Halli hallo
auch ich mache drei Jahre nach meinem B-Schein den A(b)-Schein
Nach der trockenen Theorie ging es am 11.9 mit der ersten Stunde los.
Freitag 11.9. - Treffpunkt Garage
Vor mir fuhr eine andere Fahrschülerin mit der 125er zum Übungsplatz am alten Betonwerk in Kassel. Ihre Fahrt ging über einige Käffer in der näheren Umgebung (Ich mit dem Fahrlehrer im Auto vorweg). Pünktlich um 17:00 erreichten wir dann den Übungsplatz. Dort durfte die Schülerin noch ein paar Runden drehen. In der Zwischenzeit holte mein FL meine Maschine aus der Scheune.
Es ist eine Kawa ER5. Ich zog mir meine Klamotten vollständig an und durfte erstmal Probesitzen machen. Ich setzte mich drauf und Wolfgang sagte: "Passt, die hohe Sitzbank bleibt drauf". Dann erklärte er mir die Maschine und wie man sie kontrolliert. Anschließend wurde ich verkabelt und durfte meinen Helm aufsetzen.
Nach kleineren Problemen mit dem Handschuhe anziehen ging die erste Übung los. Auf- und Abbocken auf den Hauptständer. Nach ein paar Versuchen klappte das dann auch ordentlich. Nun auf die Maschine drauf und anlassen. Dann durfte ich erstmal den Schleifpunkt der Kupplung erfühlen, bevor er mich fahren ließ. Komischerweise klappte das fahren auf anhieb. Eine Sache bemängelte er aber. Ich gab beim Anfahren zu wenig Gas. Sie ging zwar nicht aus aber kam auch nicht richtig vom Fleck. Nun durfte ich erstmal ein paar Runden drehen. So im 2ten Gang mit 30 über das gelände und immer schön Wenden und Schalten geübt. Dabei legt er sehr viel Wert auf die richtige Blickführung während dem Fahren. Und tatsächlich. Es klappte immer besser. Dann kam auf einmel die Ansage: "Gib mal schön Gas und fahre den 9er Slalom, schau aber nicht auf die Hütchen sondern auf die Zwischenräume."
Nach der ersten zögerlichen Fahrt mit etwa 20 ging es beim nächsten mal mit 30 durch und es klappte jedesmal. Dann durfte ich den 7er Slalom fahren, was auch prima funktionierte. Dann war auch schon die erste Fahrstunde vorbei.
Ich fuhr mit ihm zurück zur Garage, wo ich mein Auto stehen hatte.
Samstag 12.9. - Treffpunkt 10:00 am Betonwerk
Taumhaftes Wetter. Zwar etwas frisch aber sonnig und trocken.
Er holte die Maschine aus der Scheune und ich sollte sie überprüfen. Anschließend anlassen und losfahren. Erste Aufgabe wieder die beiden Slaloms mit 30km/h fahren.
Komischerweise gab es auf dem Platz den langen Slalom mit 4x9m und 2x7m nicht, sondern nur einen 5x9 und einen mit 5x7m. War mir dann aber auch egal. Nachdem ich beim ersten langen fast mitm Endrohr aufm Boden war, da ich zu weit ausgeholt habe, und ich somit abbrechen musste, gab mir Wolfgang den Tipp ich solle die Maschine noch stärker rumdrücken und das erste Hütchen enger nehmen. Die nachfolgenden Versuche klappten problemlos. Dann folgte die Übung Stop and Go. Dabei bemerkte er, dann ich mit dem absetzen nach Rechts noch kleinere Probleme hatte. Prompt durfte ich die Übung einige male wiederholen. Nächste übung war Schritt fahren und der Slalom, den ich beim ersten mal abgebrochen habe, da ich zu langsam wurde und fast gekippt bin. Das Schritt fahren war auch beim ersten mal mehr ein großer Bogen, als eine Linie

. Er meinte dann nur, dass wir daran noch etwas arbeiten müssen. Nach dem Tipp, beim Schritt fahren nicht vor das Rad, sonder weit nach Vorn zu schauen, lief es dann auch besser. Der Schrittslalom klappte die nächsten zwei mal auch.
Dann kam die Gefahrenbremsung, welche ich erstmal mit 30 machte und immer schneller wurde. Bei der ersten Bremsung aus 50 würgte ich die Maschine trotz gezogener Kupplung ab (?).
Die Ausweichübungen klappten auch Problemlos beim ersten Versuch. Somit war die Fahrstunde auch schon vorbei und ich durfte die Maschine vor der Scheune abstelllen.
