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Sportyzilla

Schüttelshaker

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Samstag, 13. Oktober 2012, 16:53

Abwärtstrend bei der Qualität?

Hallo zusammen,

das hier ist ein eher ungewöhnlicher Thread. Mich beschäftigt seit gewisser Zeit die Frage, ob die Verarbeitung bei H-D tatsächlich nachlässt oder über welches Niveau man überhaupt sprechen kann. Es geht mir ferner nicht darum, ob EFIs keinen Charakter mehr haben oder ob die ganz alten Dinger kultiger sind, d.h. es geht rein um die Verarbeitung und ob alles geht.
Man bekommt dazu leider kaum Daten, doch ich habe jetzt einen vielseitigen Sammelthread im Milwaukee V-Twin Forum durchgearbeitet, in dem User nach folgender Maske ihr Motorrad bewerten:

Zitat

HD-Typ und Baujahr
1. Betrieb: ganzjährig, Saison, nur Schönwetter
2. Km Leistung pro Jahr
3. Auffälligkeiten/Mängel
4. häufig, selten, sehr selten
5. Mögliche Ursache
6. Abhilfe (Garantie, Reparatur, regelmäßige Pflege,etc.)


Nennenswerte Veränderungen an der Sportster wurden nur von 2003 auf 2004 durchgeführt und danach eher im Verborgenen: EFI ab 2007, immer wieder neue Elektronik, ABS bei den Big Twins und eben die Einführung neuer Modelle: Iron, Nightster, 48, 72. Man könnte auch sagen, dass die Company seit 10 Jahren keine nennenswerten Änderungen an dem Modell vorgenommen hat, aber was sollten sie auch ändern... :smirk: Als ich ab 2004 begann, mich mit deren Moppeds zu beschäftigen, gab es in Punkto Qualität gar keine Probleme: Die Sportster war unverwüstlich, preiswert und geradezu japanisch verarbeitet. Das habe ich hier auch sehr oft vertreten, weil es nach meiner Überzeugung genau so war.

Jetzt fällt folgendes in dem Sammelthread auf: Ab 2007/08 nehmen banale Probleme deutlich zu UND wiederholen sich! Ich würde es durchaus repräsentativ nennen, wenngleich ich da vorsichtig sein möchte.

Was es vor 2008 nicht gab, waren folgende Dinge:
- schlechter Lack, einmal Salz dann Rost
- Chromabplatzer an Felgen, teilweise mehrere Centimeter lang!
- schlechte Verchromung an Stoßdämpfern, ...
- Teile scheuern am Motorrad, weil nicht passgenau. Z.b. Seitendeckel, Tankverkleidung bei der XR, Kupplungszug, Kabel...
- Kabel im direkten Spritwasserbereich nicht isoliert
- Manche Teile ohne Korrosionsschutz, z.b. Motoraufhängung, Lenkachse unten aus blankem Stahl.
- Alulegierungen können auch geändert worden sein, denn die neueren Modelle zeigen viel schneller blühendes Alu
- Rockerbox-Dichtungen oft defekt. (Das war ab 2007 das erste Thema, womit die EFIs negative PR bekommen haben)
Manche haben den 3. Satz Dichtungen verbaut.
- Rost in den Kotflügeln
- Leistungsverlust durch schlecht laufende EFI und schlechte Passgenauigkeit im Ansaugtrakt (Lösung nur durch Mapping, Power Commander...)
- Spannungsregler der LiMa bei zahlreichen H-Ds defekt. (Siehe Rückruf)


Und das sind nur die Dinge, von denen man wiederholt liest. Auf der anderen Seite haben die älteren Maschinen bis auf die typischen Kleinigkeiten (Tacho beschlägt, Motor patscht in den Vergaser und ruckelt mal - hallo Harley! ^^ ) kaum etwas, das auf schlechte Vorarbeit oder allgemein schlechte Verarbeitung zurückzuführen ist. Wenn dagegen Chrom nach 2.000km großflächig vom Rad abbröckelt, Deckel nicht passen, Elektronik versagt, Teile rosten o.ä. sind das eindeutig Dinge, die nicht am Fahrer liegen!

