Moderator im motograndprix.de Forum zu sein, bringt auch Vorteile ;-) Denn ich hatte die Möglichkeit mit einer Pressekarte das IDM-Rennen auf dem Nürburgring zu besuchen! OK, eine kleine Aufgabe hatte ich schon, aber dieser Bericht ist wirklich eine Kleinigkeit, wenn ich überlege, was ich alles erleben durfte!
Samstag 16.00 Uhr: Ankunft am Nürburgring. Mein Kumpel brauchte noch eine Akreditierung als Fotograf, doch da das vorher schon per Mail geklärt war, war dies ein Kinderspiel!
Wir haben dann noch gefragt, wo denn der Campingplatz sei und man zeigte uns den Weg Richtung Fahrerlager *grübel*...Nun denn: Auf die Mopeds und rein ins Fahrerlager! Hier haben wir erstmal einen kleinen Rundgang gemacht, doch vor lauter Aufgeregtheit haben wir vergessen, Fotos zu schießen!
Ja und wir hätten tatsächlich unser Zelt im Fahrerlager aufbauen können, aber leider war die ganze Ecke asphaltiert und da gingen die Heringe so schlecht in den Boden ;-)
Nun denn: Die Trainings waren längst gelaufen und in den Boxen und den Zelten wurde eifrig geschraubt! Allerdings machten sich die Teams auch bereit, die Polesetter-Party zu besuchen! Vorher stand jedoch ein Elfmeterschießen bei irgendeinem Fußnballspiel auf dem Plan und das hat wohl einige interessiert. Da Bridgestone den größten TV hatten, kamen dann auch mal eben die Dunlop und Michelin-Leute vorbei. Selbst Serienmanager Hendrick Többe hat dieses Finale dort erlebt.
Wir hatten mittlerweile ein Einsehen mit unseren meckernden Rücken und haben uns entschieden, doch auf einem richtigen Campingplatz zu schlafen und zwar auf dem offiziellen Ring-Campingplatz. Hier fand dann auch die Polesetterparty statt! Viele Fahrer und Teammitglieder fanden ihren Weg hierhin und alle waren "zum Anfassen". Ein kurzer Plausch mit Kevin Curtain (Gaststarter IDM Supersport - Yamaha), Deutschunterricht mit Werner Daemen (IDM Superbike - HONDA) und ein sichtlich stolzer aber auch schüchterner Robin Lässer (IDM 125 - KTM). Einfach nur Klasse!
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Es war dann auch sehr spät, aber erstaunlicherweise waren auch die Teammitglieder keine Kinder von Traurigkeit! Ich hätte nach dem Gelage nicht so früh aufstehen und ein Rennmoped vorbereiten können...aber musste ich ja auch nicht!
Nach gut 4 Stunden Schlaf war die Nacht dann auch schon vorbei und da es schon morgens um 08:00 Uhr so warm war, stand uns scheinbar ein heißer Tag ins Haus! Nach der obligatorischen "Katzenwäsche" standen wir schon bereit, um mit dem Campingplatz-Eigenen Shuttle-Bus zur Strecke gebracht zu werden. Dort angekommen waren wir von den Menschen-Massen überrascht. Es hieß immer, die IDM sei schlecht besucht, aber da war schon einiges los! Wenn man bedenkt, was einem für kleines Geld geboten wird, ist das aber auch nicht weiter verwunderlich!
Wir also wieder ins Paddock! Mit Notitzblock und Kamera bewaffnet haben wir uns auf die Suche gemacht, den ein oder anderen Interviewpartner zu finden. Da kam aber schon die Durchsage "IDM Superbike bitte bereitmachen...". Oh...das wollen wir sehen! Also rasch in die Boxengasse und nachdem die 1000ccm Raketen in der Startaufstellung angekommen waren, haben wir uns auch dort hin begeben!
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Ich kam mir vor wie Lenz Leberkern und war zugleich erstaunt, wie unterschiedlich die Fahrer sich mental auf das Rennen vorbereiten! Als Mann hat man natürlich auch einen Blick für die Sonnenschirme übrig und auch das sieht in Natur deutlich angenehmer aus, als am TV.
Das Rennen haben wir dann komplett von der Boxenmauer aus gesehen! Beim Docshop Kawasaki Team (dem Team des amtierenden Meisters Stefan Nebel) war ein Screen mit dem Livetiming, so dass wir gut über die Abstände usw. informiert waren. Erstaunlicherweise war man hier trotz des Renntrubels überaus nett zu uns und hat uns nicht weggeschickt! Ein dickes Dankeschön dafür! Stefan ist letztlich guter fünfter geworden worüber man recht froh war!
