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fastfreddie

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1

Dienstag, 28. November 2006, 13:57

Wie geht es Reinhold Roth?

hatten wir das schonmal?

jedenfals wißt Ihr ja alle daß;

Reinhold Roth 1987 und 1989 Vizeweltmeister war und 1990 mit 37 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Karriere.
Er war ganz klar Favorit für den Weltmeisterschaftstitel. In Rijeka bei einem Rennen aber kam es zu einem tragischen Unfall. Das Rennen war eigentlich schon abgesagt worden, da es stark regnete. Aber der Streckenposten hatte den Befehl nicht erhalten. Das Rennen ging weiter. Hinter einer Kuppe trödelte ein australischer Rennfahrer, Roth hat den Mann offensichtlich nicht gesehen und fuhr ungebremst mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h auf den Darren Hill auf.

Er stürzte schwer und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu, darunter ein Schädel-Hirn-Trauma. Er lag mehrere Monate im Koma. Als er das Bewusstsein wiedererlangte, war klar, dass er ein Pflegefall bleiben würde.

Dank medizinischer Hilfe und dank der aufopferungsvollen Betreuung durch seine Frau Elfriede Roth geht es ihm heute den Umständen entsprechend gut. Er lebt in dem kleinen Dorf Amtzell im Allgäu. Dort ist er auch aufgewachsen. Mit den Versicherungsgeldern hat seine Frau ein behindertengerechtes Haus gebaut und an Tagen, an dem es ihm gut geht, kann er einfache Fragen beantworten und kurze Gespräche führen. Sein Mut und die Kraft seiner Frau sind bewundernswert.
(Text SWR)
wißt Ihr auch daß,

er der letzte deutsche an der Spitze eines 500er rennen`s war?

am liebsten seine gegner auf der Bremse hergebrannt hat

der spaßigste Typ im ganzem fahrerlager war

und immer 110 prozent riskierte


unvergessen!!!!


fastfreddie

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2

Dienstag, 28. November 2006, 15:06

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

hab ich noch gefunden...
Text(JENS S. VÖHRINGER)


Es ist kurz nach zwei. Ein kalter Herbstwind weht durch
die Gemeinde Amtzell im Allgäu. In einem Wohngebiet schüttelt er die letzten Blätter von den Bäumen. Eine blaue Tafel macht dort auf den bekanntesten Bürger, einen Motorradrennfahrer, aufmerksam. »Reinhold-Roth-Str.« steht auf dem Straßenschild, das kein offizielles ist. »Wir haben das vor Jahren von Freunden geschenkt bekommen«, wird Elfriede Roth später erklären. Einige Spaziergänger sind dem Schild schon gefolgt ­ und im Garten der Roths gelandet.
Ein paar Meter weiter telefoniert dort gerade Sohn Mathias und deutet mit der linken Hand zum Hauseingang. Augenblicke später geht die Haustür auf. »Hallo«, ruft mir Elfriede Roth, eine blonde, zierliche und energische Frau zu und winkt mich zu ihr.

Das Haus der Roths ist freundlich und hell eingerichtet. Es hat viele Fenster. »Seit 1994 wohnen wir jetzt hier«, erzählt Elfriede Roth, während sie in der Küche noch zwei Gläser und einen Krug Wasser besorgt. Kurz darauf kommt sie in den großzügigen Wohnraum und setzt sich auf einen Stuhl am Esstisch. Schon immer haben sie und ihr Mann Reinhold hier im Allgäu gelebt. In Amtzell, 16 Kilometer von Ravensburg entfernt, haben sie sich 1973 auch kennengelernt. Im gleichen Jahr startete Reinhold Roths Karriere. 1978 heirateten sie.

Elfriede Roth spricht langsam und überlegt genau, was sie sagt ­ gefasst, aber gleichzeitig innerlich bewegt. Und dabei wird deutlich, dass sich die Geschehnisse von damals noch einmal in ihr abspielen. »Wissen Sie, eigentlich wollte der Reinhold damals nach der Saison oder der darauf folgenden aufhören«, blickt sie zurück. »Aber in dem Jahr ist alles schief gelaufen.«

Damals, das war 1990. Motorradrennfahrer Reinhold Roth strebte als Vize-Weltmeister in der 250 Kubikzentimeter-Klasse nach dem Titel. Das Leben der Roths drehte sich komplett um den Rennsport. Der sympathische Familienmensch Reinhold Roth war in aller Munde, in der Presse und auch im Fernsehen stets präsent. »Bei Rennen in Europa bin ich mit Mathias mit dem Wohnmobil dabei gewesen«, sagt Elfriede Roth.

