Teil 1 - Fahrschule

Bevor es los gehen kann …

… gibt‘s einige Dinge zu bedenken, die nachstehend in sinnvoller Reihenfolge aufgeführt sind und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben.


Anmerkung: In allen Teilen des Artikel wird das generische Maskulinum für Personen verwendet, mit dem alle Menschen (w, d, m) angesprochen sind. Die spezifische Form für Personen wird verwendet, wenn es um bestimmte Personengruppen geht. Die aktuellen Bestimmungen auf Grund der Pandemie sind hier nicht berücksichtigt.)


Qual der Wahl - welche Fahrschule ?

Welche Fahrschule gewählt wird, ist von mehreren Faktoren abhängig. Finanzielle und praktische Aspekte sind abzuwägen, ebenso hat das Bauchgefühl da ein gewichtiges Wörtchen mitzureden und die Erwartungshaltung. Je nach den Gegebenheiten der Region und persönlichen Erwägungen sind nicht alle Vorstellung und Wünsche umsetzbar.


Neben der tatsächlichen Ausbildungszeit (Theorie- und Praxisstunden) sind zum einen der zeitliche Aufwand für den Weg (Entfernung, Erreichbarkeit mit Auto/ÖPNV) zur Fahrschule zu bedenken, sowie zum anderen die Häufigkeit des angebotenen Theorie- und Praxisunterrichts pro Woche für die entsprechende FE-Klasse. Lässt sich die Lage der Fahrschule ggfs. mit dem Arbeitsweg kombinieren, passen die Zeiten der Theorie zu den Schul-, Arbeits- und Sportzeiten. Es kann sinnvoll sein, eine Fahrschule zu wählen, die weiter weg ist, weil deren Angebot vielfältig und flexibler ist.


Ein Blick auf die Homepage der Fahrschule ist unumgänglich. Bitte nicht gleich weiter klicken, wenn eine kleinere Fahrschule keine moderne Homepage hat. Das heißt nicht von vorn herein, dass sie schlecht ist. Ebenso bitte nicht blenden lassen, wenn tolle Bilder von Luxusfahrzeugen (Porsche, Harley-Davidson, etc.) mit medienwirksamen Texten und billigen Fahrstunden locken, ist das kein Garant dafür, dass die Ausbildung auch bilderbuchmäßig verläuft. Eine gute Fahrschule wirbt nicht mit Rabatten oder seltenen Fahrschulfahrzeugen, sondern mit ihrer Leistung und transparenter Information.


Eine sehr kleine Fahrschule hat den Vorteil, dass der Inhaber alle seine Schüler kennt. Die Preise sind ggfs. günstiger, da keine Personalkosten zu zahlen sind. Leider haben kleine Fahrschulen den Nachteil, dass bei Ausfall des Fahrlehrers vielleicht kein Unterricht stattfindet und nur wenige Schulungsfahrzeuge zur Verfügung stehen.


Eine große Fahrschule hat den Vorteil, dass bei Ausfall eines Fahrlehrers ein anderer Fahrlehrer dessen Stunden übernehmen kann. Es kann auch vorkommen, dass man in großen Fahrschulen während der ganzen Fahrschulzeit zwei wechselnde Fahrlehrer hat. Es ist nicht per se schlecht von zwei verschiedenen Ausbildern zu lernen, wenn man mit beiden gut zurecht kommt.


