Martin war wohl einer der härtesten und vor allem angstlosestem auf diesem Planeten. Aber die Serie in der er unterwegs war ist im wahrsten Sinne des Wortes mörderisch, verzeit keinen noch so kleinen Fehler oder wie wohl in diesem Falle ein technischer Defekt (das Bike soll Öl verloren haben, lt. Ryan Farquhar, mit dem er sich wohl um den Sieg rankte), als das Unglück geschah. Einen Lauf hatte Martin an diesem Tag schon gewonnen. 3 Zuschauer wurden auch zum Teil sehr schwer verletzt... hoffentlich kommen wenigstens sie durch.
Diese Straßenrennserie auf der Insel umfasst einige Rennen an verschiedenen Stationen, darunter eben Tandragee 100, alle extrem gefährlich und auf öffentlichen, teils sehr engen unübersichtlichen Strassen.
Martin war wohl dem Rest der Welt im wesentlichen durch seine Starts auf der Isle of Man bekannt, wo er sehr erfolgreich war. Sehr oft hatte er eine Onboardcam an Board, das dieses mörderische Tempo ohne irgendwelche Sturzräume auf völlig unübersichtlichen, teils sehr welligen Streckenabschnitten usw. annähernd zeigte. Sein Rundenrekord auf dem rund 60 km Kurs der IOM lag bei 127 mph was ca. 203 km/h Durchschnitt !!! entspricht.
Man muss wohl schon ein anderer Mensch sein um das eigene Leben, wohl hauptsächlich für Ruhm und Ehre aufs Spiel zu setzten, auf der geschlossenen Rennstrecke wäre sicher mehr zu verdienen, aber den Jungs gehts da in erster Linie doch um was anderes...
Adeus Martin, einen solchen Abschied hab ich auch no nie gesehen jede Menge Fans kamen in die Heimatstadt von Martin nach Lusk, Irland...
Last Journey
Ankunft in Lusk, Heimat von Martin
RIP, mein Beleid an die Familie von Martin