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21

Mittwoch, 19. Mai 2010, 13:16

Volle Punktzahl für Zupin Husqvarna

S1 DM - Harsewinkel


Das erste Rennen begann wie ein Feuerwerk. Markus Class katapultierte seine Suzuki am schnellsten nach vorne und sah sich ab dem Moment drei Runden lang dem extremen Druck von Hermunen ausgesetzt. Die beiden fuhren wild und setzten sich schnell von Hiemer und Künzel, die sich ihrerseits behackten, ab. Bei dieser Hatz blieb Class an den inneren Curbs des Linksknick nach Start-Ziel hängen und ging direkt vor Hermunen zu Boden. Der Finne wich Class aus um ihn nicht samt Motorrad zu überrollen und nahm selbst den Ausweg ins Grün. Während Class erst nach einiger Zeit wieder ins Renngeschehen zurückkehren konnte, war Hermunen schnell wieder auf dem Rückweg zur Bahn und reihte sich hinter Vorlicek als Vierter wieder ins Geschehen ein. Nun sah sich Hermunen genötigt noch einen Zahn zuzulegen und hatte Vorlicek schon in dieser Runde gepackt, um Hiemer und Künzel hinterher zu hetzen. Nur drei Runden später drängelte der Finne auch schon am Heck von Künzels Aprilia und das geladene Dreierpaket zog seine Bahnen. Hermunen versuchte es an
allen denkbaren Überholpunkten, doch Künzel verteidigte Rang zwei jedes Mal. In Runde neun gab Hermunen seiner Husqvarna extrem viel Schwung vorm Absprung des Tables und landete eine halbe Motorradlänge vor Künzel. Auch wenn der den Finnen nicht kampflos ziehen ließ, riss sein Anschluss zum neuen Führungs-Duo langsam ab. Hiemer legte nun offensichtlich auch noch einen Zahn, doch Hermunen zeigte am Ende der Sandbahn kein Pardon und übernahm die Führung. Der zweifache Weltmeister wollte sich damit allerdings nicht abfinden und konterte wenig später im spitzen Eck vorm Offroad. Hermunen revanchierte sich seinerseits erneut entlang der Sandbahn und hielt im Verlauf der letzten fünf Runden auch die Führung. Jürgen Künzel war in der Zwischenzeit etwa zehn Sekunden zurückgefallen, hatte allerdings auf den viertplatzierten Vorlicek sechs Sekunden Polster. Markus Volz, der als Fünfter durchs Ziel kam, hatte ab Mitte des Rennens bloß noch entfernten Sichtkontakt zu Vorlicek, aber auch ausreichenden Abstand auf seinen Verfolger Julian Becher.

Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Bernd Hiemer (D/KTM), 3. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 4. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki), 5. Markus Volz (D/KTM)


Im zweiten S1-Rennen ließ sich Hermunen auf keinerlei Spielchen ein. Er gewann den Start und sah schleunigst zu, dass er sich absetzen kann. „Ich hatte freie Bahn und wollte mir einfach ein ordentliches Polster herausfahren. Nachdem mir das recht schnell gelungen war, nahm ich ein wenig Druck raus.“ Nach 17 Runden fuhr er schließlich als Sieger durchs Ziel. Sein Spielgefährte aus dem ersten Rennen hatte hingegen wieder richtig zu ackern. Hiemer kam als Dritter in die zweite Kurve, Class war vor ihm, doch Hiemer überbremste das Vorderrad und schmierte unsanft ab, wobei seine KTM das Hinterrad der vorausfahrenden Suzuki voll erwischte. Doch mit viel Geschick und wohl auch ein wenig Glück, blieb Class sitzen, stürzte dann allerdings in der zweiten Runde durch eigenes Verschulden. Nun wäre Künzel auf Position zwei, doch Petr Vorlicek führte den Rekordmeister an der Spitzkehre zum Offroad vor. Während der außen mit dem Angriff von Vorlicek rechnete, stach dieser innen rein und holte sich die zweite Position. Künzel ließ aber nicht locker und rächte sich mit Hartnäckigkeit. Mit einem beherzten Manöver nahm er Vorlicek den zweiten Platz an gleicher Stelle wieder ab und es blieb dabei. Markus Volz schaute dem heiteren Wechselspiel seiner Kollegen aus nächster Nähe zu und ohne viel Aufsehen zu erregen auf Rang vier über die Ziellinie. Hiemers Sturz aus Runde eins hatte etwas sehr Positives. Die Aufholjagd die der Weltmeister danach vollzog war atemberaubend. Runde um Runde machte er insgesamt 19 Plätze gut und stellte all seinen Kampfgeist unter Beweis. Nach Ende des Rennens, als
die Spannung abgefallen war, beklagte sich der Weltmeister über Schmerzen in Hand und Schulter. Bei seinem Sturz in Runde eins hat er
sich wohl an Hand und Schlüsselbein verletzt. Derzeit befindet er sich in ärztlicher Behandlung und hofft darauf beim kommenden DM Event dabei sein zu können.

Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 3. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki), 4. Markus Volz (D/KTM), 5. Bernd Hiemer (D/KTM)

S1 Meisterschaftsstand nach 4 von 16 Rennen:

  1. Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 100 Punkte
  2. Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 78 Punkte
  3. Bernd Hiemer (#12) / KTM - 75 Punkte
  4. Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 74 Punkte
  5. Markus Volz (#3) / KTM - 67 Punkte

S2 DM - Harsewinkel

Jochen Jasinski rückte erneut mit seiner 2008er Maschine an und sicherte sich vor Dirk Spaniol und Nico Joannidis die Pole Position.
Tabellenführer Michi Herrmann startete von der vierten Startposition in die Rennen.