In vielen Fällen schreiben Leute, dass sie anhand der Papiere nachweisen können, dass ihre Gebrauchtmaschine mit 10.000km schon den 2. Satz Räder hat, oder neue Kotflügel bekommen hat oder dies und jenes erneuert wurde. Da scheint man also seitens Harley durchaus nachzubessern, ABER ist man außerhalb der Garantie steht man sehr doof da.
Kulanz und Harley, das sind zwei Dinge, die wenig zusammen passen - was auch meine persönlichen Erfahrungen sind. So hat beispielsweise jemand für seine Nightster nach 2,5 Jahren keine neuen Räder mehr bekommen, obwohl der Chrom schlecht war. Oder man bekommt zu hören, dass das an mangelnder Pflege liegt, wenn handflächengroße Roststellen unter den Schutzblechen auftreten. Das ist also schon ein sehr einzigartiges Kulanzverhalten, das wohl nur die Company sich leisten kann. Nach 2,5 Jahren gibts eben keine Diskussionen mehr, Pech gehabt.


So viel zum Vorspiel. Jetzt mal meine Erfahrungen:

Sportster 883 Vergaser von 2006:
- Einmal Hauptsicherung defekt, wurde von H-D abgeschleppt und repariert (Garantiezeit).
- Konstantfahrruckeln. Wurde wiederwillig von H-D verbessert (Garantiezeit!), aber dabei wurde gefuscht, weil man wohl keinen Bock darauf hatte. Nachweislich wurde ich da etwas verarscht. Anstatt die Düsen zu tauschen, wurde nur die Teillastdüse aufgedreht, um das etwas zu vertuschen. Auf der Rechnung steht aber eine Hauptdüse. Einzelfall, aber ärgerlich.
- Bremslichtschalter nach 30.000km defekt. 15€

Ansonsten nach 35.000km wie neu, keine Probleme. Alu spiegelt wie eh und je, Lack ist tip top! Motor läuft top!


Nightster 1200 EFI von 2008:
- Alarmanlage defekt, zwei mal damit liegen geblieben. Von H-D auf Kulanz ausprogrammiert, seither keinen Stress mehr damit
- Alu läuft schnell an und muss regelmäßig poliert werden. Andere Legierungen?
- die EFI läuft zu mager. Lösung: V&H Fuelpak, damit auch super Leistung

Rost, Rockerboxen-Dichtungen oder Passgenauigkeit sind bisher kein Thema. Da gibt es nichts auszusetzen. :thumbup:


Sportster 48 1200 EFI von 2011:
- Alarmanlage ändert ihr Setup willkürlich. Muss mal deaktiviert werden. Nutzlos, nervig, eher was für Weihnachten.
Ansonsten keine Langzeiterfahrungen. Lack und Metall sehen aber gut aus.



Bei allen Maschinen rostet die Lenkachse (blankes Material) und die Tachos sind beschlagen. Sonst nichts nennenswertes, außer das die Kabel mies isoliert sind (es geht aber bisher).

Ich erhebe keinerlei Anspruch darauf, dass meine Meinung hier einer statistischen Erhebung standhält. Das sind Informationen, die ich aus Foren gesammelt habe und hier teilen wollte. Vielleicht hat einer Lust zu diskutieren und/oder seine Erfahrungen beizusteuern.. :) Meinungen wie "alles shice" oder "USA USA" ignoriere ich. :P

Gruß,
Robert
Der siebte Sinn der Westfalen: Der Starrsinn.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Sportyzilla« (13. Oktober 2012, 16:59)


2

Samstag, 13. Oktober 2012, 23:16

Hmmm...das finde ich schon einen ziemlichen Hammer. Immerhin kosten die meisten Harleys ja doch ordentlich Geld, da würde ich als Kunde schon eine gescheite Verarbeitung erwarten.

