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[Führerschein] Sturz??

eisheilig

Mo24-Probefahrer

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1

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 21:13

Sturz??

Moin moin!

Ich muss mit meinem allerersten Beitrag leider schon mit der Tür ins Haus fallen ?(

Zum Thema: Meine Frau hatte gestern Fahrprüfung und einen Höllenritt hinter sich! Der Prüfer hatte bereits alle relevanten Punkte abgearbeitet und leider nichts zu meckern gefunden. Somit ließ er kurz vor Schluß in eine Straße mit Kopfsteinpflaster abbiegen (!!). Es hatte 20 Minuten zuvor geregnet, also mit Laub und Pfützen versehen, zudem mit Mörderschlaglöchern. Diese Straße führte weiter in eine reine Busspur, also die reinste Falle. Meine Frau sieht das noch rechtzeitig, bremst, zieht den Blinker rechts um in eine andere Straße einzubiegen, bleibt kurz stehen weil auch noch rechts vor links, nimmt den Fuß rechts runter und tritt in ein tiefes Schlagloch/Pfütze, rutscht mit dem Fuß weg und legt das Moped im Zeitlupentempo auf die Seite. IST DAS EIN STURZ?? Dem Prüfer nach schon, also: durchgefallen!

Da ich morgen ein Gespräch mit dem Leiter der TÜV-Stelle plane, möchte ich mich ein wenig vorbereiten. Die Fahrschule war ausser sich und hat bereits beim TÜV vorgesprochen.

HILFE: Weiss jemand Rat?

Das Fehlverhalten des Prüfers liegt auf der Hand, steht doch hier die Maxime des TÜV für Sicherheit zu sorgen in direktem Gegenteil zum Handeln eines Exekutiven.
Kein Motorradfahrer fährt freiwillig Kopfsteinpflaster, erst recht nicht im Oktober nach einem Regenguß! Und hier fährt ein TÜV-Prüfer mit einem Fahranfänger in der Prüfung in so eine Straße??? Hier wurde doch ein Schaden an Mensch und Maschine willkürlich herbeigeführt, oder?

Gruß,
Torsten

Benino

Mo24-Bewohner

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2

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 21:27

Harte Worte, tatsache ist aber, daß ein Mopedfahrer, der nicht nur bei Schönwetter fährt, auch mit schadhaftem, nassen Pflaster umgehen können muß. Das kann einem schneller passieren, als man denkt, daß man auf einem solchen landet. Für einen Anfänger ist es sicher nicht ganz leicht, damit umzugehen, aber wenn der Anfänger alleine auf die Straße gelassen wird, dann ist keiner mehr da, der dann noch erzählt, wie man reagieren muß... Auch dann darf ein Mopedfahrer den Fuß nirgens absetzen, wo er nicht bis zum Boden reicht (weil Pflastersteine fehlen, oder genau da ne Senkung ist etc...)
Wie das Moped zu Fall kommt, ist eigentlich egal, es wird als deutlichstes Zeichen gewertet, daß man das Moped nicht ausreichend im Griff hat. Meine Meinung: Dumm gelaufen, beim zweiten Versuch wird bestimmt alles besser.
Meine persönliche Meinung: Dein Gespräch mit dem Leiter der Tüv-Stelle wird sicher nicht so verlaufen, wie Du es gerne hättest, ansonsten würde das ja jeder, der durchfällt machen...

eisheilig

Mo24-Probefahrer

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3

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 22:14

Danke für die Einschätzung, die ich jedoch nicht ganz teilen kann. Sollte das wirklich gängige Praxis sein, möchte ich mutmassen dass keine 20% aller jetzigen Motorradfahrer die Prüfung geschafft hätten.
WO soll man so etwas denn lernen? Hat wirklich irgendjemand eine Fahrstunde im Oktober auf nassem Kopfsteinpflaster gemacht? Das sind doch letztlich ErFAHRungswerte, im wahrsten Sinne des Wortes.

