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speedracer

Mo24-Hobbyist

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1

Dienstag, 8. November 2005, 13:06

Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

Wie heute in der MSA zu lesen war, verzichtet Suzuki auf den Einstieg in die Supersport IDM. Bert Poensgen wollte ein neues Reglement das an das Superstock 1000 Reglement angelehnt ist. Da die Zeit hierfür wohl zu kurz ist, hat der DMSB entschieden, das Supersport Reglement für 2006 so zu belassen, wie es ist. Eine Änderung wird wohl für 2007 wahrscheinlich.
Damit sollen dann die Kosten für ein konkurenzfähiges Bike gesenkt werden.

Dann hätte es ja doch wieder einen Suzuki Cup geben können, denn der Einstieg in die Supersport IDM wurde von Herrn Poensgen als Grund für den Wegfall des Cups genannt. So entfällt ein komplettes Teilnehmerfeld mit über 30 Piloten und es gibt dennoch keine Teilnahme von Suzuki in der IDM Supersport.

Sehr schade das ganze

Beobachter

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2

Dienstag, 8. November 2005, 14:01

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

B.Poensgen ist bekannt dafür das er sich ständig in die Belange der IDM einmischt.Er meint, er hätte ein Recht dazu weil Suzuki
als Sponsor der IDM Geld reinsteckt. Aber ob der Fan will, das nach den Regeln der Superstock 1000 gefahren wird? Wo ist den der Unterschied zur Superbike-IDM.So groß ist er nicht.Man sollte sich schon ein bissel nach dem Reglement der WM richten.
Holger es gibt ja noch den Yamaha-Cup.Der scheint mir eh besser geeignet.

speedracer

Mo24-Hobbyist

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3

Dienstag, 8. November 2005, 17:13

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

@ Beobachter: Yamaha Cup war und ist sicher der beste Cup mit allem drum und dran. Bin ich bis 2002 gefahren. Für mich leider tabu, da man hier nicht mit einer AI-Lizenz starten darf.

Zum Reglement IDM Supersport: 2003 bin ich dort gestartet. Unglaublich, was da materialtechnisch abgeht. Extrem teuer, bis zu 10 Satz Reifen pro Wochenende, Motoren am Rande der Leistungsgrenze,etc. Kitgetriebe für zigtausend Euro.

Aber wenn man nicht gerade bei Alpha Technik oder Docshop fährt, wird es sehr teuer.
Nicht falsch verstehen, ich liebe diese kleinen Drehzahltiere, würde aber aus Kostengründen immer die IDM Superbike vorziehen.

Die Ansätze des Reglement der IDM Superbike sind aus meiner Sicht genau richtig.
Beispiel: limitierte 8 Stück Reifen pro Wochenende und Seriengetriebe. Ich glaube nicht, das es der Show schadet, wenn keiner z.B. ein Kitgetriebe hat.

Und: Leider kommen Fahrer wie Nebel anscheinend nicht aus dem Kreis der IDM heraus. Solange das so ist, brauchen wir kein WM Reglement. Allein die Show muss gut sein und sollte auch nicht nur von den Topteam zu finanzieren sein.

4

Mittwoch, 9. November 2005, 08:08

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

Ich kann mich dem Holger nur anschließen.
Die Show ist das was die Zuschauer zieht, nicht das WM Reglement.

Auch was die Kosten angeht stimme ich zu. Reifenbegrenzung und Seriengetriebe halten den Kostenberg noch einigermaßen überschaubar. Allerdings wenn man dann wieder die großen Teams sieht, mit welchem Aufwand die da Aufschlagen, hat man als Kleiner doch schon wieder verloren.
Keiner der Privaten ist auch nur rangekommen im letzten Jahr ;-)

wlyogich

Mo24-Fan

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5

Mittwoch, 9. November 2005, 10:06

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

òla,

des mit den kosten sehe ich auch so, aber ein nebel kommt aus der idm nicht raus, weil sie international nicht so beachtet wird, wie andere klassen. ein grund dafür ist, dass der technische stand nicht dem internationalen stand, wie z.b in der bsb, ama oder wsbk entspricht.

die show ist toll, mit oder ohne kit getriebe, aber für die jungen fahrer und ihre zukunft.

speedracer

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6

Mittwoch, 9. November 2005, 11:57

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

In Antwort auf:

òla,

des mit den kosten sehe ich auch so, aber ein nebel kommt aus der idm nicht raus, weil sie international nicht so beachtet wird, wie andere klassen. ein grund dafür ist, dass der technische stand nicht dem internationalen stand, wie z.b in der bsb, ama oder wsbk entspricht.