Ich bin technischer Laie, aber soweit ich weiss, ist der Motor wohl nicht unbedingt technisch fortschrittlich. Und auch die Federung ist im Vergleich zu anderen Herstellern wohl eher "mäßig". Die Kupplung ist anscheind auch nicht wirklich leichtgängig (hab ich zumindest mal gehört). Das alles kann ich aber noch verbuchen unter "das gehört so!" Das ist dann eben Teil des "Mythos Harley", der die Motorräder von diesem Hersteller "auszeichnet". Wer eine Harley kauft, will wohl auch genau das. Kann ich noch irgendwo tolerieren bzw. verstehen.

Was ich aber garnicht mehr verstehe: Wie kann es sein, dass es richtige Fertigungsmängel bei so hochpreisigen Motorrädern gibt? Schlechter Lack, Chrom, das abplatzt, schlechte Passgenauigkeit. Hallo? Sowas kann man notgedrungen akzeptieren bei einer koreanischen Kopie, die nur die Hälfte kostet oder meinetwegen auch noch bei einer Enfield, die eben irgendwo in Indien zusammengedengelt wird und die auch ensprechend günstig ist. Eine neue Enfield kostet ca. 6.000,- bis 6.500,- Euro.

Und soweit ich weiß, geht es Harley ja momentan auch nicht wirklich gut, oder? Da können die sich solche Schlampereien eigentlich erst Recht nicht erlauben. Du kennst Dich mit Harleys ja sehr gut aus, wie schätzt Du denn das Preis-Leistungs-Verhältnis bei denen ein? Ist das irgendwo gerechtfertigt oder zahlt man da einen deftigen Zuschlag nur für den Namen?

Coyote

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3

Sonntag, 14. Oktober 2012, 22:15

Andererseits ist hier die Rede von HD's günstigsten Modellen. Das Argument "man bezahlt immerhin eine Menge dafür" würde ich bei den teureren Klassen angebrachter sehen. Ist das da auch so?

Zitat

Und soweit ich weiß, geht es Harley ja momentan auch nicht wirklich gut, oder? Da können die sich solche Schlampereien eigentlich erst Recht nicht erlauben.


Naja, wenn es ihnen bei hochwertier Arbeit schon nicht gut ging, dann wohl schon... entweder sparst du an der Produktion oder du kurbelst den Umsatz rauf. Der Absatz der Sporties dürfte nicht sooo schlecht sein; wenn sie an den Dingern aber dennoch nichts verdienen, dann liefern sie einfach zuviel Wert (oder haben zuviele Kosten) für zuwenig Geld. Preise erhöhen senkt aber den Absatz, also wird besser die Produktion vergünstigt. So als Theorie... alle anderen Maßnahmen verschlechtern die Situation dann noch mehr.


WELCOME TO THE RIDE OF YOUR LIFE

4

Sonntag, 14. Oktober 2012, 22:45

Andererseits ist hier die Rede von HD's günstigsten Modellen. Das Argument "man bezahlt immerhin eine Menge dafür" würde ich bei den teureren Klassen angebrachter sehen. Ist das da auch so?


Das wäre halt mal interessant zu wissen, ob das auch bei den teureren Modellen der Fall ist. Und auch bei einer Sporty würde ich gravierende Mängel nicht akzeptieren. Andere Hersteller kriegen für das selbe Geld ja auch qualitativ gute Motorräder gebacken. Natürlich erwarte ich dann keine Luxusausstattung, aber die generelle Verarbeitung sollte dann schon ok sein. Dann eben nur lackierte Teile statt Chrom.

entweder sparst du an der Produktion oder du kurbelst den Umsatz rauf.


Vielleicht gäbe es noch andere Möglichkeiten, die Produktionskosten zu senken. Ich hab keine Ahnung, wo HD fertigen lässt, aber evtl. könnte man durch eine Auslagerung ins Ausland (Indien oder China) Produktionskosten einsparen. Kawasaki lässt die Ninja250 in Indien bauen, soviel ich weiss. Bei entsprechender Qualitätskontrolle ist das ja auch kein Problem. Aber zu schlampen, um Kosten zu sparen und gleichzeitig auf den Mythos der Marke HD zu bauen kann eben irgendwann auch nach hinten losgehen. Ich glaube, selbst treue HD-Fans sind da irgendwann mit der Geduld am Ende. Aber vielleicht machen ja auch gerade diese Macken dann wiederum den Mythos Harley aus.