Wie gesagt wirbt der TÜV sogar mit dem Slogan "Sicherheit" und warnt im Herbst auf laubnassen Straßen zu fahren. Eine Fahrprüfung unter solch selbst herbeigeführten erschwerten Bedingungen durchzuführen halte ich für ein absolutes no go.

Morrison

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4

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 22:17

Dumm gelaufen. Nach meinem Empfinden hat es der Prüfer schon ein wenig übertrieben. Aber am Ergebnis der Prüfung gibt es leider nichts zu rütteln. Sobald das Motorrad umfällt ist die Prüfung gelaufen. Die nächste Prüfung wird bestimmt besser.

LG
Thilo

biboty

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5

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 22:47

Ich musste auch über nasses Kopfsteinpflaster...schon in der Fahrschule,damit ich sellisch darauf vorbereitet bin. :(

Ist zwar krass gelaufen bei euch ,aber am Ergebnis ist wohl nichts zu rütteln.
Ich würde an deiner Stelle kein Gespräch mit dem TÜV-Menschen führen...tröste lieber deine Frau und sag' ihr liebe Grüße von mir - beim näachsten Anlauf klappt das alles.

LG Sabine

Lille

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6

Mittwoch, 14. Oktober 2009, 23:03

Ich denke auch, daß ein Gespräch wenig nützen wird.

Deine Frau hat das Möp ja eigentlich nicht wegen des nassen Kopfsteinplasters abgelegt, sondern weil sie an einer Stelle angehalten hatte, die nicht geeignet war.

Wäre sie im Hochsommer auf Kies oder wegen eines Schlaglochs umgekippt, wäre das Ergebnis das selbe gewesen. Der Ableger war nicht direkt durch Kopfsteinplaster, Regen, Laub bedingt, sondern durch einen ungeeigneten Platz zum Anhalten.

Nächstes Mal klappt's garantiert!

7

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 00:06

Zitat

Da ich morgen ein Gespräch mit dem Leiter der TÜV-Stelle plane


O.K. dumm gelaufen, aber Deine Frau fällt durch und DU bereitest Dich auf ein Gespräch mit dem Leiter der TÜV-Stelle vor?!?
Laß sie das mal schön selber machen. Das ist ja wie am Elternsprechtag.

Harti

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8

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 04:45

Hi!

Sicher ärgrelich, aber investiere Deine Energie lieber in ein paar tröstende und aufbauende Worte an Dein Frauchen!;) Schließlich hat es sie nicht fahrend durch einen "groben" Fehler zerlegt!
Eine nasse Fahrbahn bzw. Kopfsteinpflaster wird Dich meiner Meinung als tragendes Argument nicht weiter bringen! Gibt bei uns einige "normale" Strassen, die vom Belag und bei Feuchtigkeit eine reine Seifenrutschbahn sind! Beim Absetzen des Fusses rutschte auch da leicht weg! Zum Argument "Sicherheit" gehört ja eben auch, dass Deine Frau sich sicher auf der Strasse bewegen kann! Ist eben dumm gelaufen, gerade wenn es kurz vorm vermeintlichen "Abschluß" der Prüfung passiert! Wenn die Fahrschule schon glaubhaft und ohne Ergebnis beim TÜV Rücksprache gehalten hat, würde ich es dabei belassen! Wünsche Deinem Frauchen und Dir, dass bei der nächsten Prüfung alles klappt!;)

LG! Mathias
:motorrad: An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.:smirk:

jackb

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9

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 07:51

Mal abgesehen davon, dass das Gespräch mit dem TÜV-Leiter so oder so nix bringt...
Würde die nächste Prüfung interessant.
Gespräch unter Prüfern "ach, Du prüfst morgen da? Und die Frau x ist dann auch dabei, 2. Prüfung? Das ist doch die, die ihren Männe vorgeschickt hat um sich zu beschweren."

Mhmmm...

Nee, ich sach da nix weiter zu.