Der Streckensprecher Bernd Fulck, den auch viele als Streckensprecher des Sachsenrings kennen, hat in sehr guter Radiomoderator-Manier alle wichtigen Infos rübergebracht, denn im Gegensatz zu GP-Rennen gabe es nicht an jeder Tribüne eine Videoleinwand.
Nach dem Rennen schnell die Siegerehrung und die Interviews des Siegers Martin Bauer, dem zweitplatzierten Werner Daemen und dem Dritten Didier Van Keymeulen mitgenommen sind wir erstmal hoch ins Pressezentrum um uns die Ergebnisliste zu holen! Auch das kannte ich bis dato nur aus dem Fernsehen und so haben wir uns entschlossen, den Start des 125er Laufes von hier oben in bester Logenplatz-Manier zu schauen! Robin Lässer hatte es in der Hand, wieder die Tabellenführung zu übernehmen! In Abwesenheit seiner ärgsten Konkurrenten Randy Krummenacher und Georg Fröhlich, die in Donington den 125er Weltmeisterschaftslauf bestritten, war ein Sieg eigentlich Pflicht, aber Eric Hübsch, der von Steve Jenkner betreut wird, hat es dem kleinen KTM-Fahrer nicht leicht gemacht! Letztlich waren aber alle zufrieden, auch der Drittplatzierte Igor Kalab! Wir hatten dann auch nachher das Glück, die Feier in der Box des Zweitplatzierten Sachsenring Motorrad Unger Teams zu erleben und selbst Steve Jenkner war sich nicht zu schade, mal kurz auf einen Plausch und ein Foto nach draußen zu kommen! Sehr symphatisch!
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Bis dahin hatten wir schon so viele Erlebnisse aufgesaugt, dass wir gar nicht wußten, wo vorne und hinten ist! Die Sonne tat natürlich ihr Übriges! Es war brutal heiß!
Die 600er Supersport wurde von den beiden WM-Fahrern Kevin Curtain und Broc Parkes dominiert. Arne Tode, der mit der Idealpunktzahl 100 für 4 Siege beim vierten Rennen das Gesamtklassement anführt, hatte nicht den Hauch einer Chance. Ich persönlich weiß aber nicht, ob es das Material der Yamahas aus der Supersport-WM soviel besser war, oder ob die Fahrer den Unterschied ausmachen! Ich habe auf jeden Fall Rennsport vom Allerfeinsten gesehen und alle Fahrer haben die kleinen 600er ausgequetscht wie Zitronen! Hammer!
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Für uns stand wegen der Heimfahrt jetzt leider nur noch der zweite Lauf zur IDM-Superbike auf dem Plan und das wollten wir dann von der Tribüne aus sehen! Also haben wir uns aus dem Fahrerlager verabschiedet und sind auf die letzte Tribüne nach Start/Ziel (ich glaube T4) gegangen! Die Tribüne war restlos voll, aber kein Wunder: Man hatte astreine Aussicht auf die Strecke. Spektakuläre Anbremsmanöver dieser erste Gang Scheißhauskurve (Wer baut denn sowas?) und mangels Traktionskontrolle querstehende Motorräder in bester Nicky Hayden-Manier waren nicht nur nett anzusehen, sondern für mich der letzte Beweis, dass es absolut richtig war, für dieses Event auf die Live-Übertragung des GPs zu verzichten...und wer mich kennt, weiß, was das für mich bedeutet!
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Mit diesem Haufen an gewonnenen Eindrücken haben wir uns dann auf die Heimreise gemacht! Die geführten Interviews werden noch zu Papier gebracht und nachgereicht!
Alle Ergebnisse, natürlich auch der anderen Klassen Hyosung GT 650 Cup, Seitenwagen und Yamaha R6-Dunlop Cup gibt es auf der offiziellen Seite
www.idm.de. Mehr Bilder und weitere Infos gibt es hier auf
motograndprix.de (z.B. in der Bildergalerie)!
Für mich als "Reporter" natürlich ein ganz besonderes Erlebnis, aber auch mit "normalen" Tickets kann man reichlich erleben. z.B. kann jeder Besucher am Renntag eine Boxengassenbesichtigung mitmachen! Alles ist locker und die Fahrer sind wirklich überaus nett und zuvorkommend! Für mich war es definitiv nicht mein letzter Besuch der IDM!