Am 17. Juni, beim Großen Preis von Jugoslawien in Rijeka, ereignete sich dann die Tragödie, die das Leben der Roths für immer veränderte. Reinhold Roth fuhr ungebremst auf den hinter einer Kuppe trödelnden und überrundeten Australier Darren Milner auf. Die Diagnose bei Roth: Schädelbasisbruch, Kieferfrakturen und Gehirnblutungen. »Die ärztliche Versorgung am Unfallort war schlecht«, erinnert sich Elfriede Roth, »er war acht Minuten ohne Sauerstoff. Seine Überlebenschance lag bei zehn Prozent.«

Elfriede Roth Kämpfte dennoch weiter um ihren Mann. Weitere 14 Tage verbrachten die Roths in Rijeka, dann wurde der damals 37-Jährige zunächst nach Ravensburg und daraufhin in eine Reha-Klinik nach Burgau gebracht. Nach über einem halben Jahr erwachte ihr Mann aus dem Wachkoma. »Für die Ärzte war das ein medizinisches Wunder.« Stets hatte Reinhold Roth seine drei Jahre jüngere Frau an seiner Seite. Sie hat ihren Mann damals an Wochenenden mit nach Hause genommen, damit er die Nähe zu seiner Familie nicht verliert. »Weihnachten hat er nie in einer Klinik, sondern immer zuhause verbracht«, sagt sie. »Inwieweit er das mitbekommen hat, weiß ich allerdings nicht.« Rund zweieinhalb Jahre nach dem Unfall kam er dann endgültig zurück nach Amtzell.

»Ich kriege nie mehr den Reinhold, den ich einmal hatte«

Reinhold Roth ist auch heute noch ein Pflegefall. Seine geistigen Fähigkeiten sind eher wie die eines Kleinkinds, erklärt seine Frau. Er sitzt im Rollstuhl und ist halbseitig gelähmt. »Die rechte Seite kann er bewegen«, sagt Elfriede Roth, »doch die Koordination ist schwierig«. Zwar macht er Fortschritte, aber die sind so minimal, dass sie nur von Nahestehenden wahrgenommen werden. Doch Elfriede Roth weiß: »Er ist glücklich. Das hat er mir gesagt.« Außenstehenden erscheine ein solches Leben vielleicht nicht lebenswert, so die 50-Jährige. »Aber Reinhold lebt in einer anderen, seiner eigenen Welt. Keiner weiß, was in ihm vorgeht. Man muss sein Leben so respektieren, wie es jetzt ist.«

Manchmal, da erinnert sich Reinhold Roth an ganz bestimmte Rennsituationen von früher. »Er spricht dann beispielsweise von der Ostkurve am Hockenheimring. Es ist oft verblüffend, was er für Antworten gibt«, erzählt seine Frau. Und wenn dann einmal ein Rennen im Fernsehen läuft und man ihn am Ende fragt, wer denn gewonnen hat, antwortet er: »Ich!« Doch es gibt Tage, an denen er seine Frau oder seinen Sohn einfach nicht erkennt. Aus dem Nebenraum meldet sich Reinhold Roth kurz zu Wort. »Reinhold, hörst du uns?«, ruft ihm seine Frau zu. Dann wird es nebenan wieder still.

»Eigentlich wollten wir nach Reinholds Karriere ein normales Leben führen. Ein Haus bauen, noch einige Kinder haben«, beschreibt Elfriede Roth die damaligen Pläne. Und nach dem Unfall habe sie fest daran geglaubt, dass sie mit ihrem Mann wieder so leben könne wie vor dem Unfall. »Nun kann ich mit ihm leben, aber doch nicht mehr so, wie ich es mir vorgestellt habe«, sagt Elfriede Roth. »Ich kriege nie mehr den Reinhold, den ich einmal hatte.« Dennoch: »Wir zwei hatten damals schon so viel erlebt wie andere mit 80 noch nicht.«

Den Motorradsport verfluchen will Elfriede Roth aber auf keinen Fall. »Das war Reinholds ein und alles. Ich hätte ihm den Sport vielleicht ausreden können, aber was hätte es genützt, wenn ich einen unglücklichen Mann gehabt hätte.« War es Schicksal? »Ja, sicher«, sagt sie. »Der Weg eines Jeden ist vorherbestimmt.« Wichtig sei, wie man damit umgeht: »Man kann entweder den Kopf in den Sand stecken oder das Beste aus der Situation machen.«

Elfriede Roth entschloss sich für Letzteres und kümmerte sich so aufopferungsvoll um ihren Mann, dass sie selbst Schaden nahm: »Das ging an die Substanz, auch psychisch. Vor zwei Jahren war ich schwer krank und acht Wochen lang im Krankenhaus.« Es wurde ihr einiges klar. »Es hätte niemandem etwas gebracht, wenn mir etwas passiert.« Daraufhin beschloss sie, einiges zu ändern. Mittlerweile hat ihr Mann fünf Pflegerinnen, die sich um ihn kümmern.

