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John Doe

unregistriert

1

Dienstag, 29. Juni 2004, 21:10

Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

Wenn bei Honda nix läuft darf das eigentlich Keinen wundern.
Unabhängig von Vale, hat sich ja auch Jeremy Burgess mitverabschiedet. Und wer meint, das dieser Verlust in Kombination so einfach auszugleichen ist, sollte sich doch mal Gedanken darüber machen, wer in den letzten Jahren die Weltmeister bei Honda unterstützt hat. Niemand geringerer als Jeremy Burgess: 5x Doohan, 1x Crevillie und 3x Rossi.
So eine Ausbeute hat nicht einmal Ferrari....in einem Jahrzehnt

Wobei ALex Crevillie noch von der Entwicklungsarbeit Mick Doohan´s profitiert hat. Im Anschluß wurde Kenny Roberts auf Suzuki Weltmeister. Komisch, wo waren da die Entwicklungsfahrer unter den Weltmeistern in der MotoGP???

Im gleichen Dilemma befindet sich Honda in diesem Jahr. Nicky Hayden hat Talent, aber kann anscheinend keine Aussagen machen. Alex Baros konnte bei Yamaha schon nicht entwickeln, warum sollte das auf einmal bei Honda klappen. Max Biaggi entwickelt sich zur Mimose, da man auf ihn nicht hört und sein Karriereende aus Sicht einiger Verantwortlicher anscheinend schon vorhersehbar ist.
Bleibt noch Colin Edwards, der als ehemaliger SBK-Weltmeister Erfahrungen bei der Entwicklung und Routine für Gewinne mitbringt. Und zu guter Letzt natürlich Sete Gibernau, bei dem Talent genauso vorhanden ist, wie Erfahrung in Zweikämpfen und Rennen zu gewinnen. Nur leider haben die letzteren Beiden z. Zt. noch nicht die Möglichkeit die Entwicklung anzupuschen. Wenn es soweit ist kann es schon zu spät sein oder woher kommen die Probleme (Chattering) bei Honda auf einmal?

Leider hat sich Honda (aus Arroganz) gegenüber Yamaha und Rossi/Burgess keine geeignete Strategie zurecht gelegt um auch dieses Jahr wieder den Fahrer- und Herstellertitel einzufahren. Somit kann man nur gespannt sein, wer am Ende für die Vernichtung (nicht von sondern durch Rossi auf Yamaha) verantwortlich gemacht wird!

Pit Lane

ex-Admin MO24

Beiträge: 750

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2

Dienstag, 29. Juni 2004, 21:33

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

@John Doe
Willkommen im Forum!

Die Top-Piloten wachsen nicht auf den Bäumen, somit hat Honda zwar immer noch ein scharfes Bike, aber stumpfe Piloten. Ob selbst eingebremst oder für Entwicklung untalentiert kann man von außen wohl kaum beurteilen.


Pit Lane

racer100

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3

Mittwoch, 30. Juni 2004, 02:17

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

Ein bißchen schon, denke ich. Ich sehe es eigentlich auch so wie "John Doe".
Ich begreife bis heute nicht, wieso man bei Honda sooo scharf darauf war, den Barros unbedingt von Yamaha weg ins Werksteam zu holen. Vor allem weil wirklich Leute wie Biaggi, Gibernau und Edwards bereit standen, die alle besser entwickeln können. Der Edwards jedenfalls hat das in der Superbike exzellent bewiesen. Die Michelin-Leute haben ihn damals andauernd testen lassen und auf seine Aussagen geschworen. Und Biaggi war der einzige vor Rossi, der die M1 einigermaßen konkurrenzfähig bekommen hatte - allerdings scheint es ein wenig so zu sein, dass vor allem er dann mit dem Ergebnis gut zurecht kommt.

Ansonsten: Barros hat in Assen wieder gezeigt, dass er völlig von der Rolle ist. Von Hayden denke ich, dass er noch richtig gut wird - sofern man ihn läßt. Der hätte wahrscheinlich erstmal zwei Jahre in ein Privatteam gehört. Der Druck im Werksteam ist doch arg groß.


Mick

The Boss

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4

Mittwoch, 30. Juni 2004, 10:20

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

In Antwort auf:

Von Hayden denke ich, dass er noch richtig gut wird.