Beim Start zum ersten Rennen hatte Jasinski die Nase vorne, gefolgt von Spaniol und Michi Herrmann. Spaniol wehrte sich zwar nach
Leibeskräften, doch Herrmann ging in der zweiten Runde auf der Sandbahn an Spaniol vorbei um sich an Jasinskis Fersen zu heften. Der hatte einige Meter Vorsprung herausfahren können, doch Herrmann schloss die Lücke binnen zweier Runden und ging auf Tuchfühlung. Es war offensichtlich, dass Herrmann schneller fahren konnte, zumindest auf der Sandbahn. Während der neunten von 17 Runden verschaffte sich Herrmann dann den nötigen Freiraum und überholte am Ende der Sandbahn. Jasinski konnte an Herrmann dran bleiben, aber nicht gefährden. Zum Überholvorgang meinte er nur: „Wenn hinter mir jemand ruft, dann ist das ein Signal, dass er gerade die Kontrolle verloren hat und ich lasse ihm Auslaufzone. Dass man so ein Überholmanöver erzwingt war mir neu. Aber ich mach Michi da jetzt keinen Vorwurf, ich ärgere mich über mich selbst und lerne hoffentlich daraus.“

Bei der Entscheidung um den dritten Podestplatz machte Spaniol unfreiwillig den Weg frei. Bei der Anfahrt zum Table schmiss er seine
Suzuki zu Boden und bereitete somit dem aus der S1 in die S2 umgestiegenen Lukas Wolf den Weg zum Podest. Obendrein rauschte auch noch Nico Joannidis in den am Boden liegenden Spaniol hinein und die beiden gliederten sich auf Position sieben und acht wieder ein.
Joannidis vorne weg, Spaniol dahinter gaben die beiden nun mächtig Gas und kämpften sich wieder nach vorne. Während dieser Odyssee mogelte sich Spaniol auch wieder an Joannidis vorbei, um am Ende den vierten Platz zu ergattern. Joannidis hat ein wenig Arbeit damit, an Michi Wagner vorbei zu kommen, schaffte es aber letzten Endes und belegte Rang fünf.

Lauf 1: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Lukas Wolf (D/Aprilia) 4. Dirk Spaniol(D/Suzuki), 5. Nico Joannidis (D/Husaberg)




Den Start zum zweiten Rennen der S2 entschied Dirk Spaniol für sich. Dahinter folgten Jochen Jasinski, Nico Joannidis und
Michi Herrmann. Schon in der ersten Runde ging Jasinski an Spaniol vorbei und setzte sich zügig ab. Herrmann hatte seinerseits Joannidis
hinter sich gelassen und stand nun wie schon im ersten Lauf bei Spaniol an. Nachdem er den Saarländer bezwungen hatte, fuhr er zügig auf Jasinski auf und zog in Runde 12 an dessen Husaberg vorbei. Mit etwas Abstand zu den beiden fighteten Spaniol und Wolf um Rang drei in diesem Rennen. Im Verlauf der 13ten Runde ging Herrmann unvermittelt der Motor aus, wodurch Jasinski, Spaniol und Wolf den Zupin Piloten passieren konnte. Jasinski war nun wieder an der Spitze, doch kaum hatte er die Runde vollendet, schmierte er bei voller Geschwindigkeit von der Bahn ab und überschlug sich mehrfach. Kurz hinter ihm folgte ein überrundeter Fahrer, dem das gleiche passierte. Spaniol und Wolf reagierten auf die Gefahr, wählten eine andere Linie und kamen unversehrt an der Ölspur eines ausgeschiedenen Fahrers vorbei. Herrmann ahnte überhaupt nicht was vor ihm los war, machte selbst gerade mächtig Druck und stürzte in dieser Runde 13 auf höhe der Boxengasse. Als Herrmann wieder auf war, hatte auch Jasinski seine Husaberg wieder startklar gemacht und die beiden fuhren auf gleicher Höhe den Posten drei an, der den beiden mittels roter Flagge den Rennabbruch
signalisierte.
Die Rennleitung hatte nach den beiden High-Speed Stürzen auf Start-Ziel, zur Sicherheit aller, die Entscheidung zum
Rennabbruch gefällt. Aus dieser Entscheidung resultiert allerdings, dass die Wertung anhand der Zwölften Runde vollzogen werden musste.

Lauf 2: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Dirk Spaniol(D/Suzuki) 4. Lukas Wolf (D/Aprilia), 5. Nico Joannidis (D/Husaberg)

S2 Meisterschaftsstand nach 4 von 16 Rennen:

  1. Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 97 Punkte
  2. Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 80 Punkte
  3. Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 69 Punkte
  4. Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 68 Punkte
  5. Michael Wagner (#3) / Honda - 59 Punkte
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Montag, 28. Juni 2010, 08:32

Finnisches Heimspiel im Erzgebirge


Zum ersten Mal war die Supermoto DM zu Gast auf dem Erzgebirgsring im sächsischen Lichtenberg. Die Bahn konnte mit abwechslungsreichem Asphalt und einem Offroad mit drei Sprüngen vollends überzeugen, machte es dem ausgewogenen Fahrerfeld der DM allerdings schwer zu überholen. Mauno Hermunen verlegte Anfang des Jahres seinen innerdeutschen Wohnsitz nicht grundlos ins nahe gelegene Dresden.

S1 DM - Lichtenberg



Schon im Training der S1 verdeutlichte Tabellenführer Mauno Hermunen wer Chef im Ring ist. Über eine halbe Sekunde brannte er seinen
Verfolgern auf den Pelz und sicherte sich schon fast spielerisch die Pole, vor Bernd Hiemer, Markus Class und Jürgen Künzel. Diese vier
sollten auch das Renngeschehen bestimmen.

Im ersten S1-Rennen musste Hiemer schon in der ersten Runde nach einem Verbremser von Hermunen ablassen, reihte sich hinter Class und Künzel ein, und schoss einige Runden später erneut deutlich über die Optimallinie hinaus. Dabei tauschte er mit Julian Becher die Plätze, den er aber wieder einfangen und überholen konnte im Rang vier zu sichern. „Ich hatte Probleme mit der Bremspumpe und musste während des Rennens öfters nachstellen. Meine Bremspunkte einzuhalten war daher fast unmöglich.“ Hermunen gewann das Rennen mit fünf Sekunden Vorsprung auf Class, der seinerseits Künzel über den kompletten Rennverlauf nicht
abschütteln konnte.

Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Markus Class (D/Suzuki), 3. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 4. Bernd Hiemer
(D/KTM), 5. Julian Becher (D/Kawasaki)


Im zweiten Rennen war Hermunen wieder von Beginn an vorne. Hiemer hatte beim Start Class vorbei gelassen, konterte aber Eingangs Offroad um den Finnen nicht erneut kampflos davon ziehen zu lassen. Anders als im ersten Rennen machte sich nun auch Künzel daran Class zu bezwingen. Er wollte unbedingt an Hiemer dran bleiben, was ihm über die Hälfte der Distanz auch gelang. Doch beide, Hiemer und Künzel, hakten ihr Vorhaben im letzten Drittel des Rennens ab. Hermunen war auf dem Erzgebirgsring nicht einzuholen und Hiemer pro Runde ein Zehntel schneller unterwegs als Künzel. „Ich konnte lange mit Bernd Schritt halten und das Motorrad hat im zweiten Lauf perfekt gepasst. Aber ich hatte dann so viel Abstand zu Class und Bernd vor mir, den ich hier niemals hätte überholen können, da hab ich dann ein paar Prozent runter geschraubt.“ Markus Class verteidigte seinen vierten Rang erfolgreich gegen den frisch vermählten Petr Vorlicek. Doppelsieger Mauno Hermunen zeigte sich nach dem Rennen gewohnt selbstbewusst. „Im zweiten Rennen war es schwieriger Abstand zu bekommen, weil Bernd Druck gemacht hat. Aber ich trainiere sehr oft hier und wusste was ich tun musste um schneller zu
sein. Hat ja geklappt.“

Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Bernd Hiemer (D/KTM), 3. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 4. Markus Class (D/Suzuki), 5. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki)

S1 Meisterschaftsstand nach 6 von 14 Rennen:

  1. Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 150 Punkte
  2. Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 118 Punkte
  3. Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte
  4. Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 102 Punkte
  5. Markus Class (#111) / Suzuki - 103 Punkte
  6. Markus Volz (#3) / KTM - 92 Punkte
  7. Julian Becher (#98) / Kawasaki - 54 Punkte
  8. Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 72 Punkte
  9. Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 59 Punkte
  10. Asseri Kingelin (#11) / Honda - 57 Punkte



S2 DM - Lichtenberg

In
der S2 bugsierte sich Michi Herrmann auf die begehrter erste Startposition, gefolgt vom Hauptwidersacher Jochen Jasinski. Den dritten Platz in der Startaufstellung konnte sich Jan Deitenbach, vor seinem Teamchef Dirk Spaniol und Lukas Wolf sichern. Herrmann setzte seine Pole
Position um, während Jasinski während der kompletten Renndistanz lauerte. Doch Herrmann fuhr tadellos und bot Jasinski keinerlei
Schwäche die der hätte ausnutzen können. Die beiden fauchten im Abstand von einer halben Sekunde über die Ziellinie. Bis zur Mitte des Rennens war Dirk Spaniol auf drei, musste sich dann aber aufgrund eines Plattfusses am Hinterrad aus den vorderen Reihen zurückziehen. Nico Joannidis erbte den dritten Rang von Spaniol und verteidigte diesen im Anschluss erfolgreich gegen Andreas Mikkelsen. Michael Wagner aus Templin wurde Fünfter. Deitenbach verlor schon beim Start zwei Plätze, stürzte zwei Runden später und bei der anschließenden Aufholjagd riss es ihn nochmals zu Boden. Danach besann er sich und kämpfte sich
schließlich doch noch auf Rang sechs vor.

Lauf 1: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Nico Joannidis (D/Husaberg), 4. Andreas Mikkelsen (DK/Husqvarna), 5. Michael Wagner (D/Honda)






Im zweiten Lauf sprintete Herrmann zwar wieder vorne weg, hatte aber deutlich mehr Schwierigkeiten Jasinski hinter sich zu halten. Der Abstand bei der Zieldurchfahrt lag, wie das komplette Rennen über, deutlich unter einer Sekunde. Den Kampf um Platz drei gestalteten Spaniol, Lukas Wolf und Deitenbach. In der fünften Runde musste sich Spaniol gegen Wolf geschlagen geben und wenig später
rückte auch Deitenbach nach. Wolf -im ersten Lauf mit Plattfuss- gelang somit neben Herrmann und Jasinski aufs Podium.

Lauf 2: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Lukas Wolf (D/Aprilia) 4. Jan Deitenbach (D/Suzuki), 5. Dirk Spaniol (D/Suzuki)

http://www.supermoto.de

S2 Meisterschaftsstand nach 4 von 16 Rennen:

  1. Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 147 Punkte
  2. Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 113 Punkte
  3. Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 105 Punkte
  4. Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 99 Punkte
  5. Michael Wagner (#3) / Honda - 90 Punkte
  6. Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 72 Punkte
  7. Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 72 Punkte
  8. Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 63 Punkte
  9. Lukas Wolf (#155) / Aprilia - 58 Punkte
  10. Morten Hagemann (#34) / Husqvarna - 57 Punkte
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Mittwoch, 14. Juli 2010, 10:13

Hitzeschlacht in der Stadt - Supermoto DM St. Wendel



Das wohl heißeste Wochenende des Jahres und über 9.500 Zuschauer wurden in St. Wendel Zeuge von vier spannenden Rennen der Supermoto DM. Die Piloten der Deutschen Meisterschaft waren allerdings nicht alleine zu Gast in der saarländischen Motorsport-Metropole. Auch die WM und EM waren mit vor Ort und gaben ihr Bestes. Die Zeiten der DM konnte man aber auch in der WM nicht knacken. Die Reifenbindung der WM macht es den Fahrern an der Weltspitze denkbar schwer, gegen das durch den Wettbewerb bestimmte Reifenangebot aus der DM zu schlagen. Hermunen war mit 58,057 absolut schnellster Mann des Wochenendes. Im Vergleich zu Ivan Lazzarini, der mit 58,603 die schnellste WM-Zeit fuhr.
Lokalmatador Markus Volz setzte alles um einen guten Startplatz zu erlangen und wurde entsprechend belohnt. Mit etwa sieben Zehntel
Rückstand auf Hermunen sicherte er sich den zweiten Startplatz. Sein Nachbar in der Startaufstellung war nur 0,001 Sekunden langsamer.
Jürgen Künzel startete von Rang drei, gefolgt von Marcel Götz. Bernd Hiemer hatte die Trainings der DM auf WM-Pneus gefahren, ergatterte dadurch nur Startplatz zehn und verzichtete auf den Start in der DM.

