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Royal

Mo24-Probefahrer

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Sonntag, 23. August 2009, 04:21

Royal Enfield aus Indien importieren. Was beachten?

Hallo zusammen. Habe vor mir eine Royal Enfield Bullet 500 Machismo hier in Indien zu kaufen und nach Deutschland bringen zu lassen.

Was gibt es zu beachten (notwendige Importpapiere; notwendige TÜV- und Zulassungspapiere; Umbauten wg. EU-Abgasnormen oder Lärmvorschriften; etc.)?

Besser als neu oder als gebraucht importieren? Macht das einen Unterschied in der Höhe des zu zahlenden Zolls? Der Händler hier in Indien empfieht sie zuerst in Indien zuzulassen und dann als Umzugsgut zu importieren (so macht er es für seine amerikanischen Kunden). Lohnt sich das bzw. trifft das für die BRD auch zu?

Würde mich freuen, wenn mir jemand praktische Tipps geben kann bzw. mir einen Link auf andere, relevante Forumseinträge oder andere Internetartikel geben kann.

Vielen Dank in voraus.

Coyote

Vierfacher Titelverteidiger

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2

Sonntag, 23. August 2009, 12:55

RE: Royal Enfield aus Indien importieren. Was beachten?

Für den Zoll macht es keinen Unterschied. Aber für eine Erstzulassung müsstest Du die EU-Abgasnormen erfüllen. Fracht, Zoll und Einfuhrumsatzsteuer musst Du halt zahlen, der TÜV muss sie vermutlich komplett abnehmen, weil es, so denke ich, keine EU-Serienzulassung gibt. Und Garantie/Gewährleistung kannst Du vermutlich vergessen (und wie sieht die Ersatzteilversorgung aus?). Dazu die evtl. für Deutschland nötigen Umbauten...

Rein preislich glaube ich kaum, dass ein Import aus Indien eine Alternative ist.


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

Royal

Mo24-Probefahrer

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Sonntag, 23. August 2009, 20:23

RE: Royal Enfield aus Indien importieren. Was beachten?

Hmm, der Händler hier meinte, dass das Motorrad die Euro-3 Norm erfüllen würde. Kann das sein??? Er machte klare Unterschiede. Das normale (alte) Modell mit Trommelbremsen etc. würde die Norm nicht erfüllen, die neue Version sehr wohl. Kann aber auch sein, dass er mir das nur erzählt damit ich sie kaufe.

Die Maschinen werden wohl auch in England verkauft, von daher dürfte der Betrieb in der EU grundsätzlich möglich sein. Auf Mobile.de habe ich auch schon welche gesehen, die definitif in D-land zugelassen sind und fahren.

Ersatzteile? Da ist nicht viel dran an dem Teil, aber zur Not eben aus UK oder aus Indien. Bin beruflich regelmässig in alle Ecken des Planeten unterwegs und habe da immer Möglichkeiten was zu machen.

Also, besondere Papiere brauche ich nicht? Wenn ich sie neu mitnehme, was zeige ich dann dem TÜV? Gibt es irgendein technisches Datenblatt o.ä. vom Hersteller, das ich besorgen kann/muss? Oder langen einfach die Exportdokumente?

Ob sich das preislich lohnt? In UK kostet sie ca. das Dreifache und ich müsste sie trotzdem noch importieren und zulassen. Gut, der Zoll fällt weg und die MwSt. aus UK kann ich abziehen, aber das kann ich hier in Indien auch. Verschiffung von Indien kostet nach den Angaben, die ich hier bekommen habe etwa € 500. Ausserdem gibt es ja immer auch noch den emotionalen Faktor, der einem ja auch was wert sein sollte. Bin im September ein paar Tage in UK, vielleicht schaffe ich es ja in die Nähe eines Royal Enfield Händlers.

Was muss man für die Einzelabnahme und die Erstzulassung veranschlagen?

Royal

Mo24-Probefahrer

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4

Montag, 24. August 2009, 19:13

So, ich lerne ja auch jeden Tag dazu. Royal Enfield schreibt folgendes auf der Website:

"- Indian motorcycle models are different from EEC/UK/USA models and will not pass a Ministry of Transport (MOT) test.

- Export models are not sold in India. The Indian model motorcycles cannot be registered in any other country other than India as it does meet the statutory norms prevailing there.