Das ist ihm zu gönnen. Doch im Moment ist er schlechter drauf als letztes Jahr, als er noch nicht einmal alle Strecken kannte. Er hat gewiss das Zeug zum Spitzenfahrer, doch ihm fehlt die Konstanz. Im Moment zeigt er jedenfalls viel zu viel Leerlauf, was auch den Honda-Bossen missfallen wird, denn schließlich sitzen er und Barros auf dem Motorrad, das so etwa 95 Prozent der Rennen der letzten beiden Jahre gewonnen hat.

racefan

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5

Mittwoch, 30. Juni 2004, 10:24

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

Also ich sehe das ähnlich wie John Doe. Es ist natürlich schlecht wenn man so einen topp Werbeträger wie Rossi verliert, doch der eigentliche Schock für Honda war und ist mit Sicherheit das sie Jeremy Burges verloren haben.
Du kannst noch so ein gutes Motorrad haben und den Weltbesten Fahrer dazu, wenn die Kommunikation zwischen Fahrer und Team nicht hundertprozentig klappt läuft nichts.
Was ich nicht verstehe ist, wieso ständig von allen behauptet wird dass die Fahrer(Rossi, Gibernau, Barros...) für das entwickeln der Motorräder zuständig/verantwortlich sind. Das Entwickeln machen immer noch die Ingenieure im Werk! Die Fahrer müssen die Bikes ordentlich Abstimmen und mit präzisen Angaben sagen was genau ihnen nicht passt, damit die Ingenieure darauf richtig reagieren können. Rossi kann das scheinbar sehr gut, denn sonst käme er nicht so gut zurecht. Damit hat er(und die anderen Fahrer) sicherlich Anteil an der Entwicklung aber nicht so viel wie man ständig meint.
Einen viel größeren Anteil haben schon die Testfahrer, die unermütlich ihre Runden drehen. Man denke nur daran, bis Rossi das erste mal auf der RCV saß, hat Itoh die ganze Testarbeit gemacht. Und wenn die schlecht gewesen wäre, wäre nicht so ein erfolgreiches Bike rausgekommen.

Was ich damit sagen will, ich finde es falsch wenn Erfolg/Misserfolg bei den Rennen nur am Fahrer festgemacht werden. Da steckt viel mehr dahinter.

dieter

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6

Mittwoch, 30. Juni 2004, 21:22

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

Da hast du schon recht racefan,was die Technik betrifft.Der Testfahrer hilft aber dem Fahrer wenig den der hat ja wieder andere Fahreigenschaften .Im grossen u.ganzen gesehen muß das ganze Paket passen um dauerhaft erfolgreich zu sein.
Ich denke auch das Rossi ohne seine Crew nicht gewechselt hätte.

dieter

sbk-fan

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7

Mittwoch, 30. Juni 2004, 23:13

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

Hallo zusammen!
Ich glaube das Problem bei Honda ist, das dort kein wirklicher Nummer eins Fahrer am Werk ist.Als Rossi noch bei Honda war, haben alle das umgesetzt was er(und Burgess)wollten.Änlich sah es doch 2002 bei Yamaha aus. Biaggi hat die M1 zur Siegermaschiene geformt, und auch Checa war immer für einen Podestplatz gut.2003 waren aufeinmal Checa und Barros verantwortlich und nichts ging mehr.Vielleicht wäre Edwards noch der nervlich stärkste Fahrer, der sich auch durch den Druck von Öffentlichkeit und Presse nicht so aus dem Konzept bringen lassen würde.Außerdem ist die Honda immer noch ein sehr gutes Motorrad, man denke nur an Gibernau, der bis 2002 dank seiner Nationalität sehr unscheinbar mitfahren durfte und jetzt WM-Favorit ist.Auf jedenfall hat das Werksteam ein Fahrerproblem, an dem aber auch die Macht der Sponsoren selbst bei einenm Konzern wie Honda deutlich wird. Repsol wollte Barros, und mit Edwards keinen zweiten Ami im Team.Und auch jetzt scheint vielen bei HRC die Sponsoren-Deals wichtiger zu sein als die Ergebnisse.Sonst hättte man sicher schon längst auch öffentlich einen Nummer eins Fahrer benannt.