Rennen eins der S1 DM


Mauno Hermunen setzte sich direkt an die Spitze des Feldes und zog davon. Hinter ihm lagen Götz und Volz, doch Jürgen Künzel nahm sich beide gleich in der ersten Runde vor. Künzel spurtete Hermunen hinterher und seinen Verfolgern davon. Bei der Zieldurchfahrt hatte er in beide Richtungen etwa 5 Sekunden Abstand. Das Vierer-Paket dahinter lieferte sich während des ganzen Rennen einen heißen Schlagabtausch, wechselte aber keine Positionen. Götz und Volz standen im Kampf um Platz drei und setzten sich zum Ende des Rennens von Julian Becher und Petr Vorlicek ab. Hermunen gewann vor Künzel, Götz, Volz, Becher und Vorlicek.

Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2.
Jürgen Künzel (D/Aprilia), 3. Marcel Götz (CH/Kawasaki), 4. Markus Volz
(D/KTM), 5. Julian Becher (D/Kawasaki)

Rennen zwei der S1 DM


Beim Start zum zweiten S1 Lauf war Hermunen wieder in Führung, gefolgt von Volz, Becher, Künzel und Götz. Direkt auf die Kurve der Start-Ziel Gerade folgt ein Nadelöhr, an welchem Künzel ein wenig übermütig den Versuch startete innen an Becher vorbei zu kommen. Der Sturz beider war das Resultat. Unnötig, aber dennoch von Einsicht geprägt. Noch in der Auslaufrunde des zweiten Laufs entschuldigte sich Künzel reumütig bei Becher. Markus Class, der das erste Rennen verletzungsbedingt sausen lassen musste und zum Zweiten von hinten antrat, stürzte in der zweiten Runde und wurde hinter Becher und Künzel 13ter. Hermunen und Volz waren von all dem nicht betroffen und zogen davon. Volz bot vor heimischem Publikum die stärkste Leistung seiner laufenden Saison und wurde mit einem wohlverdienten zweiten Platz belohnt. Um Rang drei kämpften der Österreicher Hannes Maier und Marcel Götz aus der Schweiz. Götz hatte
das Nachsehen und musste sich mit Rang vier zufrieden geben. Vit Janousek aus der Tschechischen Republik wurde Fünfter.

Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2.
Markus Volz (D/KTM), 3. Hannes Maier (A/KTM), 4. Marcel Götz
(CH/Kawasaki), 5. Vit Janousek (CZ/Honda)

S1 Meisterschaftsstand nach 8 von 14 Rennen:Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 200 Punkte
  1. Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 152 Punkte
  2. Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 134 Punkte
  3. Markus Volz (#3) / KTM - 132 Punkte
  4. Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte
  5. Markus Class (#111) / Suzuki - 114 Punkte
  6. Julian Becher (#98) / Kawasaki - 113 Punkte
  7. Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 112 Punkte
  8. Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 88 Punkte
  9. Asseri Kingelin (#11) / Honda - 78 Punkte

S2 DM - St. Wendel

Michi Herrmann, Nico Joannidis und Lukas Wolf gaben sich alle Mühe. Doch am Ende war es Jochen Jasinski, der völlig lässig, aber in
allerletzter Sekunde die Pole Position für sich beanspruchte. Das Training war bereits abgewunken, Jasinski noch auf seiner letzten
Runde, und die Zeit um 0,075 Sekunden schneller als die von Herrmann.

Rennen eins der S2 DM


Aufgrund der langen Wartephase an der Startampel war Herrmann offensichtlich verwirrt. Er zuckte, ohne sich dadurch einen Vorteil beim Start zu verschaffen. Jasinski bog als erster ein, gefolgt von Wolf, Joannidis, Herrmann und Spaniol. In Runde drei, als Herrmann seine Stop and Go Strafe abgesessen hatte, sah das Feld jedoch schon ganz anders aus. Wolf und Joannidis waren sich ins Gehege gekommen und räumten das Feld nun von hinten auf. Dafür stand Spaniol hinter Jasinski Gewehr bei Fuss, war aber nicht in der Lage zu attackieren. Auf Rang drei war Jan Deitenbach unterwegs, doch er überstand die dritte Runde nicht, da er mit einem Defekt an der Bremse ausschied. Herrmann, der nun als Fünfter unterwegs war, fand schnell einen Weg vorbei an Andreas Mikkelsen und räuberte nun Spaniol hinterher. Ganze fünf Runden dauerte es, bis der Tabellenführer am Saarländer vorbei war, während denen Jasinski eifrig Zeitpolster sammelte. Herrmann kam nicht mehr an Jasinski heran und der Meister siegte. Joannidis hatte sich zwischenzeitlich auch an Mikkelsen
vorbei gestohlen und wurde Fünfter.

Lauf 1: 1. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 2. Michael
Herrmann (D/Husqvarna), 3. Dirk Spaniol (D/Suzuki), 4. Nico Joannidis
(D/Husaberg), 5. Andreas Mikkelsen (DK/Husqvarna)

Rennen zwei der S2 DM




Dieses Mal konnte Herrmann den Start für sich entscheiden, doch Jasinski nutzte die erste Fahrt durch den Offroad um die Führung zu übernehmen. Lokalmatador Dirk Spaniol versenkte seine Motorrad bei einer Startkollision am Ende der Geraden und konnte sein
Publikum danach durch eine spannende Aufholjagd entschädigen. Innerhalb von drei Runden spurtete er von 20 wieder auf sieben vor. Nach einem weiteren Unfall war es ihm aber nicht vergönnt die Zielflagge zu sehen. Maik Voorwinden war Nutznießer eines Sturzes von Wolf und bezog dessen dritten Platz, während Position vier hart umkämpft war. Zuerst war es der Däne Fred Eriksson, doch sein Landsmann Mikkelsen bezwang ihn in der elften Runde. Einen Umlauf später ging auch noch Joannidis an Erikkson vorbei, legte sich Mikkelsen zurecht und nahm dann den vierten Platz in Anspruch. An der Spitze war pure Spannung angesagt. Herrmann kam im Offroad immer wieder ganz dicht an Jasinski heran, der sich allerdings zu wehren wusste. Erst vier Runden vor Schluss gelang es Herrmann beim Weg über den letzten Table an Jasinski vorbei zu kommen. Ein darauf folgender Konter mündete in einen Gegenkonter und Herrmann
gewann knapp vor Jasinski.