Ein gutes Indiz für eine seriöse Fahrschule ist, wenn sie im Fahrlehrerverband (Landesverband) organisiert ist. Das zeigt, dass sie über aktuelle Informationen verfügt und ihr Personal entsprechend weiterbildet. Ein Verweis auf den Curricularen Leitfaden der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände e.V. ist positiv, denn das bedeutet, dass die Fahrschule ordnungsgemäß ausbildet, wozu auch ein schriftlicher Ausbildungsvertrag gehört. Hat die Fahrschule das → Siegel des ifz wird ein besonderer Wert auf die Ausbildung von Motorradfahrschülern gelegt. Die Fahrlehrer sind verpflichtet von Motorrad zu Motorrad auszubilden → Infofilm (10 Min)


Viele Fahrschulen geben die Mindestgrund- und -sonderfahrstunden pro Klasse, sowie die Preise für die jeweilige Ausbildungsstunde auf der Homepage an. Die Preisnennung im Internet ist keine Pflicht. Sie sind nach lt. § 19 FahrlG nur verpflichtet in den Fahrschulräumen einen Preisaushang zu haben, denn sie sind an Preiswahrheit und -klarheit gebunden.


Die Fahrschule sollte während ihrer angegebenen Bürozeiten telefonisch erreichbar sein und E-Mails binnen eines Tages beantwortet werden. Der Gesprächspartner am Telefon sollte freundlich sein, sachlich und korrekt Auskunft geben können. Dazu gehört eine Information über die Anmeldeformalitäten, die zur Verfügung gestellten, kostenpflichtigen Unterrichtsmaterialien, Theoriestunden und Buchungen der Praxistunden. Neben dem Präsenzunterricht bieten fast alle Fahrschulen auch Onlinetraining zum eigenständigen Üben für den Theorieteil an. In den Fahrschulräumen soll man sich wohlfühlen können. Sie sollten gepflegt sein, über saubere Toiletten verfügen, gutes Licht und eine angemessene, technische Ausstattung verfügen.


Theorie wird heute mit Hilfe eines Beamers und Videoanimation gelehrt werden. Doch auch eine Magnettafel mit Fahrzeugbildchen oder ein Modellbrett mit beweglichen Fahrzeugen werden noch unterstützend eingesetzt um zum gewünschten Lernerfolg zu führen. Es gibt auch Fahrschulen, die über Fahrsimulatoren → für Pkw oder → für Motorrad verfügen. Das ist ein nettes Feature, was nicht zwingend erforderlich ist, allerdings für ängstliche Fahrschüler eine gute Ergänzung sein kann.


Hilfreich ist es im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis diejenigen nach ihren Erfahrungen zu fragen, die in den letzten zwei, drei Jahren den Führerschein gemacht haben. Das kann die Entscheidung erleichtern.


Fragen, die an Fahrschule gestellt werden sollten – bevor man sich für sie entscheidet

Die Reihenfolge kann variieren, je nach Gesprächsverlauf. Es ist empfehlenswert nicht mit der Frage nach dem Preis für Fahrstunden mit der Tür ins Haus zu fallen, denn obwohl das wichtig ist, ist das alleine nicht aussagekräftig. Extrem niedrige Fahrstundenpreise können viele Fahrstunden oder andere versteckte Kosten nach sich ziehen.


Welche Ausbildungsformen gibt es?

Die normale Ausbildung dauert, je nach Fähigkeiten des Fahrschülers, ca. drei bis vier Monate von Frühling bis Ende des Sommers. Wer erst im Herbst (September/Oktober) anfängt, wird selten damit fertig und steigt mit der Praxis meist erst im März nächsten Jahres wieder ein. Bei der normalen Ausbildung sind ein bis zwei Einheiten (= 90 Minuten/TE) Theorie und ein bis zwei Doppelstunden (2 x 45 Minuten) pro Woche üblich.


Der Schnellkurs bzw. Ferienkurs (Blockausbildung) wird in drei bis fünf Wochen absolviert. Hier sind täglich eine Theorieeinheit (90 Minuten) und zwischen einer bis vier Stunden Praxis (je 45 Minuten) angesetzt.


Die Ausbildung für B 196 (Pkw-Führerschein für 125 ccm-Motorrad) kann in etwa zwei bis vier Wochen absolviert werden.


Welche Theorietermine werden angeboten?

