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[Führerschein] Frage bzgl. dem Lenken

A1exx

Mo24-Probefahrer

  • »A1exx« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 3. Juli 2010, 23:21

Frage bzgl. dem Lenken

Hallo,

ich hatte mittlerweile meine erste Fahrstunde, das klappte auch alles ganz gut, nur irgendwie mache ich beim Lenken etwas falsch. Wenn man langsam fährt bspw. den Slalom, dann lenkt man ja ein, ich mache das jedoch auch bspw. im Kreisverkehr und komme dann irgendwie nicht rum bzw. werde weit nach aussen getragen, weil ich nicht noch weiter einlenken will. Schaue ich mir das bei anderen oder auf Videos an, so merkt man deutlich, dass die garnicht lenken eigentlich. Läuft das alles nur über die Gewichtverteilung oder kann mir da jemand einen Tipp geben wie bspw. dorthin zu schauen wo man auch hinfahren will oder etwas in der Art ? Ich lenke einfach zu viel und komme dann bei Kurven weit nach aussen, da ich hab das Gefühl habe nicht noch weiter einlenken zu können ;)

Gruß,
Alex

2

Samstag, 3. Juli 2010, 23:29

Wie machst Du das denn mit dem Fahrrad ???

Stau ist nur hinten blöd, vorne gehts... :dakar:

A1exx

Mo24-Probefahrer

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3

Samstag, 3. Juli 2010, 23:31

Mit dem Fahrrad lenke ich viel mehr bzw. schlage das Lenkrad wesentlich stärker ein ...

Powergamer

Mo24-Probefahrer

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4

Samstag, 3. Juli 2010, 23:33

Hi,

also ich versuch dir mal bei deinem Problem zu helfen, bin aber auch kein Rossi, deswegen gilt wie immer ohne Gewähr :).

Also wenn du z.B. bei einem Motorrad nach links einlenkst (und das auch noch recht stark) "kippt" die Maschine nach rechts.
Deshalb muss man auch, bevor man überhaupt in Schräglage gelangt mit dem Lenker in die andere Richtung lenken, sodass die Maschine leicht kippt und die Schräglage "eingeleitet" wird, der Rest ist fast nur noch Gewichtsverlagerung.
Dieses leichte Gegenlenken geschieht meißt unbewusst, aber wenn man während der Fahrt mal drauf achtet wird man merken, das man das die ganze Zeit gemacht hat, so wars bei mir :).

Also du machst im Kreisel genau das was du nicht machen solltest und zwar lenkst du mit bzw. in die Kurve und das Motorrad kippt oder treibt dann nach außen.

Hoffe ich konnte dir ein wenig helfen....


Gruß Lukas

blahwas

Asphaltschinder

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5

Samstag, 3. Juli 2010, 23:47

Wenn du langsam bist (~ unter 5 km/h) fährt das Motorrad aufrecht ohne Schräglage in die Richtung, in die du lenkst.

Wenn du schnell bist (~ über 5 km/h) wird das Motorrad durch das Lenken in Schräglage gedrückt und fährt in die Richtung, in die du NICHT lenkst.

Bei genau 5 km/h musst du kreativ sein :) und z.B. Schräglage erzwingen, indem du Rumpf gegen Beine verbiegst oder einseitig auf eine Fußraste trittst (geht auch bei anderen Geschwindigkeiten, ist dann aber eigentlich nicht nötig/Stilsache/ergänzend).
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

mecdoc

Mo24-Fan

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6

Sonntag, 4. Juli 2010, 06:35

Sprich mal mit dein Fahrleher, der sieht was du falsch ( noch nicht richtig ) machst.
Ich persönlich halte mich nur am Lenker fest und lass die Physik die arbeit machen. Schau dahin wo du willst und du kommst dahin, alles andere kommt im laufe der Zeit :thumbup: .