Für sie sei das eine große Erleichterung. Und der Weg zurück in ein eigenes Leben gewesen. »Das habe ich jahrelang nicht gehabt. Ich lebe mein Leben jetzt so gut ich kann, ohne schlechtes Gewissen«. Zweimal in der Woche arbeitet sie im Einkauf im Einzelhandel. Und auch abends spontan Essen gehen ist nun kein Problem mehr. Ihr Mann sei ja jetzt optimal betreut. »Außerdem hat er früher einmal gesagt: ›Wenn es dir gut geht, geht es auch mir gut.‹«

»Mein Ziel ist es, Reinhold das Leben so angenehm wie möglich zu machen«, sagt Elfriede Roth. Sie versucht ihn auch so gut wie möglich zu schützen. Dazu gehört, dass sie nach wie vor den Wunsch hat, dass von ihrem Mann keine Fotos gemacht werden. Sie selbst will ebenfalls nicht abgelichtet werden.

Ihr Mann habe mittlerweile wieder einen geregelten Tagesablauf und Rituale, und das sei auch eine Lebensqualität. Jeden Morgen steht er um halb acht auf und wird dann bis halb acht abends beschäftigt. Krankengymnastik, logopädische Therapie sowie Ergotherapie stehen auf dem Programm. Auch viele so selbstverständliche Dinge wie Rasieren oder Zähneputzen erfordern beim einstigen Motorrad-Heroen heute höchste Konzentration. Gerne isst Reinhold Roth und sagt auch schon einmal, dass er Kaffee und Kuchen will. Anderes kann er hingegen nicht mitteilen. Beispielsweise, dass er müde ist und ins Bett will.

Es sei nie einfach gewesen in den vergangenen 16 Jahren, erklärt Elfriede Roth. Weder für sie noch für ihren Sohn Mathias, der 1990 sechs Jahre alt war. »Er hat seinen Vater nie so lieben können wie andere Kinder. Er hätte gerne mal mit ihm Lego gespielt. Das hat er einmal gesagt.« Das ging aber nie. Durch die Zeit, die seine Mutter bei seinem Vater verbrachte, kam der Sohn oftmals zu kurz. Dennoch habe Mathias es verstanden, auch wenn es schwer war. »Es gab Zeiten, da haben wir beide geheult«, sagt Elfriede Roth.

»Ich lebe mein Leben jetzt so gut ich kann, ohne schlechtes Gewissen«

Im behindertengerecht eingerichteten Zimmer von Reinhold Roth stehen Dutzende Pokale. Es ist trotzdem nur ein kleiner Teil seiner Trophäen. Die restlichen sind anderweitig verstaut, sagt Elfriede Roth. Mit Mütze und dick eingepackt sitzt der 53-Jährige in seinem Rollstuhl, bereit, draußen noch die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu nutzen. Reinhold Roth lächelt. Er erwidert das »Hallo«. Aufmerksam bewegen sich seine großen blauen Augen: von links nach rechts und von oben nach unten. Auf Geräusche reagiert er. »Er bekommt alles mit«, sagt eine seiner Pflegerinnen. Sein Händedruck ist kräftig. »Loslassen, Reinhold«, sagt die Betreuerin nach einigen Sekunden. »Und nun die Hand auf die Brust«, ergänzt Elfriede Roth. Ihr Mann folgt den Anweisungen. »Wir arbeiten therapeutisch mit ihm und nicht für ihn«, erklärt Elfriede Roth, die darin auch den Schlüssel für die Fortschritte sieht.

»Ich sage ihm oft ›Du bist ein Papagei‹«, lächelt Elfriede Roth. Denn ihr Mann spricht viel nach. Auch bevor er dann nach einem weiteren kräftigen Händedruck raus an die frische Luft gebracht wird. An dem Straßenschild vorbei, auf dem sein Name steht. (GEA)




biboty

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3

Dienstag, 28. November 2006, 15:34

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Oh Mann...da bekomme ich eine Gänsehaut nach der anderen.
Vielen Dank dafür,das du diesen Bericht rausgesucht hast.

