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Datum: 17.März bis 20.März 2011 -
Official Website: circuitlosail.com -
Wettervorhersage: DOHA (Hauptstadt von Qatar)
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(Schmittis ganz persönliche) Meinung zur MotoGP
- Obwohl diese Klasse soviel an Reiz verloren hat, freue ich mich immer noch wie ein kleines Kind, wenn ich die Maschinen höre und sehe. So fieber ich natürlich wie eh und je dem großen Tag entgegen, an dem es endlich ernst wird. Qatar steht auf dem Programm. Wie schon in den Jahren zuvor als Nachtrennen ausgetragen, was aber auch das einzig spezielle an diesem Rennen ist. Wenige Zuschauer vor Ort und der Sieger darf nur mit Rosenwasser spritzen.
- Leider sind auch dieses Jahr nur 17 Fahrer am Start, dafür aber einige Neuerungen. Zwei der drei Außerirdischen haben das Fabrikat gewechselt, einige Fahrer sind gekommen, andere gegangen.
- Thema Nr.1 ist immer noch Valentino Rossi. Der Multiweltmeister hat das gemacht, was alle Welt und vor allem alle Italiener immer wollten. Er ist zu Ducati gewechselt. Doch den Winter über konnte er keinerlei Akzente setzen. Ganz im Gegenteil musste er sich sogar teilweise von seinem Kollegen Nicky Hayden oder sogar von Privtier Hector Barbera bügeln lassen. Die Erklärung war schnell parat...die Schulter macht noch Probleme. Nun denn: Nicht erst seit diesem Jahr wissen wir, dass die Ducati ein Biest ist, welches sich so gar nicht verhält, wie ein japanisches Motorrad. Bisher konnte außer Casey Stoner niemand das Teil wirklich schnell bewegen und daher liegen auch bei Ducati selbst alle Hoffnungen auf dem italienischen Superstar und seiner Crew um den erfahrenen Chef Jeremy Burgess, aus der Ducati auch ein lammfrommes aber pfeilschnelles Gerät zu machen, mit dem jeder schnell fahren kann, so wie er es schon mit der Yamaha gemacht hat. Die Experten streiten sich, ob er seinen Zenit einfach schon überschritten hat, oder ob er einfach wirklich noch nicht fit ist. Ich halte mich da erstmal raus und lasse mich überaschen...
- Ganz im Gegenteil dazu sein Vorgänger Casey Stoner. Der Australier färt wie schon in den Anfängen seiner MotoGP-Karriere eine Honda. Dieses Mal aber keine Kunden-Honda, die ihm den Spitznamen Rolling Stoner einbrachte, sondern ein sündhaft teures Werksmodell. Und wie! Bei allen Tests war er vorne zu finden, pulverisierte den Rundenrekord in Malaysia und - man höre und staune - hat sich nicht einmal auf den Appel gelegt. Er geht daher als haushoher Favorit in das Rennen...auch, weil ihm diese Strecke (und die Witterungsbedingungen) einfach liegen.
- Nicht weit entfernt folgen seine beiden Repsol-Team-Kollegen Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso. Überhaupt hat Honda scheinbar fünf Jahre nach dem Weggang Valentino Rossis erstmals ein konkurrenzfähiges Modell auf die Räder gestellt. Zu gönnen ist es dem Hersteller, der so viel für den Sport getan hat...auch wenn der mächtigste Hersteller nicht immer alles richtig macht.
- Um dies zu untermauern war auch noch Marco Simoncelli aus dem Privat-Team von Fausto Gresini immer vorne dabei. Der Lockenkopf, der seine zweite Saison fährt und als großes Talent gilt, ist allerdings ebenso mit einem reinrassigen Werksrenner ausgestattet.
- Die Yamahas rund um Weltmeister Jorge Lorenzo waren unscheinbar unterwegs. Immer schnell und vorne dabei, aber eben nie an der Spitze und nie soweit hinten, als das man hätte drüber reden müssen. Eins kristallisiert sich allerdings heraus: Die magischen Vier werden ganz sicher bald um einen Fahrer erweitert. Schon letztes Jahr mit so mancher Überraschung unterwegs mausert sich der Amerikaner Ben Spies zum Geheimfavoriten. Aufpassen Jungs!
- Auch die Kunden-Yams und speziell Veteran und Großmaul vom Dienst Colin Edwards sind gut unterwegs gewesen. Neueinstieg Cal Crutchlow geben wir gerne noch ein wenig Eingwöhnungszeit.
- Auch Karel Abraham, der eine von sechs (!) Ducatis fährt, braucht Eingewöhnung. Natürlich schimpfen viele, dass er doch nur wegen der Kohlen seines Dads in die MotoGP gekommen ist und es doch ganz andere gäbe, die viel eher die Chance verdient hätten. Das mag alles stimmen, aber: Das Leben ist kein Ponyhof und in der heutigen Zeit können wir sogar froh sein, dass es noch 17 Fahrer geworden sind.
