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Wawy

Team Mo24

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1

Sonntag, 3. Januar 2010, 13:49

Unfallschaden verschwiegen

Hey Leute,
es geht hier zwar nicht um mein Motorrad, sondern um mein Auto - aber mit dem Motorrad könnte das ja auch passieren:

Ich hab vor etwa 1,5 Jahren meinen Audi bei einem Händler in Duisburg gekauft, für knapp 5000Euro. Als ich den Wagen gekauft hatte, hatte ich einen bekannten Mechaniker dabei, der sich das alles mal angeguckt hat - wegen Unfallschaden, Motorzustand etc - und der Wagen wurde als gut befunden.

Jetzt hatte ich den Wagen bei dem Mechaniker in der Werkstatt gelassen über Weihnachten und der hat mir neue Bremsen reingemacht und so weiter.. was halt so getan werden muss. Dabei hat er aber leider einen alten Unfallschaden entdeckt.
Soweit nichts schlimmes, aber er hatte halt einen Unfall vorne, die Stoßstange wäre auf jeden Fall neu und beim Schrauben "passt da nicht alles 100%ig zusammen".

Der Wagen ist von einem Händler gekauft und wurde mir als "Unfallfrei" verkauft - steht im Vertrag.


Was kann ich machen? Hat das Aussicht auf Erfolg? Oder kommt der Händler mir dann mit "Ich hab keine Ahnung, vllt hast du den Schaden selbst verursacht!" etc?

Ich hab mal gegoogelt aber irgendwie find ich keine konkreten Aussagen.... Danke!
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Ronin

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2

Sonntag, 3. Januar 2010, 14:41

Das Problem wird sein das du es erst jetzt gemerkt hast, so kann der Händler so wie du schon sagtes damit argumentieren das der Schaden von dir ist.

muckAE

Mo24-Kultanhänger

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3

Sonntag, 3. Januar 2010, 16:52

Interessant waere auch:
Steht im Vertrag "unfallfrei" oder sowas wie "lt. Vorbesitzer unfallfrei" ?

Ansonsten imo nach 1,5 Jahren nicht mehr viel zu machen.

schokorossi

unregistriert

4

Sonntag, 3. Januar 2010, 17:41

Wenn der Händler Dir den Unfallschaden verschwiegen hat, kann das vor Gericht als arglistige Täuschung ausgelegt werden. Das Gleiche gilt bei Angabe eines falschen Kilometerstands.

Damit verfällt die Gewährleistungsfrist, und die Verjährungsfrist beträgt 30 Jahre. Lies mal hier nach, da steht alles, was Du wissen mußt!

Fischi

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5

Sonntag, 3. Januar 2010, 18:30

Wird schwer nachzuweisen sein, die arglistige Täuschung....es sei denn die Stoßstange ist handsigniert vom Täuscher selbst...
Das Leben ist kein Ponyhof, aber es lebt sich nicht schlecht wenn man in einem wohnt :rolleyes:

:mo24: FT1, FT2, FT4, FT5, FT6, FT7, FT9, FT11, FT12 ...to be continued :route88:

Wawy

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6

Sonntag, 3. Januar 2010, 18:42

Ich hatte den Vorbesitzer schonmal wegen einem Schlüsselproblem angerufen - und der hat dann ganz vehement geleugnet jemals einen Audi A4 besessen zu haben. Da dachte ich mir schon, dass da u.U. vllt etwas nicht stimmt. Aber da hatte ich den Wagen auch schon fast ein Jahr besessen... und es dann ignoriert.

Der Händler hatte auch eine eigene Werkstatt in einem anderem Stadtteil, in den ich meinen Wagen bringen musste als die Klima Probleme gemacht hat - Ersatzteile waren schnell organisiert als ich gucken konnte... prinzipiell könnte ich mir schon vorstellen, dass der Händler da den Wagen in der Werkstatt hat reparieren lassen, nachdem er den beschädigt gekauft hat.

Frontschaden ist ja normal auch Auffahrunfall. Das Kennzeichen vom Vorbesitzer steht doch auch im Brief - oder? Wenn ich da bei der Polizei mal freundlich nachfrage, ob es da mal einen Unfall gegeben haben könnte... also angenommen das lief über die Polizei?

Ich will mich jetzt nich wegen 50Euro rumärgern, aber mir gehts a) um prinzip, das ich mich nicht gerne verarschen lasse und b) würde ich natürlich auch nich sein sagen, wenn da von den 5000Euro die ich gelöhnt habe vllt 500 zurückkommen - ich weiß ja nicht, wie das aussieht, ich hab da noch keine Erfahrungswerte.
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Morrison

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7

Sonntag, 3. Januar 2010, 18:58

Sorry für OT:
aber mir gehts a) um prinzip, das ich mich nicht gerne verarschen lasse
Wenn man in der Branche keine Ahnung hat (so wie ich), dann ist das reines Glücksspiel ob man verarscht wird oder nicht. Ist ja leider in vielen Bereichen so, aber ich habe das Gefühl, gerade im Gebrauchtwagenhandel ist das Risiko übers Ohr gehauen zu werden extrem hoch.

