Reisebericht zur
Auftaktveranstalltung MOTOGP am 20.03.2011 in Doha, Qatar
Vom 10. März 2011 bis 16.März 2011 Dubai
Vom 16. März 2011 bis 24.März 2011 Katar
Hallo MotoGP Fangemeinde
Zurück aus Doha, Katar von
der MotoGP Auftaktveranstalltung am 20.03.2011 möchte ich Euch einen kleinen
Reisebericht nicht vorenthalten. Auf die Rennen im Einzelnen möchte ich an
dieser Stelle nicht näher eingehen. Aber eins sei mir an dieser Stelle
gestattet. Herzlichen Glückwunsch an Stefan Bradl, Platz eins, Sandro Cortese,
Platz 2, Jonas Folger Platz 5.
Leider war ich nicht in der glücklichen Lage namhafte Persönlichkeiten aus dem Rennsport
zu treffen wie meine Vorreisende Fischi und PonyStärke im Jahr 2006. Schade
Formel eins
Wäre das Formel 1 Rennen am
13. März 2011 in Bahrein aufgrund der dortigen Aufstände nicht abgesagt worden,
hätte ich auch noch schnell dorthin fliegen können.
Is ja nur nen Katzensprung. Ich hätte wahrscheinlich dort auch einen überlegenen deutschen Sieger gesehen. (Vettel)
Dubai
Dubai will ich nur am Rande
erwähnen. Dubai ist toll, unbeschreiblich, einfach mal hinfliegen und nur noch
die Superlativen bestaunen. Wer plant auf das Burj Al Khalifa zu gehen, ich war
zweimal auf der Plattform, einmal tagsüber, einmal nachts, die allerdings NUR auf einer Höhe von 450m ist,
ansonsten ist es das z.Z. grösste Gebäuder der Welt mit 828m,sollte die
Eintrittskarte am besten bereits hier in Deutschland unter Burjkhalifa.ae
buchen, kostet von hier aus nur 20€. Kostet vor Ort wenn man sofort hoch will 80€.
Auch einen Tagesabstecher
nach Abu Dhabi lohnt sich. Mit dem Bus für ca. 20€ hin und zurück.
Die Rennstrecke
MotoGP in Katar ist schon krass!
Die Rennen und die Trainingssitzungen unter Flutlicht in der Nacht, ab 19:00 Uhr stockdunkel,
haben schon ihren eigenen Flair. Die Rennstrecke liegt ca. 30 km ausserhalb von
Doha. Aber wo und was ist eigentlich Losail? Ich habs nicht gefunden.
In der unmittelbaren Gegend
ist weit und breit nichts, nur Wüste und Einöde. Und wer Partyspass und Ramba Zamba
erwartet a´la Assen, Sachsenring oder Mugello wird schmerzlich enttäuscht und
ist dort völlig fehl am Platz. Es geht dort sehr ruhig und gemächlich zu.
Hinfahren, hinsetzen, Trainings u.- Rennen schauen und wieder brav
zurückfahren.
Es findet überhaupt kein
Vor,- oder Nachprogramm statt. Nach dem Rennen, ab nach Hause. Ulkig war auch,
dass die „Warm up´s“ für die 125er unt Moto2 bereits am Samstag Abend, also
einen Tag zuvor, stattfanden.
Das Wetter am Rennsonntag
war optimal, strahlend blauer Himmel, ca 30 Grad und nur noch ein leichter
Wind. Am Freitag sah es tagsüber bereits nach Regen aus und ich verspürte auch
ein paar Tropfen doch es blieb trocken. Am Freitagabend beim Training pfiff der
Wind recht stark über die Tribüne hinweg. Eine Jacke mitzunehmen ist auf
jedenfall immer empfehlenswert.
Taxen
Hin und zurück kommt man nur mit dem Taxi. Reguläres Taxiunternehmen
„Karwa“ Wenn man denn einen Fahrer findet der die Rennstrecke kennt. Nur so gefühlter zehnter Fahrer kennt den Weg
dorthin. Es fährt kein Bus und keine Bahn dahin ,,--))) Hin.- und Rücktour schlagen dann allerdings mit ca. 40€ zu Buche. Aber das ist soweit o.k. in Anbetracht das der Rest preiswert ist. Und wenn man sich dann auch noch mit anderen Leuten arrangieren
kann, dann geht’s ja.