Lauf 2: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2.
Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Maik Voorwinden (NL/KTM) 4. Nico
Joannidis (D/Husaberg), 5. Andreas Mikkelsen (DK/Husqvarna)

S2 Meisterschaftsstand nach 8 von 14 Rennen:

  1. Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 194 Punkte
  2. Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 160 Punkte
  3. Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 137 Punkte
  4. Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 125 Punkte
  5. Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 106 Punkte
  6. Michael Wagner (#3) / Honda - 90 Punkte
  7. Lukas Wolf (#155) / Aprilia - 87 Punkte
  8. Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 86 Punkte
  9. Frederik Erikkson (#14) / Honda - 83 Punkte
  10. Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 78 Punkte
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Freitag, 13. August 2010, 08:57

Come Back - Supermoto am Odenwaldring

Am 14. und 15. August ist das hessische Schaafheim Austragungsort für die fünfte Runde zur Internationalen Deutschen Supermoto
Meisterschaft.

Der Odenwaldring gehört zu den Klassikern der nationalen Szene, denn seit dem Beginn des Supermotosports in Deutschland in der Mitte der 90er Jahre wird auf der kompakten Kartbahn gedriftet. Für die Inter-DSM ist es allerdings ein Come Back, sie gastierte 2002 letztmals beim MSC Wartturm.

Damals war der Belgier Eddy Seel erfolgreich, der inzwischen ausschließlich die WM fährt. Auf dem Podium fanden sich mit Jürgen
Künzel und Dirk Spaniol aber auch zwei Piloten ein, die noch heute zur Spitze der DM gehören. Und ein gewisser Bernd Hiemer, inzwischen zweifacher Weltmeister, feierte seine Premiere in der Inter-DSM.

Im Mittelpunkt stehen natürlich die beiden DM Klassen S1 (bis 450 Kubik) und S2 (über 480 Kubik). Doch das Programm ist weitaus
umfangreicher. Die Nachwuchsfahrer aus der ADAC S3 Youngster und Junioren sowie der nationale Pokal C1 und C2 gehen ebenso an den Start wie eine Amateurklasse und der Ü40 Cup. Insgesamt werden weit über 200 Fahrer in 14 Rennen an den Start gehen.

In der S1 ist der finnische Husqvarna Pilot Mauno Hermunen das maß der Dinge. Er konnte bisher alle Läufe für sich entscheiden! Das
Verfolgerfeld wird vom sechsfachen Champion Jürgen Künzel (Aprilia) angeführt, dahinter stehen Suzuki-Pilot Petr Vorlicek (CZ) und Markus Volz (KTM) für einen weiteren Podestplatz parat. Der zweimalige Weltmeister Bernd Hiemer, seit Jahren erstmals wieder in der DM am Start, hat seine Meisterschaftsambitionen zugunsten der WM aufgegeben, wird aber dennoch der härteste Gegner für Hermunen um einen Laufsieg sein. Der erst 19jährigen Markus Class (Suzuki), bisher ebenfalls Podiumskandidat, musste sich nach dem letzten DM-Lauf einer Schulter-Operation unterziehen und klettert in Schaafheim erstmals wieder auf sein Motorrad.

In der großen Klasse S2 gibt mit Michi Herrmann ebenfalls ein Husqvarna-Pilot deutlich den Ton an. Bei sechs von acht Läufen ging der
Thüringer als Sieger durchs Ziel. Der amtierende Meister Jochen Jasinski (Husaberg) verlor bisher immer nur ganz knapp und hat durchaus
noch Titelchancen. Dahinter streitet Routinier Dirk Spaniol (Suzuki) mit der Generation U21 mit Nico Joannidis, Lukas Wolf und Jan Deitenbach um einen Podiumsplatz. In Schaafheim wird der ehemalige Vizemeister Manolito Welink, der sich eigentlich aus de Supermoto zurückgezogen hat, sein Come Back auf einer Husqvarna geben.

Im Supermoto Pokal C1 gibt es einen heißen Kampf zwischen den beiden Aufsteigern aus der S3 Youngster Kevin Würterle und Steffen Schmid (beide KTM) und dem Routinier Alexander Köckritz (Husqvarna). Die große C2 wird derzeit klar vom ehemaligen Moto-Cross Profi Andre Prehn (Honda) beherrscht. Und in der S3 sorgt mit Max Niwiadomski (Husqvarna) ebenfalls ein Aufsteiger aus den Junioren für Aufsehen.

Das Training beginnt am Samstag, 14. August, die ersten Rennen laufen dann ab 16.30 Uhr. Am Sonntag startet das erste Rennen ab 10.00 Uhr. In der Mittagspause geben die Stars eine Autogrammstunde, und das Fahrerlager lädt ein, den Mechanikern bei der Arbeit über die Schultern zu schauen. Ab 13.00 Uhr beginnen die Läufe der Inter-DSM.

Weitere Informationen unter www.supermotodm.de und www.mscw.de.

Zeitplan Schaafheim

Teilnehmerliste Schaafheim

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Mittwoch, 18. August 2010, 08:14

Regen, gute Stimmung und packende Rennen


Das Comeback der Supermoto DM auf dem Odenwaldring bot viele spannende Rennen, an denen sich viele Zuschauer erfreuen konnten. Die Wettersituation lichtete die gewöhnlich vollgestopften Ränge der Strecke zwar ein wenig, aber für eine Regenveranstaltung war der
Zuspruch durchaus positiv und vor allem die Stimmung war äußerst fröhlich. Trotz immer wieder kehrenden Schauern wurde der weitläufige
Offroad von der DM voll gefahren. Ein Umstand, der die Show zusätzlich anheizte.

S1 DM - Schaafheim

Mauno Hermunen beherrschte das Zeittraining erneut nach Belieben und ließ Jürgen Künzel nicht näher als eine Sekunde an sich heran kommen. Petr Vorlicek sicherte sich Rang drei in der Startaufstellung, gefolgt
von Julian Becher.


Während der Finne sich an die Spitze setzte und dem Feld davon zog, war Künzel hinter Vorlicek her. Die Strecke war nass und der Offroad entsprechend rutschig. Nach einem Drittel der Renndistanz trickste Künzel den amtierenden Meister aus und übernahm die zweite Position. Kurzzeitig war er sogar in der Lage sich einen Abstand herauszufahren, doch Vorlicek schloss schnell wieder auf. Der Tscheche gab nicht auf und bekämpfte Künzel bis zur Zielflagge, musste sich aber dennoch mit Rang drei zufrieden geben. Im Kampf um Platz vier sorgten der Schweizer Harry Näpflin und Markus Volz für hohen Unterhaltungswert. Volz pushte Näpflin unentwegt vor sich her und ließ nicht locker. In der letzten Runde, wenige Kurven vor der Zieldurchfahrt, setzte Volz sein geplantes Manöver um und belohnte seine Hartnäckigkeit mit dem vierten Platz.

Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 3. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki), 4. Markus Volz (D/KTM), 5. Harry Näpflin (CH/Kawasaki)


Als das Feld zum Start bereit stand, starb Künzels Motor ab. Der Versuch die Aprilia schnell noch anzukicken misslang zwar, aber das Feld wurde trotzdem ins Rennen geschickt. Eine Situation die später für Protest sorgte. Hermunen lag wieder an der Spitze und fuhr das Rennen fehlerfrei zum zehnten S1 Sieg in dieser Saison. Im Abstand von fünf Sekunden kam Petr Vorlicek als Zweiter ins Ziel. Er hatte Näpflin und Volz direkt hinter sich im Schlepptau. Das Dreigespann bot wieder spektakuläre Szenen und Spannung bis zum Schluss. Zu Beginn des Rennens lag Julian Becher noch auf Platz drei hinter Vorlicek. Doch nach einem Fahrfehler musste er sich hinten anstellen und belegte Platz fünf. Wie das Rennen endgültig zu werten ist, wird man wohl am grünen Tisch des DMSB entscheiden. Durch die Umstände während der Startphase wurde der Protest von Künzel entgegengenommen, konnte jedoch vor Ort nicht
endgültig entschieden werden.

Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki), 3. Harry Näpflin (CH/Kawasaki), 4. Markus Volz (D/KTM), 5. Julian Becher (D/Kawasaki)

S1 Meisterschaftsstand nach 10 von 14 Rennen:*

  1. Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 250 Punkte
  2. Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 187 Punkte
  3. Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 176 Punkte
  4. Markus Volz (#3) / KTM - 168 Punkte
  5. Julian Becher (#98) / Kawasaki - 143 Punkte
  6. Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 135 Punkte
  7. Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 124 Punkte
  8. Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte
  9. Markus Class (#111) / Suzuki - 114 Punkte
  10. Asseri Kingelin (#11) / Honda - 105 Punkte

*vorbehaltlich der Protestentscheidung beim DMSB

S2 DM - Schaafheim

Im Zeittraining hatte Michi Herrmann sich die Pole Position gesichert und seinen Meisterschaftskonkurrenten Jochen Jasinski mit
vier Zehnteln Abstand auf Startplatz zwei verwiesen. Nico Joannidis war seinerseits nur einige Hundertstel langsamer als Jasinski und enterte Startplatz drei, gefolgt vom Gaststarter Maik Voorwinden aus den Niederlanden.


Während den Aufwärmrunden zum ersten Rennen suchte Jasinski die Box auf und musste anschließend aus selbiger ins Rennen starten. Die entstandene Lücke in der Startaufstellung wusste Dirk Spaniol optimal zu nutzen und bugsierte sich von Startplatz neun direkt in die Top drei. Vor ihm balgten sich Herrmann und Voorwinden um die Führung. Der Niederländer kam gegen Ende des Rennens aber aus dem Rhythmus und musste Spaniol und Manolito Welink den Vortritt lassen. Der aus der Box gestartete Jasinski hatte sich während des Rennens eindrucksvoll nach vorne kämpfen können und belegte den fünften Rang.

Lauf 1: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Dirk Spaniol (D/Suzuki), 3. Manolito Welink (D/Husqvarna), 4. Maik Voorwinden (NL/KTM), 5. Jochen Jasinski (D/Husaberg)


DiesesMal lief alles glatt bei Jasinski und er konnte Herrmann beim Start sogar den Schneid abkaufen. Hermann folgte Jasinski trotz widriger Streckenbedingungen wie ans Heck genagelt und machte ihm das Siegen nicht leicht. Die beiden fuhren wie entfesselt und brachten mehr als zehn Sekunden zwischen sich und ihre Verfolger. Spaniol hatte sich nach seiner Jagd zu Beginn des Rennens den dritten Platz ergattert, schaffte es jedoch im Rennverlauf nicht diesen zu verteidigen. Manolito Welink und Nico Joannidis bezwangen den Saarländer, der ab Mitte des Rennens sichtbar weniger Vortrieb an den Tag legte.

Lauf 2: 1. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 2. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 3. Manolito Welink (D/Husaqvarna), 4. Nico Joannidis (D/Husaberg), 5. Dirk Spaniol(D/Suzuki)

S2 Meisterschaftsstand nach 10 von 14 Rennen:

  1. Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 241 Punkte
  2. Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 205 Punkte
  3. Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 173 Punkte
  4. Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 165 Punkte
  5. Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 121 Punkte
  6. Frederik Erikkson (#14) / Honda - 114 Punkte
  7. Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 109 Punkte
  8. Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 109 Punkte
  9. Toni Krettek (#51) / Suzuki - 103 Punkte
  10. Lukas Wolf (#155) / Aprilia - 101 Punkte

Link zu den Bildern aus Schaafheim

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26

Freitag, 10. September 2010, 08:49

Freiburg Relaunched

Am 11.und 12. September ist das südbadische Freiburg Austragungsort für die sechste Runde zur Internationalen Deutschen SuperMoto Meisterschaft. Der SuperMotoPark liegt im Gewerbepark Breisgau bei Heitersheim nahe an der A5. Galt die Strecke auf dem ehemaligen Militärflugplatz früher als eine der schnellsten Pisten in der DM, wird sie ihren Charakter 2010 ändern. Durch eine Ausweitung des Gewerbegebiets wurde die Strecke verlagert und etwas kompakter. Geblieben ist allerdings der im Rahmen der DM mit Sicherheit spektakulärste Off-Road mit zahlreichen Sprungkombinationen...



Im Mittelpunkt stehen natürlich die beiden DM Klassen S1 (bis 450 Kubik) und S2 (über 480 Kubik). Doch das Programm ist weitaus
umfangreicher. Die Nachwuchsfahrer der ADAC S3 Youngster und Junioren sowie der nationale Pokal C1 und C2 gehen ebenso an den Start wie eine Amateurklasse. Insgesamt werden weit über 200 Fahrer in 12 Rennen an den Start gehen.