- All UK/ECC specification motorcycles comply with Whole Vehicle Type Approval (WVTA) and have VIN plates. From June 2003, all models of bike, not previously imported into the UK/EEC, must have a WVTA with the consequent VIN plate and Certificate of Conformity from Royal Enfield. All USA specification motorcycles comply with both EPA and DOT rules and regulations, have a VIN plate and a Certificate of Conformity from Royal Enfield. Each individual state in the USA also has registration rules that parallel the Federal rules, so even if a bike somehow gets past US Customs the owner will most likely be unable to register the motorcycle."
(das würde ich auch schreiben, wenn ich meine Händler schützen will)


Der dt. Importeur schreibt mir folgendes:
"Die Machismo, Thunderbird oder sonstige Royal Enfield Modelle sind in Deutschland nicht homologiert und können somit nicht zugelassen werden."
(das würde ich auch schreiben, wenn ich Importeur bzw. Händler wäre)


Meine Frage also an diejenigen, die private Importerfahrung haben, ist es wirklich nicht möglich ein ausländisches Motorrad das nicht offiziell importiert wird zuzulassen? Hat das noch niemand probiert? Oder seid ihr gerade alle im Urlaub?

Die Bullet 500 Machismo hat m.E. die gleiche Scheibenbremse und den gleichen Lean Burn Motor wie das dt. Modell. Nur hat sie noch den Vergaser, und das dt. Modell jetzt eine Einspritzung. Zuvor wurde sie aber auch mit Vergaser vertrieben.

Zu den Kosten: Die 500 Classic kostet in der BRD € 5.500. Der Händler bietet an sie optisch auf das Machismo-Modell umzubauen (zusätzl. Kosten). Hier in Indien könnte ich die Machismo für knapp € 1.600 mitnehmen (aus dem Laden). Kleiner Unterschied, oder?

Also, freue mich über Tipps bzw. Erfolgsmeldungen aus der (Import-)Praxis.

Coyote

Vierfacher Titelverteidiger

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Dienstag, 25. August 2009, 22:36

Gerade beim TÜV geschaut:

http://www.tuev-sued.de/auto_fahrzeuge/b…rab_informieren

Zitat

Für einzeln importierte Fahrzeuge aus dem Nicht-EG-Raum (z.B. USA/Kanada) ist immer ein Vollgutachten erforderlich!


Das mit Frachkosten, Einfuhrumsatzsteuer, Zoo und Umbauten dürfte preislich etwa das gleiche kosten wie die Möhre aus England.

Der Einspritzer ist in D mit Sicherheit wegen der Euronormen eingebaut worden. Als Neukiste kriegst Du die indische Enfield hier nie zugelassen, wage ich zu behaupten. Dem Händler würde ich jetzt auch nicht unbedingt besonders weit trauen.


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Coyote« (25. August 2009, 22:40)


Royal

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Mittwoch, 26. August 2009, 18:04

Welchem Händler würdest Du nicht trauen, dem indischen oder dem deutschen?

Anyway, ich komme auch langsam zu der Einsicht, dass sich die ganze Action kaum lohnen wird. Mein letzter Versuch ist, den indischen Händler dazu zu bewegen mir das Exportmodell mit allen zugehörigen Papieren zu beschaffen. Er war zwar nicht sehr zuversichtlich, aber er will es zumindest versuchen.

Danach werde ich die Sache dann wohl ad acta legen.

hawkeye

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Freitag, 28. August 2009, 10:24

Hallo Royal,

ich weiß nicht, ob es bei Royal Enfield heute immer noch so ist, aber früher gab qualitativ Unterschiede zwischen den Exportmodellen und den Modellen für den indischen Markt. Also ist auch von der Seite Vorsicht angebracht.
Sinnvoll könnte es tatsächlich sein, wenn das so geht, in Indien ein Fahrzeug zu kaufen, dass für den Export nach Europa vorgesehen ist und es dort vor Ort entsprechend umzubauen. Wenn ein Certificate of Confirmity vorliegt dürfte die Zulassung in Deutschland deutlich einfacher werden.

Grüße

Hawkeye
Mein neuer Brötchengeber: Onlineshop für Moppedteile

Royal

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8

Montag, 31. August 2009, 19:55

Danke für den Hinweis, habe davon auch bereits an anderer Stelle gelesen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass da wirklich was dran ist. Aus rein produktionstechnischen Gründen würde das kaum Sinn machen, z.B. den Motor für Indien getrennt vom Export-Motor zusammenzubauen. Ich habe noch einen alten 911er, bei dem gab's auch Export-Modelle (z.B. US-Modelle). Die sind qualitativ keineswegs schechter. Die sind heute weniger gefragt wegen reduzierter Motorleistung (US-Abgasnorm) und dem gewöhnungsbedürftigen Geschmack der US-Amerikaner was das Zubehör und die Innenausstattung anbelangt.

