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Nortorr

Mo24-Hobbyist

  • »Nortorr« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 11. Oktober 2008, 19:03

Sicheres Bremsen ohne ABS

Hallo Leute,

habe mal eine ganz dumme Frage zur Vollbremsung ohne ABS:

Habe heute ein paar starke Bremsversuche geübt (habe den FS und mein Mopped noch nicht lange....), und ein paar mal ist mir das Hinterrad weggeschmiert.
Zum Unfall kam es nicht, aber ich trau mich schon fast garnicht mehr stark bremsen.

Tipps zum richtigen Bremsen ? (v.a. in Gefahrsituationen etc.)

Danke, Nortorr

:gruss:
Yamaha FZS 600

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Nortorr« (11. Oktober 2008, 19:04)


Ereb0s

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2

Samstag, 11. Oktober 2008, 19:32

das problem hatte ich am anfang auch immer. ich konnte vor allem die geschwindigkeit nicht richtig einschätzen und mein bremsweg war zu lang.

tip 1: fahr mit angemessener geschwindigkeit

tip 2: brems mit der vorderbremse und mach mit der hinterbremse eine stotterbremsung und gleichzeitig noch nen gang runterschalten und motorbremse nutzen.

so klappts bei mir immer super!
kauf dir ne seele bei ebay: http://cgi.e-bay.de/Menschliche-Seele_W0QQitemZ250494546470QQcmdZViewItemQQptZTotal_Verr%C3%BCcktes?hash=item3a52a37226&_trksid=p3286.c0.m14

Fischi

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3

Samstag, 11. Oktober 2008, 19:54

RE: Sicheres Bremsen ohne ABS

Zitat

Original von Nortorr
Tipps zum richtigen Bremsen ? (v.a. in Gefahrsituationen etc.)

Danke, Nortorr

:gruss:


Üben, üben und danach weiterüben....

Tipp? Ja klar, besuch unbedingt ein Fahrsicherheitstraining (FST) das von kompetenten Instruktoren geleitet wird....

Selbstversuche führen meist zum Sturz und sind schmerzhaft...eine Fahrschule bringt NICHT das Fahren bei sondern den Umgang im öffentlichen Verkehr ...Fahren erlernt man duch viele Jahre Übung oder von Profis....

So ein ADAC FST kostet ca. 80€ und bringt´s wirklich....

Bremsen ohne ABS mit lockerem Hinterrad übt man wenn schon im Selbstversuch auf einem Schotterweg....Überbremsen des Vorderrades kann man auch selber üben, aber bitte nur bei extrem langsamer Geschwindigkeit auf einem vollkommen leeren Parkplatz....so tatstet man sich langsam an den kritischen Punkt auch bei höherer Geschwindigkeit ran...besser ist es aber immer ein Profi zu Seite zuhaben....so ein FST ist deutlich billiger als ein geschrottetes Mopped :smirk:

ABS und Nicht-ABS aber bitte nicht überbewerten, das ABS löst erst dann aus wenn fast gar nichts mehr geht....allesamt bremsen eigentlich ähnlich...auch ABS Moppeds verlangen nach einer sinnigen Bremshand....
Das Leben ist kein Ponyhof, aber es lebt sich nicht schlecht wenn man in einem wohnt :rolleyes:

:mo24: FT1, FT2, FT4, FT5, FT6, FT7, FT9, FT11, FT12 ...to be continued :route88:

STan.X

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4

Samstag, 11. Oktober 2008, 22:58

RE: Sicheres Bremsen ohne ABS

Du musst ohne Angst, aber mit Respekt weiter üben und üben und üben…..
Mit der Vorderradbremse scheint die Dosierung so weit zu klappen,
hinten etwas zu viel Druck. (So weit man (ich) das überhaupt am Rechner bewerten kann)
evtl. hilft es, wenn du der Fußbremse etwas mehr Spiel gibst.

Richtigerweise machst du das am besten unter Anleitung, z.B. FST.
Auch da passieren Stürze und du fährst auf eigenes Risiko.