LG
Thilo

schokorossi

unregistriert

8

Sonntag, 3. Januar 2010, 19:01

Hm, klingt sonderbar.

Solltest Du Ansprüche durchsetzen wollen, wirst Du wahrscheinlich um ein Sachverständigengutachten nicht herumkommen?! Und ob Du als Privatperson die Möglichkeit hast, in Polizeiberichte oder Versicherungsakten Einlick zu bekommen, bezweifle ich. Wie das genau abläuft, weiß ich (noch) nicht.

Wahrscheinlich ist der Schaden zu gering, um das Ding durchzuziehen?

Der Töff

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9

Sonntag, 3. Januar 2010, 20:07

Hallo...!

Richtig, s o wird es laufen!

Du wirfst schlechtem Geld gutes Geld hinterher...!


Wenn man das über eine Kanzlei abwickelt, können die Akteneinsicht fordern - aber wo...?


Und was ein komplettes Gutachten kostet,...keine Ahnung,...ob da so ein Verdacht ausreicht,

um das einer Versicherung schmackhaft zu machen!


Vor Allem, nach d e r Zeit!

Klar ärgerst du dich,...trink dir Einen... und vergiß es!

Bei der Sache, dass der Vorbesitzer "nix weis!"...von so einem Auto,...d a hätte ich aber nachgesetzt!


Gruß vom Töff.
*Flott mit Schrott!*

timmae

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10

Sonntag, 3. Januar 2010, 20:08

Zitat

Bei Unfallschäden kann das - auf eigene Faust recherchiert - aufgrund von Versicherungsunterlagen oder Polizeiakten funktionieren.

Da scheint ja doch was zu gehen. Einfach mal ausprobieren würde ich sagen.
JubiFT2010 Edersee :mo24:
FT 2011&2012 Kirchhasel :route88:
Meisentreffen 2011, Eifeltreffen 2011 :mo24:

:thumbup:

Ronin

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11

Sonntag, 3. Januar 2010, 20:25

Die Versicherung wird dir einen Husten und persönliche Daten von Kunden an dich weiter geben.

Und wer sagt überhaupt das Polizei und Versicherung was von dem Unfall wissen.
Wie Töff schon sagt du schmeißt nur Geld zum Fenster raus.

Wawy

Team Mo24

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12

Montag, 4. Januar 2010, 11:32

mhh, ich hab ja über meine eltern rechtsschutz erzählt mir meine mutter vorhin - ich denk ich ruf ma an und frag mal freundlich nach..

aber danke für die vielen antworten und links!!
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Ryllan

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13

Montag, 4. Januar 2010, 19:07

eben fragen kostet ja nix.

aber pass auf - schnell will man für ne auskunft geld haben - also als 1tes fragen ob´s was kostet!!!

Übrigens:

ich hatte mal nen Parkunfall. am Ende ging es mit Gutachter und so um ne Summe von 2500-3000 DM. Nach der Reparatur stand nix im Brief!! Ok es war auch so gemacht das man nix sah von nem Schaden.
Wenn man aber Spaltmaße nicht wieder hinbekommt is das schon ne Frechheit es als Unfallfrei zu verkloppen und es zu verheimlichen.
Aber nach der langen Zeit - glaube da haste wenig Chancen was rauszuschlagen.
Beim nächsten Autokauf weiste halt worauf du zusätzlich noch achten must.
Aus sowas lernt man.


der Alex
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Wawy

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14

Montag, 4. Januar 2010, 19:12

das Problem ist ja, dass wir auf Spaltmaße etc geachtet haben - es war halt versteckt, weil scheinbar äußerlich alles neu war..
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Ryllan

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15

Montag, 4. Januar 2010, 20:20

Dann wird eh nix mehr zu machen sein.
Mein 1tes Auto war super. lief gut, fuhr sich prima und ich war zufrieden damit.
Es war laut Papiere Unfallfrei.

Irgendwann einmal war Kumpel bei mir und ich hab den Kofferraum aufgemacht.
Farbe Innenseite war ein anderer Farbton als der Ausenlack.
Der sagte glei da stimmt was nicht und auf Nachfrage beim Händler wurde mir nur gesagt das sie es auch nicht wüsten da sie es vom Vorbesitzer als Unfallfrei übernommen haben.
Gut sie hätten es ja sehen müssen aber was soll´s.
Sich deshalb nach so langer Zeit rum zu ärgern bringt nichst außer Streß und Ärger mit dem Papierkram.
Ich war ja zufrieden mit der Dose und warum dann Streß machen.

Gut kann man auch sagen - Sie haben es versucht und sind damit durchgekommen.