- Alvaro Bautista als einzige Suzuki Speerspitze hat es sehr schwer. Die Suzuki ist einfach immer noch das schlechteste Bike im Feld und wenn es dieser japanische Hersteller nicht schafft, mehr als ein Team auszustatten und dieses Jahr sogar nur mit einer Maschine anreist, kann man nichts erwarten. Das können auch die halbwegs ordentlichen Ergebnisse aus Malaysia nicht beschönigen. Hier in Qatar die Mannen um Crewchief Paul Denning schon an diesem Wochenende (So/Mo der letzte Test des Jahres) wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
- Toni Elias knüpft da an, wo er vor zwei Jahren aufgehört hat. Unglaublich, denn letztes Jahr ist er so souverän Weltmeister der Moto2 geworden, hat die Chance erhalten, wieder aufzusteigen und zeigt, warum er überhaupt absteigen musste...ganz schön viele Kommas in einem Satz und auch ziemlich fies, aber das war im Winter leider gar nichts.
- Randy De Puniet konnte an seine sehr gute erste Saison-Hälfte letztes Jahr nach einer unglücklichen Verletzung nicht anknüpfen und so gerät man dann schnell in die unglückliche Lage, sein renommiertes Honda-Privat-Team verlassen zu müssen. Unterschlupf fand er schließlich im privaten Ducati-Team von Pramac. Das ist sicher ein Abstieg in der Karriere des Franzosen...
- ...denn auch die Privat-Hondas sind dieses Jahr bedeutend schlagkräftiger als noch letztes Jahr. So konnte auch Hiroshi Aoyama sein Talent treilweise aufblitzen lassen und wird dieses Jahr ganz bestimmt ein Dauergast in den Top10.
- Das einzig schöne an der Klasse ist, dass man ruckzuck auf alle Fahrer eingehen kann. Gut, ich habe mich schon wieder etwas in Rage geschrieben, aber trotz allem möchte ich noch auf den ältesten aller Fahrer eingehen. Loris Capirossi...schon vor zwei Jahren hatten ihm alle gegönnt, wenigstens noch ein Rennen fahren zu können, damit er die 200er Marke an gefahrenen GPs vollkriegt und nun hängt er noch eine Saison an? Mich freut's, denn dann ist sicher seine Frau Ingrid noch ab und an im TV zu sehen ;-)
- Tja, dann würde ich sagen: Schauen wir zunächst, wie die Fahrer an diesem Wochenende beim letzten Test des Jahres hier in Qatar abschneiden und ob sich die Erkenntnisse aus Malaysia bestätigen. Dann wissen wir auf jeden Fall mehr, wie es am kommenden Wochenende aussehen wird...und wenn wir Pech haben sogar, wie es das ganze Jahr über aussieht. Viel Glück, dass es nicht so wird und viel Spaß in der letzten 800er WM!
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Weitere Infos
Ausnahmsweise gibt es vier Trainings-Tage. Hintergrund ist der, dass die Temperaturen sich hier schlagartig ändern, wenn die Sonne untergeht und alle Klassen möglichst zu der Zeit trainieren sollen, wenn auch deren Rennen stattfindet.
Die Zeiten der MotoGP Trainings (Nicht die TV-Übertragung)
Donnerstag 17:55-18:40 (MEZ) MotoGP Free Practice 1
Freitag 16:00-16:45 (MEZ): MotoGP Free Practice 2
Freitag 18:55-19:40 (MEZ): MotoGP Free Practice 3
Samstag 17:55-18:55 (MEZ): MotoGP Qualifying Practice
Sonntag 16:00-16:20 (MEZ): MotoGP Warm Up
Sonntag 20:00 (MEZ): MotoGP Race (22 laps)
SPORT1 TV-Plan [sport1.de]
Donnerstag 16.55 Uhr bis 18.30 Uhr (MEZ): Training live
Freitag 16.00 Uhr bis 18.30 Uhr (MEZ): Training live
Freitag 19.15 Uhr bis 19.45 Uhr (MEZ): Training live
Samstag 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr (MEZ): Training live
Samstag 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr (MEZ): Qualifyings live
Sonntag 16.55 Uhr bis 19.00 Uhr (MEZ): Rennen 125cc/Moto2 live
Sonntag 19:55 Uhr bis 21:15 Uhr (MEZ): Rennen MotoGP live
STATISTIK MotoGP:
Pole Position 2010: Casey Stoner 1:55:007
Podium 2010: 1. Valentino Rossi - 2. Jorge Lorenzo - 3. Andrea Dovizioso
Rundenrekord (Rennen): Casey Stoner [2008] 1:55:153
Schnellste Runde überhaupt: Jorge Lorenzo [2008] in 1:53:927
WM-Stand
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BMW M Award - MotoGP Best Qualifier 2011
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