Freundlichkeit und respektvoller Umgang anderen gegenüber *WinkmitdemZaunpfahl* zahlt sich meistens aus. In meinem Lieblingsforum fragt ein User, ob jemand ihn mit nach Assen nehmen könnte. Natürlich! Warum auch nicht, denn wir fahren eh nach Assen und da Motorradfans allesamt super nette Leute sind, kann es ja nur gut werden. Das es so gut werden würde, haben wir dann aber nicht gedacht. Denn nicht nur, dass es sich bei der Mitfahrerin um eine äußerst sympathische junge Dame handelte, sondern darüber hinaus arbeitet besagte Forum-Leserin auch noch im Paddock (ich hatte es ja schon erwähnt, wer hier alles mitliest).
Lange Rede, kurzer Sinn: Man lernt sich während der rund 3-stündigen Fahrt dann doch ein wenig besser kennen und ein paar SMS später stand dann fest, dass ein/zwei Stunden Paddock-Besuch durchaus für uns drin wären.
Glücklich wie kleine Kinder haben wir besagte Dame am Eingang des Fahrerlagers abgeliefert und wir wollten wegen der Karten per Handy in Kontakt bleiben.
Wir sind dann erst mal zu unserem Stamm-Campingplatz Oostra gefahren. Hier sind nicht ganz so viele Verrückte wie z.B. bei Jan & Berta...
Kurz nach dem Aufbau des nötigen Equipments erreichte uns die SMS, dass wir die Karten gerne schon sofort holen könnten. Wir rannten quasi los und nach einer guten Stunde standen wir dann im Faherlager der MotoGP!
Für Fans wie uns etwas ganz Besonderes!

Fahrerlager abends um 10
Wir wurden ein wenig an die deutschen Teams herangeführt und man lud uns auf ein Bier in der Hospitality von 2-Takt-Guru
Jörg Seel ein. Jörg Seel bereitet mit dem holländischen Sponsor Jan Abbink das Motorrad für #53
Jasper Iwema vor. Das ganze läuft unter dem "Deckmantel" des
Racing Team Germany, die wiederrum die 250er für
Bastian Chesaux vorbereiten. Etwas kompliziert alles, aber solche Geschichten zu hören ist der Grund, warum dieses Wochenende etwas ganz Besonderes war!

Jörg Seel & Claas (Team-Koch)
Auch Jasper Iwema war total cool drauf und hatte sichtlich Spaß daran, dass wir ihn um ein Autogramm gebeten haben. Seine Eltern waren natürlich immer in Reichweite und ebenfalls total nett. Irgendwann sagte Jan Abbink dann (im Scherz) zu der Mutter, sie soll Jasper mal sagen, dass er ins Bett soll. Das Geschrei war groß und alle haben sich gekringelt.
Bei besagtem Bierchen kommt dann plötzlich mein neuer Held Jonas Folger rein. Er versteht sich prima mit Jasper und er fährt die längsten Wheelies auf dem Fahrrad im Fahrerlager. Er hat so eine Freude an allem, was er tut. Unglaublich, denn genau diese Unbekümmertheit hat auch aus Valentino Rossi das gemacht, was er heute ist...und die Parallelen sind nicht zu leugnen. Solange Jonas den Spaß behält, wird er immer schnell sein und immer schneller werden! Wir haben das Rennen am Sonntag im "Omega" nach Start & Ziel gesehen und es war eine Augenweide zu sehen, wie er mit einem leistungmäßig völlig hinterherhinkenenden Motorrad gegen die Weltspitze gekämpft hat. Dort hat er Weltstars außen überholt, das mir beim Zuschauen schwindelig wurde. Leider ist er beim Rausbeschleunigen bzw. auf den Speed-Abschnitten immer wieder aufgeschnupft worden. Ich finde es aber trotzdem gut, dass er noch diese alte Karre fährt, denn so lernt er das Fighten. Ich bin mir ziemlich sicher: Wenn der ein aktuelles Werks-Motorrad hat, fährt er allen davon!
Aber zurück zum Mittwochabend

Nach der #46 kommt die #94

Leider etwas unscharf: Grolli, Jasper Iwema, Jonas und der gutaussehende junge Mann rechts bin ich
Spät am Abend haben wir uns dann auf den Rückweg zum Zeltplatz gemacht um am nächsten Morgen topfit ins Fahrerlager zu gelangen. Auf dem Weg haben wir allerdings noch ein paar Aufnahmen geschossen.