Weis deinem Händler mal nach, das er es wuste aber vertuscht hat. Wirst du nicht machen können denn er müste es zugeben und das wird er nicht machen. Von daher keine Chance.
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blahwas

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16

Montag, 4. Januar 2010, 21:42

... und darum kauf ich von privat, da werd ich für weniger Geld beschissen. Die ganze Branche ist doch halbkriminell.
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

alex600ccm

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17

Montag, 4. Januar 2010, 22:59

Theoretisch kannst Du meiner Meinung nach schon versuchen, über die Schiene "versteckter Mangel" was zurückzukriegen. Da haftet dann auf jeden Fall der Verkäufer, selbst wenn er angeblich nichts von dem Schaden wusste. Ob sich der Aufwand lohnt, ist natürlich eine andere Sache. ;) Aber dass Du verärgert bist, kann ich gut nachvollziehen.

LG, Alex

Four-Stroke

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18

Dienstag, 5. Januar 2010, 22:05

lt. gerichtsurteilen gibt es auch einen "bagatellschaden" - der nicht als "unfall" gilt - d.h. wenn es sich nur um einen parkrempler o.ä. gehandelt hat gilt das nicht als unfall - und das fahrzeug ist unfallfrei.

ausserdem - wie schon hier erwähnt - dürfte die klausel im vermittlungsvertrag stehen: laut vorbesitzer unfallfrei - damit kann sich ein händler rausreden - wenn der schaden (selbst für einen fachmann) nicht so ohne weiteres zu erkennen ist (es kann z.b. keiner von einem händler verlangen dass er teile (z.b. eine intakte frontschürze) demontiert um darunter zu schauen)

aber...

falls der händler nicht grundsätzlich unseriös war - und du ein neues auto brauchst - und er was passendes hat - könnte das eine gute verhandlungsposition ergeben ;)
EINTOPF schmeckt nicht - aber fährt sich LECKER :grin:

Kjoe

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19

Mittwoch, 6. Januar 2010, 22:46

Ich weiss zwar nicht wie Motorradonline auf 30 Jahre kommt, ich habe das so in Erinnerung das die Verjährungsfrist 3 Jahre nach dem Ende des Jahres, in dem die Täuschung festgestellt wurde, endet, also wenn es dir letztes Jahr aufgefallen ist am 31.12.2012.
30 Jahre meint wohl das man auch nach 29 Jahren noch anfechten könnte, das das Fahrzeug einen Unfallschaden hat.

Wobei das Anfechten wie bereits gesagt wurde schon recht schwierig sein dürfte, je nachdem was der Händler sagt, zugeben wird er es sicher nicht.

20

Samstag, 30. Januar 2010, 22:01

Hallo,

ich habe mir nicht alles durchgelesen, aber ich kann dir aus meiner Erfahrung sagen:

Ein Bekannter von mir hatte sich einen Wagen gekauft, der ihm von Audi/VW als unfallfrei verkauft wurde ... Irgendwann hatte er einen Parkrempler und er ging zu Audi/VW um den Parkrempler lackieren zu lassen. Er bekam dann aus der Werkstatt heraus einen Anruf "Sollen wir den Schaden hinten auch ausbessern?" und es kam heraus, dass es ein Unfallfahrzeug war ...

... Also sind wir dann flugs zum Händler und haben dann !zufällig! herausbekommen (wussten wir vorher nicht), dass die im System erkennen konnten (Fahrgestellnummer?) welche Teile wann von wem bestellt bzw ausgetauscht wurden.

Also Tip: Vielleicht mal zu dem bzw. einem anderen Autohaus fahren und mal lieb und nett fragen, ob sie dir nicht nochmal einen genaue Auflistung der Teile geben können die zuletzt verbaut wurden ... (Im Zweifelsfall bei dem Autohaus, welches den letzten Inspektionsstempel hinterlassen hat ;) )

...ich weiss allerdings nicht, ob es immer möglich ist, dass man es einsehen kann! (Schlecht ist, wenn es sich um irgendwelche nicht-Serienteile handelt, die in einer Hinterhofwerkstatt verbaut wurden.) Ich weiss auch nicht, ob es bei jedem Hersteller so ist ...

... und dann dem Händler damit einen Besuch abstatten ;) Wir haben es getan, Vertrag wurde Rückabgewickelt, allerdings haben wir auch freundlich damit gewunken, dass die Lokalpresse u.U. einen Artikel veröffentlicht, diese aber erstmal zu dem Versuch einer gütlichen Einigung geraten hat. Lokalpresse war geblufft, aber den Redakteur vom Lokalteil hatten wir vorher gegoogelt und namentlich einmal kurz erwähnt.

Letztendlich hat man in dem Fall einen "Bearbeitungsfehler" beim Ankauf zugegeben - es wurde "vergessen" genauer zu überprüfen. Ein Schelm wer böses dabei denkt...

Je nach Größe des Schadens und des Wertes würde ich u.U. aber auch gar nichts machen ...

Gruß,
Und nu?

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