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[Führerschein] Bammel vor 1 Fahrstunde

FIS5

Mo24-Probefahrer

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Beiträge: 13

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1

Montag, 15. Juni 2009, 09:31

Bammel vor 1 Fahrstunde

Moin,

nach langen überlegen. Ich bin nun 26 und habe seit 8 Jahren den B Führerschein. Habe ich mich dazu entschlossen den Motorradführerschein zu machen. Mit der Theorie habe ich überhaupt gar keine Probleme. Ich hatte mir schon vorher bei Amazon die Bögen bestellt und gelernt und auch in der Fahrschule gehen die Bögen sehr leicht und sehr gut von der Hand. Nun steht aber bald die erste Fahrstunde auf dem Plan. Momentan bin ich zwischen hoffen (Totale Vorfreude) und Bangen (Angst alles falsch zu machen).

Grund für mein Bangen ist das ich, bis auf 50er Roller, mich immer mit 4 Reifen fortbewegt habt. Also ich habe noch garkeine erfahrung schalten, Bremsen und Gasgeben auf einem Motorrad.

Habt ihr ein paar Tips für mich?

Danke und Gruß
Frank

smuggler

Moped Lude

Beiträge: 4 975

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2

Montag, 15. Juni 2009, 09:54

Bin auch direkt uff Motorrad eingestiegen... Mofa zähl ich nicht... das geht einwandfrei
Dein Fahrlehrer/in wird dich wahrscheins eh fragen ob du schon einmal gefahren bist und gestaltet das dementsprechend mit dem Einstieg.

Tipps hhmmm
Mach dich nicht selber verrückt, das ergibt sich alles von selbst.
Pain is an illusion of the senses, despair an illusion of the mind

3

Montag, 15. Juni 2009, 10:08

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

Was meinst Du, wozu es den Fahrlehrer gibt? ;)

Der wird Dir schon erzählen, wie was funktioniert! Darum freu Dir einfach einen Knubbel in den Bauch! Du wirst nämlich überrascht sein, wie einfach das ist!

Viel Spaß und LiGrü,
´s Pony
Ich bin blond! Ich darf das...

Nuden

Mo24-Hobbyist

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Motorrad: momentan keins... :-(

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4

Montag, 15. Juni 2009, 10:44

Bei Erwachsenen ist das häufig nur eine Kopfsache. Wir denken viel zu viel darüber nach was könnte, wenn und aber!

Ein Tipp von jemand, der selbst vorher nichts zweirädriges bewegt hat aber inzwischen kurz vor der Prüfung ist:
Fang einfach an und mach dir keine Sorgen. Ggf. übe mit nem Freund, dem sein Moped egal ist, ein wenig anfahren, damit du weißt wie das funktioniert. ist zwar von Möp zu Möp verschieden, aber das Prinzip ist das gleiche! Du schaffst das schon!

:devil:

*TOBI*

Mo24-Probefahrer

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5

Montag, 15. Juni 2009, 12:24

darum heißt das ja FahrSCHULE... hihi... keine Angst spätens nach paar Metern weicht die Angst blanker Euforie...das wird schon...

seebaer73

unregistriert

6

Montag, 15. Juni 2009, 12:30

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

@FIS5

Erst einmal herzlich willkommen hier im Forum!
Und dann darf ich mich auch kurz vorstellen: Ich bin 36, habe seit 18 Jahren den B-Lappen, bin auch seit 4 Jahren mit einem 50er-Roller unterwegs und habe gerade meine fünfte Klasse-A-Fahrstunde hinter mich gebracht. Von daher sind unsere Voraussetzungen doch recht ähnlich - und ich kann Dir reinen Gewissens sagen, dass das Fahren kein allzu großes Problem sein sollte.
Immerhin fährst Du Roller - damit bist Du doch einigermaßen geübt im Umgang mit einem Zweirad und weißt z. B. schon mal, wie man damit Kurven fährt. Meine Fahrlehrerin war jedenfalls recht begeistert, als ich ihr beim Anmelden erzählte, dass ich seit mehreren Jahren Roller fahre.

Beim Umgang mit der Gangschaltung ist mein einziges Problem eigentlich, mir zu merken, in welchem Gang ich mich gerade befinde. :D Ansonsten lief der Umgang mit Kupplung, Schaltung und Gas eigentlich von Anfang an ziemlich gut.

