Auf yamaha-racing.com gibt es jetzt ein aktuelles Interview mit Andrew Pitt von Yamaha Motor Italia.
Ich fand es lesenswert, weil er einige interessante Punkte anspricht.
Zusammengefasst zum Inhalt:
Zunächst erzählt er, dass er mit dieser Saison recht zufrieden ist, das Team gut arbeitet, usw.
Wirklich interessant war für mich der Teil über die mangelnde Anerkennung für seine Ergebnisse, z.B. dass er in Assen die meisten Punkte mitgenommen hat und dafür kaum in der Presse erwähnt wurde. Es stört ihn offenbar, dass über einen Alex Barros, der ständig schlechtere Ergebnisse einfährt, deutlich öfter etwas zu lesen ist. Er scheint auch damit unzufrieden zu sein, ständig im Schatten seines Teamkollegen Haga zu stehen.
Meine Meinung dazu:
Pitt hat in dieser Saison bisher wirklich eine beachtliche Leistung gezeigt. Allerdings fehlt ihm noch das gewisse Etwas, dass einen Star ausmacht. Ich meine aber, das ist normal. Es ist seine erste richtig gute Saison in der SBK-WM. Dass ein Barros oder Haga mehr Aufmerksamkeit erhält, ist für ihn sicher ärgerlich, aber doch nachvollziehbar. Barros kommt aus der so genannten Königksklasse, und Haga gilt schon bald als SBK-Legende. Dass nach dem Assen-Rennen wahrscheinlich mehr über das Chaos und die Favoriten-Ausfälle geredet wurde, ist ebenfalls verständlich.
Ich denke, Andrew Pitt kann im nächsten Jahr einiges zeigen und muss dann auch selbst beweisen, dass er aus dem Schatten von Leuten wie Bayliss, Barros oder Haga heraustreten kann. Ein Stück weit hängt das am Ende auch immer von persönlicher Ausstrahlung ab, und wenn ich so lese, dass Biaggi nächstes Jahr dazu kommt und vielleicht am Ende sogar Leute wie Bostrom, dann wird die Luft am Starhimmel eher dünner. Er wird sich also anstrengen müssen.
In diesem Sinne...