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1

Montag, 18. April 2005, 13:39

Sete und die Taktik

Es wurde hier schon geschrieben, da schließe ich mich auch gern an.

Sete ist einer der schnellsten Fahrer überhaupt, wann bringt ihn jemand darauf, dass er jetzt an der Stufe angekommen ist, wo man "tough"e Rennen nur mit Hirn gewinnen kann.

Für mich ist das jedenfalls wieder ein taktischer Fehler gewesen. Vielleicht sollte er sich mal mit Ross "the Brain" von Ferrari in Verbindung treten, der hätte ihm sicher das Richtige empfohlen.

Im ersten Rennen hätte er es so machen müssen, wie dieses Mal und in Estoril hätte er Barros ruhig vorfahren lassen können, der war schnell genug. Dann wäre er ohne Risiko eben 2. geworden, na und?

Klare taktische Fehler, echt enttäuschend!! und ich wiederhole mich: "Sete muß lernen"!

2

Montag, 18. April 2005, 13:44

Re: Sete und die Taktik

Du hast da voll und ganz auch meine Stimme!!!!

Liebchen

unregistriert

3

Montag, 18. April 2005, 18:23

Re: Sete und die Taktik

"In Estoril hätte er Barros ruhig vorfahren lassen können, der war schnell genug. Dann wäre er ohne Risiko eben 2. geworden, na und?"

- schön und gut, so weit die Theorie. Aber hätte Sete das wirklich getan, wäre ihm (wohl nicht nur hier) von manch einem wieder vorgeworfen worden, er sei kein "richtiger" Fighter, so nach dem Motto "der Zweitplatzierte ist der erste Verlierer", oder?


4

Montag, 18. April 2005, 18:48

Re: Sete und die Taktik

Rennen fahren besteht immer aus Risiko, das macht das Ganze ja erst interessant, aber man muß relativ schnell das Richtige tun und das muß man im Rennen umsetzen (können).

Er hätte doch dann in den letzten beiden Runden gern den Barros angreifen können, da stimmt die Welt doch wieder, doch wenn man die ganze Zeit nur immer an Rossi denkt, dann bleibt nicht viel Denkkapazität übrig, fahren muß er ja auch noch.

Auch wenn es leicht dahergeredet ist, aber es sieht für mich nun mal so aus, dass es nicht gerade clever war.
Gedanken hat er sich ja gemacht, das hat er ja selbst gesagt, nur in die falsche Richtung bei diesen Bedingungen.

Taktik entscheidet fast in jedem Sport, wo minimale Unterschiede eine Rolle spielen, über Gewinner und Verlierer und ich erlebe es komischerweise gerade in diesem Sport häufiger, dass es nicht so dolle ernst genommen wird.

Daher kommt auch dieser Thread, er muß sich einfach mal mit Leuten hinsetzen, die etwas von der Renn-Analyse verstehen und die einzelnen Stärken und Schwächen der anderen Fahrer durchleuchten.

Ich hätte so jemanden an meiner Seite, gerade auf dem Niveau einer Weltmeisterschaft, da erwarte/brauche ich sowas eigentlich. Ein Mann/Frau, die sich NUR damit befassen.

Das kann man auch gern auf die 125er projezieren, wenn 10 Leute um ein Podium kämpfen, da muß man vorher wissen, was man macht und nicht erst im Rennen über Taktik nachdenken und diese Flexibilität muß man eben erlernen oder man ist ein intelligenter Fahrer, der einfach aus dem Bauch heraus meistens das Richtige tut,

so wie Valentino Rossi!

Der Vergleich zu Ferrari ist da ein gutes Beispiel, da wird es auch transparent, wie damit umgegangen wird.

Jochen

* Ich gebe mir einen Namen *

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5

Montag, 18. April 2005, 19:04

Re: Sete und die Taktik

Es steht aber fest, dass Sete schön öfters diesen Fehler begangen hat! Er ist kein guter Taktiker und hat dadurch sicher einige Punkte liegen gelassen. In diesem Rennen kann man ihm das aber nicht vorwerfen, finde ich. Es sind mehrere Piloten gestürzt und das auch ungefährdet. Die Bedingungen waren halt unberechenbar. Ein richtiger fetter Regen hätte wohl allen besser gepasst.