In der S1 kann der finnische Husqvarna Pilot Mauno Hermunen durchaus schon bei diesem vorletzten Lauf zum Championat den Titel
holen. Er konnte bisher alle Läufe für sich entscheiden und hat einen Vorsprung von 63 Punkten! Das Verfolgerfeld wird vom sechsfachen
Champion Jürgen Künzel (Aprilia) angeführt, dahinter drängen aber der noch amtierende Meister Petr Vorlicek (Suzuki, CZ) und Markus Volz (KTM) um den Vizetitel. Um einen Platz in den Top-Five wird es einen interessanten Kampf der drei Kawasaki-Teamkollegen Marcel Götz, Harry Näpflin (beide CH) und Julian Becher geben. Becher ist immerhin amtierender Mannschaftsweltmeister. Insgesamt Fahrer aus zehn Nationen an den Start, ein wirklich internationales Feld.

In der großen Klasse S2 gibt mit Michi Herrmann ebenfalls ein Husqvarna-Pilot deutlich den Ton an. Der amtierende Meister Jochen Jasinski (Husaberg) hat durchaus noch Titelchancen, muss aber auf einen Ausfall von Herrmann hoffen. Dahinter streitet Routinier Dirk Spaniol (Suzuki) mit dem jungen Nico Joannidis um die Bronze-Medaille. Noch einen Top-Five Platz im Visier haben mit Andreas Mikkelsen (DK), Frederik Eriksson (S), Jan Deitenbach, Fabian Riedl, Toni Krettek und Lukas Wolf gleich ein halbes Dutzend Piloten.



Im SuperMoto Pokal C1 gibt es einen heißen Kampf zwischen den beiden Aufsteigern aus der S3 Youngster Kevin Würterle und Steffen Schmid (beide KTM) und dem Routinier Alexander Köckritz (Husqvarna). Aber auch Neueinsteiger Alexander Büttner nach seinem ersten Sieg beim letzten Rennen noch Chancen. Die große C2 wird derzeit klar vom ehemaligen Moto-Cross Profi Andre Prehn (Honda) beherrscht, Gordon Erler (Aprilia) und Eric Müller (Suzuki) haben aber zumindest noch theoretische Chancen. Ganz eng geht es bei den S3 Youngstern zu. Milan Sitniansky (CZ), Manuel Hagleitner (A) und der junge Deutsche Max Niewiadomski liegen innerhalb von neun Punkten.

Das Training beginnt am Samstag, 11. September, die ersten Rennen laufen dann ab 16.45 Uhr. Am Sonntag startet das erste Rennen ab 10.00 Uhr. In der Mittagspause geben die Stars eine Autogrammstunde, und das Fahrerlager lädt ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Ab 13.00 Uhr beginnen dann die Läufe der Inter-DSM.

Weitere Informationen unter www.supermotodm.de und www.supermoto-freiburg.de.

Meisterschaftsstand S1 nach 10 von 14 Rennen: >>hier klicken<<

Meisterschaftsstand S2 nach 10 von 14 Rennen: >>hier klicken<<

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27

Freitag, 10. September 2010, 11:51

Ohja...Bremgarten/Eschbach....ist seit langem schon dick im Kalender makiert!

Sind auf jeden Fall vor Ort

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28

Dienstag, 14. September 2010, 08:20

Hermunen ist neuer Deutscher Meister in der S1



Bei herrlichem Sonnenschein und prall gefüllten Zuschauerrängen machten sich die Piloten der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft daran, die neue Freiburger Bahn im Gewerbepark Breisgau zu beleben. Der neu angelegte Offroad bot den Fahrern eine optimale Spielwiese und den Zuschauern ein atemberaubendes Arena-Feeling.
S1 DM - Freiburg

Bereits im Zeittraining verdeutlichte Mauno Hermunen seine Entschlossenheit, den Meistertitel vorzeitig klar zu machen. Nachdem
Jürgen Künzel und Cyrill Scheiwiller ihre ersten schnellen Runden abgeliefert hatten, legte der Tabellenführer ganz schamlos eine um 1,5
Sekunden schnellere Zeit auf den Asphalt. Die Verfolger konnten zwar später noch ein wenig heranrücken, aber selbst danach war Hermunen noch knappe 0,7 Sekunden schneller unterwegs. Während sich Scheiwiller den zweiten Startplatz sichern konnte, verabschiedete sich Künzel mit einem Lagerschaden am Hinterrad aus der ersten Startreihe. Mit Harry Näpflin auf Rang drei und Petr Vorlicek auf vier, war die Front im S1 Zeittraining international besetzt.



Schon aus der Startrunde des ersten Rennens kam Hermunen mit einem ordentlichen Abstand zurück, um sich danach Zug um Zug weiter
abzusetzen. Zu guter Letzt brannte er dem Duo Scheiwiller-Künzel 15 Sekunden auf den Pelz und gewann das Rennen. Künzel war zu Beginn des Rennens an Scheiwiller vorbei gezogen, musste aber später dem Druck nachgeben und bei einer Attacke des jungen Schweizers zurückstecken. Hinter den beiden hatte sich Julian Becher auf Rang vier eingenistet. Er schaute sich den Schlagabtausch der beiden zwar aus nächster Nähe an, griff jedoch nicht ein und wurde Vierter. Im Kampf um Platz fünf fand der eigentliche Krimi dieses Rennens statt. Harry Näpflin, Marcel Götz, Petr Vorlicek und Markus Volz führten einen erbitterten Kampf. Götz schaffte es im Offroad an seinem Teamkollegen Näpflin vorbei zu gehen und Rang fünf ins Ziel zu retten. Die vier überquerten die Ziellinie in einem Zeitfenster von 0,7 Sekunden. Ein eindeutiges Zeichen für pure Spannung.

Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Cyrill Scheiwiller (CH/Yamaha), 3. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 4. Julian Becher (D/Kawasaki), 5. Marcel Götz (CH/Kawasaki)



Im zweiten Rennen ging es für Hermunen um den vorzeitigen Sieg in der Meisterschaft. Der Finne verrichtete seinen Job mit Bravour und
zauberte einen weiteren Start-Ziel Sieg auf die Freiburger Bahn. Dahinter waren es wieder Künzel und Scheiwiller die sich balgten.
Ähnlich wie im ersten Lauf setzte sich Künzel schnell vor den Schweizer, um ihm gegen Ende des Rennens wieder den Vortritt zu lassen.
"Ich muss die Meisterschaftstabelle im Auge haben. Da kann ich mir gefährliche Situationen mit Cyrill als Gaststarter nicht erlauben."
Platz drei kämpften Julian Becher und Petr Vorlicek unter sich aus. Becher zeigte eindrucksvoll, dass er dem dauernden Druck des dreifachen Deutschen Meisters durchaus gewachsen ist und wurde Vierter vor Vorlicek. Die zwei lieferten sich im Offroad mehrere Überholmanöver mit entsprechendem Konter und unterhielten die Massen mit ihrem Zweikampf.

Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Cyrill Scheiwiller (CH/Yamaha), 3. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 4. Julian Becher (D/Kawasaki), 5. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki)

S1 Meisterschaftsstand nach 12 von 14 Rennen:

  1. Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 300 Punkte
  2. Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 231 Punkte
  3. Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 209 Punkte
  4. Markus Volz (#3) / KTM - 194 Punkte
  5. Julian Becher (#98) / Kawasaki - 183 Punkte
  6. Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 168 Punkte
  7. Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 154 Punkte
  8. Asseri Kingelin (#11) / Honda - 129 Punkte
  9. Jean-Marc Gaillard (#4) / Honda - 120 Punkte
  10. Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte

S2 DM - Freiburg

Mit erschreckend deutlicher Überlegenheit konnte Michi Herrmann das Zeittraining für sich entscheiden. Sein Meisterschafts-Konkurrent
Jochen Jasinski fuhr auf Startplatz zwei, musste aber eine ganze Sekunde Abstand zu Herrmann verschmerzen. Nico Joannidis und Dirk
Spaniol vervollständigten die erste Startreihe.



Auch beim Start war Herrmann der Schnellste. Er zog im ersten Lauf davon und zeigte da schon sehr deutlich, dass er nicht vor hat, sich in Freiburg in die Meisterschaftssuppe spucken zu lassen. Jasinski hatte anfangs auch kaum Gelegenheit sich nach vorne zu orientieren, da Spaniol und Joannidis ihm ordentlich auf die Pelle rückten. Weil Spaniol sich nicht gegen Jasinski durchsetzte, wagte Joannidis den Schritt nach vorne, passierte Spaniol und griff Jasinski an. Kurz vor Schluss, Spaniol hatte den direkten Kontakt schon verloren, rutschte Joannidis im großen Anlieger das Vorderrad weg. Bevor Joannidis wieder los kam, war Spaniol durch und sicherte sich den dritten Platz. Jan Deitenbach wurde, mit 22 Sekunden Rückstand auf Joannidis, Fünfter.

Lauf 1: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Dirk Spaniol (D/Suzuki), 4. Nico Joannidis (D/Husaberg), 5. Jan Deitenbach (D/Suzuki)



Den zweiten Lauf packte Herrmann wieder ganz genau so an wie den ersten. Start gewinnen und davon ziehen schien ihm die beste Alternative zu sein. Und auch dieses Mal durchkreuzte niemand seinen Plan. Jasinski folgte in relativem Abstand zum Tabellenführer und ließ seinerseits Joannidis und Spaniol ein wenig stehen. Die beiden führten nämlich erneut einen erbitterten Kampf um den dritten Platz. Doch Joannidis ließ sich nicht beirren. Im letzten Drittel des Rennens verpasste Spaniol eine Schikane und kam nur kurz aus dem Konzept. Das reichte allerdings schon, um den Druck von Joannidis zu lassen. Der zog die Flucht nach vorne vor und arbeitete sich bis auf drei Sekunden an Jasinski heran. Am Ende sicherte sich Joannidis den hart verdienten dritten Platz vor Spaniol. Jan Deitenbach und Andreas Mikkelsen balgten sich um Rang fünf. Ein Duell das Deitenbach für sich entscheiden konnte.

Lauf 2: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Nico Joannidis (D/Husaberg), 4. Dirk Spaniol (D/Suzuki), 5. Jan Deitenbach (D/Suzuki)

S2 Meisterschaftsstand nach 12 von 14 Rennen:

  1. Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 291 Punkte
  2. Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 249 Punkte
  3. Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 211 Punkte
  4. Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 203 Punkte
  5. Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 148 Punkte
  6. Frederik Erikkson (#14) / Honda - 143 Punkte
  7. Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 142 Punkte
  8. Toni Krettek (#51) / Suzuki - 128 Punkte
  9. Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 126 Punkte
  10. Morten Hagemann (#34) / Husqvarna - 118 Punkte

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Mittwoch, 29. September 2010, 09:08

Supermoto DM Finale wurde zur schlüpfrigen Angelegenheit

Michi Herrmann und Mauno Hermunen feiern dennoch ausgelassen ihre Meistertitel.


Nach einem durch und durch verregneten Samstag, musste die Supermoto DM in Großenhain am Veranstaltungssonntag vorzeitig abgebrochen werden. Die Regenschauer hielten während der Nacht und dem Vormittag an und setzten die Betonplatten-Strecke des nunmehr stillgelegten Flugplatzes, an einigen Stellen zu stark unter Wasser. Diese Tatsache verlangte nach einer wohl überlegten und konsequenten Entscheidung der Rennleitung. Leider entging den DM-Piloten dadurch die letzten Möglichkeiten das Gesamtergebnis zu beeinflussen, doch gerade die frisch gekürten Meister hatten ohnehin solide Polster.

Besonders tragisch war die Wettersituation allerdings für den Veranstalter MSC Großenhain. Schlimm genug, dass der Verein den
ursprünglich für Juni angesetzten Termin schon weitestgehend organisiert hatte und diesen dann wegen Sturmschäden in der Region
kurzfristig absagen musste. Nun fiel die neuerlich angesetzte Veranstaltung auch noch ins Wasser und zu erwartende Zuschauereinnahmen stehen aus. Im neuen Kalender der Supermoto DM steht Großenhain allerdings wieder auf der Liste. Heiko Arndt und seine Mannschaft signalisierten dadurch ihre hohe Solidarität und ihr Engagement zum Supermoto-Sport, was hoffentlich zur Einhaltung des geplanten Termins führen wird.

Hier der Beitrag des MDR Fernsehen.

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