Was zugegebenermaßen ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, sind Geschwindigkeiten oberhalb von ca. 80 km/h. Da drückt einem ein bisschen der Fahrtwind gegen Brust und Bauch und der Helm beginnt sich zu lupfen (falls Du noch auf der Suche nach einem Helm bist: Unbedingt darauf achten, dass er am Kinn fest sitzt ohne dadurch unangenehm zu drücken!).
Aber da hilft mir einfach ein Zurückdenken an die Zeit, als ich den Autoführerschein gemacht habe: Da kamen mir 100 km/h auch irrsinnig schnell vor. Von daher gewöhnt man sich sicherlich an alles. ;) Und ich gehe einfach mal davon aus, dass Dein Fahrlehrer Dich behutsam ans Fahren heranführt. Bei mir fing es mit ein paar Anfahrübungen an ("Stop and go"), danach ging es auf den Platz, um ein bisschen Kurven und Slalom zu fahren. Also keine Sorge - Dein Fahrlehrer wird Dich sicherlich nicht direkt auf die Autobahn dirigieren. ;)

Freu Dich einfach unbeschwert auf eine Meeeeeeeeeeenge Fahrspaß! :)

seebaer73

unregistriert

7

Montag, 15. Juni 2009, 12:38

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

Übrigens findest Du

HIER (anklicken)

einiges an Erfahrungsberichten von Fahrschülern. Der Thread ist echt klasse!!!

biboty

Team MO24 - Posting-Queen

Beiträge: 27 338

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Motorrad: :

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8

Montag, 15. Juni 2009, 12:55

Hallo Frank

Ich habe den Schein auch spät und ohne jegliche Vorkentnisse gemacht...ich habe noch nicht mal Roller gefahren.
Mach' dich nicht verrückt,es besteht kein Grund,Bammel zu haben.

Du bist nicht der erste und nicht der letzte ohne Vorerfahrung - die Fahrlehrer wissen schon,was sie dir zumuten können und was nicht.

Die gehen davon aus,das du nichts weißt und kannst...hört sich vielleicht doof an,ist aber gut.

Damit will ich sagen,das du von Seiten der FS keinen Erwartrungsdruck haben wirst.
Also - warum solltest du dir dann selber welchen machen ? ;)

Nicht mehr lange,und du wirst die nächste Stunde gar nicht abwarten können.
Also ran an den Speck...*ähem*...das Mopped...du packst das.

LG Sabine

Morrison

Team MO24 - Biomod

Beiträge: 6 326

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Motorrad: Suzuki GSF 650 S

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9

Montag, 15. Juni 2009, 13:41

@seebaer73: Kann es sein, dass du für die Fahrstunden deinen günstig erworbenen Roller- Helm aufhast? Weil sich ein guter Helm in der Regel auftriebsneutral verhält. Ein "nach oben Lupfen" sollte eigentlich nicht sein.

@FIS5: Freuen, nicht Fürchten. Fahrschule macht mehr Spaß als du denkst ;).

LG
Thilo

seebaer73

unregistriert

10

Montag, 15. Juni 2009, 13:47

Zitat

Original von Morrison
@seebaer73: Kann es sein, dass du für die Fahrstunden deinen günstig erworbenen Roller- Helm aufhast? Weil sich ein guter Helm in der Regel auftriebsneutral verhält. Ein "nach oben Lupfen" sollte eigentlich nicht sein.


Da hast Du natürlich vollkommen recht.
Das Lupfen ist bei dem 80-Euro-Rollerhelm in den ersten Fahrstunden aufgetreten. Beim letzten Mal habe ich den für Motorradzwecke neu gekauften Schuberth-Helm eingeweiht - und siehe da, der blieb genau da sitzen, wo er sollte. ;)

FIS5

Mo24-Probefahrer

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Beiträge: 13

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11

Montag, 15. Juni 2009, 14:26

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

Hallo,
erst mal vielen Dank. Mit einen so großen Resonanz hätte ich nie gerechnet. Ich finde es super toll dass Ihr mir alle Mut zusprecht.
Das schlimme bei mir ist das ich es auf der einen Seite nicht erwarten kann anzufangen aber auf der anderen Seite ist Kopfsachen *Hoffentlich mache ich alles richtig*. Dieses hatte man mit 18 nicht, da ist man richtig schön unbekümmert angefangen zu fahren.
Das schlimm ist es seit Samstag. Da habe ich mir meine Motorradausrüstung gekauft nun hängt das zuhause am Schrank und ich fiebere echt meiner ersten Stunde entgegen.
Meint Ihr ich sollte mal mit einem Freund vorher schon mal das Anfahren usw. üben?

