Der erwähnte 600er-IDM-Test auf Suzuki hat ohne Hommel stattgefunden, der aufgrund seiner Vertragssituation gar nicht erst erschienen ist. Jedenfalls schildert Bert Poensgen so die Situation.
Malaguti wird Hommel wegen "Erfolglosigkeit" abschießen. Wie man aber auf so einer Gurke von Moped erfolgreich sein soll, haben sie nicht gesagt.
Erinnert mich irgendwie auch an Philipp Hafeneger seinerzeit, mit vielen Vorschußlorbeeren in den GP-Sport gehievt und dann schnell wieder abgesägt, als die Erfolge ausblieben.
Ob Hommel im Elit-Team besser klar gekommen wäre, kann man nur mutmaßen. Sicherlich wäre das Material besser gewesen.
Aber wie man so sagt "Hättichte sind keine Habichte" und man wird abwarten müssen, wie seine Karriere weitergeht.
Anschließen möchte ich mich einem meiner Vorschreiber bezüglich der Leistungen der Familien solcher jungen Nachwuchsfahrer. Da wird der Jahresurlaub dem Sport geopfert, jeder verfügbare und halbwegs entbehrliche Cent wird in den Sport gesteckt, es werden Klinken geputzt und alles getan, damit der Filius oder die Tochter fahren kann.
Da fährt der Vater nach seiner Arbeitswoche als Mechaniker mit zu den Rennen und opfert sein Wochenende, welches anstelle eines Erholungseffektes oftmals lediglich puren Stress bietet, weils in den Trainings oder im Rennen nicht so läuft.
Leider ist es aber auch manchmal so, dass der "Vater-Effekt" - siehe die kickenden Dreikäsehochs beim Fußballnachwuchs oder damals während der "Becker-Mania" all die Tennis spielenden Kids, die von überehrgeizigen Vätern permanent unter Druck gesetzt werden/wurden.
Das hilft nicht weiter, sondern führt meist dazu, dass das Gegenteil erreicht wird.
So oder so - es ist nicht einfach, sich in seinem Sport bis an die Spitze zu kämpfen. Talent allein reicht da nicht aus, es gehört viel, viel Glück dazu, Leidensbereitschaft, Aufopferung und absolute Hingabe. Und trotzdem schaffen es die wenigesten bis ganz nach oben.
Glück auf!
pofpof