diese Art lernen.....besser ist das.


LG Sabine

Coyote

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28

Donnerstag, 28. Mai 2009, 23:49

Du kannst nur Luft komprimieren, die auch drin ist. Komprimiert sich da nix, ist auch keine Luft da. Völlig egal wo die Bläschen sitzen, der Druck ist ja überall gleich.


Zitat

Die Trommelbremse packt zwar nicht so doll zu wie eine Scheibenbremse mit Sechskolbenbremszange,reicht aber für Chopper und Tourenmotorräder aus.


*Das* muss man mir mal erklären. Meine Virago wiegt mehr als so 'ne 600er Gixxer und fährt auch 100 auf der Landstraße. Warum ist bei 200 Kilo-Chopper mit 100 'ne schwächere Bremse ausreichend, bei einer 170-Kilo-Möhre mit 100 aber nicht? Und Tourer... wird ja noch schlimmer, gleiche Leistung wie die Sportler plus 80 Kilo mehr Gewicht, plus Gepäck. Gottseidank sind Trommelbremsen bei Straßenmöps fast nur noch, wenn überhaupt, hinten.

Schwache Bremsen sind einfach Müll und nie ausreichend (so gesehen sind selbst gute Bremsen nicht ausreichend, aber eben das technische Limit), egal an welchem Möp. Jeder Meter Bremsweg ist kostbar.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Coyote« (28. Mai 2009, 23:58)


29

Freitag, 29. Mai 2009, 09:05

RE: Grundlagen Bremsenkunde

biboty, bin stark beeindruckt :respekt:
Allerdings ist die Denkweise der Hersteller beim Einbau von Trommelbremsen im Chopper auch nach meiner Ansicht fraglich.
Es sei denn, Du denkst an solche Fahrer die in anderen Freds behaupten, sie bremsen eigendlich überhaupt nicht, außer zum Anhalten und fragen ob man Teerflichken ausweichen soll.
Stell mir das bildlich vor, wenn man schön in einer Kurve drinliegt und vor einem jemand seelenruhig Teerflicken ausweicht.
Weiß auch nicht, ob den Leuten bekannt ist, dass Bremsbacken im Lauf der Jahre aushärten und somit auch bei ihnen ein Verschleißteil wird.
Nochmals :respekt:
Grüße Bernd

30

Freitag, 29. Mai 2009, 10:31

Bei Tempo 100 ist das sicherlich egal, aber der Chopper fährt vielleicht 180 Km/h und die Gixxer 280 Km/h. Da bei doppelter Geschwindigkeit die Fahrzeugmasse im Quadrat steigt wird auch die Bremse viel mehr beansprucht.
Außerdem sind bei Sportmotorrädern die Bremsen auf Rennstreckenbetrieb ausgelegt. Durch die größeren Scheiben und Beläge kann auch mehr Hitze abgeführt werden.

Eine Trommelbremse kann durch die gekapselte Bauweise nicht mal annähernd so viel Wärme abführen, dafür ist sie einiges billiger in der Fertigung. Bei Passabfahrten wird ein Chopper mit Trommel viel eher Probleme bekommen als ein Sportmotorrad (Bei gleich schlechtem Fahrer der ständig auf der Bremse steht anstatt die Motorbremse zu nutzen).

31

Mittwoch, 8. Juli 2009, 18:01

Sportmotorräder sind in der Regel kopflastig, Chopper eher hecklastig. Also würde es doch dafür sprechen, dass bei Sportlern hinten eine schlechtere Bremse ausreicht??? Wieviel Bremskraft kann ein Sportler übertragen wenn das Hinterrad in der Luft ist? Hat jemand schon mal einen Stoppi mit nem Chopper gemacht? Ich glaube die Hersteller gehen wohl beim Chopper davon aus, dass der Fahrer niemals wirklich hart bremsen muß (grübel). Wenn die Chopperfraktion sich mal dazu durchringen könnte weniger haltbare, dafür aber weichere, Reifen zu kaufen wären die Jungs und Mädels weit besser dran beim Bremsen als so mancher Sportler. Bei fast jedem Chopper ist es möglich die Räder auch bei dosiertem Krafteinsatz zu blockieren. Also hängts am Reifen und nicht an der Bremse.
Werden überhaupt noch Trommelbremsen verbaut oder ist das eher Geschichte?

Coyote

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32

Mittwoch, 8. Juli 2009, 18:44

Zitat

Bei Tempo 100 ist das sicherlich egal, aber der Chopper fährt vielleicht 180 Km/h und die Gixxer 280 Km/h. Da bei doppelter Geschwindigkeit die Fahrzeugmasse im Quadrat steigt wird auch die Bremse viel mehr beansprucht.


So ist das gemeint. Ich hatte das verstanden wie "ein Chopper muss nicht so schnell von 100 runterbremsen können wie eine Supersportler".

Übrigens steigt die Energie im Quadrat, die dynamische Massenzunahme ist kaum messbar. :)

@Lore68: die Chopperfraktion hat übrigens durchaus Probleme etwas anderes als Holzreifen montieren zu dürfen. Den PP2 kriege ich einfach nicht eingetragen, auch wenn ichs gerne möchte. :P Übrigens blockiert bei meiner Einscheibenbremse vorne nix, solange es trocken ist. Selbst wenn man es versucht.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Coyote« (8. Juli 2009, 18:47)


33

Mittwoch, 8. Juli 2009, 19:46

Zitat

Übrigens steigt die Energie im Quadrat, die dynamische Massenzunahme ist kaum messbar.

Vollkommen richtig. Gemeint war auch die Kinetische Energie. Hab´s nur falsch geschrieben.