Aber ich denke, Harley steht da schon etwas "spezieller" da, als irgendein japanischer Hersteller. Eine HD kauft man sich wohl eher wegen den Emotionen und nicht so sehr aufgrund technischer Daten oder wegen dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Dafür fährt man dann eben Harley, was ja auch ok ist. Trotzdem finde ich es sehr ärgerlich, wenn sich jemand vielleicht nach langer Zeit einen Traum erfüllt und viel Geld für eine Harley hinlegt und dann auf einmal mit Macken konfrontiert ist, die eigentlich nicht sein müssten.

Sportyzilla

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5

Montag, 15. Oktober 2012, 06:45

Das wäre halt mal interessant zu wissen, ob das auch bei den teureren Modellen der Fall ist.

Da bin ich dran. :rolleyes:

Zitat

Ich glaube, selbst treue HD-Fans sind da irgendwann mit der Geduld am Ende. Aber vielleicht machen ja auch gerade diese Macken dann wiederum den Mythos Harley aus.

Gerade in den letzten Jahren hat H-D es geschafft durch interessante neue (und günstige) Modelle, wie die Iron 883 und Forty Eight, Kunden von anderen Marken und viele Neueinsteiger zu gewinnen. Die waren so begehrt, dass man zeitweise nicht einen Euro Rabatt bekommen hat - wenn die einem überhaupt eine Kiste liefern konnten, weil die ungesehen gekauft wurden. Gerade die Leute, die sonst was anderes gefahren haben oder damit eingestiegen sind, gab es sonst nicht so als Kundenstamm - so zumindestens mein Eindruck.

"Preiswert" sind meiner Meinung nach nur Sportster und Dyna. Ab Softail wirds dann entsprechend teuer, d.h. man verlässt eigentlich die Preissegmente, wo alle Hersteller vertreten sind.

Zitat

Vielleicht gäbe es noch andere Möglichkeiten, die Produktionskosten zu senken. Ich hab keine Ahnung, wo HD fertigen lässt, aber evtl. könnte man durch eine Auslagerung ins Ausland (Indien oder China) Produktionskosten einsparen.

Vollständig "made in USA" sind die Motorräder nicht - was aber auch nicht gerade ein Qualitätsmerkmal ist, wie ich finde. Da kommt auch einiges aus Taiwan, Japan, D-Land... Es war vor ein, zwei Jahren mal Thema, dass die eine Fabrik in Indien bauen wollten, um die Nachfrage der aufstrebenden Klassen dort zu bedienen. Das konnten die aber nicht gegenüber der Heimat durchsetzen, weil die denen wohl die Hütte angesteckt hätten. In D-Land wäre niemals so ein Widerstand gegen sowas gekommen, siehe BMW, VW usw. :usa: Auf der anderen Seite wird bei Teilen der H-D Produktion seit ~20 Jahren gestreikt. Hier und da kam es zu spürbaren Produktionseinbußen, wobei dann in der Regel die teuersten Modelle weiterproduziert wurden, damit Kohle reinkommt. Sportster/Dyna wurden dann einfach mal eingestellt bzw. verknappt. Offenbar verdienen die also ihr Geld nicht mit den günstigen Maschinen, sondern mit Softail and up. :O

Zitat

selbst treue HD-Fans sind da irgendwann mit der Geduld am Ende.

Die fahren sowieso eine ältere... Die, die vielleicht mal auf eine Softail o.ä. umsteigen, wird man so aber wohl nicht langfristig gewinnen können - meine Behauptung, denn die kennen andere Standards und manche haben die Kiste halt, wie man ein iPhone hat.
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6

Montag, 15. Oktober 2012, 10:32

Das konnten die aber nicht gegenüber der Heimat durchsetzen, weil die denen wohl die Hütte angesteckt hätten.


