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Oldi1963

Mo24-Inventar

  • »Oldi1963« ist der Autor dieses Themas

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Registriert: 9. Februar 2006

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1

Sonntag, 3. Mai 2009, 19:10

Delle im Tank ausbessern!

Bild und Text von Oldi1963

Delle im Tank ausbessern!

Vor der Reparatur, sollte man sich den Bericht einmal gut durchlesen um Fehler und Gefahren zu vermeiden.Auch ich habe diese Reparatur das erste Mal ohne Vorkenntniss getätigt. Anfangs hatte ich etwas Bammel, doch mit Vorsicht und sehr viel Geduld funktioniert es auf alle Fälle.Weiters von Vorteil wäre, ein wenig Geschick, passender Platz und Werkzeug vor allem viel Geduld und sehr genaues Arbeiten.Für diese Art von Dellen Reparatur ist es besonders Wichtig, dass der Tank gut von dem Spritdämpfen auslüften kann, somit vermeidet man eine Explosion da mit offener Flamme gearbeitet wird. Näheres zum Tankentlüften, beschreibe ich gleich unterhalb.


""WICHTIG "" Tank entlüften "WICHITIG""


Das „Tankentlüften” ist nicht unproblematisch! Sprit ablassen - Tank ab - ausbauen und zerlegen. Wie man den Tank seines Motorrad abbekommt bzw. Teile davon entfernt, steht im jeweiligen WHB (Werkstatthandbuch). Danach entweder weitgehend mit Wasser füllen, sodass nur die Lötstelle innen Wasserfrei ist, oder Gas einfüllen (CO aus einer Bierzapfanlage - Patrone oder CO/Argon) vom Schweisser wenn Vorhanden.

Auspuffgase eigenen sich nicht hierfür, da mit Restspritmengen zu rechnen ist!!

In meinem Fall, war der Tank komplett zerlegt, dass heißt, Treibstoffpumpe sowie sämtliche Teile des Tanks die Dämpfe einschließen konnten, waren bereits entfernt und der Tank, lag schon mehr als 2 Wochen in diesem Zustand und konnte daher restlos auslüften.Jetzt zu dem Thema, worum es eigentlich in dieser FAQ geht!

Benötigtes Material für diese Art von Reparatur!

Verzinnungspaste - Zinnstangen - Gasbrenner - Schleifklotz - Schleifpapier (Körnung 120) - Spachtelmasse - Schleifpapier (Körnung 400) - Füller








Vorbereiten zum Verzinnen

Als erstes sollte der Tank rund um die Deformierte Stelle großflächig ausgeschliffen werden das keine Brandfläche entstehen kann.
Vor dem Auftragen der Zinnpaste, soll der Tank in eine gute und sichere Lage gebracht werden, damit das Zinn sobald es Flüssig wird, gleichmäßig in der Delle verfließt.



Jetzt streicht die Zinnpaste großflächig auf die komplett geschliffene Stelle auf. Die Paste hilft damit sich das Zinn wenn es flüssig wird, gleichmäßig verrinnt und mit dem Material eine gute Verbindung eingeht.



Wenn das getan ist, kommt der Brenner zum Einsatz. Hier beachtet das nur eine WEICHE FLAMME benötigt wird.
Mit gleichmäßigen Bewegungen die bestrichene Fläche erwärmen bis sich die Paste komplett verflüssigt (merkt man sofort). Danach das Zinn auftragen (ist wie Löten) Die Zinnstange an der Stelle anlegen und mit der Flamme erwärmen. Das Zinn schmilzt und fließt an die tiefste Stelle (hier hätte ich eine oder mehrere Hände benötigt um dieses auch auf Bild festhalten zu Können). Bitte nicht zu lange mit der Flamme anhalten, damit keine Schäden am Tank entstehen, immer etwas auskühlen lassen (ca. 10 – 15 sec.)!



Jetzt kommt der Streichklotz zum Einsatz. Das aufgetragene Zinn wieder erwärmen bis es flüssig wird. Danach verstreicht man mit dem Klotz das Zinn schön gleichmäßig.
Schön zu sehen, dass ich hier etwas zuwenig ausgeschliffen habe, der Lack ist etwas angebrannt und hat eine Kruste hinterlassen, so was sollte vermieden werden.