Häufigkeit pro Woche, eventuelle Wechselmöglichkeiten, Klassenspezifizierung, Uhrzeit, Dauer, Wochentage


In welcher Filiale findet der Theorieunterricht statt?

Falls die Fahrschule Filialen hat und kann zwischen den Filialen gewechselt werden?


Wie viele Schüler besuchen Theorieunterricht?

Die Gruppe sollte zwischen maximal 10 bis 12 Personen haben, damit jeder seine Fragen stellen kann. Die Altersunterschiede der Schüler in den Theoriegrundstunden sind teilweise enorm, da völlige Fahranfänger zusammen mit langjährigen Führerscheinbesitzern unterrichtet werden. Jeder muss genügend Möglichkeiten haben seine Fragen zu stellen und auch beantwortet zu bekommen.


In welchem Rhythmus findet der motorradspezifische Theorieunterricht statt?

Mindestens einmal pro Monat sollte dieser Unterricht stattfinden.


Wie viel Fahrlehrer (Männer/Frauen) hat die Fahrschule für die Motorradausbildung? Kann ich mir den Ausbilder aussuchen?

Zwei sind gut, falls einem einer nicht zusagt. Hat die Fahrschule mehr als fünf Motorradausbilder ist sie entweder etwas größer oder auf Motorradfahrer spezialisiert, was ein großer Pluspunkt ist.


Fahrlehrerinnen kennen die Probleme von Frauen beim Motorradfahren aus eigener Erfahrung und können darauf ggfs. besser eingehen. Manche Fahrschülerinnen fühlen sich bei einer Ausbilderin wohler und besser verstanden. Das heißt nicht, dass erfahrene Fahrlehrer keine Ahnung von eventuell auftretenden, spezifischen Problemen einer Fahrschülerin hätten. Die meisten Fahrschulen haben ein gutes Gespür dafür, welcher Schüler mit welchem Fahrlehrer harmoniert und bieten von sich aus ein Kennenlerngespräch an.


Fährt der Fahrlehrer selbst aktiv Motorrad?

Diese Frage am Telefon nervt manche Fahrschulen und wird oft lapidar mit „natürlich tut er das“ beantwortet. Es ist allerdings ein Unterschied, ob er ein Mal im Monat wenige Kilometerlein zur Eisdiele tuckert oder tatsächlich regelmäßig selbst im Sattel sitzt. Daher ist es sinnvoller diese Frage beim Kennenlerngespräch direkt an den Fahrlehrer zu stellen und genau auf seine Reaktion, sowie seine Antwort zu achten.


Begleitet der Fahrlehrer mich mit dem Motorrad?

Auch eine ungeliebte Frage bei vielen Fahrschulen, denn wenn der Fahrlehrer den Fahrschüler mit dem mitfahrenden Motorrad ausbildet, was absolut sinnvoll und wünschenswert ist, bedeutet das für die Fahrschule einen Mehraufwand und ein Risiko. - Warum?


Es muss ein Motorrad für den Fahrlehrer zur Verfügung stehen, d.h. die Fahrschule muß mindestens zwei Motorräder, idealerweise aus der selben Klasse, besitzen. Eine Helmgegensprechanlage ist ebenso notwendig, nicht nur die Funkverbindung Mikro im Auto zum Helmteil des Fahrschülers. Manche Fahrschulen sehen weitere Risiken, wenn der Fahrlehrer auch auf dem Motorrad unterwegs ist. Es kommt gar nicht so selten vor, dass Fahrschüler bei einem Sturz das Motorrad in einen fahrunfähigen Zustand versetzen, selbst dabei erfreulicherweise nicht verletzt oder nur wenige, kleine Prellungen oder Schürfungen abbekommen. Ist die Fahrschule mit Auto und Motorrad unterwegs, steigt der Fahrschüler ins Auto ein und das Motorrad wird anderweitig abgeholt. Ist das Gespann als Motorrad-Motorrad unterwegs, kann es zu Transportproblemen kommen, wenn die Fahrschule die Mitfahrt beim Fahrlehrermotorrad untersagt.


