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[Führerschein] Richtig schalten

TimoD

Mo24-Probefahrer

  • »TimoD« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

Registriert: 18.06.2011

Motorrad: XJ6

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1

Samstag, 6. August 2011, 21:51

Richtig schalten

Hallo an alle. Da ich noch totaler Motorradneuling bin und ich gerade den Führerschein mache, muss ich hier mal eine Frage loswerden. Klingt zwar etwas dämlich, aber was solls. :)
Ich habe beim runterschalten manchmal etwas Probleme, weil ich den Gang nicht genau reinkriege. Ich habe sonst öfters mitgekriegt, dass der Motor bei anderen Motorrädern etwas aufheult, wenn sie runterschalten. Bei mir ist das nicht so. Wie kann ich besser zurückschalten? Gebt ihr immer etwas Gas beim runterschalten oder wieso heult der Motor immer etwas auf? Oder gibt es andere Tricks, die das Runterschalten erleichtern?
Vielen Dank schonmal. :)

LG
Timo

Mona-Zippe

Mo24-Fan

Beiträge: 235

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Region: Nordrhein-Westfalen

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2

Samstag, 6. August 2011, 22:52

kupplung feste ziehn und zärtlich den ganghebel nach unten. je nach motorrad spürt man mehr oder weniger gut ein klicken von einem zum anderen gang.
raufwärtz funktioniert es ja genauso.
kupplung dann natürlich nicht schneppsen lassen, sondern vorsichtig zur ausgangsstellung zurückbringen.

wenns nicht aufhäult bei dir, ist doch alles ok, oder?

wenns mal probleme , z.b. an der ampel gibt, den ersten gang reinzubekommen, dann laß die kupplung ein ministück vorsichtig kommen um dann wieder komplett anziehn und nochmals vorsichtig versuchen mit dem ersten gang. (dieses problem hab ich manchmal, wenn ich im 2.gang gehalten hab)

3

Samstag, 6. August 2011, 22:57

Wenn du durchs Runterschalten einen etwas größeren Drehzahlunterschied ausgleichen musst, dann kannst du Zwischengas geben, also etwas am Gas drehen.
Das is auch das Aufheulen bei anderen.
Dann flutscht der Gang fast von allein und du hast keine Motorbremse.

Natürlich kann man auch ohne Zwischengas einfach mit Einkuppeln, nur wenn der Motor dann wirklich aufheult, is der Unterschied schon etwas groß und ich grad Materialschonend.
Kommt halt auch drauf an, ob du die Motorbremse grad brauchst oder nicht.

Wenn du den Gang an sich aber nicht richtig reinkriegst is das nich unbedingt normal. Sollte eigtl. spätestens bei bischen festteren Antippen reingehen.
Evtl. auch mal Ölstand kontrollieren, wenn der zu niedrig is, kann es auch zicken.

TimoD

Mo24-Probefahrer

  • »TimoD« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 13

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4

Sonntag, 7. August 2011, 00:42

Danke für die Tipps. Was ich mit dem aufheulen meinte: Wenn man zum Beispiel auf eine Ampel zufährt und im 4. Gang ist, dann ziehe ich ja einfach die Kupplung und schalte runter bis in den ersten ohne wieder einzukuppeln. Habe aber nun schon oft gehört, dass genau dann bei anderen dieses leichte aufheulen kommt. Das verstehe ich eben nicht so ganz, kuppeln die immer wieder ein oder geben sie dann eben etwas gas? Nur wieso sollte ich Gas geben wenn ich ausgekuppelt habe? Sorry wenn das alles etwas dumm klingt aber naja, bin noch in der Fahrschule. :D

5

Sonntag, 7. August 2011, 00:58

Hi,

besser du stellst diese Fragen früh und machst es gleich richtig, anstatt wie ich (und viele andere) jahrelang unsauber und materialermüdend zu schalten. Zwischengas ist das Stichwort, so wird die Drehzahlanpassung gemeinhin genannt. Das ist das Aufheulen, das du hörst. Es ist nicht ganz einfach, aber nach 1-2 Monaten üben sollte es klappen. In diesem Thread findest du alles zum Thema Zwischengas. Insbesondere die Links, Schaubilder, Diagramme und Videos sind sehr lehrreich.

Übrigens ist es schlichtweg falsch, dass man beim Herunterschalten mit Zwischengas keine Motorbremse hätte. Man hat nur keinen Ruck beim Einkuppeln. Aber lies ruhig erstmal den obigen Thread.

