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Oldi1963

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  • »Oldi1963« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 1. Februar 2009, 14:41

Schwingenlager wechseln

Es kommt einmal die Zeit, wo man schlechtes Fahrverhalten an seinem Motorrad bemerkt, dass man nicht gewohnt ist. Hierzu gibt es verschiedene möglichkeiten die daran schuld sein könnten.
Für viele, bleibt dann der Weg in die Werkstatt nicht erspart.

Es ist schon einige Zeit her
genauer gesagt ca 3 Jahre, dass ich dieses an meinem Motorrad Suzuki TL1000 bei einer Leistung von ca. 42000 Km selbst erlebt hatte, trotz sehr gutem Fahrwerk, konnte ich die Linie in den Kurven nicht mehr halten ==> stimmts Bobby! Starkes Pendeln, ungewohntes einknicken in Schräglage waren hier die ersten Anzeichen.

Fuhr damals zu einem Fahrwerksspezialisten, dieser schaute und kontrollierte mit Argesausgen die hintere Radaufhängung. Nach nur kurzem Check, teilte er Mir mit, dass die Schwingenlager ausgeschlagen sind. Schreck was kostet das wieder?? Die Suzuki Werkstatt, würde für eine solche Reparatur verlangt Suzuki ca. 500 Euro. Nun das wollte ich nicht zahlen, also beschloss ich, dieses selbst zu Reparieren.

Dieses soll nur veranschaulichen, welche Arbeitschritte notwendig sind, um eine Schwinge neu zu Lagern!

Hi. Schwingenlager austauschen

Fahrzeug sicher aufbocken (Hauptständer wenn vorhanden)!
Hi. Bremszange lösen um das Rad ausbauen zu Können.
Kettenschutz entfernen (Hi. Radabdeckung ebenfalls - falls vorhanden)
Stoßdämpfer (Umlenkung falls vorhanden) von Schwinge lösen!
Kronenmutter (Sicherungsmutter) von Schwingenwelle lösen (hierfür ist oftmals ein Spezialschlüssel erforderlich) kosten des Werkzeuges ca. 56 Euro je nach Fahrzeugtyp.
Schwingenwelle lösen Vorsicht beim herausziehen.
Sollten dünne Scheiben abfallen, dann habt ihr eine Distanzierte Schwinge. In diesem Fall, sollte es eine Werkstatt erledigen, da nach erneuern der Lager, die SChwinge neu Distanziert werden muss! zB: Suzuki Bandit!

Nehmt jetzt die Schwinge und zieht sie mit etwas Kraft nach Rückwärts heraus.

Schwinge reinigen!



Nach dem reinigen, müssen die Lager mit einem geeignetem Werkzeug von Innen heraus ausgeschlagen werden!
Hierzu habe ich eine 30 - 40 cm lange 1/4" Verlängerung verwendet. Es geht auch ein 10 - 20mm starkes Eisenrohr in der gleichen Länge.
Wenn das erledigt ist, sollte man die Schwinge innen nochmals von dem ganzem Dreck sorgfälltig reinigen.

Defektes Lager und Hülse!





Vorbereiten zum einpressen der Lager!

Neues Fett (Heißlager oder Grafitfett) dafür verwenden.
Damit die Innenseite der Schwinge wo die Lager eingepresst werden auftragen.



Ein neues Lager nehmen und auf die Kennzeichnung achten Diese Kennzeichnung "MUSS" immer nach "AUSSEN" zeigen!



Für das Einpressen der Lager, bitte genau passendes Werkzeug bzw. Nuß verwenden. Werkzeug muss an der Aussenseite der Lager sitzen um dieses nicht zu beschädigen.
Max. Einpressen der Lager mit einem Überstand von 2 mm. (Kennzeichnung lesbar)!
Schwinge um 180° drehen, Folgende Teile einsetzen ==> Hülse - Spencer - Hülse <== nun das 2te Lager nehmen und ebenfalls wie das 1ste Lager einpressen.



Die Lager sind nun eingepresst, als nächstes werden folgende Teile montiert!

Re + Li. neue Schwingenwellendichtringe



Neuer Kettenschleifschutz



Neue Schwingenwelle inkl. neuer Mutter und Kronenmutter



Die Schwinge ist nun neu gelagert, jetzt könnt ihr das Alles wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammenbauen, wie ihr die Schwinge ausgebaut habt!

Sollte dies in Vergessenheit geraten sein, hier nochmals der Link für den Online Katalog für Ersatzteile!

Lg Oldi :mo24:

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Oldi1963« (1. Februar 2009, 14:50)


mueckehintenamhelm

unregistriert

2

Sonntag, 1. Februar 2009, 14:50

gute arbeit

hallo oldie,

sieht gut aus, was du da gemacht hast, spart auch ordentlich kohle. musst aber schon einige schraubererfahrung mitbringen, auch habe ich zb keine hydraulische presse.

hoffentlich hält auch alles
lg aus ka
helmut

Morrison

Mit neuem TÜV

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3

Sonntag, 1. Februar 2009, 15:35

Das stimmt schon. Man braucht Werkzeug und Erfahrung. Trotzdem auch für den Nichtschrauber sehr interessant zu sehen. Würde es gerne im Most Wanted sehen wenn du nichts dagegen hast.

LG
Thilo

Oldi1963

Mo24-Inventar

  • »Oldi1963« ist der Autor dieses Themas

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Motorrad: Keines mehr .....

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4

Sonntag, 1. Februar 2009, 15:57

Hab nichts dagegen, wenn es nützlich ist! :mo24:

Che

FreeBiker

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Motorrad: BlackBandit GSF650SA-K6

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5

Sonntag, 1. Februar 2009, 17:20

@Oldie1963:
:respekt: für Deinen Reparaturbericht, Toni.
Ist sehr gut beschrieben und zusammen mit den guten Aufnahmen sehr gut nachvollziehbar.

ciao
&
lG
Che
...:danke: für den Hinweis an Bandit-Fahrer (wie mich;) )

Olli56

Mo24-Fan

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6

Montag, 2. Februar 2009, 23:39

Zitat

mit einem geeignetem Werkzeug von Innen heraus ausgeschlagen werden


@Oldi1963!
Prima beschrieben, ähnlich habe ich das auch gemacht!

Nur: s.o.!!! da bekomme ich leichte Magenschmerzen.
Derjenige, der die o.g. Technik nicht beherrscht, kann da leicht Kernschrott produzieren.
Ich arbeite hier mit einem Innenabzieher. Ich habe zwar einen Eigenen, kann mann aber auch im Werkstattbereich ausleihen.
Oder die Lager ziehen lassen, auch wenn das ein paar Euro´s kostet.

@mhah!
Das geht auch ohne Presse!
Eine lange Gewindestange und, wie Oldi beschrieb, viel Gleitmittel!
etwas Augenmaß und Gefühl!
Das passt schon!

BIG
Olli
Gruß aus dem Norden!
Olli

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