Wie auch immer, das Modell mit dem EFI-Motor wird in Indien erst im Januar 2010 in die Läden kommen. Vo daher eilt es jetzt erst mal nicht. Im September bin ich wieder in D-Land und werde ich mir das dt. Modell mal ansehen. Vielleicht gibt es ja doch "erkennbare" Qualitätsunterschiede.

Bis dahin lasse ich das Thema erst mal ruhen. Vielen Dank auf jeden Fall für die Ratschläge.

Benino

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Montag, 31. August 2009, 22:02

Unterschiedliche Qualität muß nicht durch eine getrennte Produktion erreicht werden, sondern kann auch durch Selektion stattfinden. Von einem deutschen Automobilkonzern weiß ich, daß die besten Motoren der Produktion für die Premiummarke und die weniger guten eben für die anderen Töchterentsprechend ihrem Rang verwendet werden...

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10

Mittwoch, 2. September 2009, 14:49

Es gibt definitiv qualitative Unterschiede bei den Export- bzw. Modellen für den indischen Markt. Angefangen bei Reifen, Stoßdämpfern, Bremsen, Einspritzung usw. Ich habe die Enfield Fabrik in Chennai zweimal besichtigt. Mit Ausnahme der Gemischaufbereitung sind die Motoren aber alle gleich. Möglicherweise wird noch selektiert, aber das hat uns natürlich niemand erzählt.

Allerdings ist es so, das Enfield absolut keine Exportmodelle in Indien verkauft. Die gehen allesamt ohne Ausnahme in den Export. Da bleibt halt nur die Möglichkeit, eine für den indischen Markt kaufen und dort zulassen und dann als Umzugsgut deklarieren. Auf diesem Wege bekommt man eine Ausnahmegenehmigung, das Moped hier in Deutschland zuzulassen. Genauso wird das mit unserem Roller aus indischer Produktion gemacht.

Die andere Alternative wäre nur noch ein Exportmodell aus UK ganz offiziell von dort nach Deutschland zu holen. Dazwischen geht wahrscheinlich nix.

Gruss
Stefan

P.S. Scheibenbremsen gibts auch für lokale Modelle :)

mike1972

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11

Mittwoch, 2. September 2009, 16:21

öhm. also wenn es Dir um's Sparen geht.. warum schaust net auf ebay für einen Rahmen und Papiere einer Vergaser Enfield (sollte nicht die Welt kosten).
Dann rechnest nur noch den Import - Fracht für die Neue aus Indien (die ja der alten aus D incl Zulassung entspricht).
Wenn das neue Teil dann kommt nimmst sie als Ersatzteilieferant und restaurierst die alte deutsche Enfield.. feddich

doc.gyver

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12

Sonntag, 15. November 2009, 08:29

Moin moin,

ich wohne z. Zt. in Indien und fahre die Machismo 500cc.

Trotz UCE wirst Du die Machismo (deren Produktion jetzt übrigens eingestellt wurde, die jedoch bald mit dem neuen Twin Spark Motor der Bullet Classic aber mit Vergaser statt EFI wiederkommt) in D nur als Umzugsgut einführen können, da sie wegen des Vergasermotors die Abgasvorschriften nicht erfüllt. Als Umzugsgut eingeführt bekommst Du eine Sondergenehmigung (musst aber 1 Jahr in Indien wohnen + Moped muss mehr als 6 Monate während der Zeit auf Dich zugelassen sein).

Seit diesem Monat wird auch das Exportmodell (Bullet Classic EFI 500 cc EURO III) aufgrund der großen lokalen Nachfrage in Indien verkauft. Ich habe mir gleich eine bestellt (ca. 1850 EUR) in wunderschönem Grün.

Die kannst Du in D zulassen, ein Import lohnt sich aber m. E. nach kaum, die viele Rennerei und Zulassungskosten, Frachtkosten, Zoll+Importkosten, Scheinwerfer tauschen, evtl Fußrasten und Blinker tauschen, langen (hässlichen und nicht gut klingenden) Auspuff montieren, etc...

Ich werde es mit meiner vielleicht trotzdem machen, wenn ich zurück gehe, da so ein Ped einem doch ans Herz wächst mit der Zeit...


Grüße aus Indien,
doc

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