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Zanussi

Mo24-Hobbyist

  • »Zanussi« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 31. Mai 2011, 16:39

Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung

Habt ihr so etwas schon mal gehört ?(

Mein Junior ist mit unserer TZR 125 auf einer Ölspur weggerutscht und dann gestürzt.
Es ist nicht viel passiert, nur seine Freundin die als Sozia mitgefahren ist, hat sich einige
Hautabschürfungen ( Knie offen, Hände offen, Ellenbogen Abschürfung ) zugezogen.

Jetzt kommt ein Brief von der Polizei mit einer Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung ?(

Die verletzte Person wurde in unpassender Bekleidung als Sozia mitgenommen:
Sie trug zum Unfallzeitpunkt keine Schutzbekleidung (Lederjacke, Lederhose, Handschuhe).
Sondern Jeanshose und Jeansjacke sowie einen Schutzhelm.

Der Fahrer hätte sie darüber aufklären müssen das er sie so nicht mitnehmen darf.
Nur ein Schutzhelm reicht als Schutzbekleidung für ein Motorrad nicht aus.
Der Staatsanwalt wird entscheiden ob und in wie weit das eine Straftat ist.

Da stehen mir die Haare zu Berge.
Klar haben wir immer gesagt: Zieht etwas vernünftiges an, keine kurze Hose
und immer mit Handschuhen fahren.

Kann es sein das wegen unpassender Bekleidung die Versicherung nicht aufkommt ?


.
Gruß, Bernd

willst du dir den Tag versauen, mußt an einem Roller bauen!

Meise

*Alter Sack*

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2

Dienstag, 31. Mai 2011, 16:52

DA kannste mit rechnen ! Wenn ich mir beim Bäumefällen mit der Kettensäge in die Knochen fiedel und ich habe keine ordentliche Schutzkleidung getragen...dumm gelaufen
<< Falls ich mal nicht erreichbar bin: Ich bin weg um mich selbst zu finden !
Sollte ich zurückkommen bevor ich wieder da bin, sagt mir bitte ich würde mich suchen und ich soll hier auf mich warten! >>





hawkeye

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3

Dienstag, 31. Mai 2011, 16:55

Hallo,

es gab in letzter Zeit zumindest zwei Urteile, in denen Schmerzensgeldzahlungen aufgrund mangelnder Schutzkleidung reduziert wurden. Wenn also Schmerzensgeldforderungen gestellt werden, könnte es sein, dass diese nicht ohne weiteres gezahlt werden.

Es ist mir allerdings neu, dass es verboten wäre, jemanden mitzunehmen, der ausser einem geeigneten Helm keine weitere Schutzkleidung trägt. Ob sich daraus eine fahrlässige Köperverletzung konstruieren lässt, wird Dir ein Anwalt besser beantworten können.

Grüße

Hawkeye
Mein neuer Brötchengeber: Onlineshop für Moppedteile

Organized

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4

Dienstag, 31. Mai 2011, 17:05

Wenn ich mir beim Bäumefällen mit der Kettensäge in die Knochen fiedel und ich habe keine ordentliche Schutzkleidung getragen...dumm gelaufen

Das ist aber allgemein bekannt, dass die Versicherung beim Arbeiten mit Kettensägen vorraussetzt :P Beim Motorrad habe ich sowas noch nicht gehört.

Beiträge: 348

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5

Dienstag, 31. Mai 2011, 17:06

Warum sagt dann nicht einfach die Freundin, dass sein Junger sie aufgeklärt hat!?
Mit rasender Geschwindigkeit in den Abgrund, mit aufgeblendeten Scheinwerfern in das Verderben, und niemand zuckt auch nur mit der Wimper.

Zanussi

Mo24-Hobbyist

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6

Dienstag, 31. Mai 2011, 17:11

ok, es geht nicht um Schmerzensgeld.

Aber ich rechne jetzt noch mit einer Krankenhausrechnung.

Das haben wir auch gesagt, sie wollte unbedingt so fahren (ist doch so warm heute).

Den Ärger haben wir jetzt trotzdem.
Und Junior hat Angst wegen einer Nachschulung.
Gruß, Bernd

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Harti

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7

Dienstag, 31. Mai 2011, 17:14

Moin!

Da müssen einem nicht gleich die Haare zu Berge stehen, weil es völlig normal ist,
dass bei Verkehrsunfällen mit verletzten Personen, sofern der Fahrer nicht Alleinbeteiligter ist,
eine Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet wird.
In den meisten Fällen werden diese Verfahren jedoch eingestellt!

Ich gehe davon aus, dass die Freundin keinen Strafantrag gegen Deinen Junior stellen wird!?

... und mit der Schutzkleidung ... weißt Du ja selber ...

Vericherungstechnisch könnte es aber wegen der Behandlungskosten wegen "fehlender" Schutzkleidung noch
eng werden.

LG! Mathias
:motorrad: An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.:smirk:

Zanussi

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8

Dienstag, 31. Mai 2011, 17:43

da wurde sie gleich vor Ort nach gefragt.
Sie hat natürlich keinen Strafantrag gestellt.

Aber einen Schreck bekommt man ja doch, wenn so ein Brief kommt.



.
Gruß, Bernd

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Wawy

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9

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:10

Das is aber normal. Hatte letztens nen Unfall da ist uns einer hinten ins Auto gefahren und ein Arbeitskollege meinte, ihm tät der Rücken weh. War ne blöde Situation, uneinsichtig und er saß hinten und hat sich ziemlich verdreht als es plötzlich gerumst hat. Am Auto war fast nichts, aber er hatte halt Rückenschmerzen. Vor Ort hat er dann die Verzichtserklärung unterschrieben, dass er kein Schmerzengeld beantragt und so weiter, ein Anhörungsbogen wegen Körperverletzung (ich als Fahrer = Zeuge) kam trotzdem.