GruHS
Richard

Lille

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5

Sonntag, 12. Oktober 2008, 08:15

Da mir in der FS genau das passiert ist: Sturz bei Vollbremsung ohne ABS - habe ich auch ein ganz ungutes Gefühl im Genick, wenn ich unterwegs bin. Das möchte ich wirklich nicht nochmal erleben.

Für mich heißt das derzeit, immer mit auseichend Abstand fahren, vorrausschauend fahren - und eben, wie's mir gestern passiert ist, lieber am Hindernis seitlich vorbeiziehen, wenn ausreichend Platz ist.

Und ansonsten: Ich warte schon gespannt auf April, wenn endlich wieder Sicherheitstrainings anfangen. Der erste der neuen Saison ist meiner!

blahwas

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6

Sonntag, 12. Oktober 2008, 08:30

RE: Sicheres Bremsen ohne ABS

Zitat

Original von Nortorr
Habe heute ein paar starke Bremsversuche geübt (habe den FS und mein Mopped noch nicht lange....), und ein paar mal ist mir das Hinterrad weggeschmiert.
Zum Unfall kam es nicht, aber ich trau mich schon fast garnicht mehr stark bremsen.

Tipps zum richtigen Bremsen ? (v.a. in Gefahrsituationen etc.)

Du machst das schon (fast) richtig. Ein blockierendes Hinterrad ist nicht sooo kritisch, und wenn man etwas schräg kommt, löst man die Bremse halt wieder. In einer Gefahrensituation spielt die hintere Bremse nach den ersten 10 Metern (=sobald die Gabel eingetaucht ist) eh fast keine Rolle mehr, da verliert man also nicht soviel wenn das Hinterrad blockiert. Konzentrier dich auf die Vorderradbremse und auf etwaige Fluchtwege.

Wenn dich z.B. an einer Kreuzung einer von rechts kommend übersehen hat und geradeaus deshalb dicht ist guck mal ob du nicht mit deiner Geschwindigkeit rechts abbiegen kannst. Wenn du relativ sicher bist, dass es klappt, versuch es. Wenn es nicht so gut aussieht lieber drauf auf die Karre, möglichst an nem tiefen Punkt. Wenn du ganz abgebrüht bist, kurz vorm Einschlag auf die Rasten stellen, aufstehen und hoffen dass die Klamotten funktionieren... :durchgeknallt:
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Nortorr

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7

Sonntag, 12. Oktober 2008, 16:39

Was passiert, wenn ich auf gerader Strecke "zu stark" vorne bremse (ohne darüber zufliegen) ?

schmiert es ähnlich ab wie das Hinterrad ?

Sollte ich Bremsen in der Kurve bzw. Schräglage grundsätzlich unterlassen ? Wenn es sein muss, eher vorne oder hinten ? oder beides ?

Nortorr
Yamaha FZS 600


blahwas

Asphaltschinder

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8

Sonntag, 12. Oktober 2008, 20:39

Zitat

Original von Nortorr
1 Was passiert, wenn ich auf gerader Strecke "zu stark" vorne bremse (ohne darüber zufliegen) ?

2 schmiert es ähnlich ab wie das Hinterrad ?

3 Sollte ich Bremsen in der Kurve bzw. Schräglage grundsätzlich unterlassen ? Wenn es sein muss, eher vorne oder hinten ? oder beides ?

1 Die Maschine kippt sofort zu einer Seite. Wenn du die Bremse nicht sofort wieder löst und/oder ein Bein ausfährst liegst du sehr schnell auf der Nase. Ich war Donnerstag schnell genug ;)

2 Nein, viel schneller und praktisch nicht kontrollierbar

3 Grundsätzlich muss man das beherrschen, damit man auch mal in einer Kurve anhalten kann. Normalerweise versucht man es zu vermeiden. Geringe Anpassungen des Tempos in der Kurvenfahrt sind ok - dabei vorne und hinten gleichmäßig oder nur hinten bremsen.
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

Nortorr

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9

Sonntag, 12. Oktober 2008, 21:11

Danke für die Tipps, ich mach nächstes jahr auf jeden fall ein fahrsicherheitstraining !