Fluffy

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6

Sonntag, 7. August 2011, 08:53

Ich glaube nicht das er bei so vielen Motorradfahrern Zwischengas hört. Dazu machen das einfach zu wenige. Wenn der Motor beim ranrollen an die Ampel kurz lauter wird, haben die Fahrer mit großer Wahrscheinlichkeit nach jedem runterschalten kurz eingekuppelt um langsamer zu werden. Wenn man das nicht macht, kommen erwähnte probleme. Man macht dies um nicht 6 Gänge im stehen runter zu steppen. Irgendeiner hängt dann immer. ;)
jetzt nerv mal nicht (.....)

die wenigsten leute in diesem forum haben etwas sinnvolles zu tun sonst
wärn sie ja nicht hier.
:grin:

Panda

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7

Sonntag, 7. August 2011, 11:45

Mich würde in dem Zusammenhang mal interessieren, ob jemand hier vor einer roten Ampel stufenweise herunterschaltet?

Angenommen ich bin im Stadtverkehr unterwegs und fahre im dritten Gang auf eine Ampel zu, die gerade rot geworden ist, dann bremse ich erstmal ohne die Kupplung zu ziehen. Wenn ich relativ langsam bin, kuppele ich aus, und schalte in den zweiten Gang und von dort aus direkt in den Leerlauf. So muss ich nicht die ganze Zeit die Kupplung halten.

Wie macht ihr das und macht das überhaupt einen Unterschied ob ich gleich zu anfang auskuppele oder erst relativ spät?
Ride YOUR ride

8

Sonntag, 7. August 2011, 12:04



Übrigens ist es schlichtweg falsch, dass man beim Herunterschalten mit Zwischengas keine Motorbremse hätte. Man hat nur keinen Ruck beim Einkuppeln. Aber lies ruhig erstmal den obigen Thread.

Wenn dus richtig machst und keinen Ruck beim Einkuppeln, also so viel Gas gibst, dass sich der Gang so schnell wie das Rad dreht, hast du natürlich keine Motorbremse.
Erst wenn du danach wieder vom Gas gehst.

Außerdem brauch man mit Zwischengas nicht übertreiben, das is heutzutage eigtl. überflüssig und eher für die dies machen wollen, wenn ers nicht lernt und normal schaltet is das gut so.

@Panda:
Du machst das schon richtig so.
Je nach Situation kann man zb auch variieren.
Zb. gleich in den 1., wenns schneller weiter geht. Leerlauf mach ich meist erst im Stand, wenns so aussieht, dass es ein bischen dauert.
Oder wenn man schon von weitem ne rote Ampel sieht, dann schalt ich zb. vom 4. in den 2. oder 3. und roll dann langsamer zur Ampel hin bis sie grün wird.
Wenn du nicht nur bremsen willst, sondern dein Tempo schon weit vorher reguieren, dann lohnt sich das Runterschalten und Einkuppeln

Zwischengas nehm ich nur nach Situation:
ZB. Wenn ich höhere Drehzahlen hab und runterschalte.
Oder wenn ich schalte und keine Motorbremse möchte, dann geb ich beim schalten eben so viel Gas, dass ih gar keine oder nur ein bischen Bremswirkung hab, je nachdem wie viel ich möchte.
Aber ansonsten nehm ich das nicht, im normalen Drehzahlbereich sind die Unterschiede sowieso gering und das Material wird auch nicht stark belastet.

@Threadersteller:
Wenn sie mit gezogener Kupplung beim zur Ampel Rollen Gas geben und dann steht bleiben, dann is das einfach ein Spiel mit dem Gas^^
Also das wär auch ne Möglichkeit;)
Achte in Zukunft mal auf deren linke Füße;)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Bopper« (7. August 2011, 12:18)


VXSteffen

Mo24-Fan

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9

Sonntag, 7. August 2011, 13:05

Wenn die Gänge sich nicht sauber schalten lassen, kann es auch am Verschleiss der Kupplung liegen.
Lass die Kupplung mal von deinem Fahrlehrer überprüfen und bei der Gelegenheit auch gleich zeigen, wie man diese nachstellt

Grüssli
Steffen
Und im übrigen bin ich dafür, dass Deutschland überdacht und wohl temperiert wird

Panda

Mo24-Bewohner

Beiträge: 1 411

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Region: Hessen

Motorrad: grün

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10

Sonntag, 7. August 2011, 14:06

@ Bopper:

Danke. Genau so mache ich es auch. Dann passt das ja.
Ride YOUR ride

cbfandi

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11

Sonntag, 7. August 2011, 14:48

Moin

Sehe ich in Entfernung eine rote Ampel schalte ich langsam runter 4,3,2,1. Wenn ich dann stehe ab in den Leerlauf.
Dabei achte ich auf die Fußgänger Ampel schaltet sie auf Rot warte ich meist noch so drei Sekunden und schalte dann in den ersten
Das mit dem vor der Ampel stehen mit eingelegten Gang hat mich schon immer in der FS genervt.
Mein FL bestand aber darauf.