Dafür überlässt man dann in einem Land mit einer Milliarde Einwohnern den Markt den anderen. Das muss man auch bedenken. Indien ist sehr protektionistisch und verlangt AFAIK einen unglaublichen Zoll auf Fahrzeuge, die dort nicht hergestellt wurden.

Made in USA ist allerdings ebenso kein pauschales Gütezeichen, sorry. Da sind meine Erfahrungen abseits von Harley-Davidson (da hab ich keine) auch andere. Eins von vier Gweinden an den Kisten, die ich aufstellen musste, war immer schrott; entgratet war auch nichts, die Schweißnähte erwähne ich besser auch nicht. Und das war auch ein "Premium"-Hersteller, allerdings wurde der nicht wegen seiner Mechanika gekauft. Und mein Leih-Dodge Avenger, au weia...

Zitat

Offenbar verdienen die also ihr Geld nicht mit den günstigen Maschinen, sondern mit Softail and up.


Das ist kaum überraschend, sondern eher normal... daher ja auch meine eingängliche Frage: wie sieht das mit der Qualität im gehobenen Segment aus? Geld wird da verdient, wo die Kunden nicht nach dem Preis fragen.


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Montag, 15. Oktober 2012, 16:10

Hallo,

HD steht sicher unter Kostendruck, da deren wirtschaftliche Gesamtsituation nicht so rosig ist. Da ist es durchaus möglich, dass dieser Druck an die Zulieferer weitergegeben wird, was sich auf die Qualität der gelieferten Produkte durchaus auswirken kann.

Ob Forenbefragungen allerdings tatsächlich repräsentativ in Bezug auf die Gesamtheit der Fahrzeuge sind, darf man , glaube ich, bezweifeln.


Grüße

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8

Montag, 15. Oktober 2012, 16:26

Made in USA ist allerdings ebenso kein pauschales Gütezeichen, sorry. Da sind meine Erfahrungen abseits von Harley-Davidson (da hab ich keine) auch andere.

Ich habe nicht anderes gesagt. ;) Schau nochmal oben.

Zitat

Ob Forenbefragungen allerdings tatsächlich repräsentativ in Bezug auf die Gesamtheit der Fahrzeuge sind, darf man , glaube ich, bezweifeln.

Sag ich ja auch.
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Montag, 15. Oktober 2012, 16:34

Oh, deine doppelte Verneinung hat mich verwirrt. :)


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Montag, 15. Oktober 2012, 20:25


Made in USA ist allerdings ebenso kein pauschales Gütezeichen, sorry. Da sind meine Erfahrungen abseits von Harley-Davidson (da hab ich keine) auch andere.

Da gehe ich völlig konform mit dir. :rolleyes:

Zitat

Dafür überlässt man dann in einem Land mit einer Milliarde Einwohnern den Markt den anderen. Das muss man auch bedenken. Indien ist sehr protektionistisch und verlangt AFAIK einen unglaublichen Zoll auf Fahrzeuge, die dort nicht hergestellt wurden.

Letzteres wurde da auch als Grund genannt, aber wenn die erstmal da sind... Daheim hat man wohl auch befürchtet, dass die sich aus Amerika zurückziehen könnten. Eine indische Harley würde ich als Deutscher auch nicht kaufen. Auch keinen BMW aus China. 8|
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Montag, 15. Oktober 2012, 20:32

Eine indische Harley würden auch die Amis wohl nicht kaufen. Schneide den American Dream von Harley ab und du erhältst, pardon, einen Haufen Alteisen. Und wenn die Amis denen den Rücken zukehren, ist es Schicht im Schacht. Das kann Harley sich auf keinen Fall erlauben. Deswegen beißen sie in den sauren Apfel und verzichten auf den indischen Massenmarkt. Bei den reichen Indern - da wo wir wieder beim Kohle verdienen sind - wirds wohl trotzdem gehen. Und wenn man die Dinger selbst aus den USA importiert und dabei etwas schmiert... die wollen eine Harley kaufen, koste es, was es wolle.