Nortorr
Yamaha FZS 600


10

Sonntag, 12. Oktober 2008, 21:43

Ich (und andere auch) habe mich in diesem Thread schonmal über Vollbremsungen ausgelassen.

baser

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11

Sonntag, 12. Oktober 2008, 23:11

Hallo,

ich bremse eigentlich fast nur vorne, da eine optimale Beherrschung beider Bremsen IMO sehr schwierig ist. Dabei ziehe ich den Bremshebel zuerst langsam und erst wenn das volle Gewicht auf der Gabel ist, voll.

Zumindest bei trockener Straße kündigt sich das Ende des Grips durch Geräusche der Reifen an. Mit manchen Motorrädern/ Reifen kann man auch so stark bremsen, dass das Hinterrad abhebt. ;)

Gruss,

baser
V2- Power

12

Montag, 13. Oktober 2008, 08:17

hatte letztens auch son fst und der meinte man sollte hinten einfach voll drauf latschen und vorne halt erst langsam ziehen und dann den druck immer mehr steigern bis man steht.

(bei abs natürlich bei beiden bremsen voll drauf ohne rücksicht auf verluste..wobei mich das auch n bissl überwindung gekostet hat, durfte nämlich auch mit meiner 34ps beschränkung mal 3-4 runden auf ner 68(?) ps cbf600 fahren die abs hatte und damit n paar vollbremsungen hinlegen)

Ragnar

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13

Sonntag, 26. Oktober 2008, 17:53

gutes Thema, interessiert mich im Moment auch. Habe mir gerade eine SV 650S zugelegt, 4 Jahre nach dem Führerschein.
Demletzt auf der Autobahn (Sadtbereich Köln) musste ich stärker bremsen und dachte nur "nanu, wieso fährt es sich so schwammig???". Dann wurde mir direkt klar dass das Hinterrad blockiert. Direkt weniger gebremst und schon ging es. Aber ich muss sagen, man hat noch eine sehr gute Kontrolle bei blockierendem Hinterrad. Wobei ich dazu sagen muss dass mir Zweiräder nicht fremd sind, fahre 8000-9000 Km/Jahr mit dem Rennrad, daher habe ich ein gewisses Fahrgefühl, wobei das RR natürlich nicht mit der Suzi zu vergleiche ist. Ich finds natürlich schade das FSTs zu dieser Zeit nicht angeboten werden :(
was mich etwas stutzig gemacht hat is folgends:

Bei einem herkömmlichen Motorrad muss der Fahrer immer die bereits erwähnte dynamische Radlastverlagerung beachten.
Bei den meisten Motorrädern sind die Bremsen so dimensioniert, dass das Vorderrad nicht blockieren kann, sobald das Gewicht auf das Vorderrad verlagert wurde.
Quelle: http://www.motorradfahrer-lev.de/physik.htm

kann das jmd bewahrheiten?

Nortorr

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14

Sonntag, 26. Oktober 2008, 19:09

Würde mich auch sehr interessieren, wäre ja von Vorteil !

Nortorr
Yamaha FZS 600


15

Sonntag, 26. Oktober 2008, 19:15

Bei Trockenheit hebt in den meisten Fällen in der Tat eher das Hinterrad ab. Das gilt aber nur für ideale Streckenbedingungen. Bei Sand/Dreck/Bitumen, auch nur in geringer Menge, kann man sich darauf nicht mehr verlassen. Bei Nässe ist die Aussage schlichtweg nicht haltbar.

Fragmaster

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16

Sonntag, 26. Oktober 2008, 20:39

Zitat

Original von Ragnar

Bei einem herkömmlichen Motorrad muss der Fahrer immer die bereits erwähnte dynamische Radlastverlagerung beachten.
Bei den meisten Motorrädern sind die Bremsen so dimensioniert, dass das Vorderrad nicht blockieren kann, sobald das Gewicht auf das Vorderrad verlagert wurde.
Quelle: http://www.motorradfahrer-lev.de/physik.htm

kann das jmd bewahrheiten?



