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Hilfesuchender alias Daydreamer

unregistriert

1

Donnerstag, 1. April 2010, 11:12

finanziertes Motorrad kaufen

Hi,
ich habe da ein Angebot vorliegen, an dem ich interessiert bin. Jedoch liegt der Fahrzeugbrief davon bei der Bank, da es finanziert wird.

Das Problem ist jetzt:
Beim Termin handelt es sich um einen Feiertag, somit kann der Brief nicht direkt abgeholt werden. Somit müsste ich ihm das Geld überlassen, mit dem er dann die Kosten bei der Bank begleichen würde und mir dann die Papiere zuschicken würde.
Reicht hierfür ein Kaufvertrag aus, um mich rechtlich abzusichern? Das Motorrad würde ich beim Kauf gleich mitnehmen incl. des Fahrzeugscheins.

Danke schon Mal.

lg
Daydreamer

P.S.: Wenn ich mich anmelde (stehe oben dann als "angemeldet") und dann ein Thema eröffnen will, heisst es immer, dass ich mich bitte anmelden solle. Was mach ich falsch??

Olli1969

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2

Donnerstag, 1. April 2010, 13:52

Hallo Daydreamer,

ich würde das anders machen. Wenn Dir das Bike zusagt, dann würde ich einen Kaufvertrag machen in dem die Ablöse bei der Bank vereinbart wird. Geld würde der Verkäufer NICHT bekommen, weil ER NICHT VERKAUFEN KANN WAS IHM NICHT GEHÖRT!!!!!!!!!!!!!

Nach Ostern würde ich mich telefonisch an die Bank wenden bzw, der Verkäufer kann das tun. Alles weitere dann nur noch mit der Bank, ddenn sie ist der Besitzer des Moppeds!!!!!!

LG

Olli

STan.X

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3

Donnerstag, 1. April 2010, 14:14

So etwas habe ich auch mal machen müssen.
Mit dem Verkäufer den Preis unter Vorbehalt ausgehandelt, für den Fall dass der Zustand doch nicht seinen Angaben entsprochen hätte.
Mit der Finanzierungsbank vorher vereinbart, den Brief vorab zur nächstgelegenen Filiale zu schicken und die Ablösesumme angefragt.
Mit dem Verkäufer nach der Fahrzeugbesichtigung dort hin gefahren und den Restbetrag der Finanzierungssumme eingezahlt und
im Gegenzug den Brief vom Sachbearbeiter ausgehändigt bekommen.
Damit bist du auf der sicheren Seite.

GruHS
Richard

Harti

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4

Donnerstag, 1. April 2010, 15:05

Moin!

Die Welt ist schlecht! Auf der sicheren Seite bist Du nur, wenn Du es so machst, wie von Richard schon beschrieben!
Kaufabschluß mit Termin und formeller Einzahlung bei der Bank und Aushändigung der Papiere im Gegenzug an Dich!

Wenn es dumm läuft, hast Du zwar zunächst das Möp ( ... als scheinbare Sicherheit!), zahlst aber im Zweifelsfall den "Kaufpreis" nochmal an die Bank,
bevor es Deins ist! :O

Wenn der Verkäufer seriös ist, wird er Deine Bedenken verstehen und darauf eingehen! Da lohnt es sich schon ggf. einen Tag Urlaub
zu nehmen, um einen Termin bei der Bank wahrzunehmen! :smirk:

LG! Mathias
:motorrad: An manchen Tagen geht alles schief, aber dafür klappt an anderen gar nichts.:smirk:

Dirk U.

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5

Donnerstag, 1. April 2010, 17:22

Geld nur für Brief auch wenn das Motorrad noch so verlockend wirkt.

Nur mal so eine ganz blöde Situation:

Du gibst dem Verkäufer deine Kohle und der verzockt sie direkt bei der Spielbank - Wie sollst du nun an den Brief kommen oder dein Geld zurück?



oldman52

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6

Donnerstag, 1. April 2010, 20:30

@ olli 1969:



....Besitzer ist der Verkäufer, Eigentümer die Bank! :whistling:



...ansonsten: rischisch!



VG

oldman52
...tell me old shipmates
I´m taking a trip mates
and I´ll see you someday
on Fiddler´s Green!

In memoriam
Barney McKenna 1939 - 2012
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stahlkern

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7

Donnerstag, 1. April 2010, 22:42

Mit einem Kaufvertrag bist du theoretisch safe. Allerdings kannst du dir nur im Fall der Fälle per Privatrecht alles wiederholen. Und das kann schnell schief gehen und teuer werden.
Der Brief ist wichtig. Also besser ein paar Tage warten und auf den Brief bestehen.
Bei Auto- und Motorradkauf gibt es kein Vertrauen, nur Sicherheten!

Daydreamer

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8

Freitag, 2. April 2010, 12:40

Hi Leute,
danke für eure Tipps.
Aber ich kann doch eigentlich keinen Kaufvertrag abschließen, wenn er nicht der Eigentümer ist?
Muss man da nicht vorher die Bank in Kenntnis setzen? Da ich noch Student bin, haben die vlt. etwas daran auszusetzen, da ich ja nicht kreditwürdig bin.

