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Duplex

Mo24-Kultanhänger

  • »Duplex« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 525

Registriert: 12. August 2011

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Motorrad: Suzuki GSF 1250 SA K8

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1

Sonntag, 26. April 2015, 16:03

Welches Motoröl sollte man nehmen?





Besonders junge Motorrradfahrer stehen oft vor der Frage, welches Motoröl für das neue "Familienmitglied" zu empfehlen ist - es soll für den Liebling natürlich das Beste sein, damit die Maschine optimal läuft und vor Motorschäden geschützt ist.

Bei erfahrenen Motorradfahrern lösen diese oft wiederkehrenden Frage aber Stöhnen und widerwillige Antworten wie "... benutz doch mal die Suchfunktion!" aus.

Deshalb habe ich hier mal die mir bekannten Kriterien für die Auswahl eines geeigneten Motoröls aufgeschrieben (nach besten Wissen - aber ohne Garantie).

Die nachfolgenden Ausführungen beschränken sich überwiegend auf Motorräder aus diesem Jahrtausend mit Nasskupplung und Benzinmotor. Bei älteren Motoren, bei Motorrädern mit Trockenkupplung und bei Dieselmotorrädern gelten andere Überlegungen!


Unterschiede von Motorradmotoren zu Pkw-Motoren:

- Das Motoröl schmiert den Verbrennungsmotor und das Getriebe
- In aller Regel haben Motorräder eine vom Motoröl umgebene Naßkupplung
- Höhere Drehzahlen
- Geringeres Ölvolumen

deshalb ist Pkw-Motoröl nicht für Motorräder geeignet (bestenfalls mal im Notfall für kurze Zeit)!



Wie finde ich das optimale Öl?

- Der erste, unbedingt zu beachtende Hinweis findet sich im Fahrerhandbuch. Dort findet man vor allem Hinweise zur Viskosität des Öls in Abhängigkeit von den Außentemperaturen wie z. B. "10W-40". Die Angabe 10W steht dabei für die Viskosität (Zähflüssigkeit) bei niedrigen Temperaturen (W wie Winter) und die Zahl danach für die Viskosität bei hohen Temperaturen. Dabei ist das Öl mit zunehmenden Zahlenwerten immer zähflüssiger.

- Das zweite Kriterium ist die Eignung des Öls für die Nasskupplung. Das wird entweder durch die entsprechende Beschreibung "Motorradmotoröl für Nasskupplungen geeignet" oder durch die Bezeichnung "JASO MA", "JASO MA1" oder "JASO MA2" gekennzeichnet, wobei "JASO MA2" die jüngste/modernste Spezifikation sein dürfte (JASO = Japanese Automotive Standards Organisation). Für Nasskupplungen muss dieses Kriterium auf jeden Fall erfüllt sein, weil sonst das unliebsame und verschleißfördernde Kupplungsrutschen auftreten kann!

- Im Laufe der Jahre wurden die Öleigenschaften parallel mit den immer höheren Anforderungen in den Motoren gesteigert. Dies spiegelt sich in den immer weiter entwickelten API-Spezifikationen wider, die auf den Ölgebinden angegeben sind (API = American Petroleum Institute). Eine solche Bezeichnung lautet z. B. "API SM", wobei das "S" für Benzinmotoren steht und der Buchstabe "M" die mit dem Alphabet steigende zeitliche Abfolge der Qualitätsklassen kennzeichnet,
z. B.
API SF = 1980-1987;
API SG = 1987-1993;
API SH = 1993-1996;
API SJ = 1996-2001;
API SK/SL = 2001-2004;
API SM = 2004-2010;
API SN = ab 2011 bis ... mindestens heute (= 04/2015).

Damit es nicht zu kompliziert wird: Ältere Motoren (1999 und älter) dürften mit preisgünstigen, älteren Klassifikationen wie API SH bis SL problemlos klarkommen. Bei neueren Motoren würde ich die besseren Klassifikationen ab API SM vorziehen.

- Leichtlauföle (0W-... und 5W-...) sind nicht für Motorradmotoren geeignet, solange sie nicht ausdrücklich vom Motorenhersteller dafür empfohlen werden, weil damit die höheren Anforderungen an die Druckstabilität im Getriebe nicht erreicht werden.