Das IDM Supersport Reglement ist identisch mit dem WM Reglement. Warum kommt denn dann hier keiner in die Supersport WM ?


7

Donnerstag, 10. November 2005, 16:12

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

Warum keiner aus der IDM Supersport in die Supersport-WM aufsteigt? Weil ein deutscher Fahrer aus einer deutschen Serie nicht so gefragt ist wie ein Spanier, Italiener oder Franzose.

Weil in Deutschland der Motorradsport nach wie vor ein "Proletensport" ist.

Bei den Österreichern ist das ähnlich schwer. Allerdings hängt sich z.B. Honda Austria mehr in die Förderung junger Fahrer hinein als es in Deutschland der Fall ist.

Max Neukirchner hat viel Glück gehabt (und mit einer sechsstelligen Summe nachgeholfen) dass er beim Klaffi fahren kann.

Wenn der Fahrer eine fette Mitgift beisteuert, gibt es durchaus Möglichkeiten. Auch z.B. bei Ten Kate. Dort kostet der Platz auf einem WSSP-Moped allerdings doppelt so viel wie ein Platz auf einem Moped vom 250er GP Team Aprilia Germany.

Selbstverständlich muss der Fahrer auch was drauf haben, sonst gibts kein Moped von Ten Kate.

In der IDM kostet ein Top Five fähiges Moped eine fünfstellige Summe, bei einem Top Team etwa so viel wie eine IDM Superbike Yamaha vom Team Sebring Yamaha Austria.

Allerdings ist es damit ja nicht getan. Da brauchts dann noch Werkzeuge, Reifen, zusätzliche Räder, Sturtzteile, Verschleißteile, Ersatzmotoren, Mechaniker, usw.

Wer soll das alles bezahlen?

Den GSX-R CUP hat man allerdings laut Herrn Poensgen nicht allein wegen des Einstiegs in die IDM Supersport beerdigt, sondern auch weil (angeblich) zu wenige Teilnehmer genannt hatten.

Zwiespältige Sache, das.

Einerseits finde ich auch, dass der Motorradsport erschwinglich sein sollte, sonst sterben die Privat-Teams irgendwann aus. Andererseits ist eine Serie nach Stocksport-Reglement nicht gerade ein ideales Sprungbrett in die WM-Serien, aber das wurde hier an anderer Stelle bereits diskutiert.

Es ist nicht nur das Reglement, nicht nur die eher schleppende und anscheindend wenig effektive Vermarktung der IDM, die fehlende TV-Präsenz, der proletenhafte Ruf des Motorradsports in unserem Lande. Es ist auch das Desinteresse der Industriepartner. Ein Stefan Nebel gehört längst in eine Serie auf WM-Niveau! Und nicht nur ein Nebel. Da gibt in der IDM einige Herren, die in einer WM-Serie durchaus ihren Weg machen würden.

Nur unterstützt sie hier keiner in entsprechender Weise.

Nebel durfte nicht einmal nach dem unmittelbar nach dem IDM-Titel errungenen Podestplatz bei seinem Wild Card Stocksport-WM-Einsatz das Yamaha WM-Superbike testen.

Wie kolossal wichtig gute Beziehungen sind sieht man z.B. an Dirk Heidolf. Der hat Verwandtschaft im Vorstand der Sparkasse Chemnitz und damit einen relativ sicheren Sponsor. Interessanterweise zeigt die Performance-Kurve bei Leuten wie Heidolf gegen Saisonende plötzlich nach oben.

