Wie einige aus meinem näheren Dunstkreis wissen, habe ich neben einem Tiefgaragenplatz (dunkel), wo ich die Transalp parke und dem Platz vor der Haustür (nur für Notfälle) nichts, wo ich mal in Ruhe schrauben kann.
Daher habe ich mir für monatlich ca. 60,- € einen Raum gemietet, in dem ich meinen Schrauberaktivitäten nachgehen und das ganze Geraffel auch mal liegenlassen kann, wenn es eine längere Aktion wird. Weil es keine Garage mit angemessen breitem Tor ist, muss ich durch einen Eingang manöverieren, der ca. 15 cm schmaler ist, als die Transe an ihrer breitesten Stelle, dem Lenker. Das geht mit etwas Geschick ganz gut und bisher auch vollkommen ohne Kratzer.
Der Raum selbst ist kaum größer, als 350 x 350 cm, und einiges vom zur Verfügung stehenden Platz ist durch Regale und Werkbank belegt. Dennoch reicht es sogar für größere Aktionen, wie aktuell dem Zerlegen der kompletten Front, mit dem Ziel, hinterher mit neuen Lenkkopflagern, Sturzbügeln und geordneter Verkabelung der ganzen nachträglich angebauten E-Teile unterwegs zu sein.
So sieht es in der Werkstatt jetzt gerade aus:
Das, was man auf dem obigen Bild sieht, hat einen guten Grund, denn der Austausch des LKL stand an, und wie man sieht, hatte ich alles soweit vorbereitet, um im nächsten Schritt Lenksäule und Gabelbrücken in der Hand halten zu können. Das Ausschlagen der Lagerschalen war ein Akt für sich. Während die untere Schale noch relativ leicht aus ihrem Sitz kam, weigerte die obere sich hartnäckig, in Rente zu gehen. Nachdem ich den Rundstahl, den ich zum Austreiben verwendet habe, mehrfach wieder scharfflexen musste, hat sie sich dann aber doch noch einsichtig gezeigt.
Das Lager von der unteren Gabelbrücke (mit Lenksäule) zu trennen war dann wieder eine spannende Angelegenheit. Hier half ebenfalls nur die Flex. Und als es dann sauber runter war, habe ich mir das neue Lager vom Schrauber um die Ecke aufpressen lassen, damit der auch mal 10,- € an mir verdient.
Die neuen Lagerschalen in die Sitze des Lenkkopfs einzutreiben war dann gar nicht mehr schwierig. Jeweils die Lagerschale angesetzt, das alte obere Lager rein und eine alte Lagerschale drauf. Ein paar kontrollierte Schläge mit dem Fäustel brachten es dann so weit, dass ich das Lager, das nur dem Zentrieren der Einschlaghilfe (alte Schale) diente, weglassen und den Rest mit ein paar weiteren Schlägen erledigen konnte.
Mittlerweile ist die Lenkung wieder wie neu. Jetzt geht es an die Armaturen und die Elektrik, bevor die Front wieder angebracht wird.
* to be continued *