Na ja, ein Billig-Motorrad ist die ZZR 1400 wohl nicht. Wer eine besitzt, muß sich auf die in dieser Leistungs- und Hubraumklasse üblichen Kosten einstellen.
Ist erstmal der Kaufpreis als Neufahrzeug geschafft, schlägt neuerdings die "angepasste Tarifstruktur" (So nennen es die Unternehmen - ich nenne es Abzockerei) ordentlich auf die Bilanz.
Früher waren ja alle Motorräder über 98 PS in der gleichen Versicherungsklasse. Pech für den, der 99 PS hatte, Glück für den, der fast 200 PS hatte.
Nunmehr gibt es eine Klasse für Motorräder über 164 PS. Und dass die extrem teuer ist, dürfte da nicht mehr überraschen.
So können die Versicherungsprämien für die ZZR 1400 mittlerweile etwa 600 Euro betragen oder gar übersteigen (inkl. Teilkasko), wo ich bspw. noch 200 Kracher im Jahr für bezahle.
Vater Staat möchte darüber hinaus auch 101 Euro für die Kfz-Steuer haben.
Der Spritverbrauch ist (alte Weisheit) vom Fahrstil abhängig. Auf der Landstraße am Sonntag mit langsameren Bikes im Konvoi gehts mit ner 5 vorne.
Artgerecht bewegt steht immer die 7 am Anfang und wenn mich der Hafer sticht, wirds auch zweistellig.
Die Einfahrprozedur beträgt langwierige 1.600 km. Erst danach sollte man richtig ans Gas gehen.
So habe ich es auch gemacht. 1.600 km piano und danach eben "artgerecht".
Heißt auch, daß die Erstbereifung (Bridgestone BT 014) dann nach 2.500 km am Ende ist. "Artgerecht" bewegt würde sie wohl nur ca. 1.800 km halten.
Aber es gibt ja langlebigere und damit auch billigere Alternativen wie den Metzeler Z 6, den Pirelli Diablo Strada oder den neuen Pirelli Angel ST, den ich jetzt fahre und nur empfehlen kann.
Reparaturen gabs bei mir noch keine und die Inspektionskosten sind auch aufgrund der Bauweise (Monocoque) nicht gerade niedrig, weil die ZZR (ähnlich wie die ZX 12 R) nicht gerade wartungsfreundlich aufgebaut ist.
Also, alles in allem sollte man schon einen gewissen Finanzaufwand einkalkulieren.
Aber was ist das schon gegen den Fahrspaß, den gerade dieses Motorrad bietet....?