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straddle

Mo24-Probefahrer

  • »straddle« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 2

Registriert: 19.09.2008

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1

Freitag, 19. September 2008, 02:19

Kurvenfahrtechnik (Fahrschule) - Drücken

Hallo miteinander.
Ich mache gerade die Frahschule für Motorrad unbegrenzt. Eigentlich läuft es ganz gut aber ich habe ein Problem, das immer je näher die Prüfung rückt; dass Drücken! Ich beherrsche Grundfahrübungen nach einigem Üben schon recht passabel. Der langsame und der schnelle Slalom klappen eigentlich recht gut. Mein Fahrleher verlangt aber von mir, das ich die Maschine drücke. Bis jetzt habe ich alles mehr oder weniger alles mit dem Legen geschafft. Die Ausweichübung mit 50km schaffe ich zwar auch mit dem Legen, stosse aber an meine Grenzen.Ich muß dazu sagen, das ich eher ein Kopfmensch bin und weniger mit Intuition gesegnet bin.Bis jetzt konnte mir keiner (auch nicht der Fahrlehrer) beschreiben, wie das Drücken funktioniert. Es kam immer, „Das weißt ich auch nicht genau wie ich das mache“ oder „Drücke die Maschine halt einfach“. Das hilft mir leider nicht weiter. Was muß ich vorhin „Drücken“? Mit dem Knie die Maschine? Mit den Armen der Lenker? Im Netz finde ich auch immer nur die Beschreibung wie es aussieht. Das was ich natürlich.Habt ihr einen Lin k oder eine Beschreibung für einen weniger intiutiven Menschen? Ich bin inzwischen recht verzweifelt, das mir etwas so schwer fällt, was anscheinend jeder andere schon als Kind mit dem Fahrrad beherrscht. PS.: Ich habe seit 18 Jahren einen A1 (125qcm) Schein (damals musste ich keine Kunststücke vorführen, sonden einfach durch die Stadt fahren) und fahre seitdem auch problemlos und unfallfrei. Auch nie ein größerer Sturtz o.ä. Es ist also nicht so, das ich vom fahren eines Zweirades nichts verstehen würde. Drücken habe ich nie gebraucht, sehe aber das Potential insb. beim Ausweichen durchaus ein.

Berni

Mo24-Bewohner

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2

Freitag, 19. September 2008, 04:23

Mit druecken ist gemeint, dass dein Oberkoerper ziemlich senkrecht bleibt aber du das Motorrad mit der Huefte bzw. deinem Hintern runter drueckst. Du arbeitest also nur mit der Huefte. Hoert sich zwar doof an aber wenn du auf deinem Stuhl sitzt und deinen Oberkoerper gerade haelst und nur mit dem Arschi wackelst (einfach nur aus der Huefte heraus hin und her) *rechts, links, rechts, links...* dann kriegst du schon so ein bisschen das Gefuehl wie es ist. Natuerlich nicht zu vergleichen wenn du auf dem Hobel sitzt, aber zumindest ein Anfang. Wenn du das naechste mal faehrst z.B. mit deiner 125er dann probiere das erstmal vorsichtig aus und du wirst sehen das es klappt und so kannst du das Moped um jedes Huetchen locker rumschmeissen.

Hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen, bin auch schon wieder weg hier sonst kommen gleich wieder die richtigen Profis und sagen mir das ich das falsche Quartett in der Hand hatte...

Gruss

Edit: Hab gerade selber gemerkt das wenn du im Bett auf dem Ruecken liegst kann man das auch ganz gut machen... lass einfach pendeln die Backen ;)
HSV

VAN THE MAN #22

Best Goals Ruud van Nistelrooy
http://www.youtube.com/watch?v=q0rmQYf8mrI

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Berni« (19. September 2008, 04:25)


Ryllan

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3

Freitag, 19. September 2008, 06:04

Das ist echt ne schwere Frage.

Ich benutze ja beides. Also "legen" und "drücken". kommt halt imemr darauf an mit welcher Geschwindigkeit ich ne Kurve anfahre und mit welcher ich ne Kurve durchfahre.

Wie genau ich das "drücken" jetzt mache weis ich nicht darüber denke ich eigentlich nicht mehr nach.

Aber bin der Meinung das ich es "fast" wie der Vorredner mache.
Aber ich "drücke" eher mit den Armen die Maschine weg als mit der Hüfte. Die Hüfte beweg ich eher als Unterstützung.

Aber der Oberkörper bleibt sogut wie aufrecht. Das is auf alle Fälle richtig.

Las dir doch einfach mal das Lehrvideo geben oder schaue es dir an. Da sollten alle Grundfahrübungen drauf sein und auch die Kurventechniken. Also ich hab mir das mehrmals angeschaut und habs dann einfach mal so gemacht wie der Kerl in dem Video.

LG Alex
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Morrison

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4

Freitag, 19. September 2008, 07:52

Zitat

Du arbeitest also nur mit der Huefte.


Sorry, aber das ist Unsinn. Der Körper bleibt beim Drücken aufrecht, soviel stimmt. Aber versuch mal dein Motorrad freihändig mit der Hüfte in Schräglage zu drücken. Das wird nicht funktionieren.

