In diesem Forum wird sehr oft die Frage gestellt, welches denn das beste Einstiegsmotorrad ist. Auch ich musste mir vor zwei Jahren Gedanken darüber machen. Es sollte eine 125ccm Rennmaschine sein und so machte ich mich eines Tages auf, um ein Moped zu suchen und zu finden (was ich dann auch geschafft habe).
Ich hatte mich schon vorher kundig gemacht und wollte bei einem Privatmann eine 125ccm Cagiva Mito Probe fahren. Das Fahren war ja auch schön und gut, aber als ich mir den Motor genau angeschaut hatte, wusste ich warum der Mann die Maschine so billig verkaufen wollte und für Garantie einen teuren Aufpreis verlangte.
Nun gut, ich verabschiedete mich und suchte weiter. Aber nirgendwo fand ich die perfekte Maschine. Ich war schon am verzweifeln (es war inzwischen 17.00 Uhr und ich war seit mindestens 8 Stunden unterwegs). Mein Vater wollte aber noch in ein Geschäft. Auch dort (Suzuki-Händler) fand ich nichts passendes. Aber hier wurde mir ein Honda-Händler empfohlen, wo ich dann entnervt hinfuhr. Ich betrat den Laden und dann stand sie da: die Honda NSR. Meine Laune war von einem Moment auf den anderen so gut, aber dies änderte sich schlagartig, als der Händler sagte, dass sie verkauft wäre. So eine Scheiße!
Dann brachte er ein Prospekt von der Honda CBR 125 und ich fand sie auf den ersten Blick ganz toll. Letztendlich bestellten wir dann auch eine.
Als sie dann im Februar 2005 geliefert wurde war ich etwas enttäuscht: Was für ein kleines Moped, das ist ja wie ein Fahrrad! Auch in der Schule und von meinen „NSR-Kollegen“ wurde ich immer als Fahrradfahrer bezeichnet. Es regte mich zwar auf, aber ich fand mich damit ab.
Es waren seither knapp zwei Jahre vergangen und ich spielte mit dem Gedanken eine 600ccm Maschine zu kaufen. Und ich wusste auch schon welche, denn ihre kleine Tochter hatte mich überzeugt, und ich bin fest der Meinung, dass sie eines der besten Einstiegsmopeds ist, die es gibt. Ich habe sie bereits verkauft und ein gutes Geschäft gemacht; und die CBR 600RR ist bereits in der Movistar Lackierung bestellt (Bilder folgen noch). Ich bin mal auf die Augen der „NSR-Kollegen“ gespannt, wenn ich mit der 600er ankomme.
Ich kann euch allen da draußen die CBR 125 empfehlen. Auch wenn sie nicht die Power wie eine offene Zweitaktmaschine hat, die ihr ohnehin nicht fahren dürft, ist es zweifelfrei einer der billigsten 125er.
Nun noch ein paar Eindrücke:
Motor:
Er ist nicht gerade der Hammer, aber ausreichend um vorwärts zu kommen. Man kann umso besser mit ihm leben, wenn man bedenkt, dass er nur 2 Liter Benzin auf 100km braucht!
Fahrverhalten:
Lässt sich gut fahren. Das Fahrwerk ist komfortabel, sodass man auch mal längere Strecken am Stück fahren kann. Auch aufgrund des geringen Gewichts super zu fahren.
Reifen:
Sie sind etwas klein und bei Nässe heißt es besonders: Vorsicht! Im Trockenen haben sie viel Grip und man kann sich erstaunlich weit in die Kurve legen.
Aussehen:
Etwas mickrig, aber daher auch für kleine Leute geeignet. Von vorne erinnert sie an die CBR 600 F. Der große Endtopf sieht gut aus.
Die NSR-Fahrer haben sich übrigens bereits oft auf die Fresse gelegt, weil sie ihre Fähigkeiten überschätzt hatten. Also ich kann euch sagen, lasst die Drossel drin und fahrt vernünftig, es gibt genug Tote auf den Straßen!