Dazu kann man kaum etwas sagen...so ist das Leben.

LG Sabine

fastfreddie

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Dienstag, 28. November 2006, 15:46

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

ja ich weiß..-das is auch beabsichtigt.
wir vergessen viel zu oft wie gefährlich diese ganze rennfahrer-rei ist. wir sollten öfter mal daran denken.



biboty

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5

Dienstag, 28. November 2006, 15:52

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Die Jungs wissen,worauf sie sich einlassen,denke ich.

Und sie könnten nicht fahren,wenn sie ständig nur an die ganzen tragischen Unfälle denken würden.

Aber trotzdem...so als Rennsport-Fan sollte man das nicht vergessen....

fastfreddie

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6

Dienstag, 28. November 2006, 15:58

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

sicher..
da kannste nich ständig dran denken..
mann solls nur nicht vergessen.

wer weiß was geworden wäre.. der reinhold hätte leicht der letzte deutsche 250er weltmeister werden können!

Meise

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7

Dienstag, 28. November 2006, 16:02

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Jaja, der "gute alte Jointie! Habe den Reinhold mal bei einem DM-Lauf kennengelernt. Ein SUPER-TYP! Schade, daß er so in Vergessenheit geraten ist!
Aber vielleicht liest er ja hier im Forum?!

"Reinhold, die RICHTIGEN Fans und die Menschen, die dich einmal persönlich kennenlernen durften haben und werden dich nie vergessen!

Viele Grüße an Dich und Deine Familie!"

mfg Meise


fastfreddie

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8

Dienstag, 28. November 2006, 16:08

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

seit ihr mal mit ihm zusammen in einer Klasse gestartet?

Schmitti

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9

Dienstag, 28. November 2006, 16:22

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Moment, was heißt denn Vergessen? So einmal im Jahr wird hier immer ein Thread über ihn aufgemacht! Leider wird öffentlich nichts mehr gebracht. Ich hatte es schonmal geschrieben. Ich habe vor einigen Jahren auf einem der Dritten Programme (Südwest glaube ich) eine klasse Reportage über ihn gesehen. War sehr gut aufgearbeitet. Leider ist er vor meiner Zeit gefahren, daher kenne ich ihn nicht aus aktiver Zeit, aber vergessen werde ich ihn trotzdem nicht!

Meise

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10

Dienstag, 28. November 2006, 16:33

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

In Antwort auf:

seit ihr mal mit ihm zusammen in einer Klasse gestartet?




Nein, da er sporadisch mal bei DM-Läufen fuhr, und wir im OMK-Pokal aktiv waren.
mfg Meise

-Jester-

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11

Dienstag, 28. November 2006, 16:45

Re: Wie geht es Reinhold Roth?


June

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12

Dienstag, 28. November 2006, 17:00

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Früher gab es doch immer am Saisonende eine Veranstaltung im Allgäu für Reinhold Roth, bei der auch etliche deutsche Fahrer erschienen sind. Davon habe ich aber auch schon einige Jahre nichts mehr gehört? Gibt es die noch? Da wurde versucht, ein bißchen Geld für die Roths zu sammeln. Wäre schade, wenn das eingeschlafen wäre.


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13

Dienstag, 28. November 2006, 17:02

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

In Antwort auf:

Leider ist er vor meiner Zeit gefahren, daher kenne ich ihn nicht aus aktiver Zeit, aber vergessen werde ich ihn trotzdem nicht!




das is aber schade...
ich werd nie vergessen wie er den Shimizu in brno in der letzten Kurve hergebrannt hat...
-und dann gabs die deutsche nationalhymne

fastfreddie

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14

Dienstag, 28. November 2006, 17:07

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

In Antwort auf:

Früher gab es doch immer am Saisonende eine Veranstaltung im Allgäu für Reinhold Roth, bei der auch etliche deutsche Fahrer erschienen sind. Davon habe ich aber auch schon einige Jahre nichts mehr gehört? Gibt es die noch? Da wurde versucht, ein bißchen Geld für die Roths zu sammeln. Wäre schade, wenn das eingeschlafen wäre.






ich war da zweimal dort..
weiß auch nich was damit geworden is..
hab jetzt auch nix drüber gefunden

topschrott

Ehrenuser

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15

Dienstag, 28. November 2006, 18:10

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Tja, das ist der Held der sich Freitags beim GP-Training das Schlüsselbein bricht und Sonntags beim Rennen aufs Treppchen fährt und 3ter wird, das war einmalig!!