:gruss: und die die es noch werden wollen.
Gruß
Frank

Coyote

Vierfacher Titelverteidiger

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12

Montag, 15. Juni 2009, 14:42

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

Zitat

*Hoffentlich mache ich alles richtig*.


Wo ist das Problem, wenn Du mal was falsch machst? ?(


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Coyote« (15. Juni 2009, 14:42)


Schnute

Ich war's nicht

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13

Montag, 15. Juni 2009, 15:07

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

Zitat

Original von FIS5
Meint Ihr ich sollte mal mit einem Freund vorher schon mal das Anfahren usw. üben?


Warum? Die Fahrschule ist doch zum Lernen da.
Und bevor du ein Problem wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis bekommst, weil du auf einem Parkplatz etc. übst, lass es lieber.

Ich habe letztes Jahr, ohne jemals vorher auf einem motorisierten Zweirad gesessen zu haben, den Schein gemacht. Dabei war ich übrigens bereits 35 Jahre alt...

Also immer locker bleiben :)
Die Schwierigkeit, mit den meisten Leuten umzugehen, besteht darin, zu ihnen gleichzeitig ehrlich und höflich zu sein.
André Heller

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Schnute« (15. Juni 2009, 15:07)


JayCeezz

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14

Montag, 15. Juni 2009, 17:32

Hallo,
ich bin derzeit auch noch in der praktisch Ausbildung und hatte genauso wie du dieses Gefühl von Vorfreude und Bammel vor der ersten Stunde!
Aber es läuft total easy ab. Bei mir kam ziemlich schnell ein breites grinsen unter dem Helm! Es ist einfach nur geil, selbst wenn man in der ersten Fahrstunde nicht wirklich viel macht, aber alleine nur auf dem Bike zu sitzen während der Motor läuft reichte fürmich schon!!!!
Hab auch schon 2 Umfaller (im Stand) hinter mir, nach denen ich ziemlich down war, aber nu läuft es wieder bestens!
Kleiner Tip, da ich früher auch den Rollerschen gemacht habe, habe ich am Anfang ständig nur an der Vorderradbremse gezippelt!!!! Konnte garnicht die Finger davon lassen! Versuche dich also nicht so oft die Rollerzeit zu erinnern oder in diese zu verfallen. Ich finde das einzigste was das Roller und Motorrad fahren verbindet sind die zwei Räder auf denen mann/frau ;) unterwegs sind. sonst ist es ein himmelweiter unterschied.
die linke zum gruß (total eiles gefühl während der fahrstunden von dem motorradfahrern gergrüßt zu werden, trotz fetten nierengurt auf dem in oranger signalfarbe FAHRSCHULE steht :grin: )
Berichte mal von deiner ersten Fahrstunde!
JayCeezz
Das Niveau vieler Menschen hat im Keller noch Höhenangst!

dot-

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15

Montag, 15. Juni 2009, 17:55

Mach dir mal keinen so großen Stress wegen der ersten Fahrstunde. Bis auf die Position der Hebel und Pedalen und deren Zweck kannte ich vorher auch noch nichts. Ich bin sogar vorher extra noch ein paar Runden Fahrrad gefahren, um mich drauf vorzubereiten. Mit dem Erwerb der B-Lizenz wird man ganz schön faul :O Der Fahrlehrer wird dir schon alles nötige zeigen und dann gehts auch schon los. Dachte auch erst, dass ich die ersten paar Stunden irgendwo auf einem Übungsplatz fahre, aber nach einer knappen 1/2h befand ich mich schon auf wenig befahreren Strecken mitten im Verkehr :)

Lille

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16

Montag, 15. Juni 2009, 18:53

Wenn Du auf Anhieb alles richtig machen würdest, könntest Du Dich ja sofort zur Prüfung anmelden und die Fahrstunden sausen lassen! :grin:

Nene - das macht schon Sinn, wenn man davor ein paar Fahrstunden mit einem Fahrlehrer macht - weil man nämlich das Möpifahren nicht von Mutter Natur in die Wiege gelegt bekommen hat, sondern es eben einfach lernen muß. Und dazu geht man ja in die Fahrschule. :P

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17

Montag, 15. Juni 2009, 19:41

Hallo Namenskollege,

mir ging es genau wie dir. Hab seit 10 Jahren den Autoführerschein und bin vorher noch niemals Motorrad gefahren.
Hatte letztens meine 7. Fahrstunde und es läuft einfach super. Das hast Du schnell raus.