Die Stundenplanung und das Zeitmanagement müssen anders berücksichtigt werden. Begleitet der Fahrlehrer mit dem Motorrad, kann er unterwegs keinen Folge-Fahrschüler für die Pkw-Ausbildung aufnehmen (fehlende Schutzkleidung, Mitfahrverbot s.o.). Wechselt der Fahrlehrer zwischen Pkw- und Motorrad-Ausbildung, braucht er zusätzlich Zeit zum Umziehen und um die jeweiligen Fahrzeuge zu holen bzw. abzuliefern. D. h. es ist ein Block von Motorradfahrstunden für den Fahrlehrer zu planen. Es kann allerdings sein, dass zu wenig Fahrschüler da sind, die Motorradschein machen wollen oder sich die Stunden seitens der Fahrschüler (Arbeit, Schule ect.) nicht hintereinander legen lassen oder nicht alle in der selben Klasse ausgebildet werden, was Fahrten zum Stellplatz der Fahrzeuge notwendig macht. Dadurch geht Schulungszeit verloren, die der Fahrschule nicht bezahlt wird und der Fahrlehrer hat unproduktive Arbeitszeit, die trotzdem von der Fahrschule vergütet werden muss.


Die Bedenken, dass dem motorradfahrenden Fahrlehrer selbst ein Missgeschick während der Schulungsfahrt passieren könnte, sind ebenfalls vorhanden. In einem solchen Fall würde der Fahrschüler ohne Fahrlehrer da stehen und es müsste ein anderer Fahrlehrer ausrücken um den Fahrschüler wieder abzuholen. Fällt der Fahrlehrer unfallbedingt aus, müssen nicht nur die Stunden auf einen anderen Fahrlehrer, sofern vorhanden, umgeplant werden, sondern die Fahrschule hat bei einem angestellten Fahrlehrer auch Lohnfortzahlung zu leisten.


Das sind die Sichtweise bzw. Überlegungen vieler Fahrschulen, die die Motorradausbildung ausschließlich mit dem Pkw begleiten. Das sollte man vorher abklären.


Denn es gibt eine große Anzahl an Fahrschulen, davon auch einige, die sich auf die Motorradausbildung spezialisiert (siehe ifz-Siegel) haben, deren Fahrlehrer mit dem Motorrad begleiten. Solche Fahrschulen haben aktive Motorradfahrer als Fahrlehrer, manchmal auch Instruktoren für Sicherheitstraining, angestellt, die nahezu alle Fahrten mit dem Motorrad schulen. → Info


Das hat den Vorteil, dass der Fahrschüler der Linie des Fahrlehrers folgen kann, sich viele Dinge abschauen kann und sieht wie z.B. eine Kurve angefahren wird. Gerade bei den Platzübungen, langsamer Slalom, Bremsen und Ausweichen ist Zu- und Abschauen oft erfolgreicher als reine Erklärungen. Es ist durchaus sinnvoll, dass der Fahrschüler bei manchen Übungen als Sozius beim Fahrlehrer aufsteigt um ein Gefühl für die Übung zu bekommen.


Wechseln die Fahrlehrer beim Theorieunterricht?

Das ist durchaus üblich und hat Vorteile, denn jeder hat seine eigene Art etwas zu erklären. Was beim einen vielleicht nicht sofort verstanden wird, fällt beim anderen ggfs. ganz leicht.


Besteht die Möglichkeit eine Probestunde Theorie und Praxis vor verbindlicher Anmeldung zu absolvieren?

Die Praxis muss gezahlt werden, denn Fahrlehrer und Motorrad sind Kosten für die Fahrschule. Die Theorie meistens nicht, da der Schnupperer einfach mit in der Gruppe sitzt. Es gibt vereinzelt Fahrschulen, die kostenfreies Praxis-Schnuppern anbieten. Die Kosten dafür können in anderen Preisen (Anmeldegebühr, Material etc.) „versteckt“ sein.