Ist aber "im Sande verlaufen", sprich, niemand hat je wieder was davon gehört..
präsentiert:

Morrison

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10

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:11

Timmae hat das doch auch gerade durch. Kumpel hinten drauf und Unfall. Wurde eingestellt.

Edit: Wenn er auf ´ner Ölspur zu Fall kam, würde ich annehmen er ist sowieso aus der Haftung raus. Es sei denn der Ölfleck war offensichtlich zu erkennen oder es wurde davor durch ein Schlid gewarnt.

LG
Thilo

Zanussi

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11

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:22

Das ist ja das beste überhaupt.
Junior hatte mich gleich angerufen, er hatte einen Unfall, ich sollte doch den Mopedhänger anhängen
und die TZR abholen.

Als ich eingetroffen bin, kam auch die Polizei. Die stellten auch eine Ölspur fest und nahmen das im Protokoll
auf. Aber keiner hat etwas für die Beseitigung der Ölspur in die Wege geleitet.
Ich habe vorsichtshalber ein paar Fotos davon gemacht, man weiß ja nie.

1 Std. später sind wir da noch einmal hin gefahren um ein paar Trümmerteile aufzusammeln.
Da war die Ölspur immer noch vorhanden, noch nicht einmal ein Schild wurde aufgestellt.


.
Gruß, Bernd

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Panda

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12

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:25

Dass die Versicherung Stress macht, kann ich mir auch vorstellen. Aber vorgeschrieben ist lediglich ein Helm beim Motorradfahren. "Geeignete Schutzkleidung" nicht. Zumal man sich lang und breit darüber streiten könnte, was denn "geeignete Schutzkleidung" ist.
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Coyote

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13

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:25

Vericherungstechnisch könnte es aber wegen der Behandlungskosten wegen "fehlender" Schutzkleidung noch
eng werden.


Wieso? Erstens ist der Versicherung die Anklage in einer Strafsache völlig egal, zweitens gibt es keienrlei Pflichtverletzung des Fahrers, die ein Regressanspruch seitens der Haftpflichtversicherung rechtfertigen würde. Und die Haftpflicht zahlt erstmal immer.


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

Bobby

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14

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:40

DA kannste mit rechnen ! Wenn ich mir beim Bäumefällen mit der Kettensäge in die Knochen fiedel und ich habe keine ordentliche Schutzkleidung getragen...dumm gelaufen

Was bitte ist denn eine ordentliche Schutzausrüsung beim Bäumefällen? Ne Ritterausrüstung? :grin:

Ich habe bisher nur Baumfäller gesehen, die Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gesichtschutz tragen!

Es ist schon so, wie Harti schreibt. Es gibt ja auch bei Unfällen ohne Personenschaden eine Ordnungswidrigkeitenanzeige!

Organized

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15

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:48

Ich habe bisher nur Baumfäller gesehen, die Handschuhe, Sicherheitsschuhe und Gesichtschutz tragen!

Spezielle Hosen. Wenn man dort mit der Kettensäge dran kommt verfranst sich die Kette und sie bleibt sofort stehen - die sind auch vorgeschrieben ;)

Wawy

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16

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:50

Is zwar OT, aber beim Kettensägen hast du auch ne spezielle Hose, in der sind so lange Fäden eingearbeitet, die blockieren den Lauf der Säge im Idealfall bevor du weit genug durch die Hose kommst und ins Fleisch zu schneiden. Ich nehme an, dass es das nicht nur als Hose, sondern auch als Oberteil geben wird...

[/OT] :)
präsentiert:

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17

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:50

Mir ist auch nicht ganz klar, von welchen Versicherungen hier die Rede ist. Die Krankenversicherung zahlt alle Behandlungskosten, unabhängig davon, wie man sich die Verletzungen zugezogen hat - oder hab ich da was verpasst? ?(
Das Motorrad-Wiki vergisst nicht.

18

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:51

DA kannste mit rechnen ! Wenn ich mir beim Bäumefällen mit der Kettensäge in die Knochen fiedel und ich habe keine ordentliche Schutzkleidung getragen...dumm gelaufen

Was bitte ist denn eine ordentliche Schutzausrüsung beim Bäumefällen? Ne Ritterausrüstung? :grin:


Schnittschutzhose und Schnittschutzjacke? (Blockiert die Kette der Säge und verhindet zumindest mit Glück eine vollständige Durchtrennung von Gliedmaßen...!)
Und nu?

Zanussi

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19

Dienstag, 31. Mai 2011, 18:57

@blahwas

mir wurde gesagt das die Krankenhauskosten eventuell nicht von der
Krankenversicherung übernommen wird.
Wenn jemand dafür zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Gruß, Bernd

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Bobby

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20

Dienstag, 31. Mai 2011, 19:06

Ok..ok..

Es gibt Schutzausrüstung fürs Bäumefällen! Und die habt ihr zufälligerweise alle zuhause bei Euch rumliegen?

Ich mein, wenn ich nen Garten und nen ollen Apfelbaum habe, der Nachbar ne Kettensäge...dann hau ich doch den Baum weg. Und wenn dann doch was passiert, darf ich doch damit rechnen, das meine Krankenkasse das bezahlt!

Anders mag es vielleicht bei gewerblichen Baumfällern oder Profirennfahrern aussehen, oder?

Sorry für OT

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