Bedenke folgendes: Du hast seit vielen Jahren den Autoführerschein. Das bedeutet, Du kennst die Verkehrsregeln im Schlaf.
Dadurch kannst Du dich voll aufs Fahren konzentrieren. Zudem hast Du das Prinzip des Fahrens mit Bremsen/Schalten/Kuppeln
in Fleisch und Blut. Das ist beim Motorrad nicht viel anders als beim Auto.

Wenn ich überlege, wer in meinem Bekanntenkreis alles den Motorradführerschein bestanden hat.
18 jährige Mädels, die ihn nur gemacht haben, weil er ihnen bezahlt wurde. Die haben keine Erfahrung auf
der Straße, keine Erfahrung mit Kraftfahrzeugen und kein Interesse. Und die können später auch Motorrad fahren..

Dann wirst Du das sicher auch schaffen ;)

Und wie biboty schon sehr richtig meinte: Irgendwann kannst Du die nächste Fahrstunde gar nicht mehr erwarten..

Motorradfahren ist einfach nur Genial. Und das schon in der Fahrschule. Wenn ich daran denke, später mal alleine Fahren
zu dürfen.. wohoo!!
Wo ist mein Fischbrötchen! Wo ist mein Fischbrötchen! Wo ist mein Fischbrötchen!
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Ryllan

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18

Montag, 15. Juni 2009, 19:48

Huhu,
keien Angst das wird schon klappen.
Ich hab auch erst die Dose gemacht und erst dann auf das Möp drauf.
Vorherige Kenntnisse von nem 2Rad nur 3x mit meiner Simson S50 gedreht (in der Garagenreihe) und mein Fahrrad :P.

Die 1te Fahrstunde sind wir zur Garage gefahren da durfte ich mich mal drauf setzen und dann mal langsam Stop & Go probieren damit ich ein Gefühl für die Kuplung und das Gas bekomm.
Für die Bremse natürlich auch. :grin:
Dann fragte er mich ob ich fahren wolle ;)
"Klar doch..." und glei durch die City, 2 Ampeln natürlich ROT und Stop & Go klappte perfekt. 8)

Also Bammel hatte ich nicht so recht eher Respekt vor der Maschine aber denke das ist ok so.
Und du bist ja den FS machen also sind "Fehler" auch erlaubt.
Könntest du schon alles und hätteste den FS würdeste dir das ganze ersparen oder???

Also Daumen drück und Alles Gute wünsche für die 1te h.


LG Alex
Wer sich angesprochen fühlt, der war gemeint !!
Futtertruppenmember !!
alle wörter klein schreiben is cool !!

Pendeline

Der Navigator

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19

Montag, 15. Juni 2009, 20:46

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

Zitat

Original von FIS5
....Nun steht aber bald die erste Fahrstunde auf dem Plan. Momentan bin ich zwischen hoffen (Totale Vorfreude) und Bangen (Angst alles falsch zu machen).

Moin Frank,

ist das nicht ein geiles Gefühl, wieder Schmetterlinge im Bauch zu haben!! Ist fast so, wie vorm ersten Rendezvous mit der neuen Freundin. ;)
Schildere deine Eindrücke doch im Fahrschulfred von Schnute. Der Fred ist hier zur Legende geworden. Den Link haste ja vom Seebär bekommen.
Viel Spass beim Herantasten an die zweitschönste Sache der Welt. :grin:

Gruß - Pendeline

H-AJ

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20

Dienstag, 16. Juni 2009, 00:21

RE: Bammel vor 1 Fahrstunde

Hallo Frank,

vor kurzer Zeit hatte ich das auch! Mir war´s ja schon fast peinlich mit fast 40 nochmal ´nen Führerschein zu machen, aber dann dachte ich mir: jetzt oder nie. Hab eine Fahrschule ins Auge gefasst, die zu meinen Arbeitszeiten passte, bin hingegangen und hab nun einen Fahrlehrer, der erst nach mir seinen Klasse 3 (BE, C1, CE, M...) gemacht hat :grin:

Da ich unter meinen Bekannten eine Person mit sehr schwerem, aber letztlich nach einigen Monaten "heil" überstandenen Motorradunfall und eine andere mit aufgegebenem Motorrad-Führerschein hab, hatte ich zunächst große Bedenken - zumal ich außer Fahrrad auch noch niemals weder als Sozia noch selber motorisiert (mit)gefahren bin. Also hab ich gleich gesagt, dass ich das ganze zuerst einmal testen will und dann entscheide, ob ich weiter Fahrrad fahre oder mit dem Motorrad. (Auto kann ich fahren, hab aber wenig Übung in der Großstadt, und hab auch kein eigenes, weil es mir mit der ganzen Parkplatzsucherei bis zum heutigen Tage immer noch zu umständlich und auch zu teuer erscheint.) So richtig testen, ob ich wirklich Motorradfahren will, wollte ich dann aber wohl doch nicht mehr, weil ich gleich in Jacke und Hose investiert habe. Den Schuberth-Helm gabs zum Glück kostenfrei und leicht gebraucht von meiner Schwester.

Die erste Motorrad-Fahrstunde rückte also näher und war gar nicht so schlimm ;)

Zuerst mal haben wir Probesitzen gemacht. Breite Maschine für A direkt, mittlere Maschine für A beschränkt und zur Not hätte er noch eine für A1 zum ersten Üben gehabt, aber der Mini-Chopper war mir dann sogar für meine 1,63 m zu winzig und er wurde von uns nicht weiter beachtet... außerdem erbot er sich sofort, noch Motorräder mit anderen Fahrschulen auszutauschen, wenn mir keine zugesagt hätte. Da die Maschine für A direkt ziemlich klobig wirkte (220 kg +, aber leider mit monströsen Fußrasten an der für mich wohl falschen Stelle), üben wir nun also auf der mittleren mit 79 cm Sitzhöhe, aber nur ca. 185 kg. Nach dem Probesitzen, gings einmal quer durch die Stadt und ich konnte mir schonmal aus dem Auto von hinten ansehen, wie man so fährt, da mein Fahrlehrer auf zwei Rädern voraus eilte.

Auf dem Parkplatz zum Üben angekommen, erklärte er mir alle Bedienelemente und Funktionsweisen. Dann zeigte er eindrucksvoll wie man nicht anfährt, weil er einen unbeabsichtigten Wheelie von vornherein ausschließen wollte... und das andere Extrem des Abblubbern des Motors auch. Ich entschied mich dann doch einige Male für das Abblubbern, da mir das harmloser erschien, während er irgendwo mit "Rettungsgriffhaltung" gegen unbeabsichtigtes Umfallen hinter mir stand. Da ich leider sofort loskreische, hat er sich ordentlich erschrocken, als ich den Boden wegen Teer auf der einen und tiefem Schotter auf der anderen Seite nicht mehr erreichen konnte 8) Der Ablauf war dann: Aufsteigen, Seitenständer hoch, Anlassen, mit gezogener Kupplung 1. Gang einlegen, langsam geradeaus fahren, um die Kurve schieben, Abbremsen, Anhalten, Leerlauf rein, Absteigen und von vorne. Es war total cool, aber leider durfte ich nicht um die Kurven fahren. Und tatsächlich: "schnell" fahren geht viel, viel einfacher als langsam :grin:

Bei unserem zweiten Termin (ein kompletter Vormittag) gings wieder auf den Parkplatz, aber diesmal zum Kurvenfahren üben und zum Anfahren zum direkten Abbiegen nach rechts und links, wobei er auf die korrekte Anhalte-Haltung (rechter Fuß unten für rechts abbiegen, linker Fuß für links abbiegen) achtete. Das scheint "neu" zu sein, weil offenbar langjährigere Motorradfahrer gelernt haben, immer mit beiden Füßen zum Stehen zu kommen... bei mir sinds dann eh nur die Fußspitzen. Derweil fand sich ein Pulk 4-5 jähriger Jungen, die begeistert zuschauten. Ich war total fertig, aber zum Schluß durfte ich dann auf dem nächsten Parkplatz, den ich wieder mit dem Auto erreichte, Slaloms und Achten non-stop fahren, wobei mir die rechte Hand fast einschlief und die städtischen Gärtner deswegen sogar ihre Morgenpause verlängerten,
um das Schauspiel zu genießen :danke: Die Hütchen blieben aber trotzdem stehen und die tiefliegenden Gullideckel zeigten mir klar, dass ein Motorrad viel, viel besser abfedert als ein Fahrrad! Quintessenz: Rechtskreise sind ungleich schwerer zu fahren als Linkskreise.