Von dynamischer Massenzunahme hab ich allerdings noch nie gehört. Klingt Interessant. Werd ich mal Googlen.:danke:

Schnucki

unregistriert

34

Sonntag, 12. Juli 2009, 10:18

danke für die Erklärungen Sabine, das ist wirklich interessant.

Zitat

Übrigens blockiert bei meiner Einscheibenbremse vorne nix, solange es trocken ist. Selbst wenn man es versucht.

Ich fahre ja eine etwas *hüstel* ältere LTD. Für mich als Anfänger und Frau wirklich ideal, ich komme gut runter, sie ist wendig. Gestern war ich auf dem Parkplatz, Bremsen üben. Das Fahrschulmoped hatte ja ABS, die LTD natürlich nicht, also ist üben angesagt. Mein Mann, der sie vorher gefahren hat, behauptet, das Vorderrad bringe ich nicht zum Blockieren. Es hat bei mir ziemlich schnell blockiert :P ,
das Hinterrad sowieso.

Coyote

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35

Sonntag, 12. Juli 2009, 12:00

Du musst dem Motorrad natürlich schon eine Chance zur Gewichtsverlagerung geben...
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Schnucki

unregistriert

36

Sonntag, 12. Juli 2009, 18:07

Zitat

Original von Coyote
Du musst dem Motorrad natürlich schon eine Chance zur Gewichtsverlagerung geben...


das weiß ich jetzt auch :grin: aber es war gut, diese Erfahrung gemacht zu haben .....

midsommer

unregistriert

37

Sonntag, 12. Juli 2009, 21:39

Super interessante Beiträge Sabine, ich habe heute meine bisherigen Kenntnisse über Bremsen stark erweitern können. :danke: Sabine und Co.

Zitat

Original von Panscher
was mich mal interessiert:

Wenn ich meine bremse entlüfte und keine bläschen mehr kommen und ich nen klaren druckpunkt fühle kann ich dann sicher sein das alle luft raus ist oder kann da immer noch irgenwo nen bläschen festhängen was durch die vibration beim fahren dann "wandert" und mit die bremse schwammig macht?

Panscher



das kommt ganz darauf an. Entlüften direkt nach Wechseln der Bremsflüssigkeit oder Entlüften nachdem du unterwegs dieses schwammige Gefühl hattest.

Beim ersten Fall ist es ok. Beim zweiten nicht unbedingt.

Zitat

Original von Coyote

Du kannst nur Luft komprimieren, die auch drin ist. Komprimiert sich da nix, ist auch keine Luft da. Völlig egal wo die Bläschen sitzen, der Druck ist ja überall gleich.


Das ist richtig, wenn es sich tatsächlich um Luft handelt, zum Beispiel nach dem Wechseln der Bremsflüssigkeit. Wenn das schwammige Bremsgefühl aber erst unterwegs auftritt, hat das andere Ursachen.

Beim Entlüften sind die Bremsen und damit die Bremsflüssigkeit wahrscheinlich schon wieder kalt. Wie Sabine schon erwähnt hat, ist Bremsflüssigkeit hygroskopisch. Wenn deine Bremsflüssigkeit schon ein gewisses Alter hat, ist mit Sicherheit auch bereits Wasser in der Bremsflüssigkeit enthalten. Das Tückische daran ist, dass Wasser selbst den Bremsdruck gut übertragen kann, du hast also einen deutlichen Druckpunkt.

Erst wenn du dann unterwegs bist und sich durch Bremsen die Bremsflüssigkeit erwärmt, verdampft das enthaltene Wasser und dann bilden sich Wasserdampfblasen in der Bremsflüssigkeit. Die übertragen den Bremsdruck nicht. Das schwammige Gefühl ist dabei noch das kleinere Übel.

Je nachdem wie alt die Bremsflüssigkeit ist und wieviel Wasser bereits in der Bremsflüssigkeit ist und wie oft und wie stark du bereits gebremst hast, erwärmst sich ja die Bremsflüssigkeit. Dabei bilden sich entsprechend große Wasserdampfblasen. Dann wird der anfänglich spürbare Druckpunkt schnell schwammig und bald sind dann soviele Wasserdampfblasen entstanden, dass eine Druckübertragung einfach nicht mehr möglich ist. Wenn du dann die Bremse betätigst und sie bis Anschlag ganz leicht geht ohne zu bremsen, solltest du schon deinen Fluchtweg gefunden haben.

Deshalb bei dem beschriebenen schwammigen Gefühl beim Bremsen unbedingt schnellstmöglich die Bremsflüssigkeit wechseln.

LG Marion

38

Dienstag, 13. Juli 2010, 23:30

WOW, Super Bericht!!

Finde ich echt klasse! Große Lob an euch!!

LG Tanja

brille123

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39

Dienstag, 15. November 2011, 12:34

hi

das sind echt gute Tipps hier, danke leute

henne

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40

Freitag, 18. November 2011, 07:48

was mich mal interessiert:

Wenn ich meine bremse entlüfte und keine bläschen mehr kommen und ich nen klaren druckpunkt fühle kann ich dann sicher sein das alle luft raus ist oder kann da immer noch irgenwo nen bläschen festhängen was durch die vibration beim fahren dann "wandert" und mit die bremse schwammig macht?

Panscher



Es kann auch noch Luft in der Bremsanlage sein, obwohl keine Bläschen mehr rauskommen. Das liegt an der inneren Geometrie der Bremssättel. Wenn sich dort bei Hinterschneidungen Luftkammern bilden kann man die (wahrscheinlich?) durch leichtes Klopfen dazu bringen nach oben zu steigen. Ich entlüfte einfach nach ein paar Tagen nochmal bzw. entlüfte von unten nach oben. Bei einer hydraulischen Kupplung tritt das Problem noch stärker auf.
Der Norden fängt da an, wo die Leute aufhören zu

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