Jochen

6

Montag, 18. April 2005, 19:16

Re: Sete und die Taktik

klar Jochen!!
hätte ja auch funktionieren können und dann wäre er als Held gefeiert worden, da er zurückgeschlagen hat und das auf die sportliche Art.

Ich sage auch nur, dass sich Sete hier vielleicht was einfallen lassen sollte, denn für mich war "letzte Runde, letzte Ecke" einfach ein klassischer Anfängerfehler, auch wenn es dann zu einer vielleicht zweifelhaften Situation gekommen ist, aber es hätte einfach gar nicht erst dazu kommen dürfen!

Die Bedingungen in Estoril waren sicher total ätzend, aber er sagt selbst, dass er einen Fehler gemacht hat und ich bin nur der gleichen Meinung.

Hausaufgaben einfach nicht gemacht, es gibt sicher einige Videos, die diese Hausaufgaben ermöglicht hätten.
für Jerez => Doohan / Criville



NormiSupastar

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7

Montag, 18. April 2005, 21:42

Re: Sete und die Taktik

Naja... dass mit dem Stürzen das kann passieren, gerade bei solchen Bedingungen. Das war aber auch wirklich der einzige Fehler, den Sete in diesem Rennen gemacht hat, und der wurde knallhart bestraft. Vale war öfters mal neben der Linie und einmal auch ganz knapp vorm Sturz, hatte aber Glück, Sete hatte es diesmal nicht. Und das mit dem taktisch fahren... das ist verdammt schwer bei solchen Bedingungen. Wenn man 8 Sekunden Vorsprung hat, kann man, wenn man es zu langsam angehen lässt, schnell mal 3 oder 4 Sekunden bei solchen Bedingungen verlieren. Naja... dann dauert's zwei oder drei Runden, dann hat sich das mit dem taktisch Fahren erledigt. War halt einfach Pech... und was Vale angeht, kann man ja auch nicht von taktisch Fahren reden... zumindest in den letzten drei Runden.
Zur Regel an sich hab' ich ja auch meine eigene Meinung... ich find sie einfach gesagt nur scheiße... teilweise steht ja auch gar nicht's festgeschrieben... wie beispielsweise mit den Flaggen. Einmal im Rennen gezeigt darf immer das Motorrad wechseln, oder nur wenn sie gezeigt werden... dann werden sie da gezeigt... dort wieder nicht... einfach nur alles schwachsinn. Sinn hätte es gehabt, wenn man ein Rennen, bei dem es wahrscheinlich ist, dass Regen kommen könnte, dieses als "Wet Race" vorher zu kennzeichnen.

Rose Tattoo

unregistriert

8

Montag, 18. April 2005, 22:22

Re: Sete und die Taktik

Wenn man gesehen hat, wie die bei den Bedingungen gefightet haben, dann kann man wirklich sagen, dass die Glücklicheren durchgekommen sind.

Andersherum gesehen kann man auch sagen, dass Rossi es sehr gut versteht unter schwersten Bedingungen eine gute Taktik parat zu haben, da ist man schon manches Mal von den Socken gewesen und ich empfinde es als große Stärke Rossi´s.

xxxxxxxx
Ich kann mich da an eine Situation auf dem alten Hockenheim-Ring (kleiner Kurs) erinnern. Da hatten einige Fahrer im Junior-cup am Abend lange darüber gesprochen, wo man taktisch am Besten beim Start in die erste Kurve fährt. Ich hatte dann empfohlen, dass sie sich einfach bei den ersten Rennen am Sonntag an die erste Kurve stellen sollten, dann bekommen sie einen Eindruck und können ihre eigenen Überlegungen überprüfen.
Es war interessant, wie unterschiedlich die Meinungen waren und was nach der Analyse am nächsten Tag gedacht wurde.

Will damit nur sagen, dass eine Analyse sehr interesante Ergebnisse bringen kann, obwohl man aus dem Bauch heraus etwas anderes empfindet, wollte also nicht das Niveau der WM vergleichen.