DieLegende

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7

Sonntag, 4. Juli 2010, 08:59

Zitat

Ich persönlich halte mich nur am Lenker fest

Ich glaube, Du meinst das Richtige, drückst es aber einem Anfänger gegenüber falsch aus. Sich am Lenker festzuhalten, führt zu steifem und reaktionsträgem Fahren und auf Dauer zu Muskelverkrampfung.
Das Festhalten kommt aus dem Knieschluß am Tank und aus der Rückenmuskulatur; Du mußt jederzeit, auch in der Kurve, die Ellenbogen frei schlenkern können (Eselsbrücke: Am Lenker schlenkern).

Der Lenker wird nur festgehalten, um das Motorrad führen zu können - bei Geradeausfahrt recht locker, in den Kurven oder auf schlechter Fahrbahn natürlich fester.

Um das bereits angesprochende, sog. "umgekehrte Lenkverhalten", bei der Kurventechnik "Legen" noch etwas zu verdeutlichen:

Ab ca. 30 km/h, wenn das Motorrad aufgrund der Kreiselkräfte der rotierenden Reifen in den sog. "eigenstabilen Bereich" kommt, kannst Du diese Kreiselkräfte zur Richtungsänderung nutzen.
Wenn Du eine Kraft auf eine Seite des Rades ausübst, erzeugst Du zugleich eine entgegengerichtete Kraft.

Willst Du nun also eine Linkskurve fahren, schiebst Du Deine linke Hand nach vorne.
Was passiert? Das Rad dreht sich zunächst nach rechts.
Dadurch erzeugst Du eine Kraft, der die Kreiselkräfte eine entgegenstellen, und diese läßt das nach rechts gerichtete Rad (das Motorrad will ja aufgrund der Masseträgheit und durch den Schub des noch immer geradeaus laufenden Hinterrades weiterhin geradeaus fahren) - in Verbindung mit der Haftung des Reifens unten auf den Asphalt - auf dessen Oberseite nach links kippen.
Da das Rad aber über die Gabel am Motorrad befestigt ist, drückt es Gabel und Motorrad ebenfalls nach links.

Das heißt, das Rad (den Druck hältst am Lenker Du ja aufrecht, solange Du noch nicht wieder geradeaus fahren möchtest) ist jetzt nach rechts gedreht, das Motorrad kippt aber auf die entgegengesetzte Seite, nach links.
Ohne das Kräftegleichgewicht würde das Motorrad nun nach links umfallen.
Stattdessen aber sorgt das beginnende Umkippen des Motorrades dafür, daß das Fahrzeug eine Drehung nach links beginnt - Du fährts also eine Kurve.
Die Neigung der Maschine wird bestimmt von der Schwerkraft und der Kurvengeschwindigkeit (aus der sich die Zentrifugalkraft errechnen läßt).
Sobald hier ein Kräftegleichgewicht erreicht ist, neigt sich die Maschine nicht weiter, sondern behält die aktuelle Schräglage und die aktuelle Kurvengeschwindigkeit bei.

Analog gilt das Ganze natürlich für Rechtskurven.

Info:
Welcher Neigungswinkel das ist, hängt auch vom Motorrad ab; schmalere Reifen (derselben Bauart) haben hier einen Vorteil:
Bei gleicher Kurvengeschwindigkeit benötigen Sie weniger Schräglage (haben also mehr Reserven) und bei gleicher Schräglage sind sie schneller, was einen engeren Radius bedeutet.
Da es physikalisch eine Beschleunigung darstellt, einen Kreis - oder Teile davon - zu fahren, verlierst Du entweder etwas Vorausgeschwindigkeit zugunsten der Seitgeschwindigeit, oder aber Du öffnest zur Kompensation etwas die Drosselklappen.
Das gibt sich aber mit zunehmender Erfahrung - auch, wann Du wieder das Gas aufmachen kannst und damit, sowie durch Wegnehmen des Drucks gegen den Lenker, die Schräglage reduzierst und in die Geradeausfahrt übergehst.

Unterstützen kannst Du den Übergang von der Geradeausfahrt in eine Kurve, indem Du das kurveninnere Knie zusammen mit der kurveninneren Hand vorschiebst. Damit rutscht Dein Hintern automatisch ein kleines Stückchen zur kurveninneren Seite.

