...von wegen Steve is ne Pfeife
Quelle: Fanclubservice
Florenzo Caponera, der italienische Teamchef von Aprilia Pilot Steve Jenkner, will 2005 mit seinem Schützling die Weltmeisterschaft in der Klasse bis 250 ccm bestreiten. Steve gehört inzwischen zu unserer Familie, sagt Caponera, der das Experiment aber nur wagen will, wenn Steve zumindest um Platz zehn mitfahren kann. Wir wollen Steve bestmögliche Voraussetzungen bieten und erstklassige Fahrwerksspezialisten bereitstellen. Er soll soviel er will Testmöglichkeiten erhalten, eine gute Wintervorbereitung für die kommende Saison. Die Zusage auf eine 250er Aprilia mit Werkskit liegt uns bereits vor. Deshalb brauchen wir dreimal so viel Geld wie für die 125er, erklärte sein Teamchef gegenüber der Presse. Allerdings sind die Zeiten um größere Beträge aufzutreiben, im Moment alles andere als ein Kinderspiel. Wir rechnen mit einem Budget von einer Million Euro, aber das wird schwierig. Zwar wolle WM-Vermarkter Dorna etwas Geld beisteuern, weil der deutsche TV-Markt wichtig ist, aber ich rechne nicht mit einer großen Summe, so der Italiener vor seiner Abreise von Malaysia nach Europa. Der Teamchef wird am kommenden Wochenende auf den Australien GP verzichten und den europäischen Geldgebern das Jenkner- Projekt 2005 vorstellen. Sein erster Weg führt Ihn zu Italiens Generalimporteur des österreichischen Fruchtsaftgiganten Rauch, der als Hauptsponsor des Teams 2004 fungierte. An den fahrerischen Qualitäten des Sachsen zweifelt der Italiener nicht, obwohl Steve 2004 als Titelaspirant gestartet war und er derzeit nur Rang acht in der WM-Wertung belegt. >>Wir machen Steve keine Vorwürfe. 50 Prozent des Erfolges machen Motorrad, Reifen und Team aus, die restlichen 50 Prozent bilden der Fahrer und das Glück. Doch das Glück hat uns dieses Jahr völlig verlassen. Die 250er ist eine technische Kategorie, die dürfte Steve noch besser liegen.