Itzelberger

unregistriert

9

Montag, 18. April 2005, 23:21

Re: Sete und die Taktik

In Antwort auf:


in Estoril hätte er Barros ruhig vorfahren lassen können, der war schnell genug. Dann wäre er ohne Risiko eben 2. geworden, na und?





Das denke ich nicht. Er hätte das gleiche Risiko gehen müssen, denn nach der 2 kommt die 3. In dem Fall waren das Vale/Max. ich glaube kaum daß man "taktisch" vor den beiden herfahren kann.

Nein, ich denke Sete musste schon alles geben. Dabei hatte er eben Pech.

Beiträge: 403

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10

Mittwoch, 20. April 2005, 18:27

Re: Sete und die Taktik

Zum glück kommen noch ein paar rennen, und man sollte nicht vergessen auch Rossi ist 2004 dann und wann untaktisch gefahren und dabei gestürzt.
Kaum jemand hat ihn dafür vorwürfe gemacht ,Manuel "Sete" Gibernau dagegen hat mittlerweile die halbe Welt (+presse ,tolle Bildzeitungsrede Herr Wiesinger ,bin sicher sie könnten es besser? ) gegen sich.

Ich denke Gibber wollte Rossi so viel zeit wie möglich abjagen, um ihm für Jerez einen Denkzettel zu verpassen. Das ist leider nach hinten los gegangen. Sicher wäre das vermeidbar gewesen.

Nur sagt sich das hinterher und von außen immer Leicht!!!


markus_46

unregistriert

11

Mittwoch, 20. April 2005, 18:46

Re: Sete und die Taktik

ich teile die meinung mit highsider!sete weiß am besten das er ein fehler gemacht hat und das passiert ihm nicht nochmal.mit so einem großen vorsprung verliert er kein zweites mal!

12

Mittwoch, 20. April 2005, 19:08

Re: Sete und die Taktik

In Antwort auf:

ich teile die meinung mit highsider!sete weiß am besten das er ein fehler gemacht hat und das passiert ihm nicht nochmal.mit so einem großen vorsprung verliert er kein zweites mal!




Bin zwar Rossifan aber auch ich teile diese Meinung!!

Fischi

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13

Donnerstag, 21. April 2005, 09:31

Re: Sete und die Taktik

Ich kann Sete auch nicht wirklich verstehen, das sollte man von Vale doch schon längst gelernt haben wie man so ein Rennen taktisch nach hause bringt...es ist doch allemal besser jemanden vor sich zu haben der quasi die Strecke bereitet und dem man dann erst kurz vor dem Schluss zeigt was ´ne Harke ist....

Und von wegen das passiert Sete nicht nochmal...wie oft hat er es denn schon geschafft in Führung liegend bei schwierigen Bedingungen zu viel zu wollen...fünfmal? sechsmal?....
Gerade bei solchen Bedingungen ist Sete Wetter angesagt...nur mit der Taktik und ´nem kühlen Kopf klappts beim ihm wohl nie mehr..

racer100

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14

Donnerstag, 21. April 2005, 12:38

Re: Sete und die Taktik

Ich find sie immer wieder köstlich, diese Klugscheißerei nach einem Rennen. Hätte Gibernau gewonnen, hätte ihn alle Welt gelobt für seine tolle taktische Leistung, nach dem Motto "er hat gemerkt, was ging und ist gleich vorn weg gefahren, toll" usw. Gibernau konnte gut vorlegen und ist weg fahren. Das hätte wohl jeder Rennfahrer so gemacht. Was hätte er besser machen sollen, immerhin rückte Barros näher. Soll er plötzlich eine Sekunde pro Runde langsamer fahren nur um ihn vorbei zu lassen oder wie? Einer muss ja schließlich vornweg fahren.

