Das ein oder andere Mal habe ich beim mitlesen festgestellt, dass viele mit ihrer Fahrschule nicht zufrieden waren. Es gibt aber rühmliche Ausnahmen und ich finde das sollte nicht unerwähnt bleiben.
Gefunden habe ich die Fahrschule über einen örtlichen Motorradhändler, da hatte ich einfach mal nachgefragt ob die mir eine empfehlen könnten. Dann mal bei der Fahrschule vorbei, hat alles soweit gepasst und dann hat es aber aus beruflichen und privaten Gründen nochmal ein Jahr gedauert bis ich mich endlich angemeldet hatte.
Gut finde ich, dass der FL grundsätzlich nur Doppelstunden fährt, denn wie er auch empfinde ich den Lernerfolg da am größten. Ich schreibe mal grob wie die Stunden bisher abgelaufen sind.
1+2: Zuerst ging es auf die 125er und es ging in die Stadt und auf die Landstraße da der FL sehen wollte wie ich fuhr und ob ich noch das Gefühl für Kupplung und Bremse habe. Mein 1b ist ja auch schon ein Weilchen her. Nach ca. 45 Minuten wurde dann gewechselt und ich durfte auf die Große. Kurze Übung um ein Gefühl für die Kupplung zu bekommen und dann dem FL hinterher. Nach 20 Minuten durfte ich ihn überholen und bin den Rest der Zeit voraus gefahren.
3+4: Stadt + Land und vor allem Grundfahrübungen.
5+6: Stadt + Land und nochmal Grundfahrübungen.
Ab jetzt kamen die entscheidenden Fahrstunden und der Grund warum die Fahrschule und den FL als sehr gut empfinde. Man muss dazu sagen, dass er nicht unterscheidet zwischen Übungsfahrt und Sonderfahrt. Er hat für alles einen Preis, dafür läuft auch jede Stunde sehr konzentriert bei ihm ab. Als Beispiel sei hier mal die Übung ausweichen genannt um dies zu verdeutlichen. Klappte auf Anhieb und er sagte auch gleich über Funkt das die Übung so bestanden sei. Aber dennoch hat er mich auf das drücken hingewiesen und die Übung noch oft fahren lassen bis ich neben dem Legen auch das Drücken beherrschte.
7-10: Nein ich hab mich nicht vertippt. Drei Stunden ging es auf Tour und der FL begleitete mich mit seinem Motorrad. Zu Beginn waren aber zuerst Übungen angesagt wie sie sicherlich in den meisten Fahrschulen nicht gelehrt werden, da sie Erstens nicht verlangt werden und Zweitens die meisten FL Angst haben dem FS könnte dabei was passieren. Dazu gehörte zum Beispiel Schrittgeschwindigkeit fahren bei 30% Gefälle. Zitat:"Schnell kann Jeder, bei Schleichfahrt musst du die Maschine beherrschen". Dann im Stehen fahren, muss man als Mopedfahrer auch können. Slalom im zweiten Gang, anschließend auskuppeln und Slalom weiterfahren. So hat er mir gezeigt dass sich eine Maschine wenn der Antrieb weggenommen wird leichter handeln lässt (ausweichen, Kurve zu eng oder zu schnell genommen ...). Gut fand ich auch folgende Übung. Wir sind von der Hauptstraße abgebogen einmal ums Karree gefahren und ich musste dann verkehrsbedingt an einer Steigung anfahren und unmittelbar rechts abbiegen auf die Vorfahrtsstraße. Natürlich haben wir die dabei auftretenden Schwierigkeiten und Gefahren durchgesprochen.
Dann ging es endlich auf Tour und wir sind gemütlich über Landstraßen gefegt, mein FL meistens in der "Ideallinie" voraus und ich hinterher. Unterwegs natürlich auch mal Pause gemacht und dann über die Autobahn wieder nach Hause.
Jetzt gehen wir noch ein paar Mal in der Stadt fahren und machen die Grundfahrübungen und dann geht es zur Prüfung. Somit werde ich wohl sogar mit 12 bis 14 Stunden hinkommen. Das fahren viel mir nicht sonderlich schwer und ich hatte eigentlich nur vor meinen Lappen zu machen, wohlwissend dass sich vieles aus der Routine und Praxis ergibt aber ich hab auf alle Fälle nicht nur eine Prüfungsvorbereitung erhalten sondern was gelernt in der Fahrschule.