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Dienstag, 23. Oktober 2012, 18:47

Andererseits ist hier die Rede von HD's günstigsten Modellen. Das Argument "man bezahlt immerhin eine Menge dafür" würde ich bei den teureren Klassen angebrachter sehen. Ist das da auch so?

Die Frage ist in dem Zusammehang hier meiner Meinung nach sehr wichtig. Habe also mal weiter nachgelesen und auch in allen anderen Segmenten tauchen inakzeptable Fehler auf. Da stechen die 2008++ Maschinen nicht direkt heraus, aber die Tendenz kann man erkennen. Da sind zwar nicht so viele Einträge zu lesen, wie bei den günstigen Sportstern, aber dennoch:

http://forum.milwaukee-vtwin.de/thread30…ent-technik.htm
(mit Bildern!)
http://forum.milwaukee-vtwin.de/thread30…ent-technik.htm
http://forum.milwaukee-vtwin.de/thread30…ent-technik.htm
http://forum.milwaukee-vtwin.de/thread30…--v-modelle.htm

Radlager, Lenkkopflager, Nockenwellenlager... Ungenauigkeiten und Schäden durch schlechte Passgenauigkeit, mieser Chrom/Lack, Rost und Elektronik-Probleme: Das kann einem also auch im oberen Bereich der Nahrungskette passieren. :(
Die Zahlen sind zwar mit viel Vorsicht zu genießen, aber gerade so Dinge wie Rost, Lackschäden und Billig-Lager gehen gar nicht bei einem 20 k€ Mopped. Bei den neuen Motorrädern kann das einfach nicht sein, die sind zu jung.

Einfach mal die Beiträge oben überfliegen und sich ein Bild davon machen.
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Donnerstag, 8. November 2012, 18:51

Hat sich das mal einer durchgelesen von denen, die weitere Beispiele wollten? :whistling:
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Shergar

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14

Donnerstag, 8. November 2012, 19:46

Ein damaliger Arbeitskollege hatte sich vor gut 20 Jahren die Heritage Softail Classic nagelneu gekauft, als er gleich drei(!) Omas beerben durfte. Bereits nach wenigen Wochen/Monaten platzte großflächig der Chrom am Primärdeckel ab. Nun dachten alle, dass dasbei einem Moped dieser Preisklasse kein Thema sein sollte. Von Kulanz seitens HD keine Spur. Der Kollege hatte etliche Gänge zum Anwalt zu tätigen, bis HD irgendwann nach langer Zeit und ellenlangen Schriftverkehr diesen popeligen Primärdeckel gnädigerweise getauscht hat.

Der hohe Preis, und die Erinnerung an diesen Kollegen im Hinterkopf hielten mich vor über drei Jahren davon ab, mir eine neue Fat Boy in die Garage zu stellen. Mythos schön und gut, aber auf einen entsprechenden Gegenwert (Verarbeitung, Materialqualität, Wertigkeit etc.) für mein zusammen gespartes Geld möchte ich nicht verzichten. Übrigens habe ich eine ähnliche, nicht so prickelnde Erfahrung mit einer anderen Marke genauso gemacht. Ich glaube, da tun sich viele nichts.

Ich glaube aber nicht, dass das generell nur ein Problem von HD ist. Das zieht sich wie ein roter Faden auch durch andere Marken. Sparen am falschen Ende.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Shergar« (8. November 2012, 19:55)


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15

Donnerstag, 8. November 2012, 21:05

Hat sich das mal einer durchgelesen von denen, die weitere Beispiele wollten?

Deinen Post ja, aber ins Harley-Forum wechsle ich dafür nicht... :)


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Donnerstag, 8. November 2012, 21:18

@ Shergar:
Das Kulanzverhalten der Company scheint sich wenig verändert zu haben. :S


Zitat

Deinen Post ja, aber ins Harley-Forum wechsle ich dafür nicht...