- Mineralisches, teilsynthetisches oder vollsynthetisches Öl? Das wird manchmal mit fast religiösem Eifer diskutiert.
Meine Meinung dazu: Ältere Motorräder scheinen bei mineralischem Öl weniger Probleme mit Kupplungsrutschen zu haben. Jahrelang an mineralisches Öl gewöhnte Motoren vertragen unter Umständen die Umstellung auf Synthetiköle nicht gut. Die modernen Öle lösen (momentan noch das Metall schützende) Ablagerungen an Kolbenringen und Lagerstellen leichter auf, so dass dann erhöhter Ölverbrauch und größeres Lagerspiel die Folge sein kann. Da sollte man also besser bei dem bisherigen Öltyp bleiben oder nur auf teilsynthetisches Öl umsteigen bzw. seine Werkstatt fragen.
Alle neueren Motorräder sollten keine Kupplungsprobleme haben, sobald die JASO MA2 - Spezifikation erfüllt ist.
Je höher der Synthetikanteil im Öl ist, desto höher ist die Alterungsbeständigkeit und die Verschleißfestigkeit.



Zusammenfassung für die optimale Auswahl bei jüngeren Motoren:

- Viskosität nach Fahrerhandbuch, JASO MA2, API SM oder SL, teil- oder vollsynthetisch. Sobald diese Bedingungen erfüllt sind, kann dann der Preis den Ausschlag geben.




Häufig gestellte Fragen:


- Welches Öl kann ich nachfüllen? A: Möglichst das gleiche Öl, welches sich schon im Motor befindet. Zumindest die gleiche Viskositätsklasse verwenden. Nur im Notfall Pkw-Öl verwenden (ist immer noch besser als gar keins!).

- Motorölstand über der MAX-Markierung, was ist zu beachten? A: Wenn beim Ölwechsel zu viel Öl eingefüllt wurde: Wieder bis auf MAX absaugen, weil das Öl bei zu hohem Ölstand schäumen kann und dann wegen der im Öl enthaltenen Luftblasen nicht mehr richtig schmiert. Wenn der zu hohe Ölstand bei anderer Gelegenheit auftritt (lange Standzeit, Vergaserunregelmäßigkeiten o.ä.) dann kann z. B. Kraftstoff durch einen überlaufenden Vergaser ins Öl gelangt sein. Je nach Ausmaß der Verdünnung sollte man den Motor nicht mehr starten, erst die Ursache (fachmännisch!) beheben und dann einen Ölwechsel durchführen.

- Wie oft muss der Ölfilter gewechselt werden? A: Das steht als Vorgabe im Handbuch. Es empfiehlt sich, bei jedem Ölwechsel auch den Filter zu wechseln, da sich der Filter im Laufe der Zeit mit den ausgefilterten Stoffen (Verbrennungsrückstände, feiner Metallabrieb, Kupplungsabrieb usw.) zusetzen kann.



Weiterführende Informationen:

Wikipedia: Motoröl: http://de.wikipedia.org/wiki/Motor%C3%B6l

Wikipedia: Schmieröl : http://de.wikipedia.org/wiki/Schmier%C3%…-Klassifikation

ACEA-Spezifikationen : http://www.acea.be/publications/article/…-sequences-2012

Broschüre "Schmierstoffe für Kraftfahrzeuge" : http://motorang.com/bucheli-projekt/XX.pdf (interessant, aber aus dem Jahr 2000)

2

Sonntag, 26. April 2015, 18:41

Sehr schicke Übersicht. :)

Für mein Motorrad schreibt der Hersteller 5W-40 für Temperaturen unter 0°C vor, über 0°C soll es 10W-50 sein.

foxdonut50

der Schrägste

Beiträge: 4 442

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Wohnort: Brandenburg

Motorrad: BMW F800R

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3

Sonntag, 26. April 2015, 19:04

Können wir das mal anpinnen? ;)
BMW fahren entspannt.



2010-2011: Kawasaki ER-5 (crashed)
2011-2013: Suzuki GSF600 Bandit GN77B (sold)
2013-2015: Husqvarna SM610i.e. (sold)

Duplex

Mo24-Kultanhänger

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Motorrad: Suzuki GSF 1250 SA K8

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4

Sonntag, 26. April 2015, 19:13

Können wir das mal anpinnen? ;)

"Most wanted" ist für normale, sterbliche User wie mich gesperrt. Könnte nur die Geschäftsleitung veranlassen.


