Vielleicht hast Du als Reifenhändler so etwas am Motorrad schon einmal(!) gesehen. Mir ist es noch nie untergekommen, weder persönlich, noch bei Freunden und Bekannten, noch bei irgendwelchen Zweiradmeistern. Bei Autos passiert das eher mal, wenn der Reifen am Bordstein verletzt wurde und/oder er wirklich steinalt ist. Aber einen seitlich aufgerissenen Motorradreifen... never ever! Beim 20 Jahre alten Scheunenfund würde ich aber auch nicht die Hand ins Feuer legen *kicher*
Schlauchreifen fährt man deswegen, weil man nicht anders darf. Entweder ist das Felgenbett nicht für schlauchlos geeignet, weil es nicht ordentlich abdichtet oder der Kernreiter abrutschgefährdet ist, oder die Felge (Speichen) hält sowieso gar keine Luft. Insofern hat man in solchen Fällen bei Verletzung der Lauffläche durch das Platzen des Schlauchs im Gegensatz zum Schlauchlosreifen auf Schlauchlosfelge sehr wohl einen vergleichsweise plötzlichen Druckverlust. Gummischläuche platzen nun mal bei Verletzung, Reifen nicht. Einen Burnout mal ausgenommen...
Und wer fährt Schläuche auf Tubeless-Felgen?
Einen Nagel einfahren ist eh harmlos, da meist reparabel. Aber ich habe schon ganz andere Dinge gesehen, leider auch im eigenen Reifen :/ Die Folgen während der Fahrt sind trotzdem nicht dramatisch. Oft merkt man es erst am nächsten Tag, schlimmstenfalls wird das Fahrverhalten zunehmend teigig.
Aber da Du das ja alles sicher weißt, frage ich mich, wieso Du den Eindruck erwecken willst, ein Reifenplatzer am Motorrad sei eine alltägliche Sache
Übrigens gelten richtig gelagerte Reifen sogar bis zu
fünf Jahre nach Herstellung noch als neuwertig.