Hallo Leute,
ich habe der Pia auch mal ne mail geschrieben, die vom A.Hofmann besucht worden ist. Sie hat geschrieben, dass sie sich sehr über die mails freut, was ich mir auch gut vorstellen kann. Vielleicht hat der eine oder andere ja auch Lust, ihr ein wenig Mut zu machen?!
Infos zu ihr findet Ihr auf der Seite von
www.alex66.comanbei noch ein Text, den sie mir mitgeschickt hatte, ganz unten dann ihre e-mail-Adresse.
Gruß
RT
Viele Fragen zu einem wichtigen Thema
Was heißt Transplantation?
Was kann transplantiert werden?
Wie viele Leute warten auf Organe? Wie viele Spender gibt es?
Wie kann ich Spender werden?
Was passiert, wenn ich Organspender bin?
Transplantationen, kurz TX genannt, bedeutet allgemein die Verpflanzung von Zellen, Gewebe oder Organen. Hier geht es speziell um Organe. Mit den heutigen medizinischen Kenntnissen und hochentwickelten Geräten können fast, die Betonung liegt auf fast, alle Organe transplantiert werden.
Dazu gehören am häufigsten Herz, Lunge, Leber und Niere. Weniger oft wird die Bauchspeicheldrüse transplantiert, weil es zur Zeit wenig Erfahrung damit gibt. Ein Mensch kann zur Not mit einer Niere leben das heißt, das die gesunde Niere die Funktion von der kaputten mit aufnimmt. Außerdem wird bei Nieren auch schon eine Lebendspende vorgenommen. Lebendspende bedeutet, dass einem gesunden Menschen eine Niere entnommen wird und einem Anderen, der auf eine Niere wartet transplantiert wird. Dies geschieht meistens nur in familiären Kreisen. Man kann die Leber eines Spenders auch teilen und zwei Empfängern transplantieren. Das Stück was die Leber dann zu klein ist wächst mit der Zeit nach. Menschen die also auf eine Leber oder Niere warten haben deshalb größere Chancen relativ schnell an ein Organ zu kommen.Bei Herz und Lunge sieht das schon ganz anders aus, niemand kann mit einem halben Herz leben und man kann eine Lunge auch nicht teilen. Das heißt wenn man es klar und deutlich ausdrücken will, dass für jeden der auf eine Lunge oder ein Herz wartet eine Person sterben muss. Dieser Mensch würde so oder so sterben vielleicht weil er einen Unfall. Er hätte sich aber dazu entschieden, nach seinem Tod anderen Menschen vielleicht ein neues Leben zu schenken.
Das Problem bei der Sache ist, dass nicht jeder Mensch automatisch Spender ist, wie es zum Beispiel in Belgien oder Frankreich der Fall ist. Nur eine sehr geringe Anzahl der Deutschen haben einen Spendeausweiß ausgefüllt und tragen ihn auch immer in der Geldbörse bei sich. Es beschäftigen sich auch nur sehr wenige Leute mit dem Thema „Organspende“ weil viele gar nicht richtig Bescheid wissen. In Deutschland warten rund 12000 ältere und vor allem junge Menschen, teilweise unter 20 Jahren, auf ein Organ. Allerdings wurden im Jahr 2004 nur ca. 3500 Organe transplantiert. Das gibt doch zu denken, oder??? Was passiert mit den 8500 weiteren Menschen die auf eine Transplantation warten ? Und mit denen die jedes Jahr neu dazu kommen?
Jeder kann Spender werden indem er einen Organspendeausweis ausfüllt und bei sich trägt. Dieser Ausweis ist eine Willenserklärung, die den nahen Angehörigen im Falle des Todes eine Entscheidung abnimmt. Man selbst kann aber auch sicher sein, dass in diesem Fall der eigene Wille berücksichtigt wird.
Wenn ein Mensch als Organspender in Frage kommt und bereits im Sterben liegt, dürfen egal wie schlecht es um ihn steht, erst nach schriftlicher Bestätigung des Hirntodes Organe entnommen werden. Der Hirntod tritt mit dem Stillstand der Hirndurchblutung ein, darauf folgt dann der Atemstillstand und schließlich der Tod. Mit der modernen Intensivmedizin ist es jedoch auch möglich die Körperfunktionen wie Atmung und Kreislauf so lange aufrecht zu erhalten bis die Organe entnommen werden dürfen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Patient allerdings aufgrund des unwiderruflichen Ausfalls des Gehirns, als Steuerungszentrale aller Organe, bereits Tod.
Die Feststellung des Todes ist an ein aufwändiges Verfahren gebunden. Dazu müssen zwei Ärzte, die nichts mit der Transplantation zu tun haben und somit eine gewisse Unparteilichkeit garantieren, unabhängig voneinander den Tod feststellen. Diese Feststellung ist an das Ausbleiben bestimmter Körperfunktionen, wie z.B. Reflexen, gebunden. Erst danach dürfen Organe zur Transplantation entnommen werden.
Ich möchte allen die dieses gelesen haben noch darum bitten, sich intensiv mit den Fragen
„Möchte ich anderen nach meinem Tod mit einer Organspende ein neues Leben schenken?“ und
„Möchte ich meine Organe nach meinem Tod mit ins Grab nehmen, wo sie mir nicht mehr helfen?“
zu beschäftigen und eine Entscheidung zu treffen.
Ungeklärte Fragen beantworte ich natürlich gerne.
Mail an
pia.hartmann@parkstrasse6.de mit dem Betreff: Organspende