Der dritte Termin fand dann wieder auf dem "Rennstrecken-Parkplatz" statt: Schalten, schalten, schalten, anhalten, abbiegen, schalten, schalten, schalten... und zum Schluß kam der Hammer: "Also, das klappt ja jetzt alles, dann wollen wir mal zurück fahren. Du auf dem Mopped!" Ausgerechnet die Kreuzung Hannover-Kongress-Centrum wurde also die erste zu passierende Kreuzung im Straßenverkehr. Ich hatte vorher nur ein ungläubiges "Die fahr´ ich nichtmal mit dem Fahrrad!!" rausgebracht, aber mit entschiedenem Blick stellte mein Fahrlehrer klar, dass wir ansonsten die nächste Stunde ganz genau so machen würden wie diese. Also gab´s kein Entrinnen und ich versuchte an ihm kleben zu bleiben und merkte zum ersten mal, dass es in Helmen tatsächlich pfeifende Windgeräusche gibt.

Beim vierten Termin lernte ich den nächsten Parkplatz kennen, auf dem auch die Prüfungsaufgaben gefahren werden. Er mit dem Auto voran, ich mit der Suzi hinterher. Den Parkplatz fand ich schlimm: 1 Fahrschule am rangieren mit Bus und Anhänger, 1 Fahrschule am Einparken, 1 Fahrschule am Bremsen, 1 Fahrschule... wir waren die einzigen auf zwei Rädern. Gefahren wurden Kreise, lange Gerade, Gefahrenbremsung mit erstmal 30 km/h, Halbkreis zum Teil auf Schotter, Slalom mit 30 km/h im zweitem Gang und von vorne. Das werden wir noch einige Male wiederholen müssen (...) aber es ist immer wieder erbaulich, wenn er gleich zu Anfang aufzählt, was man alles falsch machen kann und wieviele seiner Schüler sich genau an dieser Stelle und aus welchen Gründen lang gelegt haben. Da ist dann schon jede Menge dabei, was man selber nicht mehr ausprobieren muss. Bei der Rückfahrt konnte ich dann zum ersten mal voraus fahren, wobei für mich weiterhin das Anfahren das absolut schlimmste ist, aber dazu vielelicht mal mehr in einem neuen Thread, und ich entdeckte meine Leidenschaft für Ampelrennen wieder, weil ein altersschwacher Audi sich dazu genötigt sah, was ich zunächst aber nur an seinem heulenden Motor bemerkte. Bei 80 kam dann allerdings ein Verweis im linken Ohr und gnädigerweise bremste dann auch der Audi ab :grin:

Also: nur keine Panik! Ich habe von Fahrstunde zu Fahrstunde die Protektoren aufgerüstet ;) und glaube, ab 100 km/h muss ich das Visier dann doch bis auf die vorletzte Raste runterschieben.

Alles in allem bin ich froh, dass ich nicht z.B. mit genau 1200 Euro für den Führerschein auskommen muss, sondern durch die Nichtanschaffung eines eigenen Autos bis in dieses hohe Alter so viel gespart habe. Mir ist es wichtiger, wirklich fahren zu können statt nur die Erlaubnis dafür zu bekommen und es dann vielleicht dann doch nicht zu tun, weil ich den Eindruck habe, dass ich mit dem Motorrad nicht klar komme. Diese Einstellung können sich aber die meisten der anderen Teenie-Fahrschüler gar nicht leisten und stehen bei den Fahrstunden wohl eher unter Druck, die geforderten Übungen möglichst schnell "zu beherrschen". Da denke ich, muss ich gelegentlich meinen dynamischen und abends doch recht gestressten Fahrlehrer etwas zur Ruhe bringen, aber zur Not gilt ja "Komm, Du erstmal in mein Alter 8), dann wirst Du auch ruhiger ;)"

Viel Erfolg bei Deiner ersten Fahrstunde
und schöne Grüße von
H-AJ

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