John Doe

unregistriert

8

Donnerstag, 1. Juli 2004, 17:33

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

In Antwort auf:

Im grossen u.ganzen gesehen muß das ganze Paket passen um dauerhaft erfolgreich zu sein.
Ich denke auch das Rossi ohne seine Crew nicht gewechselt hätte.

dieter




Gut erkannt, denn als Fahrer so einen Wechsel zu vollziehen, ohne die passende Infrastruktur vorzufinden, ermöglicht am Ende mit Sicherheit nicht so schnelle positive Resultate wie Yamaha diese in den letzten Wochen eingefahren hat.
Bestes Beispiel dafür ist unter anderem auch Michael Schumacher´s Wechsel zu Ferrari. Nachdem das "Dreamteam" Schumacher/Todt/Brawn vereint ist, ist Ferrari kaum noch zu schlagen.
Und Rossi/Burgess haben bei Yamaha anscheinend recht gut und schnell aussortiert, um ähnliche Erfolge nach so kurzer Vorbereitungszeit einzufahren, denn die M1 war ja vorher alles andere als ein SiegerMotorrad.

racer100

Mo24-Kultanhänger

Beiträge: 819

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Region: sonstiges

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9

Donnerstag, 1. Juli 2004, 20:25

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

In Antwort auf:

...Das Entwickeln machen immer noch die Ingenieure im Werk! Die Fahrer müssen die Bikes ordentlich Abstimmen und mit präzisen Angaben sagen was genau ihnen nicht passt,...





Eigentlich habe ich bisher immer genau das unter der Entwicklungsarbeit der Fahrer verstanden. Und richtig gut können das scheinbar nicht allzu viele.

In Antwort auf:

Man denke nur daran, bis Rossi das erste mal auf der RCV saß, hat Itoh die ganze Testarbeit gemacht. Und wenn die schlecht gewesen wäre, wäre nicht so ein erfolgreiches Bike rausgekommen.




Als Rossi das erste Mal auf der RC211V saß, hat er sie als unfahrbar bezeichnet. Erst nachdem alles so geändert wurde wie er bzw. seine Techniker es wollten, wurde daraus die Siegermaschine.

John Doe

unregistriert

10

Donnerstag, 1. Juli 2004, 21:07

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

In Antwort auf:

In Antwort auf:

...Das Entwickeln machen immer noch die Ingenieure im Werk! Die Fahrer müssen die Bikes ordentlich Abstimmen und mit präzisen Angaben sagen was genau ihnen nicht passt,...





Eigentlich habe ich bisher immer genau das unter der Entwicklungsarbeit der Fahrer verstanden. Und richtig gut können das scheinbar nicht allzu viele.

In Antwort auf:

Man denke nur daran, bis Rossi das erste mal auf der RCV saß, hat Itoh die ganze Testarbeit gemacht. Und wenn die schlecht gewesen wäre, wäre nicht so ein erfolgreiches Bike rausgekommen.




Als Rossi das erste Mal auf der RC211V saß, hat er sie als unfahrbar bezeichnet. Erst nachdem alles so geändert wurde wie er bzw. seine Techniker es wollten, wurde daraus die Siegermaschine.




Und Im Falle der M1 kann man wohl sagen:
Was nicht passt, wird passend gemacht
Länger Schwinge hinten, Gabel vorne geändert und schon fährt die Fuhre in der WM auf .
Warum konnten das die anderen Yamaha-Piloten in den Jahren nach Waine Rainey nicht ???
Es ist wie in der Formel1: In den gesamten Teams sind es alles guten Fahrer. Nur bei der Umsetzung im Team trennt sich die Spreu vom Weizen. Und am Ende kommen so dominante Fahrer wie Prost, Senna, Schumacher, Doohan und Rossi immer wieder als Seriensieger hervor. Die nicht nur aufgrund ihres techn. Verständnisses, sondern auch durch physische und psychische Überlegenheit den Rest in Grund und Boden fährt.

Man denke nur an Mick Doohan. Überwiegend grottenschlecht gestartet, aber sobald dem Führenden angezeigt wurde wie weit er "nur" noch zurücklag, brachen diese ein.

Jochen

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11

Freitag, 2. Juli 2004, 18:35

Re: Entwicklungsfahrer bei Honda gesucht

In Antwort auf:

Als Rossi das erste Mal auf der RC211V saß, hat er sie als unfahrbar bezeichnet. Erst nachdem alles so geändert wurde wie er bzw. seine Techniker es wollten, wurde daraus die Siegermaschine.




An diese Ausgabe der MSa kann ich mich auch noch gut erinnern! Allerdings wurden nicht alle seiner Wünsche erfüllt. Z.B. forderte Rossi eine größere Verkleidung, um sich dahinter auch wirklich klein machen zu können. "Üppig" ist das RCV-Bodywork selbst heute noch nicht! Ich für meinen Teil glaube auch, dass Vale da ein wenig aus die sprichwörtliche K***e gehauen hat, um Honda ein wenig Feuer zu machen!


Jochen

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