Woodspirit

Mo24-Hobbyist

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10

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 10:07

Hhm, also ich mußte in meinen Fahrstunden regelmäßig im Regen eine Straße entlangfahren, die bergauf geht, eine scharfe Kurve hat, dazu Kopfsteinpflaster + Straßenbahnschienen.

War immer die Hölle für mich, aber meine FL meinte, Du mußt auch da fahren können. Und genau da hat mich auch mein Prüfer langeschickt...und ja, es hat geregnet.

Man muß das Moped halt immer händeln können.

Tut mir sehr leid für Deine Frau, aber das ist halt dumm gelaufen. Es gibt immer so unplanbare Situationen.
Motorradküken...

Fieser Friese

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11

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 11:20

Moin,

ich sehe es genau wie meine Vorposter. Es bringt absolut nur Unruhe wenn du vorsprichst. Der Prüfer hat aus meiner Sicht durchaus Recht mit seiner Entscheidung. Ich weiß von Fällen, da bestand der Prüfer darauf, dass die Prüflinge ein auf der Seite liegendes Moped aufrichten mussten. Wenn nicht, dann durchgefallen. Mach deiner Lieben Mut und richte sie auf, dann klappt's beim nächsten Mal umso besser.
Was man nicht macht, passiert nicht... Mit Hilfe eines guten Psychiaters wirst auch du mich mögen... :grin:

Coyote

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12

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 11:45

Zitat

Original von Fieser Friese
Ich weiß von Fällen, da bestand der Prüfer darauf, dass die Prüflinge ein auf der Seite liegendes Moped aufrichten mussten.


Das ist aber IMO Kompetenzüberschreitung.

Zitat

Der Bewerber muss fähig sein, selbständig das Fahrzeug auch in schwierigen Verkehrslagen verkehrsgerecht und sicher zu führen. Seine Fahrweise soll defensiv, rücksichtsvoll, vorausschauend und dem jeweiligen Verkehrsfluss angepasst sein. Daneben soll er auch zeigen, dass er über ausreichende Kenntnisse der für das Führen eines Kraftfahrzeugs maßgebenden gesetzlichen Vorschriften und einer umweltbewussten und energiesparenden Fahrweise verfügt, sie anzuwenden versteht sowie mit den Gefahren des Straßenverkehrs und den zu ihrer Abwehr erforderlichen Verhaltensweisen vertraut ist.


Vom Aufräumen im Unfallfall steht da beim besten Willen nichts.


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

Fieser Friese

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13

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 11:52

Ob es tatsächlich eine Kompetenzüberschreitung war weiß ich nicht. Soweit mir bekannt ist, wurde das Wiederaufrichten in den Fahrschulen ausgiebig geübt. Keine Ahnung ob das anderswo auch gefordert wird.
Was man nicht macht, passiert nicht... Mit Hilfe eines guten Psychiaters wirst auch du mich mögen... :grin:

Coyote

Vierfacher Titelverteidiger

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14

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 12:12

Zitat

Original von Fieser Friese
Ob es tatsächlich eine Kompetenzüberschreitung war weiß ich nicht. Soweit mir bekannt ist, wurde das Wiederaufrichten in den Fahrschulen ausgiebig geübt. Keine Ahnung ob das anderswo auch gefordert wird.


Jedenfalls nicht in der Vorschrift (FeV), die definiert, was ein Prüfling können muss.


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Buckbeak

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15

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 12:19

Naja, das mit dem Wiederaufrichtenkönnen ist - soweit mir bekannt - in Japan Bestandteil der Prüfung, nicht jedoch in Europa. Dort gilt diese Regel, dass nur jeder die Klasse fahren darf, die man selbst auch wiederaufrichten kann.

Mit dem Kopfsteinpflaster find ich aber schon grenzwertig. Ich weiß nicht, ob Beschwerden hilft (was sagt denn der Fahrlehrer dazu?) - aber wenn, dann sollte das Deine Frau selbst machen, da muss ich Krako völlig recht geben!