@ straddle: Der schnelle Slalom und das Ausweichen sind die Paradedisziplin für den bewusst eingesetzten Lenkimpuls. Probiere mal folgendes:
Bei ca. 30 bis 50 km/h drückst du mit einer Hand ein Lenkerende nach vorne. Du wirst feststellen, wenn du links drückst, kippt auch das Motorrad nach links und du fährst eine Linkskurve. Wenn du etwas stärker drückst, also das Motorrad schneller in Schräglage bringst und dabei aufrecht sitzen bleibst hast du dein Motorrad "gedrückt". Das jetzt noch eim schnellen links- rechts Wechsel und du kannst den schnellen Slalom und die Ausweichübung perfekt fahren.

Hier noch ein Video zur Veranschaulichung: Link

LG
Thilo

Lille

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5

Freitag, 19. September 2008, 07:58

Ich hätte es so ähnlich wie Berni beschrieben. Wobei mir als Vergleich einfiel: Ein Gynastikball. So wie man sie mitunter in modernen Büros rumkullern sieht.
Wenn man da breitbeinig draufsitzt, Oberkörper bleibt aufrecht und mit dem Poppes rollt man den Ball nach rechts und links. So in etwas fühlt sich das Drücken beim Moppesfahren an.

Was mir persönlich geholfen hat - ich bin nämlich auch so ein vorsichtiger Kopfmensch, der sich nicht entspannen kann...
Anlauf auf den großen Slalom - und dann schon mal anfangen zu pendeln, also Schlangenlinien fahren - noch bevor man die eigentliche Slalomstrecke erreicht hat. Zum lockerswingen sozusagen. Dann den ersten Pinüppel frontal anpeilen - und erst kurz davor seitlich rausziehen. Und wenn man in den nächsten Pilonen-Zwischenraum reinswingt - dann ist man im Rhythmus.

Ich bin die ersten paar mal auch ohne Drücken durch den Slalom gekommen. Kein Problem - geht schon. Nur erfüllt's dann nicht den Zweck, der den Prüfer sehen möchte.

Beim Ausweichen hat's mir geholfen, daß der Fahrlehrer doo.f im Weg rumstand :grin:

Also außer den Pilönchen stand der Fahrlehrer links von der Ausweichstelle, so daß ich nicht genügend Platz zur Seite hatte, um es nicht schaffen zu können. Vor lauter Schiss, ich könnte ihn überfahren, hab ich unbewusst die Maschine gedrückt.

Auf alle Fälle fand ich's eben hilfreich, das Drücken erstmal ohne Pilönchen, sozusagen "trocken" auszuprobieren. Einfach um locker zu werden und nicht noch verkrampft die Aufgabe zu sehen.
Man kann vom leichten Pendeln sich langsam hocharbeiten, bis man enigermasen locker ist in der Hüfte.

Morrison

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6

Freitag, 19. September 2008, 08:13

Der Threadsteller wollte aber nicht wissen wie es sich anfühlt, sondern wie man es macht. Schaut euch doch mal das von mir gepostete Video an, dort wird es anschaulich erklärt. Wer es nicht glauben will, kann es gerne selbst ausprobieren.

Ps. Übrigens wieder ein Beispiel für die ach so tolle Ausbildung an Fahrschulen. Es scheint leider kein Einzelfall zu sein, daß viele Fahrlehrer Motorrad ausbilden obwohl sie keine Ahnung haben.

LG
Thilo

Dirk U.

Team Mo24

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7

Freitag, 19. September 2008, 09:10

Hier ist es beschrieben.

Hab es mir nicht durchgelesen, aber was ich noch beitragen könnte ist, dass beim drücken versucht wird, den kurven inneren Arm so gestreckt wie möglich zu lassen. Das ist allerdings auch abhängig vom Lenker.

Hier der Link und ein passendes Bild.

http://students.idv.edu/~9055380/248408_…e_druecken.html




schokorossi

unregistriert

8

Freitag, 19. September 2008, 09:50

Ich hätte es so beschrieben:

Gelenkt wird mit dem Lenker, dabei möglichst aufrecht sitzen bleiben und das Motorrad von sich wegdrücken. Vielleicht hilft das ja auch weiter...

Lille hats auch sehr nett beschrieben, mit dem Poppes und so... *hihi* :grin: Hat mich gleich mal an meine Rückenschule erinnert.

Vorteil des Drückens ist eine verbesserte Handlichkeit und Wendigkeit. Aber Vorsicht: Stellt man vom gewohnten "Legen"-Fahrstil auf Drücken um, kratzen die Rasten deutlich früher (bei gleicher Geschwindigkeit)! Wär ich mal fast abgeflogen deswegen :P

Dirk U.

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9

Freitag, 19. September 2008, 10:50

Vor allen Dingen kann man enge Kurven leichter durchfahren als beim legen.



straddle

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10

Freitag, 19. September 2008, 20:57

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Danke Leute. Jetzt habe ich zumindest ein paar Dinge, die ich ausprobieren kann. Werde das gleich morgen mal mit meiner Vespa versuchen. Ist zwar nicht dasselbe, aber zumindest kann man ein Gefühl dafür aufbauen.

Bis bald!

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