Lösung:??
Ich lasse mir den Betrag zeigen, der noch bei der Bank aussteht. Die Differenz zwischen diesem und Kaufpreis wird direkt gezahlt und eben auch vermerkt, dass ich den Betrag bei der Bank begleiche (wäre dann ne Quittung mit Bedingung). Motorrad nehme ich dann erstmal mit (da ich sonst nicht die Möglichkeit besitze). Werktags fahre ich dann nochmals hin, um mit ihm den Bankbesuch zu tätigen und dann den Kaufvertrag mit der Bank abzuschließen. Nachteil: ich müsste 2-mal rüber fahren.
Würde es auch gehen, wenn er die "Quittung" bei der Bank vorlegt und die sich dann an mich wendet bzgl. Kaufvertrag und Brief-Übergabe? Was würde die Bank dazu sagen?


Danke schon Mal
Daydreamer

P.S.: Ha. ich kann mich wieder anmelden. :)
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Dirk U.

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9

Freitag, 2. April 2010, 12:54

Eine Quitung genügt der Bank ganz sicher nicht. Die wollen das Geld sehen. Die wissen doch nicht was der mit der Kohle anstellt. Vielleicht haut der ja ins Ausland ab.

Mach nicht so komplizierte Sachen. Gemeinsam zur Bank fahren, Geld dort abgeben und Brief an dich aushändigen lassen. Dann Moped abholen.



DieLegende

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10

Freitag, 2. April 2010, 13:29

Zitat

Geld würde der Verkäufer NICHT bekommen, weil ER NICHT VERKAUFEN KANN WAS IHM NICHT GEHÖRT
Das ist falsch - verkaufen kann er es schon, das Recht dazu hat er. Er kann nur nicht seinen Verpflichtungen aus dem Kaufvertrag nachkommen:
Siehe unten.

Zitat

Aber ich kann doch eigentlich keinen Kaufvertrag abschließen, wenn er nicht der Eigentümer ist?

Kaufverträge kannst Du abschließen, wie Du lustig bist - ob Du nun der Eigentümer bist und ob genügend Sachen zum Verkauf vorhanden sind oder nicht, spielt keine Rolle.
Das resultiert aus der Vertragsfreiheit.
Interessant wird es erst bei der Umsetzung der aus den Kaufverträgen resultierenden Verpflichtung, verkäuferseitig nämlich Übergabe und Übereignung der Ware (Abstraktionsprinzip).
Das aber nur am Rande.

Servus,

Holger
Quidquid agis, prudenter agas, et respice finem!
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »DieLegende« (2. April 2010, 13:31)


STan.X

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11

Samstag, 3. April 2010, 08:20

Die Bank ist Miteigentümer des Moppeds, hat jedoch keinerlei Interesse an der wirtschaftlichen Nutzung.
Die möchte nur ihre Kohle wiedersehen und hat dazu als Sicherheit den Brief im Kasten.
(Damit der Schuldner das Mopped nicht ohne Wissen der Bank verkaufen und sich die Kohle einsacken kann)
Das Gespräch mit der Bank ist quasi die Verhandlung mit dem zweiten Eigentümer.

Ich zitiere oder wiederhole mich nur ungern, bei der o.g. Vorgehensweise bist du auf der sicheren Seite.

GruHS
Richard

Daydreamer

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12

Montag, 5. April 2010, 18:35

Danke nochmal für eure Antworten. Wollte mich nur noch rückmelden, was passiert ist:
Wollte es dann so machen, dass ich bei Gefallen eine Kaufabsicht abgebe und er dann den Brief einlöst. Dann wäre ich nochmal vorbeigekommen und hätte alles in einem Pack mitgenommen.
Aber leider entsprach das Motorrad nicht den Ausführungen:
- Kette trocken, Rost (sollten laut Verkäufer ok sein)
- Hinterreifen auf 0,0mm runter, Risse, Vorderreifen ~2mm (sollten laut Verkäufer ok sein)
- kaum Luft in den Reifen
- Öl alt
- Batterie leer/kaputt
- Checkheft: leider waren hier nur Inspektionen bis 12000 km eingetragen (Stand: 25000 km). (letzte Inspektion sollte vor ~1000km gemacht worden sein.)

Somit hat sich das Ganze für mich erledigt. Danke für eure Mithilfe.:danke:
Dann mal weiter mit der Suche :)

lg
Daydreamer
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STan.X

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13

Montag, 5. April 2010, 19:13

Werbung und Wirklichkeit....

Gut so – deine Entscheidung. Ein schlecht gewartetes Fahrzeug zu kaufen, macht wenig Sinn.
Für den Fall, dass der nächste Anbieter ebenfalls finanziert hat, weiß du jetzt wie du auf der sichernen Seite bleibst.
Den technischen Teil kanntest du ja schon.

GruHS
Richard

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