Vielleicht warten wir auch erst mal ab, ob noch Fehler entdeckt oder Ergänzungen gepostet werden.

bratwurst

¯\_(ツ)_/¯

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Motorrad: Honda CB 500

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5

Sonntag, 26. April 2015, 23:57

Schön geschrieben! :thumbup:

Kleiner kosmetischer Tipp noch: bitte keine Hervorhebungen durch unterstreichen, das sieht relativ verwirrend aus. Lieber fett oder kursiv.

Ansonsten bitte das Team anschreiben und nach "Most Wanted" verschieben lassen :thumbup:

Gruß,
Thomas

Coyote

Send lawyers, guns and money!

Beiträge: 13 137

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Motorrad:  Honda VFR 800 A, Moto Guzzi Griso 1100

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6

Montag, 27. April 2015, 08:55

Meise hat doch schonmal so einen Thread geschrieben. Ich finde ihn nur nicht mehr (dachte, er sei im Most Wanted) - da er sich gelöscht hat, kann man auch nicht mehr nach seinem Benutzernamen suchen. Die hätte man zusammenführen können.
WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

bdr529

Mo24-Inventar

Beiträge: 3 020

Registriert: 20. Mai 2011

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Motorrad: BMW R 1200 GS MÜ

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7

Montag, 27. April 2015, 09:18

Als Ergänzung noch drei gute Links zum Thema:

Ölzusätze: http://www.powerboxer.de/theorie-technik/335-zuse

Ölviskosität: http://www.powerboxer.de/theorie-technik/274-viskosit

Ölempfehlungen für BMW Boxermotoren 1200 und 11x0: http://www.powerboxer.de/motor/315-4v0-typ
VG
Michael

J.P.

Mo24-Bewohner

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Registriert: 2. Februar 2011

Wohnort: Rheinland-Pfalz

Motorrad: Triumph Trident Sprint

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8

Dienstag, 28. April 2015, 13:38

Schöne Zusammenstellung. Als ich den Titel gelesen hab, wollt ich allerdings schon Popcorn holen gehen ;-)
"Failure is not an option" (Gene Krantz, Apollo 13 Flight Director)

"Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Wobei ich mir beim Universum nicht ganz sicher bin." (Albert Einstein)

Klaus

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Beiträge: 36

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Wohnort: Saarland

Motorrad: R1200 GS

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9

Donnerstag, 7. Mai 2015, 05:37

Einfach ins Handbuch schauen und fertig.

wiesel

Mo24-Bewohner

Beiträge: 1 313

Registriert: 7. Januar 2011

Wohnort: Thüringen

Motorrad: FZ8

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10

Dienstag, 12. Mai 2015, 08:21

Ich hab im Handbuch und auf irgendwelchen Aufklebern gefühlte 20x den Hinweis doch unbedingt Yamalube zu nehmen :) ...sonst explodiert das Motorrad

Kiwi

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Motorrad: Suzuki DL650, Honda MSX

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11

Dienstag, 12. Mai 2015, 09:38

... oder es fäng an, sich zu schütteln und bettelt nach dem einzig wahren vom Hersteller empfohlenen und perfekt auf den Motor (und die Interessen der Industrie :grin: ) abgestimmten, mit Additiven liebevoll abgeschmeckten...
...oder man nimmt einfach ein passendes, den Spezifikationen entsprechendes No-Name Zeugs und redet dem Motorrad gut zu. Ein gefälschtes Label kann bei empfindlichen Exemplaren zur Not auch Wunder wirken... Nicht nur bezogen auf das Motorrad... :whistling: :grin:
Segg ni allens wat du weeßt,
avers weet jümmers wat du seggst!




DonBibero

Mo24-Hobbyist

Beiträge: 77

Registriert: 5. Juni 2015

Wohnort: Nordrhein-Westfalen

Motorrad: Yamaha YZF- R1 RN01, FZ1-N RN16, BMW S1000RR

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12

Montag, 8. Juni 2015, 07:52

...sonst explodiert das Motorrad
öhm das hast du falsch verstanden.... das ist die Tuningmaßnahme zum Feuerstuhl :grin:
Liebe Oma, schick mir meinen 2ten Colt, hier ist mehr los als ich gedacht habe.

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