Andi
Motorcycling is the best thing you can do tightened :motorrad:

toughstalker

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12

Sonntag, 7. August 2011, 16:36

wenn man vom vierten in den ersten schaltet geht die Drehzahl natürlich hoch, dann wirds lauter, evtl ist das mit aufheulen gemeint.

13

Sonntag, 7. August 2011, 18:07

Wenn dus richtig machst und keinen Ruck beim Einkuppeln, also so viel Gas gibst, dass sich der Gang so schnell wie das Rad dreht, hast du natürlich keine Motorbremse.
Erst wenn du danach wieder vom Gas gehst.


Bitte halte doch die Begriffe auseinander. Natürlich hat man die Motorbremse erst, wenn man vom Gas geht, denn das ist die Motorbremse. Das gilt aber für alle Fälle. Du schaltest also mit Zwischengas runter, wenn du auf dem Ruck und das Geschüttel beim Einkuppeln verzichten willst. Natürlich bremst die Drehzahlanpassung über die Kupplung statt übers Gas auch, aber das ist nicht die Motorbremse!

14

Sonntag, 7. August 2011, 19:09

Natürlich ist das dann auch der Motor, der bremst. Was denn sonst.

Wenn man mit etwas Gefühl einkuppelt gibt es außerdem keinen Ruck und Geschüttel dafür is ja die Kupplung auch da, Zwischengas also nicht zwingend erforderlich, is aber eben ganz praktisch, wenn man mit der Zeit auch damit umgehen lernt.

Und wenn man perfekt Zwischengas gibt, gibs ja eben kein Drehzahlunterschied, also bremst nichts beim Einkuppeln

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Bopper« (7. August 2011, 19:14)


Gansita

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15

Sonntag, 7. August 2011, 19:59

Ich nutze beim Motorrad (in der Fahrstunde) wie beim Auto (den Führerschein hab ich schon) die Motorrbremse wenn ich auf eine rote Ampel zurolle, ich gehe von Gas und schalte stufenweise zurück und kupple jedes Mal wieder ein (der Motor "heult" dann kurz auf). Oft schaff ich es auf die Weise ohne anzuhalten weiterzufahren. Ausserdem spart es beim Auto Sprit, also denke ich, beim Motorrad auch. (Nur hab ich da keine Verbrauchsanzeige:)) Mein Fahrlehrer lässt mich an Ampeln stehen wie ich möchte. Ich mach den Leerlauf dann von der vorraussichtlichen Länge der Standzeit abhängig.

16

Sonntag, 7. August 2011, 20:32

Motorräder haben nicht unbedingt eine Schubabschaltung wie beim Auto.
Deswegen ist das mit dem Sprit sparen nicht unbedingt der Fall.

Gansita

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17

Sonntag, 7. August 2011, 20:39

Das wusste ich nicht, es wurde aber auch noch nie deswegen gemeckert. Verbraucht es mehr Sprit, oder ist es egal?

18

Sonntag, 7. August 2011, 20:43

Spritverbrauch = Drosselklappenöffnungswinkel*Drehzahl. Ganz grob. Verbraucht also mehr, als wenn du die Kupplung ziehst, sobald du langsamer wirst. Aber ein runder Fahrstil ist das nicht. Sauberes Fahren bedeutet, bei jeder Gelegenheit den richtigen Gang drinzuhaben und den Motor mitbremsen zu lassen.

Gansita

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19

Sonntag, 7. August 2011, 20:48

Deinen einen Satz verstehe ich nicht, meinst du mit dem Unrunden Fahrstil, die Variante mit der gezogenen Kupplung oder den mit dem Runterschalten bein ausrollen?

20

Sonntag, 7. August 2011, 21:00

Unrund wäre es, einfach die Kupplung zu ziehen, die Drehzahl auf Standgas abfallen zu lassen und so an die Ampel zu rollen. Sollte die nämlich wieder grün werden, hast du den falschen Gang drin. Und willst du dann in den richtigen herunterschalten, passen Drehzahl von Motor und Getriebe nicht mehr zueinander.

Also: Beim Langsamerwerden analog zur Geschwindigkeit herunterschalten, vorzugsweise mit kurzem Gasstoß. Will man den partout nicht machen, sollte man zumindest zusehen, dass man den Schaltvorgang schnell hinter sich bringt (also schnell wieder einkuppeln), damit die Motordrehzahl nicht allzusehr abfällt und zumindest noch einigermaßen auf die Getriebedrehzahl passt.

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