Man kann sich auch eins der „freien privaten Taxen“ nehmen. Sie machen sich durch kurzes hupen, Hupe und
Lichthupe, und langsames ranschleichen bemerkbar. Ich denke mal, diese Chauffeure
bewegen sich in einer Grauzone oder es ist sogar illegal. Die Autos sind meist
älteren Datums und oft auch ohne Air Condition. Sie nehmen einen nur mit, „weil es sowieso gerade auf ihrem Weg liegt,
so rein zufällig ,,--))
Die Frage „how much“ kann man sich sparen, man
erntet eh nur ein „what you like“.
Sie nennen keinen Preis, weil sie es wohl nicht dürfen. Mit 60-70 % des
regulären Preises sind sie gut und fair bezahlt. Man sollte aber bereits ein
Gefühl für die Preisgestaltung haben. Dafür trifft man aber auf die ulkigsten
Typen. Alle fragen, woher kommst Du, wohin gehst Du, a Deutschland, super, usw
usw. Einmal habe ich einen farbigen auf dem Kopf zugesagt, you are from
Eritrea, der war so baff, den hab ich so geschockt, der hat bald vor Freude in
sein Lenkrad gebissen. Woher ich das denn wüsste. Na ja?!
Am Samstag mit dem Taxi auf dem Weg zur Quali, liefen zwei Typen mit einer
grün, weiss, roten Fahne Richtung Eingang, aha Italiener, wollte schon
„Ducati“ aus dem Fenster brüllen als ich etwas entdeckte. Nein, dass kann nicht
sein. Ich muss mich geirrt haben. Mitten auf der Fahne ein Fluss und einen
Zossen? Nein, dass kann nicht sein.
Glaub ich nicht! War das nicht das Wappen von NRW? Egal, werde sie schon auf der Tribühne wieder finden,
is ja nicht soooo gross. UND, tatsächlich, das Wappen von NRW. Tach Jungs, was macht ihr denn hier?
(Ich weiss, saublöde Frage) Aber schwups war man im Gespräch und siehe da aus NRW!
Und wie könnte es auch anders sein? Nach dem Rennen am Sonntag hatten die Taxipreise eine Inflation
von fast 100% und die Rückfahrt sollte nun 150 Dirham kosten.
Heute alles Festpreis, Sir. Alles verhandeln nutzte nichts, es standen auch nur noch zwei Taxen da. Wir haben den
Taxifahrer dann aber dennoch „geprinzt“. Da mein Hotel weiter weg lag als das meiner beiden neuen Kollegen handelten
wir dann einen Preis von 160 Dirham aus. So hatten wir dann alle eine Win-Win Situation. Taxifahrer noch mehr Kohle,
die beiden Jungs Fahrt für 90 Dirham, meine für 70 statt 150 bei Einzelfahrt.
Die Veranstaltung
MotoGP ist in Katar kaum bekannt. Es wird national überhaupt keine Werbung für diese Veranstaltung
gemacht, dementsprechend ist MotoGP auch recht unpopulär dort. Dafür sind die
Eintrittspreise mehr als spottbillig. Die 4 Tageskarte, erstes Training bereits
am Donnerstag und dazu einen Tribünenplatz mit freier Wahl,- und
Sitzplatzgarantie für 100 Dirham = 20€! Wo gibt es das noch? Diese Preise
würden wir uns für Europa nur wünschen. Angenehm und durchaus preiswert.
Unterhalb der Tribühne gibt es einen kleinen Catering-Bereich; Riesenpizza 4€,
grossen Milchkaffe für 1€. Allerdings gibt es auch nur diese eine Haupttribühne
den Grand Stand an der Start/Zielgeraden, ansonsten gibt es keine Tribühnen und
an der Strecke kann man nicht entlang laufen. Ich muss es noch mal wiederholen,
man hat einen astreinen Tribühnenplatz mit tollem Blick in die Boxen. Wissen
sollte man auch, das es sich Bei dem „Rennsonntag“ hier in Katar um einen gewöhnlichen Wochentag handelt.
Der Sonntag in den arabischen Ländern ist der „Freitag“! Apropos arabische Länder. Es gibt absolut keinen
Alkohol, ausser in den internationalen grossen Hotels zu sündhaft teuren Preisen. Auch etliche andere Dinge sind zu beachten, insbesondere die Kleiderordnung, kurze Hosen bei Männern die oberhalb der Kniee enden gelten als
Unterhosen und man macht sich komplett lächerlich.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TRXer« (1. April 2011, 12:57)