Nicky Hayden

Die Pesek Brüder

Marc Marquez

Lucio Cecinello

Ich und das Logo meines Hobbies

"die kochen auch nur mit Wasser..."

Takaaki Nakagami & Shoya Tomizawa
Am nächsten Tag drängte die Zeit, denn wir konnten die Fahrerlagerkarten nicht unbefristet haben.

Hier mal eine etwas andere Ansicht der Strecke
Das das DSF einen Super-Job macht, wissen wir ja. Wie man auch das Auge bedient sieht man hier. Andrea Kaiser sieht in Natura noch mal eine ganze Spur attraktiver aus, als es im TV ohnehin rüberkommt

Darüber hinaus ist sie aber auch noch super nett und hat einen Smalltalk mit uns angefangen. Einfach nur herrlich. Vielen Dank Andrea, so schafft man sich Fans! Außerdem merkt man ihr an, dass sie nicht nur einem Job nachgeht sondern wirklich Spaß an Ihrer Arbeit hat.

Andrea Kaiser

Alex Hofmann

Aber auch andere Fernsehsender bieten den männlichen Zuschauern etwas...
Dann ging es aber an das Treffen der Fahrer.

Sergio Gadea

James Toseland

Mein Held aus früheren Tagen Nobby Ueda

Sandro Cortese

Stefan Bradl

Alvaro Bautista

Der Champ, der wenig später erneut Geschichte schrieb...

...und bei seinem Kult-Zurechtzupfer

Texas Ede

Loris Capirossi
Casey Stoner, der Mann, der immer noch nicht weiß, dass seine Millionen nur durch Fans auf sein Konto gekommen sind. Ich bin maßlos enttäuscht über sein Verhalten und dieses Foto kam nur durch meine Hartnäckigkeit zu Stande, alle anderen die dort standen wurden von ihm weggeschubst. Egal wie man sich fühlt (und Donnerstag soll es ja noch gegangen sein), so geht man nicht mit Fans um. Den zweiten Dämpfer haben die Fans dann bei der Fahrerparade zu spüren bekommen. Alle Fahrer saßen auf der Rückbank-Lehne in Cabrios (Pro Team ein Wagen). Der gute Casey Stoner saß mit dem Rücken zu den Zuschauern und war der einzige, der es nicht mal als nötig ansah, zu winken. Ich möchte fast behaupten, er hat uns "mit dem Arsch nicht angeschaut". In meiner Gunst ist er ziemlich weit gesunken. Schade eigentlich!

Casey Stoner

Tiefe Einblicke in die Technik. Ich habe viele Fragen gestellt und alle beantwortet bekommen...ach Mist: Ich habe die Frage nach der Traktionskontrolle vergessen

Der Meister und sein Baby.
Letztlich ist Jasper das ganze Wochenende über um Platz 20 herum ins Ziel gekommen. Das Team war ganz zufrieden, weil der Holländer noch jung ist und lernt. Außerdem hat er trotz des Drucks des Heim-GPs nichts kaputt gemacht.
Die darauffolgenden Tage waren dann "nur wieder Hausmannskost". Wir sind brav jeden Morgen um 8 auf der Strecke gewesen, haben wieder alle Tribünen besichtigt und tollen Rennsport erlebt. Übrigens war dies mein 19ter Assen-Besuch am Stück...und das war mit Abstand der Beste!
Weitere Bilder vom Campingplatz oder der Rennstrecke spare ich mir hier auch, weil man das alles schon kennt.
Ich möchte mich (auch in Jürgens Namen) nochmals für die tolle Gastfreundschaft bei Jörg Seel und Jan Abbink bedanken. Ebenso natürlich für die Führung und Freundlichkeit von Bianca und Carmen. Ihr habt etwas gut bei uns! Und wie gesagt: Wenn ich von euch auch mal jemanden mitnehmen soll, sagt Bescheid