Viel Erfolg beim weiteren Verlauf!

liebe Grüße
Buckbeak

Schnute

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16

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 13:32

@Fieser Friese
Das Aufrichten meiner Maschine habe ich das erste Mal geübt, als sie mir umgefallen ist. Das war 4 Monate nach Erteilung des Führerscheins ;)

@eisheilig
Die Fahrt über das Kopfsteinpflaster ging doch, trotz vorherigem Regen, nach deiner Schilderung gut. Das Problem war das Abstellen des Fußes an ungeeigneter Stelle. Und ungeignete Stellen müssen nichtmal was mit Kopfsteinpflaster oder Pfützen zu tun haben. Da reicht auch auf normaler, trockener und asphaltierter Straße eine leichte Bodenwelle, Schrägheit der Fahrbahn oder ausgefahrene Spur.

Mach's deiner Frau für die nächste Prüfung nicht noch schwerer - da wird sie eh aufgeregt genug sein.
Und ansonsten: Selbst ist die Frau. Es war ihre Prüfung. Also muss sie entscheiden, ob sie was unternehmen will oder nicht.
Die Schwierigkeit, mit den meisten Leuten umzugehen, besteht darin, zu ihnen gleichzeitig ehrlich und höflich zu sein.
André Heller

Lille

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17

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 13:37

Eine Kollegin von mir hatte es in der Prüfung auch geschafft, das Motorrad abzulegen.

Unter ausreichenden Mengen Adrenalin hat sie es aber geschafft, das Motorrad wieder aufzustellen (mit 1,55m :respekt: ) - der Prüfer war so beindruckt, daß er die Prüfung als "bestanden" beendet hat.

Ich denke halt, in dem diskutierten Fall ist ja nicht das Kopfsteinpflaster und auch nicht der Regen der Grund gewesen, sondern der ungeeignete Platz zum Anhalten. Sie ist ja nicht wegen des Regens umgekippt, sondern weil sie an einer Vertiefung angehalten und das Bein dann nicht auf den Boden brachte.

Und die Wahl des richtigen Untergrundes ist sicher auch Bestandteil der Prüfung. Es zwang sie ja niemand, exakt dort anzuhalten. Ein halber Meter weiter rechts, weiter links, weiter hinten, beide Beine runter... Es hätte für den Prüfling sicher Möglichkeiten gegeben, durch umsichtiges Handeln den Sturz von vorne rein auszuschließen. Da hatte der Prüfer keine direkte "Schuld" dran.

mobezi

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18

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 16:55

Was sind denn das alles für Fahrschulen?? Meine Fahrprüfung ist ja nu schon ein paar Weilchen her, aber ich weiß noch genau, daß ich VOR meiner Prüfung wußte, WO wir fahren werden, welcher TÜV-Prüfer kommt und auf was dieser genau Wert legt und welche Übungen er auf jeden Fall fahren läßt! Und der Prüfer ist keinen Millimeter davon abgewichen :grin: Ist das nicht üblich? Oder gibts das nur noch auf dem Lande???
Das hat doch nicht viel mit "Fahrkönnen" oder "Fahren lernen" zu tun, einen ohnehin schon hypernervösen Prüfling in solch eine dämliche Straße zu schicken. Natürlich muß man Kopfsteinpflaster befahren können und Nässe und Laub und was weiß ich nicht alles auch, aber bei einer Prüfungsfahrt empfinde ich das Vorgehen des Prüfers als "hinterfotzig" - Entschuldigt die Ausdrucksweise, oder er wußte womöglich selbst nicht mehr, wo er war!
Ich bin nicht verrückt, ich lebe nur intensiv :grin:

biboty

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19

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 16:58

Ich wohne auch auf dem Land...und wusste trotzdem nicht , wo ich in der Prüfung fahren werde.
Warum auch....

LG Sabine

mobezi

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20

Donnerstag, 15. Oktober 2009, 17:01

...vielleicht, weils absolut beruhigend ist, zu wissen, was da auf einen zukommt? Und weil man dann vielleicht nur noch ein halb so nervöser Lappen ist??
Ich bin nicht verrückt, ich lebe nur intensiv :grin:

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