Wieviele Rennen gab es nicht schon,bei denen ein Fahrer unter Ausnutzung widriger Rennbedingungen Rießaus nahm und gewann oder eben auch stürzte.
Wie toll wurde zum Bsp. Jenkners Leistung kommentiert, als er in Assen oder in Suzuka jeweils im Regen vornweg fuhr als würden seine Konkurrenten alle nur auf Eiern unterwegs sein (dass er in Japan damals mit einer Reifenpanne ausfiel war tragisch). Er hätte auch stürzen können - dann hätten wieder alle abgewunken und müde über ihn gelächelt, so aber war er ein Held.

Tragik und Erfolg liegen im rennsport nun mal dicht beieinander.

15

Donnerstag, 21. April 2005, 13:58

Re: Sete und die Taktik

In Antwort auf:


Tragik und Erfolg liegen im rennsport nun mal dicht beieinander.




Korrekt. Aber hat nicht Sete selbst gesagt, sein einziger Fehler sei gewesen, dass er das Rennen angeführt habe und nicht auf Nummer sicher gegangen sei und hinter z.B. Barros herfur? Das klingt schon so, als ob er sich nicht (nur) über den Sturz an sich, sondern auch über die Art und Weise wie er das Rennen taktisch anging ärgern würde.
Natürlich hast Du recht, hätte er gewonnen wäre er der Held gewesen. Aber er will doch nur Weltmeister werden ... kein Held, oder? Am Ende wird er wieder nur der tragische Held.
Sete muss begreifen, dass er kein Rossi ist. Wenn er das realisiert, akzeptiert und sich auf die Stärken von sich und seinem Team konzentriert, dann kann er den Rossi diese Saison schlagen. Allerdings ist dieser eine Sturz schon ein herber Rückschlag und bringt nur noch mehr Druck.
Vielleicht kann's ja Barros für Honda richten? Da glaub ich nicht wirklich dran ...

Gruss an alle,

Sven

16

Donnerstag, 21. April 2005, 14:42

Re: Sete und die Taktik

In Antwort auf:

In Antwort auf:



Sete muss begreifen, dass er kein Rossi ist. Wenn er das realisiert, akzeptiert und sich auf die Stärken von sich und seinem Team konzentriert, dann kann er den Rossi diese Saison schlagen.





sehr gut beschrieben, meiner Meinung nach ist das genau der Knackpunkt, powerslide.

racefan

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17

Donnerstag, 21. April 2005, 14:52

Re: Sete und die Taktik

Hey racer100, ich bin froh, dass es hier auch noch ein paar Normalo's wie Dich gibt!

An den Rest: fahrt mal selbst ein Rennen und hinterher überlegt ihr Euch mal was ihr hier so für ein Taktikgeschwafel abliefert. Nach einem Rennen sieht die Welt nähmlich immer ein bischen anders aus, doch beim Fahren bleibt keine Zeit endlos über die richtige Entscheidung zu philosophieren.
Wie racer100 schont sagt, gehts gut bist du der Held, gehts schief haben es alle besser gewusst.

18

Donnerstag, 21. April 2005, 15:09

Re: Sete und die Taktik

und solche Leute wie Du racefan sind schuld, dass sich einige nicht zu Wort melden, weil sie als "nicht normal" hingestellt werden, das braucht kein Mensch.

Überleg mal, wem Du damit ein Gefallen tust, Dir sicherlich nicht, wenn Du ein Renn-Fan bist. Schließlich soll es doch so sein, dass man darüber diskutiert und mir würde jedenfalls nicht einfallen, so etwas in ein Thread zu schreiben, wenn ich an Gesprächen interessiert bin und das bist Du doch allgemein, oder!?

racefan

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19

Donnerstag, 21. April 2005, 15:27

Re: Sete und die Taktik

Hoaxx, Du musst nicht beleidigt sein!
Ich finde es halt nur gut, dass es auch ein paar Leute gibt die nicht ständig nur "Rossi ist der beste und der Rest lernt's nie" predigen. Es ist leicht, den Besten ständig in den Himmel zu loben, doch nebenbei sollte man den Blick für die Realität nicht verlieren. Motorradrennen bestehen aus mehr als nur den Siegern!

20

Donnerstag, 21. April 2005, 15:48

Re: Sete und die Taktik

eben racefan, ganz meiner Meinung! hab mich beruhigt

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