Wir werden ihn NIE vergessen.

torstenschmidt

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16

Mittwoch, 29. November 2006, 23:08

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Hallo aus der Rennstadt Frohburg !

Ich finde es sehr schön, das ihr dieses Thema aufgreift. An diesen Mann kann man nicht genug erinnern. Leider habe ich ihn nie persönlich kennengelernt, immer nur im Blickpunkt Sport im bayrischen Fernsehen gesehen. Da wurde damals noch über den Grand Prix Sport berichtet.

Ich werde nie das Rennen in Brno 1989 vergessen, als er nach einem packenden Kampf den Japaner Masahiro Shimizu um eine tausendstel Sekunde schlug. Ich war damals auf der C Tribüne und in der letzten Runde fielen die Lautsprecher aus. Keiner auf der Tribüne wusste, wie das Rennen ausgegangen war. Auslaufrunde, wir sahen nach links auf die Brücke... und dann kam Reinhold, stellte sich in die Rasten und schlug die Arme zur Siegespose in die Lüfte, die Tribüne, seit jeher in deutscher Hand ( West wie Ost ) begann zu toben.Ein Sturm des Jubels brach los. Ich habe vor Freude gleichzeitig geschrien , getobt, geweint. Ich bekomme selbst jetzt beim schreiben noch eine Gänsehaut. Und dann freuten wir Ossis uns, die Deutschlandhymne zu hören. Leider war aber die Lautsprecheranlage an der C Tribüne immmer noch defekt. Nicht wenige meinten damals, das die kabel die Stasi zerschnitten hatte.

Aufgrund seiner vielen Sympathien stellt sich vielen unbewußt die Frage, warum ausgerechnet er ? Aber so kann man selbstverständlich nicht argumentieren. Seinen schrecklichen Unfall habe ich im übrigen im DDR 2 Fernsehen gesehen. Im West TV hatte man den Crash nie gezeigt.
Der Bericht begann mit Startaufstellung , Kurven vor dem Unfall, man sah ihn noch fahren, dann wurde dieser Australier eingeblendet, weil er so langsam fuhr. Die Gruppe fuhr ran, Cadalora, Kocsinski, Cardus, Bradl, Wimmer konnten gerade noch so ausweichen, der Reinhold prallte voll in den Millner rein, flog meterhoch durch die Luft und schlug übel in die Strohballen ein. Es dauerte eine Ewigkeit, eh ein Dokotor an der Stelle war. Da werden Sekunden zu Minuten , Minuten zu Stunden. Ich habe einfach vor dem Fernseher gesessen und geheult , minutenlang.
Ich habe mir dann immer , wenn Reinholds Zustand über die Medien erläutet wurde bei meinem Vater ( damals noch in Dienst als Chirurg und Rennarzt) Rat geholt, ob denn Hoffnung auf Besserung (vollst.Genesung) bestünde. Tja , er hatte damals leider recht.Es wird ein Pflegefall werden. Jeden Zeitungsausschnitt habe ich aufgehoben, jeden TV Auftritt Elfriede Roths auf Video aufgezeichnet. Die Zeitungsausschnitte habe ich gesammelt, im jahrbuch von 1990 von Friedemann Kirn, da stecken sie drin. Lese ich heute noch ab und zu...

Also noch mal vielen dank, das ihr den Reinhold nicht vergessen habt, ich werde ihn nie vergessen.

in diesem Sinne bis denne
Torsten

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17

Donnerstag, 30. November 2006, 10:47

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

hi Torsten.
sehr schön geschrieben.
ich war damals auch in brno auf der c-tribüne..
wenn ich deinen text lese sehe ich alles wieder vor mir!

topschrott

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18

Donnerstag, 30. November 2006, 18:27

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

Hallo,

Der Crash wurde damals schon gezeigt sogar von verschiedenen Kameras wurde er eingefangen.

Sollte man sich aber nicht antun.


topschrott

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19

Donnerstag, 30. November 2006, 18:50

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

So....... mal schnell paar Autogrammkarten von ihm
rausgesucht!



fastfreddie

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20

Freitag, 1. Dezember 2006, 10:34

Re: Wie geht es Reinhold Roth?

wo haste Dir denn die Autogramme geben lassen?..
die letzte hab ich auch..
-meine dahamlige Freundin hat sich sogar den shoei-helm in Roth-design gekauft.. der war damals schweine teuer..

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