Wie man es auch anders machen kann zeigt KTM - und transferiert Bradl und Ranseder in den 125 GP.

Welche Hersteller handeln in Deutschland Deutschland auf ähnliche Weise? Da fällt mir gerade niemand ein.

Yamaha Motor Deutschland zieht sich (so das aktuelle Gerücht)gar gänzlich aus der IDM zurück, weil man die Budgets in die WM-Serien stecken will.

Somit scheinen Hafeneger und Nebel arbeitslos zu sein. Zumindest temporär.

Und da fragt ihr, warum kaum Deutsche in WSBK, WSSP, GP 125, GP 250 oder MotoGP zu sehen sind?

Es fehlt einfach an Geld und richtiger Unterstützung.

Ein Fußballspieler hat es hierzulande weitaus leichter beim Schritt in die Professionalität.

Hommel glänzt entnervt von seinen Malaguti-Einsätzen mit letzten Plätzen, Guisepetti quält sich mit schlechtem Material und kann auch nix reissen, Cortese ist zur Zeit auf dem richtigen Weg und zeigt auch den Biss, den man bei Heidolf regelmäßig und auch bei Jenkner zeitweise vermisst. Und ich denke dass Cortese mit Daniel Epp auch einen Teamchef gefunden hat, nachdem sich sehr, sehr viele die Finger lecken.

Daran krankt es in der IDM oftmals auch - das Geld des Fahrers nimmt man nur zu gern. Ob umgekehrt dann aber auch die Leistung bezüglich Material und Unterstützung stimmt, ist oftmals zweifelhaft.

Und ich befürchte dass wir Zustände wie bei der Nachwuchsförderung in Spanien oder Italien hier niemals haben werden.

(Fragt mal Sepp Schlögl nach seiner Zeit beim ADAC Juniorcup - der kotzt euch sofort auf die Füße)

So lange Motorradfahrer den Ruf haben, den man ihnen in der breiten Bevölkerung andichtet - Rüpel, Anarchisten, potentielle Organspender und Selbstmörder, rücksichtslose Raser, Rocker, Kinder- und alte Leute-Schreck - wird sich hier kaum was tun.

Führerschein und Material sind dermaßen teuer, dass kaum ein Jugendlicher in der Lage ist, von Mopeds wenigstens angefixt zu werden.

Dann die vielen "Spät-Rocker" und Wiedereinsteiger: Papa fährt Motorrad. Wenn ich als Sohn das auch mache, ist das uncool! Ich kann doch nicht das machen, was mein Alter macht! Da bin ich ja in der Clique unten durch!"

Ausnahmen bestätigen selbstverständlich auch hier die Regel.

Nur ein kleines Beispiel: Endurofahren in Spanien, Dezember 2003/2004. Irgendwann raus aus der Pampa und auf eine Schotterstraße. Und dann Supermoto-mäßig Knallgas. Juchhu!! Plötzlich ein Polizeiwagen. Aber statt uns abzuwinken und mit Strafzetteln zu bedenken (wäre hierzulande garantiert der Fall gewesen), feuerte uns die spanische Polizei an!!!

Obwohl wir zu schnell und viel zu quer und obendrein im Infight auf einer öffentlichen Straße unterwegs waren.

Ich wette, sobald durch des Glückes Fügung ein deutscher Motorradrennfahrer in einer WM-Serie regelmäßig auf dem Treppchen steht und um einen Titel kämpft, gibt es sogar wieder Meldungen in den Tageszeitungen und vielleicht wird er sogar ins "Aktuelle Sportstudio" eingeladen...

He! Man wird doch noch träumen dürfen...


Glück auf!
pofpof










Mick

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8

Donnerstag, 10. November 2005, 18:38

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

@pofpof

Danke für die interessanten Ausführungen. Ich hatte so eine Ahnung, aber dass es so schlimm ist, als Deutscher Fuß im internationalen Rennsport Fuß zu fassen, hätte ich nicht gedacht.