Freitag 18.9 - Treffpunkt Garage 15:30
Heute das erste Mal auf die Straße. Nach der Überprüfung der Maschine ging es auch los. Die Straße nach links abbiegen und am Ende einen steilen Berg hoch. Auf einmal kam durch den Funk: "Halt ma rechts an. Anfahren am Berg üben." Ich dachte mir nur "Ach du Sch..... ." er gab mir die Anweisungen: "Maschine mit der Fußbremse halten, Drehzahl erhöhen und Kupplung langsam kommen lassen. Wenn die Maschine nach vorne will, Bremse lösen und los fahren". Das war einfacher als getan. Ich gab jedesmal zu wenig gas. Die Maschine ging zwar nicht aus, aber es gefiel ihm nicht. Nach ein paar Versuchen hätte es mich dann fast von der Maschine geworfen, als ich die Kupplung zu schnell kommen ließ und die Maschine nen Satz nach vorn machte. Konnte dann noch die Kupplung ziehen und anhalten.
Nach einer kurzen Pause ging es dann am Berg weiter und es klappte dann so einigermaßen. Am Ende der Straße ging es dann auf die Hauptstraße und dann über die Dörfer zum Übungsgelände, wo nochmal das Anfahren geübt wurde (damit hab ich die meisten Probleme momentan). Dann hab ich eine Runde gedreht und wir sind weiter gefahren. Beim Rechtsabbiegen hab ich dann einmal zu viel nach links geschaut und somit einen großen Bogen gefahren. Das gefiel ihm nicht so ganz, was er mir am Ende auch gesagt hat.
Die Fahrt ging durch eine Wohngebiet weiter (Rechts vor Link und 30er Zone) und auf die Hauptstraße zurück zur Fahrschule. Auf den Geraden hieß es dann: "Außerorts darf man ruhig 100 fahren, also gib mal etwas Gas." Obwohl ich schön meine 65-75 gefahren bin. Mehr traute ich mich noch nicht.
An der Garage angekommen, war auch schon meine erste Doppelstunde vorbei.
Samstag 19.9 - Treffpunkt Garage 10:30
Heute war erste Doppelstunde Überlandfahrt angesagt. Trotz meiner Probleme beim Anfahren hat mir mein FL dies zugetraut. Es ging durch die Dörfer südlich von Kassel.
Wer sich auskennt: Wellerode, Wollrode, Guxhagen, Ellenberg, Dissen, Deute, Gudensberg, Besse und Baunatal
Wie üblich kamen meine Schwächen beim Anfahren zum vorschein. Meine Fehler sind, dass ich zu wenig Gas gebe und die Füße zu früh auf die Rasten stellen auch wenn die Maschine noch nicht stabil ist.
In den Kurven folgten kleinere Korrekturen meiner Fahrlinie (fahr nicht so weit links, sonst hast du einen Außenspiegel vom Auto in der Fresse, sagte er einfach so) und ich trieb die Maschine auf den Geraden auf die erlaubten 100 hoch. Das freute meinen FL. Bei einer Zufahrt auf eine Ampel habe ich dann beim Anhalten zu spät die Kupplung gezogen. Die Maschine blieb aber an. Hab mir dabei nichts weiter gedacht. Dann kam über Funk: "Das war ganz schön knapp. Wenn du glaubst, dass ich nicht gesehen habe, dass sie fast ausgegegangen ist, dann hast du dich geirrt." Da hab ich nur gedacht: "Der sieht ja alles." Hab ihm das auch nicht übel genommen. Die fahrt ging weiter durch Baunatal durch. Auf einer 70er Strecke schaltetr auf einmal eine Ampel um. Ich habe richtig reagiert. Runterschalten vom 4ten in den ersten in Stufen und immer schön die Motorbremse genutzt und diese mit der Vorderradbremse unterstützt. Prompt folgte auch das Lob vom FL. Später kam dann über Funk:
"Wir müssen etwas abkürzen, weil wir uns durch die Käffer etwas verplappert haben. Fahr mal die nächste links auf die AB."
Owei, owei dachte ich nur. Erstmal Visir komplett zu machen, sonst bläst mir der Wind ganz schön durchs Gesicht. Dann schön auf die Autobahn auffahren. Nach den zwei Kontrollblicken vor dem Beschleunigungsstreifen ging es dann mit Anweisung auf die AB drauf. Voll am Gashahn gedreht und 2/3 des Streifen ausgenutzt. War ein schönes Gefühl das FS-Auto kleiner werden zu sehen. Nach dem Schulterblick ging es dann auf die AB drauf. "Such dir ca. 300m vor den Auffahren schonmal eine Fluchtpunkt." kam über den Funk durch. Es gibt ja immer blöde Autofahrer, die meinen, dass man sie auf die AB lassen muss. Naja nach 10km Fahrt ging es dann runter von der AB und ab zur Garage. Mein FL war racht zufrieden mit mir.
Nächste Fahrstunde wird morgen geplant.
Das Problem mit dem Anfahren bereitet mir immernoch Sorgen. Wie kann ich das am besten lösen? Ich mach die Füße immer zu früh auf die Rasten und beschleunige nicht schnell genug.