Nach dem Verstreichen die ganze Stelle gut auskühlen lassen. Nun kommt der härteste Teil, es wird das Zinn verschliffen das eine glatte Oberfläche entsteht. Es kann auch ein Einhandwikleschleifer mit einer Schrubbscheibe KEINE TRENNSCHEIBE verwendet werden.

Diese Art von schleifen sollte man nur Anwenden, wenn man sich dieses auch zutraut. Es kann schnell sein, dass man ein Loch in den Tank fräßt.

Ich habe letzteres getan - ging schöner, gleichmäßiger und mit weniger Kraftaufwand!

Kleine Löcher und Risse, werden anschließend mit Spachtelmasse gefüllt.



So sollte das dann aussehen. Man sieht sehr schön, wo die Delle war und wie das Zinn die Delle ausgefüllt hat.



Der Rest ist dann Verspachteln – schleifen – Verspachteln – schleifen – Verspachteln und wieder schleifen bis die Fläche in einem TOP Zustand ist.





Jetzt kann man das erste Mal den Füller auftragen. Die Trockenzeit ist etwa 20 min. danach sieht man wo man schlecht geschliffen hat, da hier der Füller einfällt (so wie am Bild unten leicht sichtbar).
Das heißt dann, noch einmal schleifen und neuen Spachtel auftragen – aushärten lassen und wieder verschleifen. Nochmals Füller auftragen und 20 min. Warten.



Bei optimalem und sauberen schleifen, sollte das dann so aussehen!



Hoffe der Bericht hilft etwas weiter und lässt niemanden Verzweifeln, sollte mal ein Unglück geschehen. Diese Art von Reparatur, ist zwar Zeitaufwendig, erspart aber eine Menge Kohle oder sogar einen neuen Tank. Je mehr und Sorgfältig man eine Vorarbeit erledigt, desto schöner und günstiger kann eine Lackierung werden.

Lg Oldi

2

Sonntag, 3. Mai 2009, 19:23

Sehr schöner Bericht. Aber kann man nicht auch einfach die Delle ziehen? Wie bei einer Kfz Reparatur. Dann wär die Delle weg und nicht verdeckt. Oder ist das bei Tanks nicht möglich?

leroy

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3

Sonntag, 3. Mai 2009, 19:45

Generell ist Ziehen auch möglich. Es kommt aber auf die Delle an. Und ums Schleifen, Spachteln und Füllern kommst du sowieso nicht drumrum. Da kannst du auch Verzinnen.

Jedenfalls ist das eine super Anleitung! :respekt:

Gruß
Leroy

Oldi1963

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  • »Oldi1963« ist der Autor dieses Themas

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4

Sonntag, 3. Mai 2009, 20:32

Eine Delle an einem Tank ziehen ist aus einigen Gründen fast unmöglich.

1) Der Tank sieht zwar sehr schwach gebaut aus, jedoch Irrt man hier gewaltig.
2) Die Fläche ist nich gerade genug um die Delle so ziehen zu Können, dass an einer anderen Stelle eine Verforumung stattfindet.

So wie Leroy schon erwähnte, Spachteln und Schleifen kommt man nicht herum.

Vorteile dieser Art von Dellen Reparatur!

Die Spachtelmasse kann in späterer Folge reißen da man ja eine Menge an Masse benötigt um die Stelle wieder in den Ursprünglichen Zustand zu bekommen.

Beim Verzinnen, kann sowas nicht passieren, da sich das Zinn mit dem Material vebindet und es darüberhinaus noch festigt. Zugleich wird die Stelle vor Korrosion geschützt.

Lg Oldi

5

Montag, 4. Mai 2009, 00:29

Also Punkt 1 kann ich bicht ganz nachvollziehen. Ein Kotflügelblech ist nicht viel Dünner.
Punkt 2 klingt aber logisch. Bei der Rundung dürfte das ziehen schwer werden.

Danke. Wieder was gelernt.

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