Sonst wollen alle was zum lesen bekommen und jetzt liest keiner... :rolleyes:

Das habe ich hiermit halt sehr grob zusammen gefasst:

Zitat

Radlager, Lenkkopflager, Nockenwellenlager... Ungenauigkeiten und Schäden durch schlechte Passgenauigkeit, mieser Chrom/Lack, Rost und Elektronik-Probleme: Das kann einem also auch im oberen Bereich der Nahrungskette passieren.
Die Zahlen sind zwar mit viel Vorsicht zu genießen, aber gerade so Dinge wie Rost, Lackschäden und Billig-Lager gehen gar nicht bei einem 20 k€ Mopped. Bei den neuen Motorrädern kann das einfach nicht sein, die sind zu jung.


Anhand dessen: Neue Meinungen? :)
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Donnerstag, 8. November 2012, 21:53

Sonst wollen alle was zum lesen bekommen und jetzt liest keiner...


Sieh es doch positiv: wenn du sagst, es ist so, dann glaube ich dir das. Da hab ich nicht das Gefühl, nochmal extra nachforschen zu müssen. Daher war ich auch dankbar für die Zusammenfassung. :)

Dass es auch "obenrum" so läuft, überrascht mich etwas und hinterlässt offen gesagt ein ziemlich mieses Bild der Firma.


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18

Donnerstag, 8. November 2012, 22:34

Bei dem jahrelangen Spaß - Gezanke mit Robert über die Marke "Harley Davidson"...

Der hohe Preis, und die Erinnerung an diesen Kollegen im Hinterkopf hielten mich vor über drei Jahren davon ab, mir eine neue Fat Boy in die Garage zu stellen.

...ist vielleicht n i e richtig rübergekommen, dass i c h Fan dieser "Art" Motorrad bin, i c h würde mir immer das "Original" kaufen!

Kein Japaner kriegt diesen satten Schlag...und den Sound hin, egal was für Kniffe die sich einfallen lassen,
also bei m i r würde längst ein halbwegs fahraktives Teil mit allem, was die schneller, haltbarer und besser
bremsend...und, und, und macht, in der Garage stehen.

Da hätte ich lieber reingebuttert, über die Zeit, als in .."was weiß ich!"
Aber n i c h t bei d e r Ausgangsqualität!
D a s leidige Dauerthema!...seit ich "Motorrad" lese, seit den frühen 60ern.

Dass d a einmal eine "Road King" oder so,...."das zuverlässigste Motorrad des Jahres" war,..kann passieren,
das war halt ein "Montags - Bock"...bei dem sie aus Versehen alles richtig zusammengeschraubt haben!

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Freitag, 9. November 2012, 08:57

Zitat

Da hab ich nicht das Gefühl, nochmal extra nachforschen zu müssen

:danke:

Zitat

Dass es auch "obenrum" so läuft, überrascht mich etwas und hinterlässt offen gesagt ein ziemlich mieses Bild der Firma.

Genau. Ich frage mich nur, wann da Gegenwind kommt. In den Foren grummelt es ja teilweise gewaltig, aber letztlich bleiben dann alle bei der Marke.

Ist schon besonders ärgerlich, wenn man beispielsweise drei Mal die gleiche Dichtung gewechselt bekommen muss. Oder wenn großflächig Lack/Chrom abbröckeln, das geht einfach gar nicht. Das Ganze dann in Kombination mit dem miesen Kulanzverhalten ist heikel. Ich habe dieses Verhalten auch schon kennen gelernt und kann das bestätigen. Sobald die Garantie abgelaufen ist, kommt da nichts mehr. Das i-Tüpfelchen sind dann die Händler, die selbst nicht wissen, wie man die Sachen zu fixen hat, weil sie eben nur Chrom-Teile anbauen - bei den neuen EFI Harleys gibts daher schon viele selbstständige Spezis, die sich um derartige Belange kümmern. Da scheinen zunehmend Komponenten von Bosch und nicht Magneti Marelli o.ä. eingebaut zu werden, immerhin etwas. :thumbdown:
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Freitag, 9. November 2012, 09:07

Genau. Ich frage mich nur, wann da Gegenwind kommt.

Da ändert sich nichts. Die ruhen sich auf ihrem Kult aus, und der findet immer wieder genug Jünger. Bevor die irgendwas tun, gehen die eher pleite.


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