Aus persönlicher Erfahrung: Man kann das Vorderrad auch sehr schön blockieren, wenn das Hinterrad schon nen guten Meter in der Luft ist...


Teilweise reicht auch schon eine vergleichsweise lasche Bremsung, wenn man hart auf eine Bodenwelle trifft - wenn das Fahrwerk (Die Gabel) diese nicht wegschluckt hat man sofort nen Blockierer.



Persönliches Fazit: Bei ner richtigen Notbremsung ist man ohne ABS eh geliefert....

Obwohl ich regelmäßig Vollbremsungen aus hohen Geschwindigkeiten trainiere und darin recht gut bin habe ich letzten Sonntag feststellen müssen, dass das im Ernstfall recht wenig wert ist. Nur durch Glück bin ich dem Einschlag entgangen. Obwohl ich eine vergleichbare Strecke im Training (ohne Hinderniss) locker weggebremst hätte.

Aber wenn du mit etwa 100 Sachen ankommst, gerade 50KM/H runtergebremst hast (und dafür über 30M gebraucht hast) und noch immer satte 50 Sachen anliegen, während du in die nur noch 10M entfernte Autotür schaust... (objektiv reichts zum Bremsen)... da wirds dir anders.

STan.X

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17

Montag, 27. Oktober 2008, 05:21

Übung macht den Meister

Das Thema Bremsen wird oft irrational diskutiert, da bei vielen die Angst das Hirn bremst.
Nur mit dem Vorderrad bremsen ist verschenkter Bremsweg.
Dabei ist ein blockierendes Hinterrad (meist) gut zu handeln.

Nach meinen empirischen Beobachtungen kommen jedoch die meisten Motorradfahrer überhaupt nicht erst in diesen Bereich,
weil noch nicht mal die Hälfte des physikalisch möglichen abgerufen wird.
Bei den heutigen Bremsanlagen kann man locker jedes Vorderrad auf jedem Fahrbahnbelag zum blockieren bringen – einfach mal kräftig am Hebel ziehen.

Aber das ist ja nicht Sinn der Übung.
Sinn soll sein, so schnell wie möglich anzuhalten, ohne sich dabei hinzulegen.
Das muß geübt werden, und zwar immer wieder.
Am besten unter Anleitung.
Wobei ein wenig Theorie rund um die Fahrphysik das Verständnis für das was ihr da macht, deutlich steigert.

Ohne ABS kann man sehr wohl hohe Verzögerungswerte erreichen, nur langt bei den meisten die Fahrpraxis, bzw. -können dafür nicht aus.
Die Bewegungsabläufe und das Verhalten des Motorrads müssen im Unterbewusstsein gespeichert sein, damit ihr den Kopf frei habt für das was ihr in der Situation seht.
Beim Joggen überlegt ihr euch auch nicht, wann welches Bein nach vorne muß.

GruHS
Richard, [SIZE=7]der auch in Kurven bremst[/SIZE]

STan.X

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18

Montag, 27. Oktober 2008, 07:19

RE: Übung macht den Meister

insg. ein wenig zu hart,
aber bei dem Clip ist der Einsatz der Hinterradbremse sehr gut zu erkennen:
SM vom anderem Stern

GruHS
Richard

19

Dienstag, 28. Oktober 2008, 11:38

RE: Übung macht den Meister

Mir ist gerade noch was zum Thema eingefallen. In den untenstehenden Videos kann man sehen, wie grundfalsch die Aussage ist, wenn man eine nasse Straße zugrundelegt.

http://de.youtube.com/watch?v=Ac1hejmFE68
http://de.youtube.com/watch?v=9s2oMJdt8Z0&feature=related

STan.X

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20

Mittwoch, 29. Oktober 2008, 08:19

RE: Übung macht den Meister

Für mich sieht das aus wie ein Vorderradrutscher aufgrund von Aquaplaning……
Im öffentlichen Straßenverkehr bezeichnet man so etwas mit „nicht angepasste Geschwindigkeit“…

[SIZE=7]Äpfel??….Birnen???…[/SIZE]

GruHS
Richard

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