Beobachter

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9

Donnerstag, 10. November 2005, 21:18

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

@pofpof
Auf einfache Art und Weise ist von Dir alles beschrieben worden.Dem gilt es nichts hinzuzufügen.

Jochen

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10

Donnerstag, 10. November 2005, 22:34

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

@Pofpof

Mein und meinen für deinen "offenen Brief". Schön zu wissen, dass die derzeitige Situation auch andere ankotzt - hups, sorry!

Ich bin wirklich gespannt, ob sich Yamaha aus der IDM zurückziehen wird. Der Stefan Nebel gehört wirklich ab nächstem Jahr in eine WM, ansonsten ist der Zug abgefahren. Das Zeug dazu hat er allemal.

Jochen

speedracer

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11

Donnerstag, 10. November 2005, 22:35

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

@pofpof

Meine Frage warum denn keiner in die WM kommt, war eher sarkastisch formuliert, als eine tatsächliche Frage...
haste nicht richtig verstanden.
Mit 33 Teilnehmern hatte der Suzuki Cup 2 Teilnehmer weniger als der R6 Cup. Soviel haben SBK und SSP oft nicht am Start gehabt, ist also eher Quatsch was Herr Poensgen da gesagt hat(hat er aber tatsächlich gesagt, war persönlich dabei). Ging nur ums Geld, deswegen ist er eingestellt worden.

Yamaha stellt auch die EM Superstock mit Kenan und Didier ein! So wird es 2006 nur noch R6 Cup und SSP WM geben. Und das steht leider bereits fest.

Mir ist leider genau klar, warum es so ist wie es ist!
Aber es geht eben um Geld und nicht um Reglements! Wer ernsthaft glaubt, das aufgrund des gleichen Reglement in der IDM/WM unsere Fahrer in die WM kommen ist auf dem Holzweg!Das wollte ich damit sagen.

Ansonsten hast Du vollkommen Recht mit Deinen Ausführungen, da stimme ich mit Dir überein.





wlyogich

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12

Donnerstag, 10. November 2005, 23:12

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

sorry cupracer, aber da gebe ich dir nicht recht.
ja, die idm ssp ist teuer, wenn man vorn mitfahren will, aber wenn man sich mit seinem stocksport bike nicht international zeigen kann, wie der nebel hat man pech, denn dann muss eben viel geld fliessen. mit den ssp'lern kann man sich zeigen, als gast, so wie es der arne tode tut und sein weg wird in die wm führen, auch wegen der recht guten vorstellungen in diesem und letzten jahr. warum bisher keiner da ist, obwohl keine ernsthafte frage, die antwort wäre aus meiner sicht: es gibt keinen guten deutschen ssp'ler bisher, da haben wir nur ein bis zwei und die müssen halt fahrerisch noch ein wenig lernen oder viel geld finden. so ist es leider aus meiner sicht.

speedracer

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13

Freitag, 11. November 2005, 13:43

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

es gab und gibt meiner Meinung nach genug gute Supersportler in der IDM. Kellner und Teuchert z.B waren schon in der WM! Die brauchen bestimmt nichts mehr lernen.

Fahrer wie Tode, Hafeneger, Nebel, Stamm, um nur einige zu nennen, hätten aus meiner Sicht ebenfalls das Zeug dazu.

14

Samstag, 12. November 2005, 21:03

Re: Suzuki verzichtet auf Einstieg in Supersport IDM

Kann euch nur beipflichten. Leider findest du in Deutschland keine Sponsoren für den Motorradrennsport (eigene Erfahrung).

Die Ursache liegt in der Ignoranz der Medien zu diesem Sport.
Hier wird mehr über 4.klassigen Fußball berichtet als über Motorradsport.

Leider stimmt es das YAMAHA aussteigt. BIKE-PROMOTION geht in der kommenden Saison auch nicht mehr im SSP an den Start.

Ich bin gespannt wie groß die Fahrerfelder dann übehaupt noch sind.
Vorteil für die Verbliebenen - du kommst immer in die Punkte!?!?!


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