Welche Motorräder hat die Fahrschule?

Hier sollte nicht nur die Antwort „ein Roller, eine 125er und zwei Motorräder“ kommen, sondern auch die ergänzende Angabe um welche Fahrzeugtypen (Naked Bike, Chopper, Cruiser, Enduro) es sich handelt oder gleich welche Modelle für die gewünschte Führerscheinklasse angeboten werden können.


Hier einige Motorräder, die gerne in Fahrschulen für A und A2 eingesetzt werden:

BMW 650 F, oft tiefer gelegt, (A2/34 kw, A/55 kw)

BMW F 800 R (A/66 kw)

Honda CBF 500 (A2/25 kw)

Honda CBF 600 mit verstellbarer Sitzhöhe (A/57 kw)

Honda CB 600 F (A/64 kw)

Honda CMX 500 Rebel (A2/34 kw, Sitzhöhe 69 cm)

Suzuki SV 650, oft mit abgepolsterter Sitzbank (A/56 kw)

Kawasaki ER-n 6 (A2/34 kw, A/53 kw)

Kawasaki Z 650 (A/53 kw)

Yamaha MT 07 (A/55 kw)


Kann ich die Motorräder vor der Anmeldung zur Ausbildung Testsitzen?

Diese Frage kommt erfahrungsgemäß von kleineren Menschen. Die Fahrschulen, die ihre Kunden ernst nehmen, ermöglichen dies im Rahmen eines Informations-/Kennenlerngesprächs mit dem Fahrlehrer. Optimal ist es, wenn bereits bei der Frage, welche Motorräder die Fahrschule hat, nach der Nennung der verfügbaren Modelle, die Einladung erfolgt nach Terminabsprache vorbeizukommen, um zu sehen, welches für die Person geeignet ist.


Was kostet der Motorradführerschein?

Die Kosten (Stand März 2021, abhängig von der Region und Fahrschule, ggfs. Schulungsfahrzeug) betragen über den Daumen ca. € 1.500 und setzen sich zusammen aus Einzelpositionen:


Anmeldegebühr* (Vertragserstellung, Terminierung etc., ca. € 50 bis ca. € 300)

Grundgebühr* für die Fahrschule (ca. € 220 bis ca. € 600)

* Bei manchen Fahrschulen beinhaltet die Grundgebühr die Theoriestunden und Anmeldung, bei anderen Fahrschulen nicht, hier muß man gezielt nachfragen

Lernmaterial (Print ca. € 60 bis € 120, Online ca. € 30 bis € 150)

Kosten für theoretische Ausbildung (ca. € 300 bis € 500, wenn nicht in Grundgebühr inkludiert)

Kosten für praktische Ausbildung, aufgeteilt nach

1 Fahrstunde = 45 Minuten (ca. € 50 bis € 90)

1 Sonderfahrstunde = 45 Minuten (Überland, Autobahn, Nacht ca. € 60 bis € 110)

1 Platzstunde** = 45 Minuten (ca. € 50 bis € 80)

** Stunden zum Üben der Pflichtfahrmanöver auf abgesperrten Platz, sofern vorhanden, ggfs. auf Schräglagen-/Bremstrainer (Motorrad mit verstellbaren Auslegern), Kurzfilm ADAC, keine Pflicht, ist Ergänzungsangebot mancher Fahrschulen und empfehlenswert

Anmeldung zur theoretischen Prüfung (ca. 180 über die Fahrschule)

Anmeldung zur praktischen Prüfung (ca. 180 über die Fahrschule)

Prüfungsgebühren TüV



Folgende Pflichtstunden müssen für Fahrerlaubnisklasse A2 und A nachgewiesen werden:

Theorie 24 Einheiten = 12 x 90 Minuten

motorradspezifische Theorie 8 Einheiten = 4 x 90 Minuten

Überlandfahrt 5 Einheiten = 5 x 45 Minuten

Autobahnfahrt 4 Einheiten = 4 x 45 Minuten

Nachtfahrt 3 Einheiten = 3 x 45 Minuten


Folgende Pflichtstunden müssen für Fahrerlaubnisklasse B 196 nachgewiesen werden:

Voraussetzung Mindestalter 25 Jahren und 5 Jahre lang Pkw-Führerschein (B)

Theorie 8 Einheiten = 4 x 90 Minuten

Praxis 10 Einheiten = 10 x 45 Minuten


Welche Zahlungsmodalitäten bietet die Fahrschule an?

Von der Barzahlung nach jeder Fahrstunde, über Überweisung nach zehn Fahrstunden bis hin zur Finanzierung (Ratenzahlung) gibt es mittlerweile ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Das sollte nicht nur besprochen, sondern auch im Ausbildungsvertrag schriftlich ausformuliert sein.


Was steht im Ausbildungsvertrag drin?

Personaldaten des Fahrschülers

Firmendaten der Fahrschule, Nummer der Fahrschule

Nennung der Fahrerlaubnisklasse, die erworben werden soll, ob Ersterwerb, Erweiterung oder Umschreibung

Kosten für Anmeldung, Grundgebühr, Grundausbildungsfahrten, alle Sonderfahrten, Theoriestunden

Anmeldungskosten zur theoretischen und praktischen Prüfung, ggfs. Wiederholungsprüfung

Kosten für nicht angetretene oder zu spät abgesagte Fahrstunde

Vereinbarung zu ausgefallenen Stunden seitens der Fahrschule

Kosten für Lehrmaterial

eventuelle Nutzungsgebühr für Kleidung

Zahlungsmodalitäten, Fahrstundennachweis

Regelung für Kündigung des Vertrags, Gründe für Kündigung

Angaben zur Versicherung

Ort der Theoriestunden und Häufigkeit

Vereinbarung über Treffpunkt der Praxisfahrten, geplante Häufigkeit

individuelle Vereinbarungen, wie z.B. nur auf Honda CMX 500 oder Praxisstunden nur bei Fahrlehrer XY

Ort, Datum, Unterschriften von Fahrschule und Fahrschüler

Ist nichts anderes schriftlich vereinbart, ist der Vertrag mit der Fahrschule für ein Jahr gültig.

→ Ausbildungsverordnung


Stellt die Fahrschule Schutzkleidung zur Verfügung?

Die meisten Fahrschulen haben einen Fundus an gebrauchter Schutzkleidung in gängigen Größen (S bis XXL, D 36 bis 42, H 46 bis 60, Stiefel 37 bis 44, Integral-Helme S bis L). Es wird aus Hygienegründen verlangt unter dem Helm eine Sturmhaube, unter der Hose eine Leggings o.ä. zu tragen. Handschuhe und Regenbekleidung sind in Fahrschulen selten bis gar nicht vorhanden. (verschwindet aus unerklärlichen Gründen in den Tiefen des Universums)


Es ist angenehmer von Anfang an eigene Kleidung zu haben, daher lautet die Empfehlung sich mindestens Handschuhe, knöchelhohe Motorradschuhe und einen Helm zu Beginn der Ausbildung zu kaufen.


Wo ist der Treffpunkt für die Fahrten? Wo enden die Fahrten?

Es sollte unbedingt vereinbart werden, wo die Fahrstunden mit dem Motorrad beginnen. Es ist nervig und geht von der Schulungszeit ab, wenn das Motorrad jedes Mal erst aus der Garage geholt werden muß oder kostet Freizeit, wenn man eine halbe Stunde lang vor oder nach der Fahrstunde im Auto beim Fahrlehrer mitfährt, während der nächste bereits Fahrstunde hat. - Wer gerne abgeholt werden will, fragt zielgerichtet nach dieser Möglichkeit.