NICHT mit dem Kurvenstil Hanging-Off verwechseln! Der hat im öffentlichen Straßenverkehr absolut nichts zu suchen.
Während Du beim Legen (normaler Fahrstil) und Drücken (Ausweichen bei geringen Geschwindigkeiten, Notfallmanöver) jederzeit die Kontrolle über die Maschine behältst, gibst Du diese beim Hanging-Off an die Physik ab.
Auf der Rennstrecke ist das sinnvoll: Du reduzierst die nötige Schräglage, weil Du das Gewicht des Fahrers auf die Seite schaffst, anstatt das ganze Mopped in die Kurve zu legen, und hast die Möglichkeit, eine einstudierte Kurve durch Ertasten mit dem Knie in der dafür vorgesehenen Schräglage und damit mit der bestmöglichen Geschwindigkeit zu fahren.

Dafür nimmt der Rennstreckenfahrer in kauf, daß er durch den fehlenden Knieschluß und entsprechende Sitzhaltung die Möglichkeit aufgibt, auf unvorhersehbare Ereignisse und Hindernisse schnell zu reagieren - aber auf der Rennstrecke hat er weder mit verlorener Ladung, noch mit Öllachen oder Bitumenstreifen auf der Fahrbahn und ebensowenig mit entgegenkommenden PKW- und Motorradfahrern, die ihr Fahrzeug auf SEINER Fahrspur durch die Kurve steuern oder in einer uneinsehbaren Kurve ein langsameres Fahrzeug überholen und ihm deswegen auf SEINER Fahrspur entgegenkommen, zu rechnen.
Im öffentlichen Straßenverkehr ist das durchaus der Fall.

Daher nur Legen oder Drücken anwenden, nichts anderes.

Servus,

Holger
Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!
- Nämbercher XJ-Fanatiker -

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DieLegende« (4. Juli 2010, 09:03)


mecdoc

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8

Sonntag, 4. Juli 2010, 09:31

( ich halte mich am Lenkrad fest ). Das war nicht so ernst gemeint. Hier wurden schon sehr viele richtige und gute info´s geschrieben. Bin aber auch der Meinung, das er es mit dem Fahrlehrer besprechen soll, nur Er sieht wie sein verhalten in Kurven ( Kreisel ) ist.
Hätt vor Jahren auch dieses Forum gebraucht, damals wo ich meinen Schein gemacht habe.
Find es schon echt gut, das man sich verlassen kann und jeden geholfen wird. Auch wenn die eine oder andere Frage oft wiederholt wird. :motorrad:

Coyote

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9

Sonntag, 4. Juli 2010, 12:07

"Lenkrad"? :grin:


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

A1exx

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10

Sonntag, 4. Juli 2010, 12:10

Vielen Dank für eure Beiträge, ich werde versuchen eure Tipps am Dienstag zu beherzigen und dann berichten ;)

mecdoc

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11

Sonntag, 4. Juli 2010, 15:34

"Lenkrad"? :grin:

Ja ich hab mein Lenker ab gebaut und habe meinen Bike ein Bus-Lenkrad verpasst :rocker: . :nanana: .

dot-

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12

Sonntag, 4. Juli 2010, 17:17

Du schaust bestimmt nicht richtig zur Ausfahrt und darum entsteht die schlechte Linie ;-)

YamYam86

Mo24-Hobbyist

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13

Sonntag, 4. Juli 2010, 20:45

also bei mir ergibt sich die kurve "einfach" wenn ich da hin schaue wo ich auch hin will. Hinzu kommt noch, dass du die Kupplung ziehen kannst bzw. vom Gas weg gehst, wenn du zu schnell wirst und somit nach außen getrieben wirst. dann kannst du wieder korrigieren um wieder weiter innen in die schrägere Kurvenlage zu kommen
Ein Snob ist ein Mensch, der sich ohne eine Miene zu verziehen auf ein Stachelschwein setzt, weil man ihm gesagt hat, dass es ein von Picasso entworfener Stuhl ist! :]

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